2211 km

StatistikOstersamstag 2015, sieben Wochen Fastenzeit sind fast vorbei. Für mich persönlich begann die Zeitrechnung bereits am Rosenmontag, mit der Reise ins Trainingslager nach Andalusien.

Seither ist viel passiert und ich bin viele Kilometer gelaufen. So viele wie noch nie in solch einem Zeitraum. Im Trainingslager – im perfekten Umfeld – sicher kein Problem, aber zuhause mit dem Berufsalltag und allen sonstigen Einflüssen sicher nicht einfach. Aber ich hab es durchgezogen.

Anfangs mit hoher Qualität und teilweise 2 wöchentlichen Tempoeinheiten, sowie langen Läufen über 40km mit steigender Endbeschleunigung. Ich spürte regelrecht wie die Form kam, aber es gab auch Krisen.

Speziell Anfang der Woche fühlte ich, dass ich an meine Grenzen stoße. Die Reaktion kam umgehend und seit diesem Zeitpunkt wurden die Nüchternläufe um 6 Uhr morgens vor der Arbeit gestrichen. Dadurch habe ich mich wieder etwas gefangen.

Jetzt steht noch ein langer Lauf über 40km mit 15 Endbeschleunigung auf dem Programm, den ich Morgen angehen werde. Ich hoffe dass ich gut durchkomme. Ab dann ist nur noch Erholung angesagt.

Der Hamburg Marathon ist zwar erst in 3 Wochen, aber ich stehe bereits nächsten Sonntag in Husum bei der Halbmarathon-DM an der Startlinie und werde um einen Podestplatz in meiner AK kämpfen. Ich hoffe die knappe Woche reicht für die Regeneration und das Training der letzten Wochen zahlt sich aus…

Proud to be a ASICS-Frontrunner

KollektionGrün ist die Hoffnung und grün sind die Farben der neuen Saison.

Rechtzeitig zum Geburtstag ist die neue ASICS-Frontrunner Kollektion eingetroffen. Herzlichen Dank dafür an ASICS und Jan Erik!

DANKE natürlich auch an alle die mir zum Geburtstag gratuliert haben! Mal sehen was in der neuen AK so alles geht…

Angekommen

10Seit zwei Wochen bin ich jetzt wieder Zuhause. Den Rhythmus mit zwei täglichen Trainingseinheiten habe ich beibehalten. Es läuft weiterhin sehr gut.

Letzte Woche standen zwei schnelle Tempoeinheiten auf dem Programm. Die 6x1000m mit 1000 Trab im Schnitt von 3:28/km waren improvisiert.
Zwei Tage später dann 17x400m mit 200 Temporeduktion. Die vorgegebenen 1:24 min konnte ich nicht durchbringen, aber dennoch eine gute Tempoeinheit auf der ungeliebten Bahn. Samstags lief dann der 40er mit 6km Endbeschleunigung im 3:58/km Schnitt wieder perfekt.

Diese Woche begann mit dem langen 18er TDL in 3:52/km. Superlaufgefühl, nur hintenraus musste ich etwas knautschen. Nach zwei ruhigeren Tagen dann gestern der „Lange“ mit 9km Endbeschleunigung die ich in guten 3:56/km durchbrachte.

Für heute und morgen ist Regeneration angesagt. D.h. außer den morgentlichen Nüchternläufen lege ich die Beine hoch.

Am Sonntag geht es dann nach Niederrodenbach zum „Schnellen Zehner“. Dort bin ich vor 3 Jahren mit 35:19 min meine 10er Bestzeit gelaufen. Mal sehn was der „Formüberprüfungslauf“ aus dem Marathontraining heraus bringt. Die Garmin prophezeit ja fantastische Zeiten. Der Trainingsplan ist da eher realistischer ….

Adios Conil!

123Der Koffer ist gepackt und wir warten hier auf den Flughafentransfer. Die Zeit verging wie im Flug. Das Wetter war ideal, die Laufstrecken wunderschön. Die Gruppe war perfekt und man konnte sich immer wieder an anderen motivieren oder andere mitziehen.

18 Tage mit insgesamt 600 Laufkilometer liegen hinter mir. Orthopädisch ist alles im Lot. Jetzt bleibt zu hoffen, dass ich mein Trainingsergebnis in diesem Jahr in gute Zeiten und Platzierungen umsetzen kann.

Der gestrige letzte Lange Lauf über 40 km war geprägt vom Wind. Die ersten 20 Kilometer kämpften wir dagegen an, die nächsten 15 wurden wir getragen. Die letzten 5 waren dann ein Wechselspiel, weil ich es hier ums Hotel ausklingen lies.

Heute morgen hieß es dann Abschied nehmen. Durch den stürmischen Wind präsentierte sich der Strand in den schönsten Farben. Schade, dass ich meine Kamera nicht dabei hatte. Aber ich zog alles nochmals ganz tief in mich hinein, bis ich – so Gott will – nächstes Jahr wieder hier sein darf. Adios, Conil…

Trainingslager-Alltag

DCIM101GOPROEs ist kurz nach 6 Uhr, der Wecker klingelt. Noch müde schalte ich ihn aus und bleibe noch ein paar Minuten im Bett liegen. Dann gebe ich mir doch einen Ruck und stehe auf. Die Beine sind schwer vom gestrigen 18er Tempodauerlauf.

Nach einem Glas Wasser mit etwas Apfelessig und einer kurzen Morgentoilette, rolle ich die Beine mit der Blackroll. Die anschließende Rumpfstabi machen mich entgültig wach. Noch kurz die Zähne putzen und anziehen, bevor ich meine ASICS Kajano nehme und zur Reception gehe.

Wie jeden Morgen grüßt der Nachtpförtner mit einem freundlichen „Buenos Diaz“. Ich setzte mich auf das breite Sofa in der Eingangshalle und schnüre meine Schuhe. Bernd kommt hinzu, er ist heute das erste Mal so früh dabei. Eckhard kommt von seinem Zimmer. Cordula, Enrico und Robert stehen schon vorm Hotel und warten. Gemeinsam traben wir langsam los. Die ersten Meter sind hart, es geht ein kleines Stück hinauf. Wir laufen wie immer Richtung Tempostrecke. Der erste Kilometer über 7 Minuten.

Langsam wird es hell, die Straßenlampen gehen aus. Die Temperaturen sind auch heute wieder zweistellig. Nach einer Tempostrecken-Runde traben wir zwischen den Hotels auf einem Holzsteg über eine alte Holzbrücke Richtung Strand. Vorbei an einem Fischrestaurant trennen sich unsere Wege. Ich laufe mit Eckhard Richtung Norden zu der Steilküste. Diesen Strandabschnitt kann man nur bei Ebbe laufen. Aber hier ist es wunderschön. Jeder läuft alleine und hängt seinen Gedanken nach.

Meine sind beim gestrigen Tempolauf. Bis zur Hälfte lief es super. Zusammen mit Alois aus Linz harmonierte die Tempoarbeit hervorragend. Er ist ein Jahr jünger als ich und ein sehr starker Läufer. Bis zur Wende nach km 9 war ich fast an ihm dran. Aber an dem kurzen Gefällstück bekam ich plötzlich Magenprobleme, die mich kurz darauf in die Büsche zwangen. 1Danach war irgendwie die Luft raus, auch die Kraft fehlte. Christian konnte ohne große Gegenwehr von meiner Seite vorbeigehen, obwohl es leicht bergab ging. Als ich dann Georg vor mir sah, der nur 15 km lief, mobilisierte ich etwas, was erneute Magenbeschwerden hervorrief und mich zu einem weiteren ungewollten Stopp zwangen. Letztendlich schaffte ich es dann doch nach 1:10:47 h ins Ziel, wo ich mich in einem harten Zielsprint noch gegen Thomas wehren musste. Immerhin ein 3:54/km-Schnitt, die Uhr hatte ich durchlaufen lassen.

Mittlerweile bin ich am ersten Felsen angekommen. Hier wende ich und laufe zurück, während Eckhard weitertrabt. Weit in der Ferne sehe ich die Laufgruppe, die sich schon für das Athletiktraining formieren. Locker trabe ich dorthin.

Ich reihe mich ein und wir machen kurze Aufwärm- und Dehnübungen, gefolgt von etwas Lauf-ABC. Dann laufen die einzelnen Gruppen los. Heute Richtung Süden am endlos breiten Sandstrand. Ein Fluß, der hier ins Meer mündet begrenzt unseren Weg und wir müssen ihn über eine Holzbrücke queren. Dann geht es wieder Richtung Strand. Das Meer kann man von hier gar nicht sehen. Man fühlt sich auf diesem Abschnitt wie in einer Wüste. Nur Sand, so weit das Auge reicht. Aber schon nach wenigen hundert Metern taucht das Meer wieder auf. Es ist Ebbe, dadurch lässt es sich hervorragend laufen. Der Untergrund ist gut für die Beine, die nach dem harten Tempolauf langsam wieder locker werden. Die Sonne ist bereits aufgegangen, aber es ist heute stark bewölkt. Es weht fast kein Wind, ideales Laufwetter.

Am ersten Leuchtturm wenden wir und laufen zurück nach Conil. Für 10 Uhr ist die Körperfettmessung angesetzt und anschließend ist noch ein kurzer Vortrag. Zusammen mit Robert laufe ich noch eine Runde ums Hotel um die 14 Kilometer voll zu machen. Im Zimmer schnell duschen und zum Frühstück. Die Depots müssen aufgefüllt werden, auch mit Kohlenhydraten. Sonst würde ich hier nicht überleben. Die Körperfettmessung zeigt einen Wert von 8,1 Prozent. So niedrig war der noch nie um diese Jahreszeit.

Nach dem Vortrag gehe ich noch kurz in den Supermarkt. Mein Wasservorrat reicht nicht ganz aus für die letzten Tage. Anschließend lege ich mich zum Vitamin D auftanken in die Sonne, bevor ich diese Zeilen hier schreibe. Heute Nachmittag geht es dann zum letzten Mal auf die große Leuchtturmrunde. Morgen steht letztmals der Lange Lauf ins Landesinnere nach Los Naveros an. Ich freue mich schon darauf! Leider heisst es dann schon wieder Koffer packen und Abschied nehmen.

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