Physiotherapie

Aufgrund verschiedener Empfehlungen aus Läuferkreisen habe ich den Physiotherapeuten gewechselt. Gestern Mittag war nun der erste, von sechs Behandlungsterminen.
Nach einer kurzen Befragung und Schilderung meiner bisherigen Krankengeschichte machte sich Andreas an die Arbeit. Sein erster Kommentar lautete: “So harte Wadenmuskel habe ich bisher selten massiert!“ Obwohl er nach seiner Aussage „gar nicht richtig zupackte“ trieb es mir fast das Wasser in die Augen. Wieder ein Indiz dafür, dass die ganze Problematik auch durch die muskulären Defizite herrührt.
Die anschließende Elektrotherapie wurde im Gegensatz zur letzten Reizstrombehandlung diesmal als so genannte Ultraschallbehandlung durchgeführt.
Wieder zu Hause angekommen schwang ich mich aufs MTB und fuhr eine anspruchsvolle 35km-Runde mit über 500Hm. Dabei achtete ich bewusst darauf nicht auf dem großen “Blatt“ sondern mit höherer Frequenz zu fahren.
Trotz der enormen Belastung für die Beine war der erfreulichste Effekt dabei, dass sich die Achillessehne in keinster Weise bemerkbar machte.
Ein gutes Zeichen, jetzt kann es ja eigentlich nur noch aufwärts gehen…

Weiterhin Laufpause

Heute früh war er fällig, der Zinkleinenverband. Ich wartete damit nicht bis ich beim Arzt war, sondern kurz nach dem Frühstück nahm ich die Schere und schnippelte ihn ab.
Der Fuß sieht ganz gut aus, keine Schwellung mehr zu sehen. Nachdem ich jedoch die Wade kurz dehnte spürte ich schon wieder die Verklebungen um die Sehne.
Kurz vor 12 Uhr war ich dann bei Dr.Schmidt im Sprechzimmer. Auch ihr gefiel der Fuß wesentlich besser als beim letzten Mal. Trotzdem nahm sie mir das Versprechen ab noch eine Woche mit dem Laufen zu pausieren. Die Verdickungen an der Sehne die beim abtasten noch deutlich zu spüren sind bezeichnete sie als chronisch.
“Die werden sie nicht mehr los bekommen. Die Achillessehne wird in Zukunft ihre Schwachstelle sein, hören sie auf die Warnsignale ihres Körpers!“
Zum Wiedereinstieg ins Training empfahl sie mir Mitte nächster Woche mit 15-minütigem lockerem Laufen zu beginnen und dann ganz langsam zu steigern.
“Laufen sie nur jeden zweiten Tag und die ersten Wochen keine Tempoläufe!

16-18 km regenerativer Dauerlauf in 5:33

…stehen heute im Trainingsplan.
Kann mir im Moment überhaupt nicht vorstellen ob ich das annähernd schaffen würde. Bin die letzten 6 Wochen zusammen gerechnet nicht mal 50 km gelaufen. Seit 8 Wochen läßt die blöde Achillessehne kein normales Training mehr zu.
Morgen früh kommt wieder einmal die Stunde der Wahrheit. Der Zinkleinenverband wird abgemacht. Wird auch langsam Zeit, kann es schon nicht mehr ertragen. Dann hat auch die Ungewissheit ein Ende wie es in der nächsten Zeit weitergeht.
Wie heißt es so schön:

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“

Die etwas andere Laufveranstaltung mit eigenartigen Regeln:

1. Jedes Team setzt sich aus 2 Athleten zusammen.
2. Das Team muß das Bier in einer original Schwind-Kiste mit
führen, wobei beide Teammitglieder Tragearbeit verrichten müssen.
3. Getrunken wird bei km 1, 2, 3, 4 und vor dem Ziel für die Herren und bei km 1, 3 und vor dem Ziel für die Damen. Bei Mixed-Teams – logisch wie, gelle??
4. Das Trinken wird von Wettkampfrichtern überprüft. Die Flasche muß am Kontrollpunkt ganz ausgetrunken werden, erst dann darf das Team weiterlaufen. Bei Restflüssigkeit in der Flasche gibt es pro Verstoß 60 Sek. Zeitzuschlag laut Biertrinkverordnung (BTV). Wer kotzt, den Schiedsrichter vollbricht oder sonst unsportlich auffällt, wird aus dem Rennen genommen und ist für die Beseitigung seiner Unbeherrschtheit selbst verantwortlich!!

Was bringt jemanden dazu an so einem Wettkampf teilzunehmen?
Es wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, obwohl die Anmeldeliste jedes Jahr lange vorher, wegen Überschreitung des Limits, geschlossen werden muss.

Zinkleinenverband II

Langsam trocknet der Zinkleinenverband und schnürt meinen Fuß dabei immer enger ein. War ’ne ganz schöne Sauerei als ich gestern abend durch die Wohnung gehumpelt bin und zum Ärger meiner Frau auch noch Spuren auf dem Terrakotta hinterlassen habe. Auch die Nacht – den Fuß in einem alten Kopfkissenbezug eingehüllt – war nicht gerade angenehm.
Hoffentlich ist bald Mittwoch, solange soll der Tape-Verband den Fuß stabilisieren. Insgeheim denke ich jedoch, dass Frau Doktor mir den Verband nur zur Vorsicht angelegt hat. Sie befürchtet sicherlich ich käme ansonsten auf den Gedanken zu laufen.

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