Tempo

Nach der Kilometerfresserei mit 85 km in den letzten 3 Tagen war heute mal wieder etwas Schnelleres geplant.
Die 5 x 1500 m mit 1500 m Trabpause standen an. Als ich um kurz vor 19 Uhr startete, wusste ich zwar noch nicht in welchem Tempo ich die schnellen laufen konnte. Also verließ ich mich einfach auf mein Gefühl. Heraus kamen dann 5:25-5:16-5:30-5:18-5:20, wobei ich nach dem zweiten Intervall vorzeitig auch noch eine schöne Dusche bekam.
Die Weicheier blieben daheim hinter dem warmen Ofen sitzen. Man könnte ja bei dem Wetter ein bisschen nass werden.

Bestzeit

37:00,9 min und damit immerhin 19 sec schneller als letztes Jahr im Mai. In der Ergebnisliste bedeutete dies den 20. Gesamtplatz und den Sieg in der AK M45.
Fabian ging von Anfang an ab wie eine Rakete und nahm mir genau eine Minute ab. Seine Endzeit betrug 36:00,3 min, starke Leistung!
Den ersten km lief er in 3:22 min, da war ich noch 7 sec hinter ihm. Hatte aber nie eine Chance auf ihn aufzulaufen. Im Gegenteil der Abstand wurde immer größer.
Ärgerlich ist nur die Zeit, es hätte ja sowohl bei ihm, als auch bei mir 1 sec schneller sein können.
Aber was soll’s, ich stehe ja jetzt erst kurz vor Beginn der Marathon-Vorbereitung und bin dafür eigentlich schon zu „gut“ drauf. Oder ist da noch so viel Potential?

Vorwettkampftag

Die letzten beiden Tage bin ich wegen dem WK am Freitag in Schotten läuferisch etwas kürzer getreten. Am Mittwoch locker 12 und heute nochmals 7 km. Hoffe dass sich dies morgen auch auszahlt. Alles andere als eine neue Bestzeit über die 10 km wäre eine Enttäuschung, zumal ich dies im Training bereits zweimal geschafft habe. Die Bedingungen scheinen ja ideal zu werden. Genau mein Wetter und für die nötige Motivation sorgt Fabian. Wenn dann noch mein Vereins- und AK-Kollege Eberhard in Form ist wäre die Konkurrenz komplett. Vielleicht fährt ja sogar noch der Berglauf-Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes mit.
Na dann, schaun mer mal was rauskommt?

Von wegen Hosen runter…

Nach dem WK vom Samstag war ich am Sonntag in 2 TE insgesamt 35 km unterwegs. Auch am Montag kamen bei einem Lauf im extensiven Bereich 22 km zusammen.
Heute standen dann die 4 x 1000 m mit 2000 m Trabpause auf dem Programm. Zusammen mit Peter liefen die in 3:43-3:36-3:36-3:40 und immer noch schweren Beinen doch recht mühsam.
Ab jetzt wird regeneriert. Das Wetter soll ja am Freitag nach der heutigen Vorhersage mitspielen. Hoffentlich auch die Piste, die ja angeblich neu geteert wurde?

Schlecht gelaufen…

?und dies sozusagen im wörtlichen Sinn. So ähnlich kann man es wohl bezeichnen was sich heute beim Ortskernlauf in Roßdorf abgespielt hat. Das Wetter war so wie vorhergesagt schwülwarm. Was ich allerdings vorher nicht wusste war das miserable Streckenprofil. Ein ständiges auf und nieder mit vielen engen Kurven verhinderte jeden gleichmäßigen Laufrhythmus. Dazu ging die Streckenführung noch sechsmal mitten durch das Ortskernfest über Kabelkänale, wo man von den vielen Zuschauern angepeitscht wurde. Probleme gab es auch durch die vielen überrundeten Läufer, durch die man sich seinen Weg zum Teil bahnen musste.
Die ersten beiden Kilometer konnte ich noch in 3:38 und 3:32 laufen, jedoch erschrack ich bei km 3 bei den 3:57 min/km. Die Beine wurden immer schwerer und es war klar, dass hier heute nichts mehr zu reißen war.
Als ich jedoch in der vorletzten Runde auf Tobi’s Trainingspartner Helmut M. auflief ließ ich mich dazu hinreißen ihm: „Hätte ich nie gedacht, dass ich dich in einem WK mal überhole“ zu zurufen. Er entgegnete mir: „Warte erstmal, noch ist eine Runde zu laufen“. Tatsächlich lief er kurz danach auf dem letzten Kilometer locker an mir vorbei. Ich versuchte jedoch dranzubleiben. Als ich merkte, dass er sich nicht groß von mir absetzen konnte kämpfte ich mich an ihn heran und gemeinsam sprinteten wir durch das Zuschauerspalier auf das Ziel zu. Kurz vorm Ziel ließ er es dann abreißen und ich konnte ihm noch 6 sec abnehmen. Im Zielbereich gratulierte mir dann Eberhard der wegen Kreislaufproblemen ausgestiegen war, worauf ich ihm entgegnete: „Er hat auf mich gewartet und mich dann gewinnen lassen.“ „Nein, nein“ war Helmuts Antwort „Das war schon ernst, du hast einen tollen Sprint hingelegt, da hatte ich keine Chance dagegen“
Trotz allem bin ich mit den gelaufenen 38:04 min auf Gesamtplatz 20 und 2. AK-Platz natürlich vollkommen unzufrieden. Ebenso wie Marcus der mit den 43:25 auch fast 2 1/2 min langsamer war als bei unserem Trainingslauf am Montag.
Es geht halt einfach nicht ohne spezielle Vorbereitung eine Topzeit zu laufen, noch dazu bei solchen Wetter- und Streckenbedingungen. Dies sieht man insbesondere auch an den Ergebnissen der anderen Läufer.

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