{"id":5411,"date":"2014-03-26T21:09:40","date_gmt":"2014-03-26T21:09:40","guid":{"rendered":"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?p=5411"},"modified":"2014-03-26T21:11:50","modified_gmt":"2014-03-26T21:11:50","slug":"tapering-ii-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?p=5411","title":{"rendered":"Tapering II"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/ASICS-DS-RACER.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/ASICS-DS-RACER-300x199.jpg\" alt=\"ASICS DS RACER\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignleft\"\/><\/a> Noch drei Tage, letzter Formcheck Tempogef&#252;hlsl&#228;ufe: 3 x 1000 im geplanten WK-Tempo. Die Entscheidung f&#252;r meine Wettkampfschuhe ist gefallen. Der ASICS Gel-DS Racer 9. Heute ziehe ich sie nochmals an. <\/p>\n<p>Es ist deutlich w&#228;rmer als die letzten Tage, da hatte ich mir fast noch die Finger abgefroren. Langsam laufe ich mich ein. Drei Kilometer bis zur vermessenen Tempostrecke. Die Beine sind gut. Ich habe die letzten Tage ausgiebig gedehnt. <\/p>\n<p>Verr&#252;ckte Gedanken gehen mir durch den Kopf. Anfang der Woche war mein Auto beim T&#220;V, heute ich. Beim Urologen, zur Krebsvorsorge. Sieht man mir eigentlich an das ich ein Langstreckenl&#228;ufer bin? Es war das erste was mich der Arzt fragte. Mein Blutdruck war erstaunlich niedrig 100\/60. Eigentlich war mein unterer Wert immer etwas zu hoch. Nach R&#252;ckfrage ob das mit der ketogenen Ern&#228;hrung zusammenh&#228;ngen k&#246;nnte, bekam ich eine Best&#228;tigung. Dann bei der Sonografie: <em>&#8222;Sind eigentlich alle L&#228;ufer so d&#252;nn?&#8220;<\/em> Ich entgegne <em>&#8222;Im Moment wiege ich knapp 70 kg bei 1,83 m K&#246;rpergr&#246;&#223;e, beim Laufen z&#228;hlt schlie&#223;lich jedes Kilo&#8220;. <\/em> Darauf er: <em>&#8222;Ihre Prostata hat auch kein Gramm zu viel, die Nieren sehen hervorragend aus. Solche Patienten w&#252;nscht man sich &#246;fter.&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Mittlerweile bin ich angekommen. Soll ich meine Jacke und M&#252;tze ausziehen? Ach was, so warm ist es doch nicht. Ich starte in voller Montur. Die ersten Meter, nicht zu schnell und sch&#246;n gleichm&#228;&#223;ig. Irgendwie f&#252;hlt sich das gar nicht nach Tempo an. Eher wie Jogging. An der 500er Markierung schaue ich auf die Uhr: 2:01 min. Ok, das passt. Jetzt sch&#246;n  weiter. Nach dem Auto und meiner Gesundheit ist jetzt meine Form dran. Der letzte Test vor dem gro&#223;en Wettkampf. Pl&#246;tzlich schmerzt mein linkes Fu&#223;gelenk. Was ist denn das? Sowas hatte ich doch noch nie. Ich laufe weiter. Nach genau einem Kilometer stoppe ich in 4:04 ab. Na ja, passt. Wenn das am Samstag nach dem ersten auch so aussieht bin ich zufrieden. Zumal ich mich fast nicht anstrengen musste. <\/p>\n<p>Langsam trabe ich zur&#252;ck, der Schmerz im Fu&#223;gelenk geht weg wie er gekommen ist. Alles ist gut. An der H&#228;lfte des 1000ers wende ich und laufe wieder Richtung Hainstadt. Langsam d&#228;mmert es, obwohl die Tage schon deutlich zugenommen haben. Ich bin wieder am Ausgangspunkt.<\/p>\n<p>Der zweite Tausender. Locker und entspannt laufe ich los, alles passt. Jetzt zwickt nichts. Ich kontrolliere meinen Laufstil achte auf die Armarbeit. Bei der H&#228;lfte verkneife ich mir den Blick auf die Uhr. Was hatte ich mich im Trainingslager mit den 6 x 1200 geplagt. Am Schlu&#223; konnte ich nicht mal mehr einen 4er Schnitt laufen. Und heute? Ich gleite regelrecht dahin. <em>&#8222;So muss sich Hochform anf&#252;hlen&#8220;<\/em> die Worte einer Bekannten aus Freiburg gehen mir durch den Kopf, die am Wochenende einen Wettkampf gewonnen hat. Nach 3:57 min ist der Tausender abgespult. Keine Anstrengung zu sp&#252;ren. <\/p>\n<p>Locker geht es wieder zur&#252;ck. Gut dass ich meine Jacke und M&#252;tze angelassen habe. Kein Schwei&#223;tropfen zu sehen. Noch einmal, dann wars das mit schnellem Laufen. Die vielen Kilometer der Vorbereitung haben sich ausgezahlt. Das intensive Training grenzt schon fast an Masochismus. Man l&#228;uft wie mit Scheuklappen herum. Aber anders geht es nicht. Wie soll man sich sonst motivieren um im Winter nach einem langen Arbeitstag im Dunkeln rauszugehen? Dabei freue ich mich immer auf die Wochenenden wenn ich bei Tageslicht im Wald laufen kann.<\/p>\n<p>Wieder bin ich an der Markierung. Ich wende und gleich geht es los. Das Gef&#252;hl ist super, die Beine locker, alles l&#228;uft rund und leicht. So soll es sein. Mit 3:55 min bin ich etwas zu schnell. Aber ich habe mein Tempo f&#252;r Samstag gefunden, mal sehen wie lange ich es durchlaufen kann. 50 km sind lang und in meinen bisherigen L&#228;ufen &#252;ber diese Distanz habe ich immer am Ende deutlich draufgezahlt. Aber ich werde es riskieren. Ich f&#252;hle mich heute besser als vor Bottrop. Die Strecke ist schneller und vom Untegrund her deutlich besser. Von mir aus k&#246;nnte es morgen losgehen!<\/p>\n<p>Beim auslaufen treffe ich noch einen alten Bekannten. Ein guter L&#228;ufer und Triathlet, der letztes Jahr eine schwere Herzkrankheit hatte und heute das erste mal wieder l&#228;uft, wie er mir kurz erz&#228;hlt. Er ist 4 Jahre j&#252;nger als ich und von heute auf morgen von seiner Krankheit ausgebremst worden. Es freut mich, dass es ihm wieder gut geht und er wieder laufen kann. Erfolg ist nicht alles im Leben, es gibt viel wichtigere Dinge&#8230;.           <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch drei Tage, letzter Formcheck Tempogef&#252;hlsl&#228;ufe: 3 x 1000 im geplanten WK-Tempo. Die Entscheidung f&#252;r meine Wettkampfschuhe ist gefallen. Der ASICS Gel-DS Racer 9. Heute ziehe ich sie nochmals an. 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