Zahlenspiele

kmNachdem ich mich die letzte Zeit etwas rar gemacht habe, gelobe ich Besserung und versuche – auch in Zeiten von Facebook und Co. – hier wieder etwas mehr zu schreiben.

Beginnen möchte ich mit ein paar Zahlenspielen.
Seit dem 01.Oktober 2000 erfasse ich meine Laufumfänge. Diese summierten sich mit dem gestrigen Eintrag auf exakt 77.639 Kilometer.

Wenn ich dazu die unprotokollierten Kilometer, seit dem Start meines Läuferlebens im Jahr 1998 hinzunehme, habe ich irgendwann in den letzten Tagen die 80.000 Kilometermarke überschritten. Dies sind zwei Erdumrundungen.

Mit den gelaufenen 3.411 Kilometern im ersten Halbjahr 2015, konnte ich die alte Bestmarke aus dem Jahr 2013 um knapp 100 Kilometer überbieten.

Saisonrückblick

GrossetoDie erste Jahreshälfte ist fast Geschichte. Da ich mich die letzte Zeit hier etwas rar gemacht habe, Zeit für einen kurzen Rückblick.

Das Jahr begann gut, zumindest gesundheitlich, denn ich konnte wieder uneingeschränkt laufen. Die Fußverletzung war ausgeheilt und die Trainingsumfänge wurden kontinuierlich gesteigert.

Im Trainingslager in Andalusien ging es dann endlich auch mit der Form voran. Zum ersten Mal war ich schon einige Tage vorher in Conil, so dass ich insgesamt 19 Tage unter idealen Bedingungen trainieren konnte.

Wieder zuhause startete ich ein Experiment um zu testen wie lange ich im Traingslager-Rhythmus mit zwei täglichen Einheiten weiter trainieren konnte. Und es lief, trotz Arbeit, Familie, Haus und Garten. Ich spürte regelrecht wie die Formkurve nach oben ging. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Dann wurde es Zeit den Stecker zu ziehen. Wer weiß wo es sonst geendet hätte.

Das Ergebnis mit den Erfolgen des ersten Halbjahrs kann sich sehen lassen. Im nachhinein betrachtet wäre – vielleicht – mit einer vernünftigeren Renneinteilung bei der HM-DM etwas mehr drin gewesen. Wer weiß? Aber auf jeden Fall hätte ich mir unmittelbar danach etwas mehr Regeneration gönnen müssen. Dann wäre vielleicht der verletzungsbedingte „Ausstieg“ in Hamburg zu vermeiden gewesen.

Obwohl nach Hamburg die Luft ziemlich raus war freue ich mich umso mehr über die schönen Erfolge bei der Straßen-EM der Senioren in Grosseto. Drei Bronzemedaillen mit dem Team sind eine schöne Ausbeute. Der wohlverdiente Urlaub danach war also hochverdient, auch wenn er sich mit dem ein oder andern zusätzlichen Kilo auf den Rippen niedergeschlagen hat.

Bilder von der Senioren-EM

BayLandtagAuch wenn es jetzt schon wieder ein paar Tage her ist:

Vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche die mich in der letzten Zeit zu meinen Erfolgen bei der Senioren-EM im Straßenlauf erreicht haben.

Wie man nebenstehend sieht waren unter anderem sogar Gratulanten aus dem Bayerischen Landtag darunter, worüber ich mich natürlich besonders gefreut habe.

Wie versprochen hier die Bilder:

Freitag, 15.05.2015 10-km Straßenlauf in Grosseto

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Der Start erfolgte um 17:15 Uhr auf einer Parallelstraße zum Stadion. Die Temperaturen lagen um die 20 Grad, aber es war relativ schwül und sehr windig.

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Samstag, 16.05.2015 Cross-Country Staffel 3x4km in Castiglione della Pescaia

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Die Strecke befand sich in dem idylischen Badeort Castiglione della Pescaia. Temperaturen um die 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Später bei der Siegerehrung wurde es dann immer bewölkter.

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Sonntag, 17.05.2015 Halbmarathon in Grosseto

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Eigentlich total platt und dazu noch der bisher wärmste Tag. Anfangs lief es noch aber hintenraus wurde es ziemlich hart.

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Danke an Frank Löschner für die schönen Bilder!

Senioren-EM Grosseto

Cross

Die zurückliegende Woche im Schnelldurchlauf:

  • Montag:
  • Morgens Interview mit der Lokalzeitung.
    Nachmittags 15km extensiv, die Beine fühlen sich nach dem Citylauf schon wieder relativ gut an. Anschließend gleich zur Massage.
    Abends Jahreshauptversammlung des TV Mömlingen. Im diesjährigen Bericht der Abteilung Leichtathletik/Lauftreff werde ich mit: „Edgar Morschhäuser konnte neben regionalen auch überregionale Erfolge erzielen.“ erwähnt.

  • Dienstag:
  • Morgens schöner Artikel mit der Vorschau auf die Senioren-EM im Main-Echo. Leider fährt es mir kurz darauf beim aufheben des Rasenmäher ganz fürchterlich mit einem knackenden Geräusch in den Rücken.
    Mittags bekomme ich kurzfristig einen Termin bei meinem Physio Johannes. Der diagnostiziert Probleme mit dem ISG und macht einige Übungen mit mir. Er gibt das OK für die Senioren-EM und meint, dass gibt sich bis zum Wochenende. An Laufen ist nicht zu denken. Ich packe den Koffer und liege dann auf dem Wärmekissen.

  • Mittwoch:
  • Morgens nochmal arbeiten, das ISG lässt grüßen.
    Mittags starten wir Richtung Süden.
    Nachmittags passieren wir hinter Lörrach die Grenze.
    Abends stehen wir vor dem Gotthardtunnel eine knappe Stunde im Stau. Gegen 22 Uhr erreichen wir unser Zwischenziel Brusimpiano am Luganer See, kurz hinter der Schweizer Grenze. ISG ist deutlich besser, Laufkilometer: 0

  • Donnerstag:
  • Morgens gleich nach dem Frühstück geht es weiter. Die ersten Kilometer leider nur im Stop- und Go.
    Mittags läuft der Verkehr hinter Mailand dann endlich wieder etwas zügiger, so dass wir pünktlich um 16:30 Uhr in Grosseto ankommen.
    Abends nach der DLV Besprechung fahren wir in unser Hotel nach Principina a Mare. Das ISG verhält sich trotz der langen Autofahrt und Koffertransport ruhig. Der dritte Tag ohne Laufkilometer.

  • Freitag:
  • Morgens nach ausgiebigem Ausschlafen, gemütliches Frühtück. Wetter stark bewölkt, bei Temperaturen über 20 Grad und stürmischem Wind.
    Mittags fahren wir nach Grosseto und schauen uns den ersten 10 km Lauf der Frauen an. Anschließend die ersten Laufschritte seit Montag, lockeres Einlaufen. Vom ISG ist nichts mehr zu spüren. Pünktlich um 17:15 Uhr erfolgt der Start und 38:20 Minuten später hole ich zusammen mit Frank Löschner und Frank Karotsch EM-Bronze in der AK M55 Team-Wertung.
    Abends Eröffnungsfeier und anschließend Siegerehrung. Zusammen mit meinen Team-Kollegen werden wir vom DLV für die Cross-Staffel über 3x4000m am nächsten Tag gemeldet.

  • Samstag:
  • Morgens wunderbares Wetter bei strahlend blauem Himmel und absoluter Windstille. Nach dem Frühstück packe ich meine Tasche und wir fahren nach Castiglione della Pescaia wo der Cross stattfindet. Der Ort liegt direkt am Meer. Die Strecke geht über frischgemähte Wiesen mit üblen Löchern und einige kleine Gräben, aber ohne wesentliche Höhenmeter.
    Mittags um 12 Uhr erfolgt unser Start zusammen mit der AK M35-M55. Ich bin der Startläufer und übergebe nach 14:20 Minuten an Frank Karotsch. Der wechselt nach seinen zwei Runden auf unseren Schlussläufer Frank Löschner. Nach 42:47 Minuten Gesamtzeit läuft Frank nur ganz knapp 16 Sekunden hinter den Italienern auf dem 3. Platz ins Ziel. Bei der unmittelbar anschließenden Siegerehrung erhalten wir mit unserem Team erneut die Bronzemedaille.
    Abends finden wir nach einem Stadtbummel durch Grosseto endlich ein offenes Restaurant, wo ich mich für den am nächsten Morgen stattfindenden Halbmarathon stärken kann.

  • Sonntag:
  • Morgens stehe ich schon relativ früh mit müden Beinen auf. Das obligatorische Honigbrötchen mit Ingwer und eine Tasse grüner Tee. Dann geht es auch schon los nach Grosseto. Nach der üblichen Meldung im Callbereich erfolgt der Start pünktlich um 9:30 Uhr. Die Sonne knallt erbarmungslos vom Himmel. Es ist der wärmste Tag mit Temperaturen über 30 Grad. Zum Glück haben wir teilweise Schatten auf dem 3 Rundenkurs durch die Stadt. Außerdem weht noch ein erfrischender Wind, dem ich anfangs noch in Grüppchen laufend aus dem Weg gehen kann. Aber irgendwann bin ich alleine und wenn die Mannschaftswertung nicht gewesen wäre, wer weiß ob ich das Ding so durchgezogen hätte. Nach 1:25:20 h bin ich im Ziel. Frank Löschner lief grandiose 1:21:19 h und unser dritter Mann Günter Fuhrmann kam mit 1:37:35 h ins Ziel.
    Mittags dauerte es endlos bis die Ergebnisse bekannt gegeben wurden, da die letzten der älteren Altersklassen erst nach knapp 3 Stunden ins Ziel kamen. Dann gab es auch nur die Einzelergebnisse und wir rechneten unsere Gesamtzeit zusammen und verglichen mit den anderen Teams. Letztendlich hat es doch noch gereicht. Mit 5 Sekunden Vorsprung auf die Spanier holten wir diesmal mit Günter Fuhrmann erneut EM-Team-Bronze.
    Ab jetzt ist nur noch Erholung angesagt.

    Bilder und Videos folgen demnächst, wir haben hier leider eine sehr langsame Internetverbindung.

    Neue Ziele

    HVB1Der Mai ist gekommen…
    Auch mit einigem zeitlichem Abstand betrachtet war der Ausstieg beim Hamburg Marathon die einzig richtige Entscheidung. Dank intensiver physiotherapeutischer Behandlung bekam ich die Muskelverhärtung doch deutlich schneller als anfangs erwartet in den Griff.

    Nachdem die linke Wade auch nach zwei harten Tempoeinheiten mitmachte, werde ich heute definitiv beim HVB-Citylauf starten.
    Allerdings mit der Option bei den geringsten Beschwerden sofort auszusteigen.
    Denn nächste Woche geht es zur Senioren-Straßen-EM nach Grosseto. Der dortige Start ist mir um einiges wichtiger.

    Also, es ist wieder mal Daumen drücken angesagt. Die Konkurrenz in Aschaffenburg ist groß, wie der Ausschnitt aus der Vorberichtserstattung zeigt.

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