Niemand ist der Herr seines Weges,
und kein Mensch hat die Macht,
den Gang seiner
Schritte zu bestimmen
Jeremia 10,23

Diese Zeilen stehen auf der Rückseite des Sterbebildes meiner Tante, auf deren Beerdigung ich gestern war. Wie zutreffend dies sein kann habe ich die zurückliegende Woche am eigenen Leib verspürt.
Heute konnte ich wieder das erste Mal ohne Probleme laufen. Bin zwar insgesamt noch etwas verschleimt, aber das hinderte mich nicht besonders. Bei einem kurzen Test über einen vermessenen Kilometer konnte ich ohne Probleme eine 3:30 erreichen.
Falls meine Genesung weiterhin so fortschreitet werde ich am Samstag doch den geplanten Wettkampf absolvieren können. Wobei mir ja immer noch die Option zwischen 5 oder 10km bleiben.

Ein Unglück kommt selten allein

Gestern Abend beim Biss in ein Stück Brot machte es „knacks“ und mein zweiter linker Schneidezahn oben brach kurz unterhalb der Wurzel ab.
Im ersten Moment war der Schreck groß. Schmerzen verspürte ich keine. Der Zahn war eigentlich schon über 30 Jahre durch eine Wurzelbehandlung „tot“. Mit meinem 4-Tagesbart und der Zahnlücke sah ich jetzt natürlich zum schießen aus meinte Andrea und Kathrin.
Nach 3 Tagen ging ich heute Morgen dann das erste Mal wieder aus dem Haus. Erst ins Büro und von da aus zum Zahnarzt. Dort verbrachte ich gute 4 Stunden überwiegend im Wartezimmer um dann mit einem Provisorium und einem Kostenvoranschlag von 788,87 EUR in der Tasche wieder zum Arbeitsplatz zu fahren.
Abends zuhause mähte ich voller Tatendrang den Rasen.
Danach zog ich mich um, machte ein bisschen Gymnastik und wollte eigentlich lockere 10km laufen. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut. Schon beim ersten Kilometer bekam ich einen kleinen Schweißausbruch und der Puls stieg trotz des lockeren Tempos auf 150 und ich bekam ganz weiche Knie.
So drehte ich kurzerhand um, man kann ja schließlich nichts erzwingen.
Schade, gerade jetzt wo die schnellen Einheiten angesagt sind, entferne ich mich immer weiter von meiner zuletzt gar nicht so schlechten Form.

Erkältung

Jetzt hat es mich doch noch erwischt. Den ganzen Winter über war ich von Erkältung und Grippe verschont. Ausgerechnet jetzt im Mai, bin ich an der Reihe.
Es fing am Mittwoch mit leichten Halsschmerzen an. Hatte sie einfach ignoriert und bin abends auf die Bahn um die Wiederholungsläufe zu absolvieren. Bei dem ersten 200-er in 34sec hatte ich noch leichte Atemprobleme, die sich dann aber legten. Zusammen mit Peter brachte ich die 3×200-400-600m mit 400-600-600m Trabpause doch ganz gut in 34-73-2:00sec/min durch.
Am Donnerstag beging ich jedoch den größten Fehler. Schon deutlich erkältet wollte ich meine Laufkollegen nicht enttäuschen und die 3x1000m Staffel platzen lassen. Also raffte ich mich auf und wir kamen mit 9:28,60 auf den zweiten Platz. Ich hatte massive Probleme mit der Atmung und bekam auch einige Zeit nach der Überquerung der Ziellinie kaum Luft.
Heute Morgen quälte ich mich noch ins Büro, aber jetzt lieg ich erstmal richtig flach.

Tempo

Nach den gestrigen 3x3000m mit 2000m Trabpause taten die ruhigen 20km von heute richtig gut. Aber schon morgen gehts gleich wieder zur Sache. Intervalltraining auf der Bahn ist angesagt.
Am Donnerstag laufe ich dann in einer 3x1000m Staffel mit um die Kreismeisterschaft.
Falls ich das alles gut überlebe, steht am Sonntag der 10-er in Momart auf dem Programm. Gute Zeiten sind da zwar nicht drin – vom Streckenprofil her würden Flachländer ihn als Berglauf bezeichnen – aber für die Wettkampfhärte ideal.

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