JHV

jhvAuch wenn es hier die letzte Zeit etwas ruhiger war, wurde es mir nicht langweilig.
Bereits am 20.11.2016 fand die Jahreshauptversammlung des LAZ Obernburg-Miltenberg statt. Hier findet ihr meinen Jahresbericht, den ich als Sportwart für den Langlauf vortragen durfte. Im Anschluß daran fanden die Ehrungen für die erfolgreichen Sportlern statt.

Zum Abschluß und gleichzeitigen Höhepunkt der Veranstaltung wurde der/die Leichtathlet/in, Aufsteiger/in und Läufer/in des Jahres gewählt. Als Sportwart Langlauf durfte ich die Laudatio für den Läufer des Jahres halten.

Am darauffolgende Wochenende war ich zum „Tag des Sports“ eingeladen, wo die Ehrung der erfolgreichen Sportler/innen des Landkreises stattfand. Die Veranstaltung wurde wie immer von interessanten, sportlich anspruchsvollen Darbietungen umrahmt.

Frankfurt Marathon

FrankfurtMittlerweile sind fast zwei Wochen vergangen, der Frankfurt Marathon 2016 ist Geschichte. Ich habe bewusst ein paar Tage verstreichen lassen, bevor ich hier etwas poste. Aber auch mit diesem zeitlichen Abstand bin ich nach wie vor zufrieden mit meiner Leistung.

Obwohl ich mein Erst Ziel deutlich verfehlt habe, kann ich mir nichts vorwerfen. Ein Marathon ist kein Wunschkonzert und den deutlichen Einbruch hinten raus, habe ich mir selbst zuzuschreiben. Doch wer nichts wagt der nichts gewinnt.

Vielleicht hätte es geholfen wenn ich ein Gel mehr dabei gehabt hätte, oder wenn ich das eine Gel, welches ich dabei hatte nicht erst bei km 38 genommen hätte. Wer weiß?

Dabei lief es anfangs richtig gut. Den Halbmarathon passierte ich in 1:24:05 h und die Beine waren noch locker. Dafür wurden sie auf der Mainzer Landstraße immer schwerer und die Splits langsamer.

Hinzu kamen noch leichte Magenbeschwerden, so dass ich hier bewusst auf das Gel verzichtete. Als ich es dann nach Kilometer 38 nahm, war es zu spät. Den letzten Kilometer konnte ich dann noch deutlich unter 4 min laufen und auch im Ziel fühlte ich mich irgendwie gar nicht richtig ausgepowert. Was soll‘s, jetzt im Nachhinein ist es egal.

Das Zweitziel erreicht, die Altersklassenbestleitung des Laufbezirkes Bayerischer Untermain deutlich verbessert und dazu noch ein 6. Platz in der AK-Wertung der Deutschen Meisterschaft. Damit bin ich zufrieden und glücklich.

Immerhin war dies mein 22-ter Marathon – wovon ich bis auf das Debüt und 2 Ausstiegen – alle mit einer 2 an erster Stelle gefinisht habe. Dazu kommen noch vier 50 km Wettkämpfe, bei denen ich die Marathondistanz auch jeweils mit sub 3 Stunden passierte.

Mittlerweile befinde ich mich in der wohlverdienten Regeneration und schmiede schon wieder Pläne wie es in der neuen Saison weitergeht. Mal sehen, vielleicht mache ich ml was ganz neues. Lasst euch einfach überraschen…

Ziele

2015-10-26 ASICS FFM-2598Am Sonntag werde ich mittlerweile zum 22. Mal an der Startlinie eines Marathons stehen. Dabei ist es insgesamt das achte Mal, dass ich in Frankfurt starte.

Die Vorbereitung lief ideal. Die Form ist da, ich bin gesund und werde alles riskieren.

Wie immer habe ich mir 3 Ziele gesetzt:


Ziel 1: sub 2:49:39 h

Um meine bisher schnellste Zeit in Frankfurt (gelaufen 2012) zu unterbieten. Das heißt, bei Idealbedingungen werde ich die ersten 15 km mit einem 4:03/km Schnitt anlaufen, um dann von km 15 bis 25 versuchen auf 3:56/km anzuziehen. Dann werde ich sehen wie ich mich fühle und was passiert. Falls ich die restlichen 17,2 km einen 4:00/km Schnitt bis ins Ziel halten kann, wird es eine 2:49:00 h.
Von meinen letzten Trainingswerten her müsste dies möglich sein. Natürlich kommt es auch auf die Tagesform und die weiteren Umständen an.


Ziel 2: sub 2:58:11 h

Damit würde ich die schnellste Zeit eines 56-jährigen in der Leistungsbilanz des Bayerischen Untermains erzielen. Ein lohnendes Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt.


Ziel 3: sub 3

Als reine Motivations-Erhaltung wenn alles schief gehen sollte und bevor ein Ausstieg droht. Damit würde ich immerhin meine Bilanz auf mittlerweile 19 Marathons unter 3 Stunden ausbauen.

Also Freunde, Daumen drücken. Ich geb mein Bestes….

Ready

2310Es bleiben noch 4 Tage. Die Vorbereitung lief perfekt, die Hausaufgaben sind gemacht.

Heute nachmittag laufe ich nochmals 4 x 1000 m und versuche dabei das geplante Marathonrenntempo zu treffen.

Morgen ganz locker 9 km. Am Freitag 3 und am Samstag direkt nach dem Frühstück noch 2 Kilometer.

Dann geht’s schon nach Frankfurt zum großen ASICS Frontrunnertreffen, worauf ich mich ganz besonders freue.

Am Sonntag wird es dann ernst. Zusammen mit den vier 50 km Wettkämpfen wird es das 25te mal sein, dass ich auf die Marathondistanz gehe.

Die Wetterbedingungen scheinen ideal zu werden, die Strecke passt. Die Form und das Gewicht stimmt. Dazu noch die Deutschen Meisterschaften über die Königsdistanz. Läuferherz was willst du mehr…

Gute Zeiten, schlechte Zeiten…

LangerLaufDer letzte Lange Lauf am Sonntag lief richtig gut.

Bis Kilometer 26 konnte ich schön gleichmäßig im Schnitt von 4:44/km anlaufen.
Die 12 km Endbeschleunigung liefen dann erstaunlich locker im 3:58/km Schnitt.

Die letzten beiden Kilometer nach Hause drückte ich dann noch ein bisschen um die sub 3 für die 40 km zu halten.

Auch hier nochmal ein ganz großes Dankeschön an meinen Sponsor Intersport Profimarkt Mömlingen für die neuen ASICS Trinoosa 11!

Seit Montag befinde ich mich in Woche 6 der unmittelbaren Marathonvorbereitung. Die heißeste Woche – so steht es zumindest im Trainingsplan. Die beiden ersten Tage die üblichen morgendlichen Nüchternläufe über 8 km, im Dunkeln bei unangenehmen Temperaturen.

Am Dienstag war ich abends etwas zu spät dran, so dass ich durch den dunkeln Wald trabte. Dabei fühlte ich mich schon energetisch total leer. Ein Tribut an die vielen Kilometer der letzten Wochen und des wenigen Schlafs der letzten Tage.

Mittwochs fühlte ich mich bei der Morgeneinheit deutlich besser. Aber der lange TDL über 18 km am Abend lehrte mich wieder Demut.

Dabei ging es ganz gut los, zumindest die ersten 5 Kilometer. Aber dann fehlte irgendwie die Kraft. So ein ambitioniertes Marathontraining unter Alltagsbedingungen durchzuführen ist einfach anders wie im Trainingslager, wo man sich um nichts kümmern muss und keinen zusätzlichen Stress hat.

Die Splits wurden immer schlechter. Am Ende stand dann ein Schnitt von 4:09/km über die 18 Kilometer. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Jetzt heißt es erst wieder die Speicher aufzufüllen und mich neu zu fokussieren. Noch 17 Tage bis zum Start des Frankfurt-Marathons.

Übrigens habe ich dazu einen sehr schön geschriebenen Artikel gefunden, der meine momentane Gefühlslage zum Training perfekt wieder gibt.
Zu lesen hier: Worum es beim Marathon wirklich geht

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