Der Tag danach

Der Frust ist immer noch groß. Aber es kann halt nicht immer eine neue Bestzeit herausspringen. Die Hauptsache ist gesund durchgekommen zu sein. Die Muskulatur meldet sich heute seltsamerweise überwiegend an den Stellen wo ich eigentlich sonst überhaupt nichts spüre. Speziell im Oberschenkel und Adduktorenbereich. Ein Zeichen wo ich den Winter über gezielt was unternehmen muss.
Der Besuch auf der Marathonmesse hat meine gesamte Jahresplanung für 2007 wieder auf den Kopf gestellt. Am Stand des Bonn-Marathons bekam ich völlig unbürokratisch einen Freistart fürs nächste Jahr. Zuvor hatte ich Ihnen mein Dilemma mit der Zahnwurzelentzündung und der dadurch bedingten Nichtteilnahme in diesem Frühjahr geschildert.
Ach ja mein Körperfett habe ich mir auch mal von den Profis messen lassen. Heraus kamen 8% bei 5,8 kg Fettmasse. Das ist zu den 12% die meine Körperfettwaage anzeigt ein Unterschied von 4%!

Vom Winde verweht…

Oder waren es die hohen Temperaturen? Ich weiß es nicht, ist auch egal. Dabei hatte ich mir so viel vorgenommen. Zum Schluss kann ich froh sein überhaupt unter der 3 Stunden-Grenze geblieben zu sein.
Die Bedingungen waren sicher nicht einfach und viele beklagten ihre „schlechten Zeiten“, aber das ist kein Trost.
Jetzt geht es erstmal in die wohlverdiente Regeneration und nächstes Jahr GREIFen wir erneut an. Bin ja trotz meines Alters noch ein relativ junger Marathonläufer und immer noch fest der Meinung dass auf der Königsdistanz noch was geht?

Tempogefühlslauf

Bei den 5 x 1000 m mit 1000 m Trabpause ging es heute noch einmal darum das ideale Tempo für den Wettkampf am Sonntag zu treffen.
Mit den gelaufenen 3:58 – 3:56 – 3:58 – 3:57 – 3:55 war ich einen Tick zu schnell. Dennoch bin ich zufrieden, weil die Zeiten ohne auf die Uhr zuschauen doch ziemlich konstant waren.
Die Problematik mit den Waden hat sich auch mit den Saucony Phoenix nicht verbessert. Am Sonntag werde ich jetzt definitiv mit den neuen Asics DS Trainer laufen. Mit knapp 150 km müssten die eigentlich für die Marathondistanz eingelaufen sein.

Ungemütlich

Kann mich gar nicht mehr erinnern wann ich das letzte Mal so schlechte Bedingungen bei einem Lauf hatte. Ein richtig stürmischer Süd-West Wind blies mich fast aus den Laufschuhen. Dazu regnete es noch leicht. Bei der ersten Steigerung lief ich fast wie gegen eine Wand.
Zum Glück hatte ich auf dem Rückweg den Wind teilweise im Rücken. Da brauchte ich mich bei den zwei Steigerungen fast nicht anstrengen. Wenn das am Sonntag so bläst wird’s lustig.
Die Fußnägel wurden gestern bereits geschnitten und so langsam können sie in Frankfurt die blaue Linie aufmalen…

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