…wie eine Flunder war ich heute nach dem langen Lauf. Die vielen Kilometer dieser Woche fordern ihren Tribut. War froh dass mich Marcus heute bei dem ersten 35-er der neuen Saison begleitete. Er zog mich regelrecht. Alleine hätte ich wahrscheinlich vorher abgebrochen.
Morgen noch der traditioneller Silvesterlauf unseres Lauftreffs dann war’s das mit dem Laufjahr 2006.
Archiv für den Monat Dezember 2006
Regnerativ
Heute lief ich die gleiche Strecke wie gestern. In regenerativem Tempo benötigte ich dazu 9 min mehr als am Tag zuvor.
Bis auf den Wanderverein der mir am Hintersberg entgegenkam, begegneten mir heute nur noch ein paar vereinzelte Wanderer. So gefällt es mir im Wald viel besser als bei dem gestrigen Trubel. Dazu hatte ich noch Traumwetter, zuerst schien die Sonne bei milden 5° und in der Dämmerung stieg dann Nebel auf.
Morgen geht’s dann erstmals wieder auf die ganz lange Runde.
Extensiv
Auch beim heutigen extensiven Lauf zeigte sich meine momentan gute Verfassung. Unterwegs auf meiner Hausstrecke – gespickt mit einigen Höhenmetern – flog ich heute regelrecht über die Piste. Obwohl auf dem Wenigumstädter Vogellehrpfad ein Verkehr herrschte wie zur Vorweihnachtszeit in mancher Innenstadt. An der Schutzhütte war das alljährliche „Fleischwurstessen“ und trotz des schlechten Wetters war hier der Teufel los.
Für die 20 km benötigte ich 1:40:49 h bei überwiegendem Regen.
Tempo
Die Sache mit der Schulter ist noch nicht ganz ausgestanden, aber wie bereits gesagt behindert es mich nicht beim laufen. Heute stand die erste ernsthafte Tempoeinheit, 3 x 3000 m mit 1000 m Trabpause in 11:47 min/km, auf dem Programm.
Peter und ich starteten um 19 Uhr an der Turnhalle. Wir liefen die ersten 3 km locker bis zur Fischerhütte. Ab da wurde es ernst. Im Dunkeln und ohne Zeitkontrolle ging es gleich richtig zur Sache. Je weiter wir liefen desto dünner wurde die Luft für meinen Begleiter. Dies war an seinem Atemrhythmus deutlich zu hören. Nach 3 km stoppte ich dann trotz Gegenwind und leichter Steigung 11:02 min ab. Dabei fühlte ich mich im Gegenteil zu Peter eigentlich noch recht locker. Nach 1000 m ruhigem traben ging es dann in Entgegengesetzter Richtung los. Auch diesmal schien mich das Tempo trotz der 11:16 min kaum anzustrengen. Nach einer weiteren Trabpause liefen wir die letzten 3000 m dann in 11:49 min womit wir unserer geplanten Zielzeit am nächsten kamen.
Anscheinend haben mir die ruhigen Weihnachtsfeiertage gut getan. So locker wie heute fühlte ich mich selten bei so einer Tempoeinheit, wobei natürlich die beiden ersten Intervalle viel zu schnell waren. Aber im Dunkeln und ohne Zeitkontrolle ist es einfach schwierig die richtige Geschwindigkeit zu treffen.
Sturz
Bereits am Samstag zog ich mir bei einem unglücklichen Sturz eine ziemlich schmerzhafte Schulterverletzung zu. Außerdem lädierte ich mir noch die linke Wade und hatte an der rechten Kniescheibe eine kleine Abschürfung, die einzige sichtbare Stelle des Malheurs, die aber seltsamerweise überhaupt nicht schmerzt.
Zu dem Sturz kam es beim langen Lauf, zusammen mit Peter und Marcus. Nach ungefähr 18 Kilometern bog einige Meter vor uns eine Walkergruppe links aus einem Waldweg. Als wir sie überholen wollten, machten sie selbst auf zurufen keinen Platz und liefen in 4-er Reihen den ganze Weg einnehmend vor uns her. Peter und ich scherten nach links aus, um außen zu überholen. Marcus reihte sich hinter uns ein. Plötzlich bekam ich einen Schlag gegen meinen linken Fuß der mich aus dem Gleichgewicht brachte. Ich versuchte mich noch irgendwie abzufangen. Als ich merkte, dass dies nicht möglich war rollte ich mich über die linke Schulter ab.
Peter meinte im nach hinein meine Haltungsnoten wären nicht sonderlich gut gewesen. Schon beim aufrappeln merkte ich, dass mit der Schulter etwas nicht stimmte. Dennoch konnten wir zu dritt die restlichen 13 km nach Hause laufen.
Nach einem Tag Laufpause testete ich heute in wieweit mich meine Schulterverletzung beim laufen behindern würde. Die Wade zwickte zwar noch, doch die Schulter schränkt mich nicht sonderlich ein, aber richtig Spaß macht es auch nicht gerade. Wenn die Schmerzen weiter anhalten werde ich wohl am Mittwoch zum Arzt gehen müssen.