Meine Lieblingslaufstrecke

LSSchon vor einiger Zeit wurde ich nach meiner Lieblingslaufstrecke gefragt. Nach einigem Überlegen – ich gebe zu, es war gar nicht so einfach – habe ich mich nun festgelegt.

Es ist eine relativ (zumindest für meine Verhältnisse) kurze 8 km-Runde. Unzählige Male bin ich sie schon gelaufen. In der Regel immer zwei Tage vor einem Wettkampf. Meistens im regenerativen Bereich. Ab und zu auch mit ein paar lockern Steigerungen auf dem letzten flachen Abschnitt.

Sie beginnt, wie fast jede meiner Laufstrecken, direkt vor der Haustür. Schon nach wenigen Metern kommt man auf einen asphaltierten Radweg der neben einem kleinen Bach entlang führt. Vorbei an einem Reiterhof geht es nach einem halben Kilometer in den Wald. Bisher flach, beginnt ab hier bereits die erste Steigung. Nach einem guten Kilometer, biegt die Strecke links ab auf einen schmalen Singletrail, der leicht bergab führt und in einen breiteren Schotterweg mündet. Dieser läuft langgezogen bergan. Zuerst noch durch den Wald, dann an dessen Rand entlang zum Flurgebiet „Hintersberg“.

Von dort oben aus kann man bis zur Breuburg schauen. Aber es geht nicht hoch, sondern nach einer 180° Wende abwärts. Dabei überquert man eine Lichtung mit einer Feldscheune, um gleich wieder in den Wald einzutauchen. Hier läuft man auf Schotter hoch zum Artenberg. Etwas weiter rechts steht der dickste Baum von Mömlingen, eine uralte Eiche. Oben angekommen, geht es auch schon wieder herunter. Kurz nach Kilometer 3 verläßt man den Waldweg und biegt scharf rechts auf den nächsten Trail, der einen knappen Kilometer auf einem schmalen wurzelbedeckten Pfad, zwischen eng stehenden Bäumen durch den Mischwald führt. Das ist der schönste Abschnitt der Strecke.

Dabei überquert man die bayerisch-hessische Landesgrenze. Hier führt der schmale Trampelpfad aus dem Wald auf einen sandigen Feldweg. Nach der Überquerung der Kreisstraße MIL33, läuft man auf feinem Schotter einige Meter auf hessischem Gebiet. Direkt an der Grenze zu Bayern wechselt der Belag auf Asphalt. Dieser Radweg verläuft in einem Tal die letzten 2,5 km am idyllischen Amorbach entlang. Vorbei an Streuobstwiesen parallel zur MIL33 die jedoch noch einmal überquert werden muss. Durch ein schön angelegtes Kleingartengelände geht es mit ganz leichtem Gefälle Richtung Osten, wo auch schon die ersten Häuser meines Heimatortes auftauchen. Vorbei an der neu errichteten Wassertretanlage an der Brücke über den Amorbach. Ein letztes Mal überquert man die Kreisstraße und schon nach wenigen Metern stehe ich wieder vor meiner Haustür.

Diese Runde hat von allem etwas. Asphalt-, Schotter-, Sand- und Naturwege mit genügend Höhenmetern. Wunderbare Ausblicke und wenn man Glück hat sogar die Begegnung mit einem Reh, Fuchs oder Hasen. Sogar Wildschweine haben hier schon meinen Weg gekreuzt. Ganz zu schweigen von Reitern und den Mountainbikern, denn ein Streckenteil davon gehört zu einer ausgewiesenen MTB-Strecke.

Egal ob in sommerlicher Hitze oder bei strengstem Frost in der kälteren Jahreszeit. Früh morgens oder spät abends, bei Regen oder Sonnenschein. Hier kann man seine Gedanken schweifen lassen und in vollkommene Stille und Einsamkeit abtauchen. Und ist es nicht das, weshalb wir unsere Laufschuhe schnüren?

Übrigens, weitere schöne Laufstrecken findet ihr hier, wobei es bei dieser Aktion sogar etwas zu gewinnen gibt…

Von den Besten lernen…

LaufenhilftLaufen hilft! Das ist sein Motto und so nennt sich auch sein Blog. Dort postet Markus ständig neue und hochinteressante Artikel rund um unser liebstes Hobby.
Nebenbei ist er ein richtig schneller Läufer. Aber nicht nur das kann er gut, denn er schreibt als laufender Reporter auch noch schöne Artikel im LaufReport, dem Laufsport Journal im Internet.

Die aktuelle Serie mit der er sich auf seiner Website beschäftigt, behandelt das Thema: Von den Besten lernen

Den Anfang macht mein ASICS-Frontrunner– und im weitesten Sinne sogar Arbeitskollege Julian Flügel. Ein sympathischer junger Mann und einer der schnellsten deutschen Marathonläufer. Hier gehts zum Interview.

Am interessantesten fand ich darin übrigens die nachfolgende Aussage:

„Einen Geheimtipp habe ich nicht. Nur, dass es wahrscheinlich keine Geheimnisse gibt im Training. Man muss einfach viele Kilometer und harte Arbeit reinstecken, um sich weiter zu entwickeln.“

Zahlenspiele

kmNachdem ich mich die letzte Zeit etwas rar gemacht habe, gelobe ich Besserung und versuche – auch in Zeiten von Facebook und Co. – hier wieder etwas mehr zu schreiben.

Beginnen möchte ich mit ein paar Zahlenspielen.
Seit dem 01.Oktober 2000 erfasse ich meine Laufumfänge. Diese summierten sich mit dem gestrigen Eintrag auf exakt 77.639 Kilometer.

Wenn ich dazu die unprotokollierten Kilometer, seit dem Start meines Läuferlebens im Jahr 1998 hinzunehme, habe ich irgendwann in den letzten Tagen die 80.000 Kilometermarke überschritten. Dies sind zwei Erdumrundungen.

Mit den gelaufenen 3.411 Kilometern im ersten Halbjahr 2015, konnte ich die alte Bestmarke aus dem Jahr 2013 um knapp 100 Kilometer überbieten.

Saisonrückblick

GrossetoDie erste Jahreshälfte ist fast Geschichte. Da ich mich die letzte Zeit hier etwas rar gemacht habe, Zeit für einen kurzen Rückblick.

Das Jahr begann gut, zumindest gesundheitlich, denn ich konnte wieder uneingeschränkt laufen. Die Fußverletzung war ausgeheilt und die Trainingsumfänge wurden kontinuierlich gesteigert.

Im Trainingslager in Andalusien ging es dann endlich auch mit der Form voran. Zum ersten Mal war ich schon einige Tage vorher in Conil, so dass ich insgesamt 19 Tage unter idealen Bedingungen trainieren konnte.

Wieder zuhause startete ich ein Experiment um zu testen wie lange ich im Traingslager-Rhythmus mit zwei täglichen Einheiten weiter trainieren konnte. Und es lief, trotz Arbeit, Familie, Haus und Garten. Ich spürte regelrecht wie die Formkurve nach oben ging. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Dann wurde es Zeit den Stecker zu ziehen. Wer weiß wo es sonst geendet hätte.

Das Ergebnis mit den Erfolgen des ersten Halbjahrs kann sich sehen lassen. Im nachhinein betrachtet wäre – vielleicht – mit einer vernünftigeren Renneinteilung bei der HM-DM etwas mehr drin gewesen. Wer weiß? Aber auf jeden Fall hätte ich mir unmittelbar danach etwas mehr Regeneration gönnen müssen. Dann wäre vielleicht der verletzungsbedingte „Ausstieg“ in Hamburg zu vermeiden gewesen.

Obwohl nach Hamburg die Luft ziemlich raus war freue ich mich umso mehr über die schönen Erfolge bei der Straßen-EM der Senioren in Grosseto. Drei Bronzemedaillen mit dem Team sind eine schöne Ausbeute. Der wohlverdiente Urlaub danach war also hochverdient, auch wenn er sich mit dem ein oder andern zusätzlichen Kilo auf den Rippen niedergeschlagen hat.

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