Wie es so gegen Ende eines langen Wettkampfes ist, hatte ich mir auf den letzten Metern in Frankfurt geschworen so schnell keinen Marathon mehr zu laufen. Mittlerweile sind die Beine schon wieder etwas lockerer und ich beschäftige mich zumindest wieder mit dem Thema. Eigentlich müsste es doch möglich sein mit einem aktuellen 3:47/km-Schnitt über den Halbmarathon, die 42,195 km halbwegs in einem 4-er Schnitt zu absolvieren.
Aber vielleicht hat Dirk recht und ich muss erst in die M50 kommen um es zu schaffen. Auf jeden Fall gebe ich die Hoffnung nicht auf und GREIFe im nächsten Jahr wieder an. Ob ich allerdings wieder zwei Marathons im Jahr absolviere ist noch nicht sicher.
Der Bericht zum Frankfurt Marathon 2009 ist mittlerweile online.
Archiv für den Monat Oktober 2009
2:56:36
Lautet das Ergebnis beim heutigen Frankfurt-Marathon. Damit konnte ich meine gesteckten Ziele bei weitem nicht erreichen. Bin aber trotzdem nicht enttäuscht, es ging einfach nicht mehr. Hatte hinten raus mit massiven muskulären Probleme und mit Krämpfen zu kämpfen. Dabei war ich kurz vorm aussteigen bin aber im nachhinein stolz darauf dass ich dennoch gefinisht habe. Auch wenns am Ende sicher ein bisschen komisch ausgesehen hat 😉
Demnächst mehr.
Ziele
Drei Ziele sollen es sein, mit denen man in ein Marathonrennen geht. Sie sollen die Spannung erhalten und vor dem Ausstieg oder Resignation schützen. Dafür hat man schließlich lange trainiert und vielleicht auf die ein oder andere Annehmlichkeit mehr oder weniger verzichtet.
Die Wetterprognosen, sehen – bis auf leichten Regen – gar nicht so schlecht aus, vor allem der gefürchtete Wind in Frankfurt scheint sich in Grenzen zu halten.
Da ich mich doch deutlich besser fühle als im Frühjahr vor dem Marathon in Hanau/Rodenbach lautet mein Hauptziel eine „Sub 2:50“. Allerdings werde ich defensiv angehen und je nach Gefühlslage entsprechend korrigieren.
Das Zweitziel lautet 2:51:40 h, womit ich mich in der Alltime Marathon AK-Statistik als 49-Jähriger platzieren könnte. Das Drittziel ist sicher auch noch hoch gesteckt, denn alles andere als eine neue Bestzeit wäre für mich morgen eine Enttäuschung.
Also, drückt mir feste die Daumen vielleicht wird’s ja morgen mein Tag.
Auf der Suche nach dem MRT
…oder so ähnlich könnte man die beiden Tempogefühlsläufe vom Sonntag und heute umschreiben.
Nach dem 18-er Tempolauf am Dienstag habe ich schon mal die Beine etwas hoch genommen. Am Mittwoch war lockeres traben mit dem Lauftreff angesagt. Donnerstags dann Ruhetag. Am Freitag tat ich mir bei dem 17-er regenerativen Lauf richtig schwer in die Gänge zu kommen. Dafür lief es am Samstag – zusammen mit Kathrin und Heinz – auf unserer selektiven Halbmarathonstrecke, im gemächlichen Tempo wieder besser. Kein Wunder bei so netter Begleitung 😉
Gleichzeitig gab es ein Debüt, erstmals in meinen bisherigen Vorbereitungen kein 35-er in der Woche vorm Marathontermin!! Nach Jack Daniels wären übrigens immerhin 29 km auf dem Programm gestanden.
Am Sonntag wollte ich dann schon mal mein MRT-Tempo finden. Um einen Tag vorgezogen lief ich die 4 x 2000 m mit 1600 m Trabpause. Mit 8:04-8:06-8:07 und 8:05 lag ich eigentlich gar nicht so schlecht.
Gestern trabte ich dann lockere 12 km mit einigen kurzen Steigerungen.
Heute startete ich den zweiten Versuch mein MRT zu treffen. 5 x 1000 m mit 1000 m Trabpause, die letzte schnellere Einheit vor dem Wettkampf. Eigentlich wollte ich ja nicht auf die Uhr schauen, konnte es mir aber bei der 500-er Markierung nicht verkneifen. Gefühlsmäßig lief es schon richtig rund, nur die Zeiten passten mit 3:58-4:04-4:03-3:46 und 4:09 überhaupt nicht. Absolut kein Tempogefühl. Irgendwie war ich auch mit dem Kopf gar nicht richtig bei der Sache. Liegt wohl an dem beruflichen Stress, den ich im Moment eigentlich überhaupt nicht gebrauchen könnte.
Sorgen bereitet mir zusätzlich auch noch mein Gewicht. Fast 2 Kilo zu viel auf den Rippen. Dafür fühle ich mich aber ansonsten körperlich topfit. Die Achillessehnen geben Ruhe, nur die rechte Seite von der Hüfte zum Knie zwickt etwas. Ist aber nichts Besorgniserregendes. Bin schon gespannt was am Sonntag geht. So langsam wird es Zeit meine 3 Ziele zu definieren…
Eine Bestzeit über die 42,195 km habe ich in diesem Jahr ja schon stehen und jünger werde ich auch nicht mehr. Was traut ihr mir denn zu, oder anders gefragt, soll ich es riskieren?
Alternative Jack Daniels TE:
3km@4:42/km + 4x(1200m@3:45/km mit 2min Pause) + 3km@4:42/km