Spitz-Älthemer Volkslauf

Mein 13-ter Wettkampf in diesem Jahr fand bei hochsommerlichen Bedingungen in Münster-Altheim statt. Zum Glück war die Starzeit mit 9 Uhr relativ früh. Der erste Kilometer in 3:28min ging auf Asphalt über die Felder, bevor wir in den schattigen Wald einbogen. Gleich zu Beginn duellierte ich mich mit einem Läufer um den 3. Gesamtplatz. Anfangs blieb ich hinter ihm, dann machte ich aber überwiegend das Tempo. Als wir nach km 9 aus dem Wald liefen, lies er mich aber stehen und ich hatte am Ende trotz 3:34min für den letzten Kilometer Mühe den 4.Platz zu verteidigen. Altersklasse souverän gewonnen und mit dem Ergebnis von 36:42min kann ich angesichts der Bedingungen hochzufrieden sein. Fast eine ganze Minute schneller als im Vorjahr. Sogar im Laufreport wird mein Ergebnis lobend erwähnt.
Für unsere Nachwuchs-Läufer war es ebenfalls ein voller Erfolg. Einen Bericht findet man auf der Vereinshomepage, Bilder sind auch schon online.

Jetzt ist erst mal Sommer-Regeneration angesagt. Die hab ich auch bitter nötig. Allerdings ist da nichts mit auf die faule Haut legen. Der Meister hat neuerdings zwei wöchentlich Athletikeinheiten im Programm. Die Erste hab ich heute bei schweißtreibenden Temperaturen schon hinter mich gebracht…

Honiglauf Niedernberg

Insgeheim hatte ich im Vorfeld mit einer 35-er Zeit über die 10 km gerechnet. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Irgendwie fühlte ich mich die letzten Tage vor dem Rennen nicht gut. Deshalb legte ich auch Donnerstag und Freitag einen Ruhetag ein. Trotzdem hatte ich am Wettkampftag immer noch keine lockeren Beine. Dabei waren die äußeren Bedingungen ideal.
Der erste Kilometer war trotz aller guten Vorsätze mit 3:26 min, glatte zehn Sekunden zu schnell. Aber da die Gruppe in der ich mich befand passte, lies ich es weiter laufen. Dummerweise piepste mein Garmin bereits jeweils einige Meter vor den markierten Kilometern, aber die Splits waren alle unter der Vorgabe. Kilometer 5 passierten wir dann deutlich unter 18 min. Die Gruppe lief ganz gut und wir wechselten uns in der Führungsarbeit ab. Irgendwann auf der letzten Runde bekam ich etwas Probleme und musste abreißen lassen. Das wars dann auch, obwohl ich mich wieder fing und trotz großem Kampf, reichte es zum Schluß “nur” zu 36:19 min. Immerhin meine zweitschnellste Zeit über diese Distanz, gerade einmal 4 sec über der aktuellen Bestzeit.
Im Endergebnis bedeutet dies Gesamtplatz 13 und der Sieg in der Altersklasse.
Aufgrund des sensationellen 10-km Debüts von Felix mit 36:03 min, sowie der Superleistungen von Mario und Walter, reichte dies zum Sieg in der Mannschaftswertung! Gratulation an alle zur neuen Bestzeit!

Besonders gefreut habe ich mich allerdings darüber, dass Marcus endlich sein großes Ziel erreichen konnte und die 40-er Marke geknackt hat. Willkommen im Kreise der Läufer!

Bestzeit, die Fünfte ;-)

Die 15 km kann man wettkampfmäßig relativ selten laufen. Dabei gehört diese Distanz zu meinen Lieblingsstrecken, da ich sie im Training des öfteren als langen Tempolauf absolviere. Neben dem Staustufenlauf in Karlstadt, der im Januar doch ziemlich früh im Jahr ist, bietet sich noch der Volkslauf in Bonames an. Dort stellte ich vor 2 Jahren, bei der Wettkampf-Premiere über diese Distanz, mit 57:12 meine Bestzeit auf.

Heute gelang es mir diese um 49 sec auf nun 56:23 min zu verbessern. Dies reichte für den Altersklassensieg und den 4. Gesamtrang. Im letzten Jahr hätte ich damit den Lauf gewonnen, aber heute war das Teilnehmerfeld doch deutlich stärker besetzt. Im Gegenteil zu dem parallel stattfindenden 10-er. Da ging der Gesamtsieg in 36:30 min weg.
Hier und da gibt es auch ein paar Bilder. Am Anfang lief ich in der Spitzengruppe und war die ersten 3 km mit 10:35 min für meine Verhältnisse eigentlich viel zu schnell unterwegs. Die restlichen 12 km lief ich dann alleine, wobei ich gegen Ende fast noch den dritten Platz erreicht hätte.
Die Bedingungen waren nicht besonders, da man überwiegend in der prallen Sonne unterwegs war. Allerdings herrschte ein recht starker Wind, so dass man gar nicht so recht ins Schwitzen kam. Die Strecke ist mit einer Autobahnüberquerung sicherlich nicht die schnellste. Am brutalsten ist allerdings das Schlussstück, da geht es nämlich serpentinenartig einen Hang hoch. Für diesen letzten Kilometer brauchte ich dann auch 4:09 min.

Insgesamt bin ich mit der Zeit ganz zufrieden, allerdings behindern mich die 2,5 Kilo die ich seit dem Marathon in Kandel mehr auf den Rippen habe doch etwas beim schnellen Laufen ;-)

Römerlauf Obernburg

Mit dem Römerlauf in Obernburg stand heute der nächste Wettkampf auf dem Programm. Die Vorbereitung darauf lief eigentlich nicht so richtig optimal.

Am letzten Sonntag absolvierte ich nach langer Zeit mal wieder einen 35-er mit ordentlichen Höhenmetern. Montag schlich ich auf meiner 16-er Drei-Berge-Runde im regenerativen Tempo. Dienstag, nach einem Telefonat mit dem Trainer, dann der eigentliche Wiedereinstieg ins normale Trainingsprogramm. Die letzten Wochen hatte ich vor einem Wettkampf immer nach dem WK-Einsatzplan trainiert. Aber er hatte recht, irgendwann wird es langweilig wenn man immer die 5 x 1500 m und dann die 4 x 1000 m abspult. “Nimm einfach zwei Tage vor dem WK raus, dann passt das schon” war sein Rat.
Also lief ich dienstags die flache Treppe 4000-3000-2000-1000 jeweils im 3:48/km Schnitt. Der erste km der 4000 ging geradeso in 4:01/km. Dann rollte es sich aber ein und im aufkommenden Gewitter konnte ich die Vorgabe gut umsetzen. Der letzte 1000-er dann im strömenden Regen und von zuckenden Blitzen begleitet in 3:35/km. Aber irgendwie hatte ich mir bei der Einheit die Kugel gegeben.
Mittwochs war ich dann nach unserem LAUF10!-Projekt und anschließenden lockeren 10 km mit dem Lauftreff vollkommen platt. Den Vatertag verbrachte ich überwiegend zuhause auf der Couch. Auch freitags fielen die 8 km im regenerativen Bereich schwer. Samstags dann erst wieder mit den LAUF10!-Anfängern und anschließend die obligatorische 7-er Lauftreff-Runde vor einem Wettkampf.

Am heutigen Wettkampftag herrschten dann ideale Bedingungen. Obwohl ich anfangs etwas langsamer machen wollte ging der erste km dann doch in 3:22 min weg. Zusammen mit Paul lief ich die erste Runde in der Römerstraße durch dichte Zuschauerreihen. Dabei hatte ich aber etwas überzogen und musste abreißen lassen. Zu Glück kam Mario von hinten und ich konnte mich hinter ihm etwas erholen und in der zweiten Runde auf der Römerstraße wieder anGREIFen.
Die letzten 4 km lieferte ich mir dann mit Robert ein packendes Duell, das ich letztendlich im Endspurt knapp für mich entscheiden konnte. Im Endergebnis war das mit 36:42 min in einem stark besetzten Feld der 9. Gesamtplatz. Die Altersklasse konnte ich dagegen souverän gewinnen. Mein Vorsprung betrug dabei 1:42 min und damit war ich exakt um die gleichen 1:42 min schneller als beim Römerlauf 2009.

Halbmarathon Mörfelden

Heute war es soweit, ich gab mein Debüt in der neuen Altersklasse M50. Dafür hatte ich mir den Halbmarathon in Mörfelden heraus gesucht. Mit vielen Kilometern in den Beinen und 5 Kilogramm weniger auf den Rippen hatte ich mir einiges vorgenommen. Allerdings bremste mich die beiden letzten Wochen eine kleine Muskelverhärtung im rechten Oberschenkel, sowie der viele Schnee etwas aus. Deshalb war ich mir im Vorfeld auch noch gar nicht so richtig sicher ob ich in Mörfelden starten sollte. Nachdem es aber die letzten Tage doch ganz ordentlich getaut hatte, entschied ich mich letztendlich für den Wettkampf.

Bei Temperaturen um die 2° Grad lies sich kurz vor dem Start sogar die Sonne blicken. Dabei war ich der einzige Teilnehmer der ganz in kurz lief. Pünktlich um 9:30 Uhr ging es dann los. Bis kurz vor dem ersten Kilometer waren wir zu viert an der Spitze, dann lies ich die jungen Hüpfer laufen. Das Tempo erschien mir zu schnell. Ab da war ich dann bis auf eine Überholung nach km 8 ziemlich alleine unterwegs. Das war auch nicht weiter schlimm, im Gegenteil zu den einzelnen Schnee- und Eispassagen, die es in sich hatten. Kilometer 10 ging ich mit 38:40 min durch. Hinter mir hatte sich kurz vorher ein Läufer heran gekämpft, aber anscheinend etwas dabei übernommen. Der Abstand wurde nämlich zusehends größer.

Nach dem Stadiondurchlauf auf der Kunststoffbahn ging es in die zweite Runde. Durch die vielen Läufer waren die Schnee- und Eisabschnitte etwas zurückgegangen und es war deutlich besser zu laufen. Am Wendepunkt zwischen km 15 und 16 feuerte mich mein Verfolger bei der gegenseitigen Begegnung noch an. Als ich mich kurz vor km 20 wieder durch eine längeren Schneeabschnitt gearbeitet hatte, schaltete ich irgendwie ab. Vor mir war niemand zu sehen und ich wusste nur, dass an der nächsten Kreuzung bald eine 90° Kurve kommt. Da dort jedoch, im Gegensatz zur ersten Runde niemand stand, bog ich dummerweise in die falsche Richtung ab.
Mein Hintermann schrie und macht mich dadurch darauf aufmerksam. Beim abrupten Abstoppen hätte es mich auf dem glatten Parkett beinahe noch hin geschmissen. Mein Verfolger kam an und rief mir zu er würde mich vor lassen, aber das war nicht nötig. Der Adrenalinstoss reichte locker um vor ihm zu bleiben. Auf der Bahn konnte ich dann nochmals richtig Gas geben und lief mit 1:21:59 h als Gesamtfünfter und Sieger in der M50 ins Ziel. Damit hätte ich auch noch die M45 gewonnen ;-))

Angesichts der besch… Streckenverhältnisse bin ich damit ganz zufrieden. Zur Siegerehrung gab es dann vom Veranstalter, der nicht wusste wo Mömlingen liegt, neben einer Flasche Rotwein noch ein besonderes Kompliment für die gelaufene Zeit.

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