Ein Unglück kommt selten allein

Gestern Abend beim Biss in ein Stück Brot machte es „knacks“ und mein zweiter linker Schneidezahn oben brach kurz unterhalb der Wurzel ab.
Im ersten Moment war der Schreck groß. Schmerzen verspürte ich keine. Der Zahn war eigentlich schon über 30 Jahre durch eine Wurzelbehandlung „tot“. Mit meinem 4-Tagesbart und der Zahnlücke sah ich jetzt natürlich zum schießen aus meinte Andrea und Kathrin.
Nach 3 Tagen ging ich heute Morgen dann das erste Mal wieder aus dem Haus. Erst ins Büro und von da aus zum Zahnarzt. Dort verbrachte ich gute 4 Stunden überwiegend im Wartezimmer um dann mit einem Provisorium und einem Kostenvoranschlag von 788,87 EUR in der Tasche wieder zum Arbeitsplatz zu fahren.
Abends zuhause mähte ich voller Tatendrang den Rasen.
Danach zog ich mich um, machte ein bisschen Gymnastik und wollte eigentlich lockere 10km laufen. Aber da hatte ich mich zu früh gefreut. Schon beim ersten Kilometer bekam ich einen kleinen Schweißausbruch und der Puls stieg trotz des lockeren Tempos auf 150 und ich bekam ganz weiche Knie.
So drehte ich kurzerhand um, man kann ja schließlich nichts erzwingen.
Schade, gerade jetzt wo die schnellen Einheiten angesagt sind, entferne ich mich immer weiter von meiner zuletzt gar nicht so schlechten Form.

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