Der gebürtige Goldbacher Klaus-Peter Nabein verstarb am Montag nach langer Krankheit. Gerade einmal im Alter von 49 Jahren, mein Geburtsjahrgang. Bis zuletzt hatte er den Kampf gegen den Krebs mit Mut ausgefochten, aufgeben gehörte nicht zum Läufer und Menschen Klaus-Peter Nabein. Ein Nachruf.
Archiv für den Monat Oktober 2009
Formprüfung
Nach dem harten 35-er fühlte ich mich bereits am Montag schon wieder richtig fit und der 16-er regenerative Lauf lief recht locker. Dienstags stand dann eigentlich der sogenannte Formprüfungslauf auf dem Programm. Das heißt 18 km so schnell es geht. Nach Greif wäre mit der Vorbelastung der letzten Tage dieses Tempo in knapp zwei Wochen im Marathon realistisch durchzubringen.
Dass diese Aussage bei mir nicht funktioniert habe ich in meinen zurückliegenden bisherigen 8 Marathon-Teilnahmen zum Teil bereits bitter erfahren dürfen. Also war ich mir nicht so recht schlüssig wie ich diesen Lauf absolvieren sollte. Kurzfristig entschloss ich mich dann dazu im geplanten Marathontempo zu laufen und mit der Streckenlänge eventuell je nach Befinden zu variieren.
Der Start erfolgte am Bienenstock und der erste km ging mit 4:08 min schon deutlich daneben. Also zog ich das Tempo etwas an und lief dadurch den zweiten in 3:42 min viel zu schnell. Seltsam, da ich die Belastung gar nicht spürte und mein Puls noch deutlich unter 150 Schlägen lag. Jetzt nahm ich mir vor nicht mehr auf die Uhr zu schauen und nur noch nach Gefühl zu laufen. Am 7,5 km Wendepunkt entschloß ich mich noch einen halben km weiter zu laufen. Fühlte mich richtig gut. Dann ging es in der hereinbrechenden Dunkelheit wieder Richtung Heimat. Nach 16 km zurück am Ausgangspunkt, hängte ich noch 2 km an um die 18 doch noch voll zu machen. Am Ende zeigte der Garmin 1:11:50 h, ein 3:59-er Schnitt bei einem sensationellen 152-er Durchschnittspuls. So locker habe ich den abschließenden langen Lauf noch nie empfunden.
Alternative Jack Daniels TE:
3km@4:42/km+2x(4km@3:45/km mit 3min Pause) + 9km@4:42/km
35 km mit 15 km Endbeschleunigung
„Das ist nun das Finale. Deine härteste Einheit! Laufe langsam los und konzentriere dich nur auf die Endbeschleunigung. Stelle dir vor du bist im Rennen und bei km 27 legst du los.“
So steht es in Peters Trainingsplan. Allerdings konzentrierte ich mich nicht auf die Endbeschleunigung, sondern versuchte gleich zu Beginn etwas flotter anzulaufen. Dies gelang bis km 20 mit 1:36:08 h auch ganz gut, wobei mich die beiden Flaschen die ich in der Hand trug doch etwas behinderten. Als ich sie nämlich kurz nach km 15 in einem Maisfeld deponierte, rollte es auf den letzten 5 km bis zur EBS plötzlich deutlich schneller. Dort wieder angekommen trank ich die Größere erst restlich leer, schob mir einen Gel-Chip in die Backentasche und kurz darauf begann die EBS.
Eigentlich war ich vorher etwas skeptisch, aber die ersten 6 km konnte ich in einem glatten 4-er Schnitt laufen. Dann wurde es etwas zäher weil mich der teilweise recht starke Gegenwind langsam aber sicher doch zermürbte. Nach 5 und 10 km folgte jeweils ein weiterer Gel-Chip und die unmittelbar nächsten km konnte ich wieder etwas zulegen. Das Zeug hilft wirklich, wenn’s nur nicht so pappig wäre.
Am Ende hatte ich dann einen 4:06-er Schnitt über die 15 km durchgebracht. Mit 2:37:38 h ein Gesamtschnitt von 4:30/km über die 35 km. Sicherlich einer meiner schnellsten langen Läufe.
Der Marathon in Frankfurt kann jetzt definitiv kommen. Wie ich allerdings die restlichen zwei Wochen bis zum WK trainiere bin ich mir noch nicht so richtig schlüssig. Ursprünglich hatte ich für diese Zeit geplant von Greif, auf Jack Daniels Vorgaben zu wechseln. Aber ich glaube den Greif’schen Formprüfungslauf über 18 km nehme ich diese Woche doch noch mit.
Denke der Knackpunkt meiner bisherigen Vorbereitungen waren immer genau diese beiden letzten Wochen vor dem Hauptwettkampf. Freue mich über Vorschläge und Anregungen meiner sachkundigen Leser und bin dafür natürlich dankbar.
Alternative Jack Daniels TE:
3km@4:42/km + 24km@4:00/km + 3km@4:42/km
Raceday
Für einige ist heute der wichtigste Tag des Jahres. Manni, der sich mit dem Start beim Ironman auf Hawaii einen Lebenstraum erfüllt hat, konnte sein Ziel als „Daylightfinisher“ bereits in phänomenalen 10:39:27 h verwirklichen. Dabei lief er mit 3:26:29 h zum Schluss noch einen ganz starken Marathon. Glückwunsch, Klasse Leistung Manni!
Der nächste im Bunde ist Christoph aus dem hohen Norden, der jetzt gleich um 9 Uhr beim Stadtpark Marathon startet.
Dann geht es Schlag auf Schlag. Um 10 Uhr erfolgt zeitgleich der Start der Marathons in München und Essen. In unserer Landeshauptstadt versucht Tobi die 2:30 h zu knacken.
In Essen bei den Westdeutschen Meisterschaften stehen mit Mario, Robert, Michael und Roland einige schnelle Läufer des Greif-Clubs an der Startlinie.
Das aktuelle Wetter schaut gar nicht so schlecht aus und ich drücke allen kräftig die Daumen, dass sie ihre gesteckten Ziele erreichen.
Für mich ist heute allerdings erst die Generalprobe. Denn jetzt geht es gleich los zum wichtigsten Lauf in der Vorbereitung, dem 35-er mit 15 km Endbeschleunigung.
3 x 4000 m
Dieses Mal hatte ich mir im Vergleich zu dem HM in Elsenfeld einen Tag länger Ruhe gegönnt bevor ich die 3 x 4000 m mit 2000 m Trabpause am Donnerstag in Angriff nahm. Allerdings waren die Beine noch nicht richtig gut und bedingt durch das Schlafdefizit der letzten Tage fühlte ich mich auch nicht besonders fit. Deshalb nahm ich mir auch gar keine feste Zielzeit vor, sondern wollte einfach nach Gefühl schnell laufen.
Die erste Wiederholung im leichten Nieselregen lief dann mit 15:09 min eigentlich ganz gut. Bei der zweiten in 15:18 min wäre auch sicher mehr gegangen und die letzte in 15:28 min fand mal wieder in völliger Dunkelheit statt. Also abhaken, Pflichtprogramm absolviert.
Heute steht wieder ein Ruhetag auf dem Programm, den ich auch bitter nötig habe. Die linke Wade zieht etwas, hoffentlich behindert mich das nicht bei dem wichtigsten 35-er mit 15 EBS am Sonntag.
Alternative Jack Daniels Trainingseinheit:
2x(4km@4:42/km+5km@3:45/km) + 3km@4:42/km