{"id":2763,"date":"2011-07-05T17:22:24","date_gmt":"2011-07-05T17:22:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/?page_id=2763"},"modified":"2017-03-13T09:59:19","modified_gmt":"2017-03-13T09:59:19","slug":"berichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?page_id=2763","title":{"rendered":"Berichte"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"top\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#bericht35\">6h-Lauf mit DM in M&#252;nster am 11.03.2017<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht34\">Berlin50k 50km-DM in Berlin\/Pl&#228;ntnerwald am 05.03.2016<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht33\">39. Deutsche Halbmarathonmeisterschaft in Husum am 12.04.2015<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht32\">34. Int. 100km-Lauf mit 50km-DM in Gr&#252;nheide\/Kienbaum am 29.03.2014<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht31\">41. Herbstwaldlauf mit 50km-DM in Bottrop am 10.11.2013<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht30\">Frankfurt Marathon am 27.10.2013<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht29\">Hamburg Marathon am 21.04.2013<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht28\">Frankfurt Marathon am 28.10.2012<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht27\">10. City-Halbmarathon in Aschaffenburg am 07.10.2012<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht26\">Senioren-EM Marathon in Zittau am 25.08.2012<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht25\">3. Saaletal-Marathon in Ramsthal am 31.03.2012<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht24\">10. Frankfurter Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt am 11.03.2012<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht23\">19. Offenbacher Mainuferlauf in Offenbach am 16.10.2011<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht22\">Sparkassen-Marathon der 3 L&#228;nder am 02.10.2011 am Bodensee<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht21\">16. HVB-Citylauf am 20.05.2011 in Aschaffenburg<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht20\">HM-DM in Griesheim am 17.04.2011<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht19\">Bayerische Meisterschaft 10 km Stra&#223;e in Burgebrach am 03.04.2011<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht18\">36. Bienwald-Marathon in Kandel am 13.03.2011<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht17\">34. Halbmarathon M&#246;rfelden am 13.02.2011<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht16\">38. Herbstwaldlauf mit 50km-DM in Bottrop am 07.11.2010<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht15\">18. Offenbacher Mainuferlauf in Offenbach am 17.10.2010<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht14\">Sparkassen-Halbmarathon in Elsenfeld am 12.09.2010<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht13\">35. Bienwald-Marathon in Kandel am 14.03.2010<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht12\">Frankfurt Marathon am 25.10.2009<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht11\">16. Intern. Marathon in Hanau\/Rodenbach am 18.04.2009<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht10\">Frankfurt Marathon am 28.10.2007<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht9\">10. Stauseelauf am 24.08.2007 in Schotten<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht8\">Kreismeisterschaft 10.000 m Bahn am 18.04.2007 in Aschaffenburg\/Schweinheim<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht7\">15. Marathon &#8222;Rund um die Steinm&#252;hle&#8220; am 31.03.2007 in Marburg<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht6\">30. Halbmarathon am 11.02.2007 in M&#246;rfelden<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht5\">23. Winterlaufserie 3. Lauf am 27.11.2005 in Goldbach<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht4\">10. HVB-Citylauf am 03.06.2005 in Aschaffenburg<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht3\">7. Nidda-Rundlauf am 21.5.2005 in Florstadt<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht2\">1. Stra&#223;enlauf am 6.5.2005 in Stockstadt<\/a><br \/>\n<a href=\"#bericht1\">5. W&#252;rzburg-Marathon am 17.4.2005<\/a><br \/>\n*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht35\"><\/a><strong>6h-Lauf mit DM in M&#252;nster am 11.03.2017<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher Rundkurs &#252;ber 5,085 km, mit einer Einf&#252;hrungsrunde von 4,235 km, &#252;berwiegend Asphalt mit einzelnen Schotterwegabschnitten<br \/>\nWetter: 8\u00b0 am Start, bis zu 14\u00b0 im Ziel, sonnig, leichter Wind aus S&#252;dost<br \/>\nTeilnehmer: 740 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Bei herrlich blauem Himmel, strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind sowie idealen &#228;u&#223;eren Bedingungen, startete ich mit ann&#228;hernd 1000 weiteren Teilnehmern zu meinem ersten 6h-Lauf auf dem ehemaligen Truppen&#252;bungsplatz M&#252;nster-Handorf. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7401\" rel=\"attachment wp-att-7401\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start-300x220.jpg\" alt=\"Start\" width=\"300\" height=\"220\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7401\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start-300x220.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start-768x564.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start-409x300.jpg 409w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach kurzen Ansprachen des Veranstalters und seitens der Offiziellen von M&#252;nster ging es los.<br \/>\nEs war beeindruckend wie sich das riesige Teilnehmerfeld in Bewegung setzte, wobei ganz hinten etliche Teilnehmer zu sp&#228;t kamen. Aber was spielen ein paar Sekunden oder Minuten bei 6 Stunden Laufzeit f&#252;r weniger Ambitionierte eine Rolle?  <\/p>\n<p>Ich hatte mich in dem Riesenfeld ganz vorne einsortiert. Der erste Kilometer war, trotz kurzem Smalltalk mit Frank Wiegand, mit 4:29 min eindeutig zu schnell. Aber das Tempo f&#252;hlte sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Trotzdem reduzierte ich es etwas und lief die Erste &#8211; um 850 m verk&#252;rzte &#8211; Runde in 19:39 min. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7398\" rel=\"attachment wp-att-7398\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start2-300x204.jpg\" alt=\"Start2\" width=\"300\" height=\"204\" class=\"alignright size-medium wp-image-7398\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start2-300x204.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start2-768x522.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start2-441x300.jpg 441w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Start2.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Laufgef&#252;hl war super und ich befand mich damit genau auf dem AK M55-Rekordkurs von 77,912 Kilometern. Die Strecke, auf einem ehemaligen Truppen&#252;bungsplatz gelegen, war bretteben und bis auf wenige Schotterweg-Abschnitte gut zu laufen.<br \/>\nDie Sonne schien und es wehte ein leichter S&#252;dost-Wind.<\/p>\n<p>Mittlerweile begannen auf dem 5,085 m Rundkurs die ersten &#220;berrundungen. Aber die Strecke war breit, die Langsameren liefen &#252;berwiegend diszipliniert auf der linken Seite und lie&#223;en den Schnelleren gen&#252;gend Platz.<\/p>\n<p>Runde 2 lief ich in 23:51 min, 3 in 23:37 min und 4 in 23:32 min. Dabei f&#252;hlte ich mich super. Keinerlei Anstrengung zu sp&#252;ren. Die Versorgung durch meine Frau Andrea im Zielbereich klappte perfekt und ich wurde immer schneller. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7399\" rel=\"attachment wp-att-7399\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde-300x203.jpg\" alt=\"Runde\" width=\"300\" height=\"203\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7399\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde-300x203.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde-768x520.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde-443x300.jpg 443w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach 2 Stunden Laufzeit war ich &#252;ber der 26 km Marke, weiter konstant auf Kurs 78 Gesamtkilometer.<br \/>\nDabei sollte die Runde 5 mit 23:18 min die Schnellste an diesem Tag sein. <\/p>\n<p>Die Versorgung klappte bestens. Trotz zweier Pinkelpausen bei km 11 und 27 lief es einfach richtig gut.<\/p>\n<p>Nach 3 Stunden Laufzeit lag ich mit deutlich &#252;ber 38 Kilometern immer noch gut im Rennen. Die Marathonmarke passierte ich nach der Anzeige meiner Garmin in 3:17 Stunden. Allerdings stimmte diese wie bei vielen anderen Teilnehmern nicht mit den vermessenen Kilometern &#252;berein. <\/p>\n<p>Nun wurde es z&#228;her und ich &#252;berquerte die offiziell vermessene 50 km-Marke in 3:57:49 Stunden. Die ersten 5er km-Splits zwangen mich kurz darauf sogar zu Gehpausen. Dann kam der Tiefpunkt, mir war hundeelend. Ich dachte schon ich m&#252;sste mich &#252;bergeben. So etwas hatte ich bisher in keinem Lauf erlebt. <\/p>\n<p>Aber aufgeben war an diesem Tag keine Option. Ich wollte wissen wie weit mich meine F&#252;&#223;e noch tragen w&#252;rden. Zur Not auch wandernd. Aber es gelang mir immer wieder anzulaufen. Nachdem ich einige Becher Wasser an einer Verpflegungsstation in mich gekippt hatte wurde es auch wieder besser mit der &#220;belkeit. <\/p>\n<p>Erneut im Zielbereich &#252;berholte mich mein sch&#228;rfster Konkurrent Friedemann Hecke und ich w&#252;nschte ihm noch viel Gl&#252;ck, w&#228;hrend er mir im Vorbeilaufen die Hand reichte. Man kennt sich halt in der Laufszene und respektiert die Leistung des anderen. <\/p>\n<p>M&#252;hsam folgte ich ihm und versuchte den Anschluss nicht zu verlieren. Aber in der L&#228;ufermenge wurde sein gelbes Laufshirt in der Ferne immer undeutlicher f&#252;r mich zu erkennen. <\/p>\n<p>Was f&#252;r ein Gef&#252;hlsbad, vom anf&#228;nglichen deutschen AK-Rekord-Kurs, sah ich mein Hauptziel, einen Podestplatz langsam aber sicher davonschwimmen. In diesen Augenblicken lernte ich den Ultralauf von einer anderen Seite kennen. Ich wanderte teilweise mit L&#228;ufern und L&#228;uferinnen auf der Strecke bzw. wurde gehend von ihnen &#252;berholt. <\/p>\n<p>Irgendwie war ich so durch den Wind, dass ich nach 5 Stunden im Zielbereich bereits nach meinem Ballon mit der Startnummer fragte, der f&#252;r die Ermittlung der Restmeter nach Rennende diente. Andrea und ein Helfer meinten du schaffst doch noch locker eine weitere Runde, aber irgendwie wollten nach 60 km nicht nur meine Beine sondern auch der Kopf nicht mehr.<\/p>\n<p>Ich redete mir ein, dass diese 13-te gleichzeitig meine letzte Runde sein werde und sog nochmals alles in mich auf. Ich nahm mir vor nicht mehr zu gehen und schaffte es auch bis zur Verpflegungsstation auf der H&#228;lfte der Runde. Dort ri&#223; ich ein Gel auf und sp&#252;lte mehrfach mit Wasser nach, um den mittlerweile ekligen s&#252;&#223;en Geschmack wieder los zu werden. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7414\" rel=\"attachment wp-att-7414\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ballon-225x300.jpg\" alt=\"Ballon\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7414\" \/><\/a>Dann ging es weiter. Irgendwie war mein Tiefpunkt vorbei und ich konnte wieder laufen. Nach der mit 32:11 min langsamsten 12-ten Runde folgte die 13-te mit 30:09 min. Im Zielbereich zeigte die Uhr 5:36 Stunden. Andrea gab mir meine Flasche, ein Gel, sowie den gr&#252;nen Ballon mit meiner Startnummer darauf. <\/p>\n<p>Ich nahm mir vor nicht mehr stehen zu bleiben. Es gab nur noch ein Ziel: vorne sollte eine 7 vor meinen Gesamtkilometern stehen. Die letzten Splits auf der Garmin zeigten 5:10-5:17-5:08-4:57-5:03 min und es blieb noch Zeit um den Zielbereich zu &#252;berlaufen. <\/p>\n<p>Jetzt z&#228;hlte jeder Meter, ich lief was m&#246;glich war und so mancher Zuschauer sowie der Streckensprecher wunderten  sich wie schnell ich nach fast  6 Stunden in die finale Runde ging. Es gelang mir noch ein paar L&#228;ufer einzusammeln und die 500 Meter Markierung zu &#252;berlaufen. Dann waren die 6 Stunden endlich vorbei und ich lies meinen Ballon fallen. <\/p>\n<p>Ersch&#246;pft, aber doch gl&#252;cklich stand ich neben einem als Clown verkleideten L&#228;ufer. Ein anderer deutlich j&#252;ngerer Teilnehmer, dessen Ballon 5 Meter hinter meinem lag freute sich ebenso wie ich &#252;ber sein 6h-Lauf Deb&#252;t. Dabei erz&#228;hlte er mir, dass er 13 Runden absolviert hatte. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7402\" rel=\"attachment wp-att-7402\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel-300x216.jpg\" alt=\"Ziel\" width=\"300\" height=\"216\" class=\"alignright size-medium wp-image-7402\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel-300x216.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel-768x553.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel-417x300.jpg 417w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dann h&#246;rte ich eine bekannte Stimme. Kristin &#8211; die zusammen mit mir in Conil im Trainingslager war &#8211; kam und wir fielen uns in die Arme und waren gl&#252;cklich. Gemeinsam gingen wir in den Zielbereich und st&#228;rkten uns an der Verpflegung und freuten uns &#252;ber unsere Leistung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7403\" rel=\"attachment wp-att-7403\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel1-300x233.jpg\" alt=\"Ziel1\" width=\"300\" height=\"233\" class=\"alignleft size-medium wp-image-7403\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel1-300x233.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel1-768x596.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel1-386x300.jpg 386w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Ziel1.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nIm Nachhinein gab es noch einige Verwirrung und Proteste mit der Ergebnisliste da bei einigen die Restmeter fehlten. Es dauert bis nach 20 Uhr bis die Siegerehrung endlich vor&#252;ber war. <\/p>\n<p>Aber dies war mir alles egal. Nach meiner Garmin war ich in 6 Stunden 71,45 km gelaufen, wie bei fast allen Teilnehmern deutlich mehr als gemessen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=7400\" rel=\"attachment wp-att-7400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Siegerehrung-300x200.jpg\" alt=\"Siegerehrung\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-7400\" \/><\/a>In der offiziellen Ergebnisliste stehe ich auf Gesamtplatz 22 mit 70,881 km. Damit lag ich auf dem 2. Platz in der Altersklasse M55 der Deutschen Meisterschaft. Der R&#252;ckstand auf den Ersten betrug 1,563 km. Herzlichen Gl&#252;ckwunsch an Friedemann Hecke zum Deutschen Meistertitel in der AK M55!<\/p>\n<p>Das absolute Highlight dieser Veranstaltung, bot jedoch Dr. Nele Alder-Baerens, die mit 85,492 km einen phantastischen neuen Weltrekord aufstellte. Gleichzeitig gelang ihr damit sogar der Gesamtsieg des 6h-Laufs von M&#252;nster mit &#252;ber 3 Kilometern Vorsprung auf den ersten Mann!!<\/p>\n<p>Ein ganz besonderer Dank geht wie immer an meine liebe Frau Andrea, f&#252;r die perfekte Betreuung, Verpflegung Anfeuerung, Motivation und Fahrdienste, sowie f&#252;r die sch&#246;nen Bilder, die sie noch w&#228;hrend des Rennens aufnahm. <\/p>\n<p>Mit einigen Stunden Abstand zu dem Rennen ist mein Fazit immer noch sehr positiv. Es war mein erster Lauf &#252;ber eine Distanz von 50 Kilometern. Ich erlebte die unterschiedlichsten Emotionen und es zeigten sich mir vollkommen neue nie gekannte Facetten des Laufens. <\/p>\n<p>Mein Hauptziel, einen Podestplatz habe ich erreicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass mit einer richtigen spezifischen Vorbereitung bestimmt deutlich mehr m&#246;glich gewesen w&#228;re. Schaun mer mal&#8230; <\/p>\n<p>Wie sagte Dr. Norbert Madry, der Sportwart der DUV im Anschlu&#223; an das Rennen zu mir: Vielleicht wird aus dir Gelegenheits- ja nochmal ein richtiger Ultral&#228;ufer.      <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht34\"><\/a><strong>Berlin50k 50km-DM in Berlin\/Pl&#228;ntnerwald am 05.03.2016<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht welliger Rundkurs &#252;ber 5 km, zehnmal zu absolvieren, &#252;berwiegend Asphalt und Naturwege mit einem kurzen Trailabschnitt<br \/>\nWetter: 4\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Wind aus S&#252;dost<br \/>\nTeilnehmer: 186 im Ziel<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6733\" rel=\"attachment wp-att-6733\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5-300x169.jpg\" alt=\"5\" width=\"300\" height=\"169\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6733\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5-300x169.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5-768x433.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5-500x282.jpg 500w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach einer ruhigen Nacht, einer Tasse gr&#252;nem Tee und dem obligatorischen Honigbr&#246;tchen zum Fr&#252;hst&#252;ck, f&#252;lle ich die Flaschen f&#252;r meine Wettkampfverpflegung. Die n&#228;chtlichen Wadenkrampf-Attacken der letzten Tage sind zum Gl&#252;ck ausgeblieben. Seltsam, dass diese immer in der letzten Woche beim Tapern so verst&#228;rkt auftreten. Zu dem verd&#252;nnten Ultra-Buffer gebe ich bereits im Vorfeld die Ultra-Sport Cola-Gels. An die letzten drei, der insgesamt neuen Flaschen klebe ich noch jeweils einen Gel-Chip. Einen halben Liter Ultra-Buffer trinke ich noch im Hotel, eine weitere Flasche ist f&#252;r unmittelbar vor dem Start vorgesehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6739\" rel=\"attachment wp-att-6739\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4852-e1458578004588-225x300.jpg\" alt=\"IMG_4852\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-6739\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4852-e1458578004588-225x300.jpg 225w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4852-e1458578004588.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Dann geht&#8217;s auch schon los. Aufgrund kurzfristig angesetzter Fu&#223;ballspiele verfeindeter Mannschaften mit Risikopotential, wurde die Strecke vom Olympiapark-Gel&#228;nde in den Pl&#228;ntnerwald im Stadtteil Treptow-K&#246;penick verlegt. &#220;ber die Berliner Avus und eine kleine Umleitung sind wir zeitig vor Ort. Auf dem Weg zum Start, treffe ich Wolfgang R&#252;hlemann, der sich nochmal in sein Auto zur&#252;ckzieht. Auch Andrea und ich suchen noch ein warmes Pl&#228;tzchen, da es bitter kalt ist. In einem nahegelegenen Grundst&#252;ck eines Fu&#223;ballvereins, wo auch die Duschen sind finden wir im Clubhaus Unterschlupf und schauen dabei noch etwas Wintersport.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6745\" rel=\"attachment wp-att-6745\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4854-e1458579807964-225x300.jpg\" alt=\"IMG_4854\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6745\" \/><\/a>Langsam mache ich mich fertig und es geht wieder Richtung Start. In einem Zelt ziehe ich mich um und entscheide spontan das T-Shirt unter meinem Singlet anzulassen. Zusammen mit den Armlingen f&#252;hle ich mich gut gegen die K&#228;lte gewappnet. Leider gibt es keine Tische auf denen man seine Eigenverpflegung deponieren kann. Gut, dass mich meine Frau betreut, ansonsten w&#228;re dies bei den Menschenmassen im Versorgungsbereich chaotisch geworden. Eigentlich d&#252;rfte dies bei einer Meisterschaft nicht sein. Es gibt bestimmt viele Starter die alleine unterwegs sind. Deshalb ist ein neutraler Tisch f&#252;r Eigenverpflegung eigentlich ein MUSS!<\/p>\n<p>Nach drei lockeren Steigerungen gehe ich in den Startbereich und versuche m&#246;glichst vorne reinzukommen. Dabei begr&#252;&#223;t mich neben Enrico &#8211; der hier in der N&#228;he wohnt &#8211; auch noch mein Mitkonkurrent Friedrich aus L&#246;rrach. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6734\" rel=\"attachment wp-att-6734\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF-300x200.jpg\" alt=\"5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-6734\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF-300x200.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF-768x513.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF-449x300.jpg 449w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/5DED8B10E36C11E5A96FA5265B258DAF.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach einer kurzen Ansprache f&#228;llt der Startschu&#223; und die Meute hetzt los. Neben dem 50-er laufen hier auch 10, 30 und 42,2 km Teilnehmer mit. Entsprechend geht es vorne ab. Ich versuche mein Tempo zu finden, habe aber am ersten km Schild 3:51 min auf der Anzeige. Allerdings fehlen da noch einige Meter bis zum vollen Kilometer. Seltsam, gestern bei der Besichtigung der Strecke hat der erste km von der L&#228;nge doch ganz gut gepasst. Aber heute sollte ich mich noch viel mehr &#252;ber die Anzeige meiner Garmin wundern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6763\" rel=\"attachment wp-att-6763\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891-300x200.jpg\" alt=\"Laufpartner\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6763\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891-300x200.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891-768x512.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891-1024x683.jpg 1024w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891-450x300.jpg 450w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4891.jpg 1296w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das Tempo f&#252;hlte sich gut an und ich hatte auch einen guten Begleiter gefunden, der eine sub 3:30 anstrebte. Die erste Runde ging in 20:05 min weg. Die Verpflegungsaufnahme funktionierte perfekt, war aber etwas kalt. Mein Partner, der deutlich h&#228;rter atmete machte das Tempo und ich h&#228;ngte mich hintenrein. Wenige Meter vor uns lief eine Gruppe, die aber unser Tempo draufhatte, so dass wir keinen Boden gut machen konnten. Die zweite Runde passierten wir in 40:11 min. Fast das exakte Tempo wie zuvor. Ich nahm meine Flasche und es lief weiter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6736\" rel=\"attachment wp-att-6736\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/3-IMG_2006-200x300.jpg\" alt=\"Dritte Runde\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6736\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/3-IMG_2006-200x300.jpg 200w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/3-IMG_2006-768x1153.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/3-IMG_2006-682x1024.jpg 682w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/3-IMG_2006.jpg 1463w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>In der dritten Runde &#252;bernahm ich die Initiative und versuchte die L&#252;cke nach vorne zu schlie&#223;en. Das Tempo war mittlerweile etwas abgesackt. Langsam &#252;berholte ich einen L&#228;ufer und kam an die 3er-Gruppe ran, die sich intensiv unterhielten. Mittlerweile hatten auch schon die ersten &#220;berrundungen eingesetzt. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6737\" rel=\"attachment wp-att-6737\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/6-IMG_2393-200x300.jpg\" alt=\"Es l&#228;uft\" width=\"200\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-6737\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/6-IMG_2393-200x300.jpg 200w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/6-IMG_2393-768x1153.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/6-IMG_2393-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Nach 1:00:27 h &#252;berquerte ich den Start-\/Zielbereich, fast im gew&#252;nschten Zeitfenster. Im Hinterkopf hatte ich immer noch die 3:20:03 h, den deutschen Rekord in meiner Altersklasse M55. Aber das bedeutete auch, dass ich jetzt etwas forcieren musste. Die Getr&#228;nkeaufnahme klappte perfekt nur lag mir der kalte Buffer wie ein Stein im Magen. Da die km-splits der Garmin nicht stimmten, orientierte ich mich nur noch an der Gesamtzeit, die ich an den km-Schildern hochrechnete. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6752\" rel=\"attachment wp-att-6752\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/8-IMG_3320-300x200.jpg\" alt=\"8-IMG_3320\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6752\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/8-IMG_3320-300x200.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/8-IMG_3320-768x512.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/8-IMG_3320-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/8-IMG_3320-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kurz nach km 19, einem trailigen Abschnitt wurde ich das erstemal von hinten &#252;berholt. Die erste Frau lief leichtf&#252;&#223;ig an mir vorbei. Ich versuchte sofort das Tempo aufzunehmen, was auch ganz gut gelang. Zusammen mit einem weiteren L&#228;ufer passierten wir den Start-\/Zielbereich. Allerdings verlor ich nach der Aufnahme der Verpflegung den Anschlu&#223;. Auch mein Magen machte sich wieder bemerkbar, dem der kalte Ultra-Buffer gar nicht so recht bekam. Andrea gab mir noch die Info das vor und hinter mir nichts aus meiner AK zu bef&#252;rchten war. Die &#220;berrundeten wurden immer zahlreicher und machten das ganze ziemlich undurchsichtig. Ich nahm etwas an Tempo heraus, da es mir nicht m&#246;glich war unter einem 4er Schnitt zu laufen. Leider musste ich in der f&#252;nften Runde auch einen Dixiestopp einlegen, der mich &#252;ber eine Minute kostete. In dieser Runde &#252;berrundete mich mein ASICS Frontrunner-Kollege Paul Schmidt, der in einem grandiosen Rennen den deutschen Rekord um &#252;ber 3 min auf nun 2:49:06 toppte. Zuerst dachte ich er l&#228;uft &#8222;nur&#8220; die 30km als Tempolauf. Aber dann konnte ich von hinten sehen, dass er im Start-\/Zielbereich weiterlief.    <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6738\" rel=\"attachment wp-att-6738\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4889-300x300.jpg\" alt=\"Auf der Strecke\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6738\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4889-300x300.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4889-150x150.jpg 150w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4889-144x144.jpg 144w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4889.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Irgendwie habe ich zu diesem Zeitpunkt das Rennen innerlich abgehakt und versuchte es nur noch nach Hause zu bringen. Ich tat nicht mehr als getan werden musste. Die Zeit war mir irgendwie egal, es z&#228;hlte nur noch der Titel. Irgendwann &#252;berrundete ich Christoph Witte, der mich dabei enthusiastisch anfeuerte und mir nachrief ich soll mir meinen Titel abholen. Das waren die kleinen Momente, wo mir wieder bewusst wurde was ich hier eigentlich tat. In der vorletzten Runde nahm ich zu meiner Flasche noch ein Cola-Gel, welches mir aber auch nicht sonderlich weiterhalf. Im Gegenteil ich wurde immer langsamer. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6756\" rel=\"attachment wp-att-6756\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4844-212x300.jpg\" alt=\"Strecke\" width=\"212\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6756\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4844-212x300.jpg 212w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4844-768x1086.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4844-724x1024.jpg 724w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4844.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Dies sollte sich kurz nach km 43 schlagartig &#228;ndern. Nachdem ich schon von ein, zwei L&#228;ufern &#252;berholt worden war, tauchte auf einmal Wolfgang R&#252;hlemann neben mir auf. Ich war vollkommen perplex und fragte noch v&#246;llig erstaunt: <em>Wolfgang wo kommst du denn her?<\/em> Aber er antwortete nicht, sondern machte Druck. Ich h&#228;ngte mich sofort dran, da ich wusste dies ist jetzt rennentscheidend. Zuerst einige hundert Meter hinter ihm, dann Brust an Brust &#252;berquerten wir das letzte Mal den Start-\/Zielbereich. Bevor ich meine Flasche nahm, warf ich Andrea meine Armlinge zu, die ich zuvor abgestreift hatte. Auch Wolfgang verpflegte sich und ich konnte ein paar Meter auf ihn herauslaufen. Ich versuchte ihn jetzt schon abzusch&#252;tteln, aber er folgte mit wenigen Schritten Abstand. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6742\" rel=\"attachment wp-att-6742\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Zieleinlauf.jpg-212x300.jpg\" alt=\"Zieleinlauf\" width=\"212\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-6742\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Zieleinlauf.jpg-212x300.jpg 212w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Zieleinlauf.jpg.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Jetzt gab es kein taktieren mehr. Noch knapp 5 Kilometer trennten mich vor dem gro&#223;en Ziel. Das letzte Mal am Spreeufer entlang, die gro&#223;e Rechtskurve am Spreebogen bei km 48, Wolfgang immer noch im Nacken. Meine Beine fingen mittlerweile an zu krampfen und ich musste h&#246;llisch aufpassen, wie ich sie aufsetzte. Vorbei an dem kleinen Hafen, wo ein paar Schiffe ankerten. &#220;ber den mit Flatterb&#228;ndern abgesperrten Parkplatz, von &#252;berrundeten L&#228;ufern angefeuert. Den hohen Bordstein hinauf links in den Wald, auf das Trailst&#252;ck. Wieder krampfte die linke Wade, w&#228;hrend ich km 49 passierte.  <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6765\" rel=\"attachment wp-att-6765\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4860-e1458582318966-225x300.jpg\" alt=\"Zieleinlauf\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6765\" \/><\/a>Dann endlich auf Asphalt, in der 90 Grad-Kurve warf ich einen Blick zur&#252;ck und sah immer noch Wolfgangs wei&#223;es Singlet in Reichweite. Aber vorne konnte ich schon den Zielbereich erkennen.Ich h&#246;rte den Streckensprecher und wusste jetzt schaffe ich es. Ohne mich umzudrehen versuchte ich nur noch so schnell wie m&#246;glich zu laufen. Dann hatte ich es endlich geschafft. W&#228;hrend ich die Ziellinie passierte rief der Streckensprecher meinen Namen. Ich blieb stehen und sagte ihm: und da kommt mein Altersklassen-Kollege. Wolfgang finishte 20 sec hinter mir und war der erste Gratulant. Erst meinten sie im Zielbereich wir geh&#246;ren zur M50, aber als wir das korrigierten, verk&#252;ndeten sie uns als Erst- und Zweitplatzierte der M55. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?attachment_id=6743\" rel=\"attachment wp-att-6743\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892-300x179.jpg\" alt=\"IMG_4892\" width=\"300\" height=\"179\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6743\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892-300x179.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892-768x459.jpg 768w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892-1024x612.jpg 1024w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892-500x300.jpg 500w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_4892.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach zahlreichen Gl&#252;ckw&#252;nschen von Bekannten die an der Strecke waren ging es zuerst unter die warme Dusche und dann zur abschlie&#223;enden Siegerehrung.<\/p>\n<p>Mein gr&#246;&#223;ter Dank an dieser Stelle geht an meine Frau Andrea, die mich perfekt betreut und informiert hat. Deshalb m&#246;chte ich ihr auch meinen mittlerweile vierten DM-AK-Titel widmen. Danke auch an alle Bekannten die an der Strecke waren und mich motiviert und angefeuert haben. Danke auch an Jan-Erik von ASICS f&#252;r die neuen ASICS DS Trainer 21, gerade einmal 5 km eingelaufen und damit 50km problemlos im Renntempo zur&#252;ckgelegt. Danke auch an ASICS f&#252;r das perfekte Equipment, sowie an unseren lokalen INTERSPORT PROFIMARKT M&#246;mlingen f&#252;r die ganzj&#228;hrige Unterst&#252;tzung! Ohne eure Hilfe h&#228;tte ich es nicht geschafft!  <\/p>\n<p>Danke auch an Sven Kersten f&#252;r die sch&#246;nen Bilder!    <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht33\"><\/a><strong>39. Deutsche Halbmarathonmeisterschaft in Husum am 12.04.2015<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht wellige Rundstrecke mit einer Einf&#252;hrungsrunde, durchgehend Asphalt<br \/>\nWetter: 12\u00b0, bedeckt, starker S&#252;dwestwind<br \/>\nTeilnehmer: 341 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Eingezw&#228;ngt in der Menschenmasse stehe ich seitlich an den Absperrgittern, die immer noch von einzelnen Teilnehmer &#252;berklettert werden. Die Schleswig-Holstein Hymne wird abgespielt bevor der Startschuss die HM-DM er&#246;ffnet. Wie ich sp&#228;ter an der Bruttozeit sehe ben&#246;tige ich 5 Sekunden bis zum &#220;berqueren der Startlinie. <\/p>\n<p>Meine Uhr zeigt den ersten Kilometer, auf der einmal zu laufenden kleineren Einf&#252;hrungsrunde, in 3:30 min an. Eigentlich viel zu schnell. Aber die Beine sind gut und der starke S&#252;dwestwind ist im dichten L&#228;uferfeld kaum zu sp&#252;ren. Also weiter. Vor mir in Sichtweite einer meiner gr&#246;&#223;ten Altersklassen-Konkurrenten. Wie magisch zieht mich sein gr&#252;nes Trikot an. <\/p>\n<p>Ich &#252;berhole Christl und Andrea und irgendwann bin ich direkt hinter ihm. Jetzt hei&#223;t es einfach nur noch dranbleiben, so lange es geht. Das Tempo ist f&#252;r die Verh&#228;ltnisse eigentlich viel zu schnell, aber wer nichts wagt der nichts gewinnt. Mit 18:04 min passieren wir den 5-ten Kilometer. Mittlerweile ist Andrea wieder an uns ran gelaufen. Von hinten sind weitere Schritte zu h&#246;ren. Wir nehmen ihr sch&#246;n den Wind, der unvermindert weiter bl&#228;st. <\/p>\n<p>Irgendwo zwischen Kilometer 8 und 9 muss ich das erste Mal abrei&#223;en lassen. Alleine wird es jetzt deutlich schwerer. Am Kilometer 10 ruft mir mit 36:35 min jemand die Durchgangszeit zu. Das ist immer noch auf Bestzeitkurs. Aber nach der gro&#223;en n&#246;rdlichen Wende kommt es mir vor als laufe ich gegen eine Wand. Das gr&#252;ne Trikot ist schon deutlich vor mir und der Abstand vergr&#246;&#223;ert sich zunehmend. Ausgerechnet hier laufe ich ganz alleine und es dauert auch noch eine ganze Weile bis endlich von hinten Unterst&#252;tzung kommt. <\/p>\n<p>Zum dritten Mal passiere ich den Start-\/Zielbereich und begebe mich auf die letzte Runde. Ein weiterer Altersklassen-Konkurrent ist nun in meiner Gruppe. Jetzt hei&#223;t es wieder dranbleiben. Aber es wird hart. Der Wind hat die Kraft aus dem K&#246;rper gezogen und die Beine werden m&#252;de. Ein Gel-Chip mobilisiert mich etwas, aber ich muss meinen Gegner ziehen lassen. Jetzt r&#228;cht sich der zu schnelle Beginn. <\/p>\n<p>Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich noch unter 1:20 bleiben kann. Dies war eigentlich mein Hauptziel denn ich wusste im Vorfeld, dass es in diesem Zeitbereich um die Podestpl&#228;tze gehen w&#252;rde. Ein weiteres Cola-Gel verklebt mir mehr die H&#228;nde, als das letztendlich im Mund landet. <\/p>\n<p>Ein letztes Mal passiere ich den kurzen Begegungsabschnitt. Auf der anderen Seite k&#228;mpfen die schnelleren L&#228;ufer bereits um die Platzierung im Zieleinlauf. Ich habe noch &#252;ber zwei Kilometer vor mir. Von hinten h&#246;re ich Schritte und werde von einem Seniorenl&#228;ufer passiert. Keine Ahnung was f&#252;r eine Altersklasse. Ich versuche alles zu mobilisieren um dran zu bleiben. <\/p>\n<p>Er l&#228;uft nur wenige Meter vor mir. Endlich kommen wir auf die Zielgerade. Ich mobilisiere nochmal alles und sprinte an ihm vorbei. Die Uhr bleibt bei 1:19:49 h stehen w&#228;hrend ich mich gleich umdrehe und ihn nach seiner Altersklasse frage. M45 war seine Antwort. <\/p>\n<p>Aber egal, ich sehe noch einige meiner AK-Konkurrenten nach mir ins Ziel laufen und hoffe, dass es gereicht hat. Langsam trabe ich in unsere Unterkunft die nur 800 m vom Startbereich entfernt liegt. <\/p>\n<p>Nach der Dusche habe ich es dann eilig wieder vor Ort zu kommen. Endlich sehe ich die Ergebnisliste und ich werde auf dem 3. Altersklassenplatz in der M55 gef&#252;hrt. Mein Traum ist wahr geworden. Ein Platz auf dem Podest und die Bronzemedallie sind der Lohn f&#252;r die Strapazen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Husum.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Husum.jpg\" alt=\"Husum\" width=\"738\" height=\"568\" class=\"alignleft size-full wp-image-6262\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Husum.jpg 738w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Husum-300x230.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Husum-389x300.jpg 389w\" sizes=\"auto, (max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zusammen mit meinen Mannschaftskollegen vom LAZ Obernburg-Miltenberg belegen wir in der M50\/55 sogar noch den 5. Platz. Gl&#252;cklich und zufrieden geht es unmittelbar nach der Siegerehrung auf den langen Heimweg.         <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht32\"><\/a><strong>34. Int. 100km-Lauf mit 50km-DM in Gr&#252;nheide\/Kienbaum am 29.03.2014<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht welliger Rundkurs &#252;ber 5 km, zehnmal zu absolvieren, &#252;berwiegend Asphalt mit einem kurzen Trailabschnitt<br \/>\nWetter: 8\u00b0, bew&#246;lkt, sp&#228;ter  Sonne, leichter Wind aus Nord<br \/>\nTeilnehmer: 95 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Es ist kurz vor 5 Uhr, der Wecker klingelt. Die Nacht im ungewohnten Hotelbett war sehr unruhig. Aber zum Gl&#252;ck keine Wadenkr&#228;mpfe wie in der Vornacht. Eigentlich unerkl&#228;rlich, da ich ja kaum noch laufe. Anscheinend fehlt den Muskeln die gewohnte Anspannung, oder ich hatte den Tag &#252;ber  zu wenig getrunken. Ich schalte den Wasserkocher ein und gie&#223;e den gr&#252;nen Tee auf. W&#228;hrend er zieht esse ich das obligatorische Honigbr&#246;tchen. Dazu noch eine Portion UItra-Sports Starter. Keine Experimente vor dem Rennen.  <\/p>\n<p>Dann bereite ich meine Streckenversorgung vor: 1 Liter UItra-Sports Buffer verteilt auf f&#252;nf Flaschen und 1\/2 Liter Wasser mit drei UItra-Sports Cola-Gel, verteilt auf drei weitere Flaschen. An die letzten vier Flaschen klebe ich noch jeweils einen UItra-Sports Gel-Chip. Insgesamt neun Flaschen, f&#252;r jede der zehn zu laufenden Runden. Zus&#228;tzlich noch 1 Liter Buffer f&#252;r die Zeit bis zum Start und unmittelbar davor. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0775.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0775-138x300.jpg\" alt=\"IMG_0775\" width=\"138\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5453\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0775-138x300.jpg 138w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0775.jpg 369w\" sizes=\"auto, (max-width: 138px) 100vw, 138px\" \/><\/a>Um kurz nach 7:30 Uhr Abfahrt nach Kienbaum. Zusammen mit meiner Frau Andrea und Tochter Kathrin fahren wir &#252;ber einen Schleichweg von hinten in das Bundesleistungszentrum. Die 100 km Teilnehmer sind bereits seit dem fr&#252;hen Morgen auf der Strecke und die Stra&#223;en innerhalb des BLZ sind gesperrt. Zum Gl&#252;ck haben wir die Startnummer bereits am Vortag geholt und wurden entsprechend informiert. Der gro&#223;e Vorteil, wir parken nur wenige Meter in der N&#228;he der Startlinie.<\/p>\n<p>Rechtzeitig sind wir vor Ort und es bleibt noch gen&#252;gend Zeit. Der obligatorische Toilettengang, dann ziehe ich mich um. Drau&#223;en ist es empfindlich kalt und ich streife die Armlinge &#252;ber. Ganz locker laufe ich mich wenige Meter ein. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Kienbaum2014Start-24k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Kienbaum2014Start-24k-300x225.jpg\" alt=\"Kienbaum2014Start (24)k\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-5454\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Kienbaum2014Start-24k-300x225.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Kienbaum2014Start-24k-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Kienbaum2014Start-24k.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Das &#252;berschaubare Teilnehmerfeld, steht etwas an der Seite um f&#252;r vereinzelte 100 km L&#228;ufer eine Gasse zu bilden. Der Sprecher ruft uns an die Startlinie, z&#228;hlt den Countdown und los geht es. Ich starte aus der ersten Reihe und biege an der Spitze des Feldes nach wenigen Metern links auf die Runde ein. <\/p>\n<p>Das Feld sortiert sich. Zusammen mit einem weiteren Teilnehmer liege ich auf dem 3 Platz. Vor uns zwei L&#228;ufer der Hauptklasse die sich langsam von uns absetzen. Ich frage nach seiner Altersklasse und er ist genauso erleichtert wie ich, da er in der M45 startet. Also kein direkter Konkurrent um den AK-Titel. Wie ich sp&#228;ter erfahre hat er den ersten 50km-Hallenmarathon im Januar in 3:24 gewonnen. Etwas erschrocken registriere ich den ersten Kilometer in 3:46 min. Viel zu schnell. Ich verabschiede mich von ihm und nehme das Tempo raus. Zu diesem Zeitpunkt laufe ich alleine.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde1-300x225.jpg\" alt=\"Runde1\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5455\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde1-300x225.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde1-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde1.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die erste Runde ist fast absolviert. Kathrin wartet mit dem Foto. Mit 19:50 min passiere ich die Zeitmessung. Die Verpflegung innerhalb der Eigenversorgungszone klappt perfekt. Andrea l&#228;uft noch ein paar Meter mit und feuert mich an. In der Zwischenzeit hat eine kleine Gruppe von hinten aufgeschlossen. Aber sie bleiben anfangs sch&#246;n in meinem Schlepptau. Ich schaue kurz nach links und rechts. Irgendwann gehen zwei von ihnen vorbei, w&#228;hrend der Dritte hinter mir bleibt. Das Tempo passt gut und wie pendeln uns knapp unter einem 4er Schnitt ein. Als ich kurz nach vorne laufe um die Arbeit zu &#252;bernehmen ziehen die beiden wieder an. Wir gehen das Tempo mit, aber nach einem Kilometer in 3:53 min wird mir das zu schnell und sie ziehen davon. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG5089k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG5089k-300x225.jpg\" alt=\"CIMG5089k\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-5456\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG5089k-300x225.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG5089k-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG5089k.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mit 19:47 min ist die zweite Runde einen Tick schneller geworden. Ich laufe jetzt zusammen mit Jan-Hendrik Hans, w&#228;hrend die zwei vor uns Laufenden 10 sec schneller in 39:27 min die Zeitmessung passieren. Die Eigenversorgung l&#228;uft perfekt und ich trinke den Buffer obwohl ich eigentlich keinen Durst versp&#252;re. Die Bedingungen sind immer noch ideal. Bew&#246;lkt, fast kein Wind. Die Splits pendeln sich knapp unter 4 Minuten ein, w&#228;hrend wir zu zweit perfekt harmonisieren. Neben den bisher &#252;berholten 100 km Teilnehmern kommen jetzt immer mehr &#252;berrundete 50er dazu. Aber das ist kein Problem. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0786.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0786-223x300.jpg\" alt=\"IMG_0786\" width=\"223\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5457\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0786-223x300.jpg 223w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0786.jpg 597w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>Die dritte Runde und damit Kilometer 15 ist mit 19:54 min absolviert. Alles im Soll, perfekte Versorgung, perfekter Laufpartner, perfekte Bedingungen. L&#228;uferherz was willst du mehr. Ich liege zwar etwas unter meinem Fahrplan, aber das nehme ich gerne in Kauf. Mein K&#246;rper ist warm, alle Systeme arbeiten optimal, keinerlei Anstrengung. Normalerweise &#228;ndere ich hier meinen Rhythmus und versuche etwas zu beschleunigen. Heute nicht, ich versuche so &#246;konomisch wie m&#246;glich zu laufen. W&#228;hrend ich die meiste Zeit vorne bin, l&#228;uft Jan-Hendrik immer den letzten Kilometer der Runde vorne. Kurz vorm Start-\/Zielbereich geht es um ein Haus herum. Dabei sind ein paar bl&#246;de 90 Grad Richtungswechsel. Das liegt mir gar nicht. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde3-300x224.jpg\" alt=\"Runde3\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignright size-medium wp-image-5458\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde3-300x224.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde3-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde3.jpg 801w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kilometer 20 in 1:19:24 h und mit 19:54 min die exakte Rundenzeit wie zuvor. Versorgung wie gehabt. Kilometer 22 ist mit 4:07 min erstmals deutlich &#252;ber dem Schnitt. Ich gehe vor und mache etwas Druck. Mit 3:59 und 3:56 sind wir wieder im Fahrplan. Wie sich sp&#228;ter herausstellt war dieser eine Kilometer immer der langsamste. Die Strecke erscheint zwar flach, aber es geht immer leicht auf und ab. Allerdings bis auf ein kurzes Trailst&#252;ck mit angespr&#252;hten Baumwurzeln, perfekt aspahltierter Untergrund. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0783.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0783-223x300.jpg\" alt=\"IMG_0783\" width=\"223\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5459\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0783-223x300.jpg 223w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0783.jpg 597w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>10:40 Uhr, Halbzeit und immer noch deutlich unter einem 4er Schnitt! 25 km in 1:39:16 h, 19:53 min der 5er Splitt. Mein Laufpartner geht 2 sec vor mir durch die Zeitmessung. Allerdings bekomme ich langsam etwas Probleme. Ich versuche sie zu verdr&#228;ngen und meinen Rhythmus beizubehalten. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde6-300x225.jpg\" alt=\"Runde6\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-5460\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde6-300x225.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde6-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Runde6.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Jan-Hendrik zieht an, wie immer am Ende der Runde. Kilometer 29 laufen wir in 3:54 Min.  <\/p>\n<p>Die sechste Runde passiere ich in 1:59:08 h. Wie die Vorrunde in 19:53 min. Noch 20 Kilometer. Ich ziehe meine Armlinge aus. Es wird warm. Langsam zieht Jan-Hendrik davon. Jetzt bin ich alleine auf mich angewiesen. Mitzugehen w&#228;re f&#252;r mich selbstm&#246;rderisch gewesen. Der Abstand wird gr&#246;&#223;er, obwohl ich den 31-ten Kilometer in glatten 4:00 min laufe.  <\/p>\n<p>Mit 20:40 min beende ich die siebte Runde und liege bei Kilometer 35 mit 2:19:48 h immer noch gut in der Zeit. Jetzt hei&#223;t es nur noch vern&#252;nftig nach Hause zu laufen, m&#246;glichst ohne zu viel Zeit zu verlieren. Von hinten ist nichts zu sehen, aber nicht weit vor mir erkenne ich einen der beiden L&#228;ufer die uns anfangs des Rennens &#252;berholt hatten. Das wird mein Anker f&#252;r die n&#228;chsten Kilometer, aber er l&#228;uft ungef&#228;hr das gleiche Tempo wie ich. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0791.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0791-223x300.jpg\" alt=\"IMG_0791\" width=\"223\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5461\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0791-223x300.jpg 223w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0791.jpg 597w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>Kilometer 40 passiere ich in 2:41:27 h mit einem 21:40er 5er Splitt. Mittlerweile haben sich Andrea und Kathrin mit fotografieren und Flasche reichen abgewechselt. Gut dass sie da sind, alleine w&#228;re es in der engen Gasse mit den vielen Personen schwierig geworden die Flasche aufzufinden. Zumal seitens das Veranstalters keine Tische daf&#252;r aufgestellt sind. Ich trinke mittlerweile das aufgel&#246;ste Cola-Gel und schiebe mir den zweiten Gel-Chip rein. Kilometer 42 passiere ich in 2:49:50 h. Die neue Bestzeit m&#252;sste noch im Bereich des M&#246;glichen sein. Wenn jetzt kein gr&#246;&#223;erer Einbruch mehr kommt. <\/p>\n<p>Kurz bevor ich das letzte Mal die Zeitmessung passiere kommt der Sieger um die letzte Kurve. Niels Bubel, er hat eine Marathonbestzeit von 2:26 h und l&#228;uft seinen ersten 50-er. Er ist noch relativ jung, wenn er sich so weiterentwickelt wird sicher noch viel von ihm zu h&#246;ren sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0771.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0771-168x300.jpg\" alt=\"IMG_0771\" width=\"168\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-5462\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0771-168x300.jpg 168w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0771.jpg 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><\/a>Die vorletzte wird meine langsamste Runde. Mit 22:05 min und 3:03:32 h f&#252;r 45 Kilometer km geht es auf die finale letzte Runde. An der Getr&#228;nkestation bleibt der  vor mir laufende Teilnehmer stehen, w&#228;hrend ich vorbei gehe. Jetzt liege ich auf Gesamtrang 6. Das m&#252;sste doch zu halten sein. Irgendwie habe ich das Gef&#252;hl schnell zu laufen, die Beine schmerzen nicht mehr so. Aber der Blick auf die Uhr belehrt mich eines Besseren. Sogar eine 4:38\/km erscheint. Ich versuch alles zu mobilisieren. Das letzte Mal die zwei scharfen Rechtskurven auf das gro&#223;e Oval. Hinein in den Wald hier geht es leicht bergab, bevor es auf das Trailst&#252;ck geht. Der Pfad hier ist schon gut ausgetreten und die Wurzeln immer noch deutlich mit Farbe markiert. Dann der leicht wellige aber sch&#246;n gerade dritte Kilometer der erst in einer gro&#223;en Linkskurve dann wieder in zwei scharfen Rechtskurven hinausf&#252;hrt. Hier wurde mittlerweile eine Wasserstation aufgebaut. Ich kippe mir einen Becher &#252;ber den Kopf. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0766.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0766-198x300.jpg\" alt=\"IMG_0766\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5463\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0766-198x300.jpg 198w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0766.jpg 530w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a>Nur noch zwei Kilometer mit 4:16 und 4:18 bin ich jetzt tats&#228;chlich schneller gelaufen! Raus auf die Stra&#223;e von Kienbaum die f&#252;r uns halbseitig gesperrt ist. Hier geht es leicht hoch und gleich wieder rein ins Bundesleistungszentrum. Zwei Zuschauer feuern mich an und rufen mir zu: \u201eDas sieht ja schon nach einem Endspurt aus\u201c. Die Muskeln schmerzen w&#228;hrend ich an den Bungalows vorbeilaufe. Hier steigt die Strecke immer noch leicht an. Kilometer 4, nein 49 taucht auf. Eine kurze Gerade, vorbei am Werferhaus mit dem Strecken-WC. Rechts auf eine Betonplattenpiste, gleich wieder rechts am See entlang. Ich laufe nur noch gegen die Uhr. Bestzeit m&#252;sste sicher sein, vielleicht ist sogar noch eine sub 3:25 m&#246;glich.  Aber jetzt kommt wieder das Geecksel um das Haus und die Sekunden rinnen dahin. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0796.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0796-223x300.jpg\" alt=\"IMG_0796\" width=\"223\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-5464\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0796-223x300.jpg 223w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0796.jpg 597w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a>Mit selbstgestoppten 3:25:15 Stunden passiere ich die Ziellinie wo ich von Andrea und Kathrin empfangen werde. Bestzeit und Deutscher AK Meister und damit alle gesteckten Ziele erreicht!!<\/p>\n<p>Gl&#252;cklich und zufrieden setze ich mich an den Rande des Zielbereichs, genie&#223;e die Sonne und das sch&#246;ne Wetter. W&#228;hrend ich meinen Refresher trinke, kommen weitere Finisher ins Ziel, darunter die erste Frau in hervorragenden 3:35:50 Stunden. Eine fantastische Zeit f&#252;r die geh&#246;rlose Deb&#252;tantin auf dieser Distanz. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0815k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0815k-272x300.jpg\" alt=\"IMG_0815k\" width=\"272\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5465\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0815k-272x300.jpg 272w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/IMG_0815k.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 272px) 100vw, 272px\" \/><\/a>Aber auch ich bin mit meiner Leistung gl&#252;cklich. Im dritten Lauf &#252;ber diese Distanz, die dritte Bestzeit. Dazu noch der dritte DM Titel und dies alles in einer Altersklasse ist sicherlich au&#223;ergew&#246;hnlich. Wenn man dann noch in der <a href=\"http:\/\/statistik.d-u-v.org\/getresultevent.php?event=18557\">Ergebnisliste der DUV<\/a> meine alterskorrigierte Leistung von 2:57:20 Stunden anschaut darf ich sicherlich mehr als nur zufrieden sein.<\/p>\n<p>Die Siegerehrung habe ich auf jeden Fall sehr genossen, zumal meine Leistung hier nochmals besonders von J&#246;rg Stutzke, dem Pr&#228;sidenten der DUV gew&#252;rdigt wurde. <\/p>\n<blockquote><p><strong>Danke an alle die mir im Vorfeld alles Gute und viel Erfolg gew&#252;nscht haben!<br \/>\nDanke an alle die mich unterst&#252;tzt haben, ganz besonders an Andrea und Kathrin!<br \/>\nDanke an alle die mitgefiebert und mich angefeuert haben!<br \/>\nDanke an alle die w&#228;hrend des Wettkampfs an mich gedacht haben und bei mir waren!<br \/>\nDanke an alle f&#252;r die zahlreichen R&#252;ckmeldungen und Gl&#252;ckw&#252;nsche!<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht31\"><\/a><strong>41. Herbstwaldlauf mit 50km-DM in Bottrop am 10.11.2013<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht welliger Rundkurs &#252;ber 25 km, zweimal zu absolvieren, &#252;berwiegend Naturwege<br \/>\nWetter: 6\u00b0, bew&#246;lkt, teilweise Regen, Sonne, leichter Wind aus S&#252;dwest<br \/>\nTeilnehmer: 379 im Ziel<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4535k1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4535k1-300x225.jpg\" alt=\"CIMG4535k1\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5129\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4535k1-300x225.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4535k1-400x300.jpg 400w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4535k1.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Optimal vorbereitet und bestens motiviert starte ich direkt aus der ersten Reihe. Es ist mein zweiter Wettkampf &#252;ber die 50 km Distanz. Vorne geht die Post gleich richtig ab. Die Strecke ist vom Regen aufgeweicht und der Schlamm spritzt. Kurz vor dem Start hat es sogar gehagelt. Hoch &#252;ber eine Stra&#223;enbr&#252;cke formiert sich langsam das L&#228;uferfeld. Es bildet sich eine Gruppe die sich knapp unter einem vierer Schnitt einrollt. <\/p>\n<p>Von hinten l&#228;uft ASICS Frontrunner <a href=\"http:\/\/frontrunner.runnersworld.de\/drupal\/users\/wilfried-paulitschke\">Wilfried Paulitschke<\/a> auf. Mit ihm habe ich den idealen Partner gefunden. Wir reihen uns am Ende der Gruppe ein und beobachten die vor uns Laufenden. Am ersten Verpflegungspunkt st&#252;rzen sich alle auf die angebotenen Getr&#228;nke. Es kommt Unruhe auf und die Reihenfolge wird durcheinander gewirbelt. Die Gruppe verkleinert sich da einige zur&#252;ckfallen.  <\/p>\n<p>Direkt nach dem Wendepunkt bei Kilometer acht. Die erste Aufnahme meiner Eigenverpflegung klappt perfekt. &#220;ber eine kleine Holzbr&#252;cke zweimal rechts ab kommen wir auf eine lange Gerade. Es regnet, das Tempo wird angezogen. Wilfried und ich behalten unseren Laufrhythmus. Die Gruppe entfernt sich langsam. Unser Tempo passt, wir vergleichen unsere aktuelle Pulswerte und halten einen kleinen Smalltalk.  <\/p>\n<p>Weiter vorne verpasst ein L&#228;ufer nach der Getr&#228;nkeaufnahme den Anschluss. Er f&#228;llt zur&#252;ck. Da er in meiner Altersklasse ist &#252;bernehme ich die Initiative und versuche langsam an ihn heranzulaufen. Wilfried bleibt zur&#252;ck. Die L&#252;cke nach vorne schlie&#223;t sich kontinuierlich. Bei Kilometer 17 kann ich ihn passieren und gehe gleich vorbei. <\/p>\n<p>Damit liege ich nach meiner Rechnung auf dem ersten Platz in der DM-AK-Wertung. Ralf Preibisch, ein M50-er der weiter vorne l&#228;uft und vor zwei Jahren hier in Bottrop sogar das Rennen gewann, startet als Niederl&#228;nder nicht f&#252;r die Deutsche Meisterschaft. <\/p>\n<p>Mit einem Verfolger im R&#252;cken laufe ich die lange, leicht ansteigende Gerade hoch. Es geht zur vierten Verpflegungsstelle. Beim Aufnehmen der Flasche, habe ich pl&#246;tzlich nur das St&#246;ckchen mit F&#228;hnchen in der Hand. Die Flasche mit daran befestigtem Gel steht noch auf dem Tisch. Mit einem Fluch drehe ich geistesgegenw&#228;rtig und schnappe sie mir im zweiten Anlauf. Dabei werde ich von einem j&#252;ngeren Teilnehmer &#252;berholt, zu dem ich aber gleich wieder aufschlie&#223;e. Weiter geht\u2019s, die Splits bewegen sich gleichm&#228;&#223;ig im 4-er Bereich w&#228;hrend wir nebeneinander um den Heidesee laufen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/0387.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/0387-300x199.jpg\" alt=\"0387\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-5131\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/0387-300x199.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/0387-450x300.jpg 450w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/0387.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Kurz darauf treffen wir auf das L&#228;uferfeld des 10-ers, der hier unsere Strecke kreuzt. Im Slalomlauf pfl&#252;gen wir uns durch die 10 km-Teilnehmer. An einer Kreuzung winkt man uns nach rechts w&#228;hrend die 10-er geradeaus laufen. Wir sind wieder alleine und passieren die f&#252;nfte Verpflegungsstation. Jetzt geht es wieder Richtung Zeche, in den Start-\/Zielbereich. <\/p>\n<p>Nach &#220;berquerung der Br&#252;cke kommt mir der F&#252;hrende entgegen. <a href=\"http:\/\/runaway76.wordpress.com\/blog\/\">Tobias Hegmann<\/a> folgt ihm mit 30 Sekunden Abstand. Er sieht noch gut aus. Ich feuere ihn an und rufe ihm die Abstandzeit zu. <\/p>\n<p>Vermutlich durch die kalte Getr&#228;nkeaufnahme habe ich pl&#246;tzlich Probleme mit meinem Magen-\/Darmtrakt. Was tun? Bevor ich im nahen Start-\/Zielbereich vielleicht vor verschlossenen Dixies stehe, biege ich kurz entschlossen rechts in einen Waldweg. Der unfreiwillige Boxenstopp kostet mich 1:22 Minuten, denn w&#228;hrend mein Laufpartner nach 1:40:27 h wendet gehe ich nach 1:41:49 h auf die zweiten 25 Kilometer. Zwar deutlich erleichtert, aber daf&#252;r mit einer geh&#246;rigen Portion Wut im Bauch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4542k21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4542k21-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4542k2\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5134\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4543k3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4543k3-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4543k3\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5135\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4544k4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4544k4-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4544k4\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5136\"><\/a><\/p>\n<p>Jetzt hei&#223;t es aufpassen, denn ich laufe gegen das entgegenkommende dichte Feld des 10-ers. Dabei versuche ich den &#220;berblick nach vorne zu behalten, was gar nicht so einfach ist. Auf einer langen Geraden sehe ich weit vor mir das ASICS Frontrunner Singlet von Wilfried, der nun deutlich vor mir liegt. Hinter mir h&#246;re ich Schritte. Pl&#246;tzlich taucht mit <a href=\"http:\/\/statistik.d-u-v.org\/getresultperson.php?&amp;runner=198700&amp;Language=EN\">Ralf Schm&#228;ding<\/a> der aktuelle Deutsche 100-km Meister der AK M50 neben mir auf. Ein guter Bekannter aus dem Greif-Trainingslager. Wir gr&#252;&#223;en uns wobei er mir mitteilt, dass er kurzfristig nachgemeldet hat. Verdammt, ihn hatte ich nicht auf der Rechnung. Schlagartig wird mir klar, dass jetzt das Rennen neu beginnt. <\/p>\n<p>Gemeinsam wechseln wir uns in der F&#252;hrung ab und rollen das Feld von hinten auf. Dabei &#252;berholen wir zwei L&#228;ufer die mich durch mein Missgeschick passiert hatten. Kurz vor Kilometer 30 sind wir fast an Wilfried dran. Aber genau bei dieser Kilometermarkierung bleibt er stehen und steigt aus. Ich klatsche ihn im Vorbeilaufen ab. Er w&#252;nscht mir viel Gl&#252;ck. Wie er mir sp&#228;ter mitteilt war sein Ausstieg an dieser Stelle so geplant.  <\/p>\n<p>Ich mache Druck um meinen Verfolger abzusch&#252;tteln. Im zweiten Anlauf gelingt es, die Schritte in meinem R&#252;cken werden leiser. An dem kurzen Wendest&#252;ck kontrolliere ich die Abst&#228;nde nach hinten. Wieder auf der langen Geraden &#252;berhole ich einen meiner ehemaligen Begleiter. Der mit dem ich zuvor bis zur Streckenh&#228;lfte unterwegs war. Er atmet schwer und ist schon ziemlich am Anschlag. <\/p>\n<p>Von hinten kommt <a href=\"http:\/\/statistik.d-u-v.org\/getresultperson.php?runner=144543\">Matthias Wilshusen<\/a> vom LC BlueLiner. Genau wie vor drei Jahren, an gleicher Stelle. Er hat sich das Rennen wieder perfekt eingeteilt. Wie damals h&#228;nge ich mich sofort hinten rein und folge ihm einige Kilometer. Aber sein Tempo ist zu hoch. So komme ich nicht ins Ziel. Ich muss abrei&#223;en lassen.<\/p>\n<p>Die Marathondistanz geh ich in in 2:52:30 Stunden durch. Ein weiterer L&#228;ufer &#252;berholt. Ich versuche m&#246;glichst lange dran zu bleiben. Lasse mich mitziehen. Aber die Beine schmerzen und die Gels widern mich schon an. Das letzte Mal um den Heidesee. Vor mir ein L&#228;ufer der pl&#246;tzlich eine Pinkelpause einlegt. Ich gehe vorbei. Er l&#228;uft wieder an aber bleibt hinter mir zur&#252;ck. <\/p>\n<p>Beim &#220;berqueren der Bundesstra&#223;e klatschen jetzt sogar die Polizisten die dort den Verkehr regeln. Das hatten die bei den drei vorherigen &#220;berquerungen nicht getan. Oder konnte ich mich nicht mehr daran erinnern? Nun wird\u2019s hart, nur noch der eiserne Wille h&#228;lt mich auf der Piste. Der K&#246;rper will eigentlich nicht mehr. Meine linke Wade schmerzt und der rechte Oberschenkel tut weh. M&#252;hsam kann ich das Tempo einigerma&#223;en hochhalten.  <\/p>\n<p>Zum Gl&#252;ck kommen jetzt immer &#246;fter Anfeuerungsrufe von vereinzelten Spazierg&#228;ngern oder L&#228;ufern die von irgendeiner anderen Distanz noch auf der Strecke sind. Das motiviert. Mit dem letzten offenen Gel in der klebrigen Hand komme ich zur letzten Verpflegungsstelle. Ich dr&#252;cke mir das restliche pappig, s&#252;&#223;e Zeug rein und bekomme fast einen Brechreiz. Das von den Helfern freundlich angebotene Wasser und Cola lehne ich ab. Daf&#252;r schnappe ich meine letzte Flasche. Ich sch&#252;tte das eiskalte Zeug regelrecht in mich rein. Das muss jetzt bis zum Ziel reichen. <\/p>\n<p>Mein Garmin zeigt 4:28 min f&#252;r den letzten Kilometer. Zu langsam, aber mehr geht nicht mehr. Ich schleppe mich den Weg hoch, ein letztes Mal &#252;ber die Br&#252;cke. Bergab knallt es voll in die Oberschenkel rein. Jetzt blo&#223; keinen Krampf mehr so kurz vor dem Ziel. Die Angst ist pl&#246;tzlich da, dass da noch jemand aus meiner Altersklasse kommt und mir den Triumph nehmen k&#246;nnte. <\/p>\n<p>Es ist nicht mehr weit, der letzte Kilometer. Auf einmal geht es wieder besser und ich versuche alles zu mobilisieren. Pl&#246;tzlich steht Tobi am Streckenrand und feuert mich an. Wie ich im Nachhinein erfuhr war er mit muskul&#228;ren Problemen bei Kilometer 34 ausgestiegen.<\/p>\n<p>Ich h&#246;re den Zielsprecher, irgendwie f&#228;llt alles von mir ab und ich kann wieder laufen. In der letzten Kurve drehe ich mich kurz um. Hinter mir kommt niemand. Langsam realisiere ich, dass ich mein Ziel erreicht habe. Emotionen kommen hoch und ein Gl&#252;cksgef&#252;hl durchstr&#246;mt mich. <\/p>\n<p>Ein Blick auf den Garmin zeigt mir, dass ich noch unter 3:27 bleiben kann. Kurz vorm Zieleinlauf jubelt mir Michael Freitag vom Greif-Club zu. Der Zielsprecher ruft meinen Namen. Ich rei&#223;e die Arme hoch, passiere in neuer Bestzeit von 3:26:52 Stunden die Ziellinie und bin <strong>&#8222;DEUTSCHER MEISTER&#8220;<\/strong> der AK M50! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4550k4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4550k4-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4550k4\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-5138\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4552k5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4552k5-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4552k5\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-5139\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4569k7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4569k7-150x150.jpg\" alt=\"CIMG4569k7\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-5140\"><\/a><\/p>\n<p>Andrea ist da und h&#228;ngt mir die Medaille um. Ich falle in ihre Arme. Die Plastikfolie die man mir umh&#228;ngen will, lehne ich dankend ab. Ein paar Shakehands mit den Finishern die kurz vor mir ins Ziel kamen und ein warmer Becher Tee. W&#228;hrend dessen l&#228;uft J&#252;rgen Sch&#228;fer von der LuT Aschaffenburg mit 3:30:13 Stunden als Deutscher Meister der AK M45 ins Ziel. Sein Ziel war eine sub 3:35 Gl&#252;ckwunsch!  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4568k6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4568k6-225x300.jpg\" alt=\"CIMG4568k6\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5142\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4568k6-225x300.jpg 225w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/CIMG4568k6.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Gl&#252;cklich und zufrieden holen wir meine Tasche im Auto. Mit staksigen Beinen geh ich in die Waschkaue wo ich minutenlang unter der hei&#223;en Dusche den Dreck abschrubbe. Anschlie&#223;end k&#252;hle ich die schmerzenden Muskeln mit eiskaltem Wasser.<\/p>\n<p>Das war mein zweiter 50 km Lauf. Gleichzeitig der zweite Deutsche Meistertitel &#252;ber diese Distanz. Im vierten Altersklassenjahr z&#228;hlt dies f&#252;r mich pers&#246;nlich deutlich mehr. Es ist die eindrucksvolle Best&#228;tigung meiner Leistungsf&#228;higkeit, zumal ich hier gegen deutlich st&#228;rkere Konkurrenz, bei wesentlich schwierigeren Bedingungen bestehen konnte. <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht30\"><\/a><strong>Frankfurt Marathon am 27.10.2013<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs durch Frankfurt<br \/>\nWetter: 14\u00b0-18\u00b0, sonnig, bew&#246;lkt, Regen, heftiger wechselnder Wind<br \/>\nTeilnehmer: 10.959 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Irgendwie war es schon ein seltsames Gef&#252;hl, als ich am Sonntag in aller Fr&#252;he nach Frankfurt aufbrach.  Obwohl ich den Marathon nur als letzten langen Trainingslauf nutzen wollte, war doch eine gewisse Aufregung da. Die Parkplatzsuche lief um 8 Uhr noch relativ problemlos und ich kam zeitig genug zur Messe um die Eigenverpflegung abzugeben. Eigentlich w&#228;re der Aufwand nicht n&#246;tig gewesen, aber als Generalprobe f&#252;r die 50km-DM in zwei Wochen wollte die Getr&#228;nkeaufnahme im Renntempo letztendlich auch ge&#252;bt sein.<\/p>\n<p>Anschlie&#223;end ging es in die Festhalle, hoch auf die Trib&#252;ne in den reservierten VIP-Bereich von ASICS, wo noch gen&#252;gend Zeit zum Relaxen blieb. Nach und nach trafen die anderen ASICS Frontrunner ein. Die Abgabe des Kleiderbeutel war dieses Mal nicht n&#246;tig, da ein Security-Service w&#228;hrend des Rennens auf unsere Taschen aufpasste. Um 10:15 Uhr ging ich nach unten um mich einige Meter in Richtung Startblock einzulaufen. Dann sortierte ich mich ziemlich weit hinten in den bereits v&#246;llig &#252;berf&#252;llten ersten Startblock ein. <\/p>\n<p>Es war dasselbe Dilemma wie jedes Jahr. Hier m&#252;sste der Veranstalter eigentlich reagieren und die Blocks besser einteilen und auch entsprechend &#252;berwachen. So stand ich eingekeilt, etwa auf H&#246;he der HR3-Moderatoren mit Dieter Baumann, w&#228;hrend weiter vorne die Topathleten vorgestellt wurden.<\/p>\n<p>Dann war es endlich soweit, der Countdown lief und kurz darauf ert&#246;nte der Startschuss. Obwohl nur wenige Meter ben&#246;tigte ich bis zur Startlinie fast zwei Minuten. Aber das war nicht das schlimmste, denn mein Hauptproblem bestand darin anfangs &#252;berhaupt laufen zu k&#246;nnen. Es ist wirklich schon eine Frechheit was sich da alles vorne in den ersten Startblock reinstellt. So war mein erster Kilometer eher ein Slalomlauf mit st&#228;ndigem beschleunigen und abbremsen. Trotzdem ben&#246;tigte ich fast 5 min (!) daf&#252;r. Aber nicht nur ich, sondern auch der Garmin war vollkommen durcheinander, denn die Anzeige stimmte &#252;berhaupt nicht mit den Kilometerschildern &#252;berein. Deshalb versuchte ich anfangs die Splits &#252;ber die Laptaste raus zu stoppen, sp&#228;ter gab ich es dann auf und lief einfach nach Gef&#252;hl.<\/p>\n<p>Zus&#228;tzlich spielte das Wetter total verr&#252;ckt. Als wir in der Nacht das Marriot-Hotel verlie&#223;en hatte es noch Temperaturen um die 20 Grad. Nach einer st&#252;rmischen Nacht mit Regeng&#252;ssen, war es auch zum Start viel zu warm und windig. Da ich eigentlich nur auf der &#220;berholspur lief, sah ich schon zu Beginn des Marathons viele nassgeschwitzte Teilnehmer und auch mir dr&#252;ckte es trotz des verhaltenen Tempos die ersten Schwei&#223;perlen auf die Stirn. Die ersten Kilometer lief ich teilweise auf den B&#252;rgersteigen um die Menschenmassen zu &#252;berholen. Bei Kilometer f&#252;nf lag ich mit 21:10 min fast genau im Soll, w&#228;hrend die Durchgangszeit bei Kilometer 10 fast 40 Sekunden zu langsam war. <\/p>\n<p>Als wir die Alte Br&#252;cke &#252;berquerten fielen bereits die ersten vereinzelten Regentropfen und es sollten an diesem Tag noch viel mehr werden. Zum Gl&#252;ck wurde durch den Regen der st&#228;ndig wechselnde, b&#246;ige Wind etwas schw&#228;cher. Dies war so um den Kilometer 15 nachdem wir auf die Kennedyallee eingebogen waren. Kurz vorher war ich auf meinen Frontrunner-Kollegen und Ultraspezialisten <a href=\"http:\/\/www.netzathleten.de\/Sportmagazin\/Asics-Frontrunner\/Vom-140kg-Mann-zum-Vorzeigelaeufer-ASICS-Frontrunner-Arndt-Ollig\/9015009145476719639\/head?referrer=1038162169429509924\">Arndt Ollig<\/a> aufgelaufen. Er war weiter vorne gestartet und wir hielten einen kurzen Smalltalk. Er meinte er w&#228;re etwas zu schnell angegangen und wollte mein Tempo nicht mitgehen. Deshalb verabschiedete ich mich von ihm und lief alleine weiter. Der Regen tat gut und ich war weiterhin auf der &#220;berholspur. Die Matte bei km 15 &#252;berquerte ich in 1:04:16 h und hatte damit wieder ein paar Sekunden auf meine Durchschnittspace aufgeholt. <\/p>\n<p>Das L&#228;uferfeld passierte die Stadtteile Niederrad und Goldstein, wo die Halbmarathon-Marke lag, die ich in 1:29:48 h etwas zu schnell passierte. Auf den Stra&#223;en hatte sich gro&#223;e Pf&#252;tzen gebildet und mein Singlet hing v&#246;llig durchn&#228;sst wie ein Sack an mir. Auch die F&#252;&#223;e wurden nass, es wurde so langsam richtig unangenehm. Da die letzten Kilometer zu schnell waren, nahm ich mich etwas zur&#252;ck. Bisher hatte die Aufnahme an den Eigenverpflegungspunkten gut geklappt. Zum Gl&#252;ck waren diese direkt hinter den Tischen der Elite, aber vor den eigentlichen Versorgungstischen. So konnte ich mir meine Flasche mit Ultra-Buffer schnappen um dann dem gro&#223;en Gedr&#228;nge etwas aus dem Weg gehen. Vor der n&#228;chsten Verpflegung g&#246;nnte ich mir ein erstes Gel und sp&#252;lte ordentlich nach. <\/p>\n<p>&#220;ber die Schwanheimer Br&#252;cke, mit der einzigen leichten Erhebung des Streckenprofils, querten wir den Main und kamen bald darauf nach Frankfurt-H&#246;chst. Hier liegt die eigentliche Wiege des Frankfurt-Marathon in den achtziger Jahren. Am Kilometer 25 hing ich 40 Sekunden hinter der Zielzeit. Das war aber absolut kein Grund zur Besorgnis, da ich mich noch relativ gut f&#252;hlte. Vor der n&#228;chsten Verpflegung nahm ich das zweite Gel, welches mir sp&#228;ter schlecht bekam, denn mein Magen meldete sich. Irgendwie st&#246;rte ihn anscheinend  die s&#252;&#223;e klebrige Masse mit Cola-Geschmack. Ein kurzer Boxenstopp l&#246;ste das Problem und die restlichen beiden Gels r&#252;hrte ich w&#228;hrend des Rennens nicht mehr an. 2:08:08 h zeigte die Uhr bei km 30 und damit immer noch 40 Sekunden hinter der geplanten Marschroute. Also zog ich etwas an, w&#228;hrend die ersten Teilnehmer bereits gingen oder sogar ganz ausstiegen. <\/p>\n<p>Durch die Stadtteile H&#246;chst und Nied ging es wieder Richtung Innenstadt auf die lange Gerade der Mainzer Landstra&#223;e. Vor mir immer noch ein dichtes L&#228;uferfeld, obwohl ich bestimmt schon Hunderte &#252;berholt hatte. Der Regen lies nach, daf&#252;r kam der Wind wieder auf. An der Verpflegung kurz vor km 35 gab es fast einen Crash mit einem L&#228;ufer, der ohne Vorwarnung in Richtung der Wasserbecher gest&#252;rzt war. Zum Gl&#252;ck ging die Aktion gut aus, obwohl er bereits ziemlich am Limit schien. Mit 2:29:08 h hatte ich bei km 35 wieder etwas gutgemacht und es lief immer noch relativ locker. Weiter ging es in Richtung Innenstadt, wo die Zuschauermassen dichter wurden und der ein oder andere Bekannte am Stra&#223;enrand stand und mich anfeuerte. Normalerweise bin ich hier schon l&#228;ngst im Tunnel, w&#228;hrend ich es dieses Mal richtig genoss.                          <\/p>\n<p>Als ich km 37 passierte begegneten mir auf der Gegenfahrbahn <a href=\"http:\/\/www.bnmsp.de\/home\/MS0371\/aktuell2013\/aktuell_wom108.htm\">Patrick Fiederling<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.laufreport.de\/portraits\/personen\/uphoff\/uphoff.htm\">Tinka Uphoff<\/a> im Schlepptau, die noch knapp zwei Kilometer vor sich hatten. Ich feuerte sie noch laut an, aber wahrscheinlich haben sie mich gar nicht mehr geh&#246;rt. Der Deb&#252;tant und Tempomacher lief bei den katastrophalen Bedingungen ein hervorragendes Rennen mit Tinka. Leider nur ganz knapp an ihrer Zielzeit von 2:45 vorbei, aber daf&#252;r wurde sie mit dem Hessenmeister-Titel belohnt.  Kurz vorm Opernplatz &#252;berholte mich <a href=\"http:\/\/www.dietmar-bier.de\/\">Dietmar Bier<\/a> &#8211; der Schlussl&#228;ufer der Frontrunner M&#228;nnerstaffel &#8211; und feuerte mich an. Ich h&#228;ngte mich ein paar Meter dran und wir wechselten ein paar Worte. Der Wind war hier in den Hochhausschluchten m&#246;rderisch und schien aus allen Richtungen zu kommen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg102.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg102-247x300.jpg\" alt=\"jpg102\" width=\"247\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5031\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg102-247x300.jpg 247w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg102.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 247px) 100vw, 247px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg101.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg101-239x300.jpg\" alt=\"jpg101\" width=\"239\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5032\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg101-239x300.jpg 239w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg101.jpg 591w\" sizes=\"auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Meine letzten Splits waren alle nahe der 4 min Marke, aber pl&#246;tzlich zeigte der Garmin eine 4:23\/km obwohl ich vom Gef&#252;hl her eigentlich gleichm&#228;&#223;ig unterwegs war. Mit 2:49:58 h passierte ich die 40 km Matte in der Fressgass und war damit genau 2 Sekunden vor meiner Zielzeit. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg099.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg099-300x239.jpg\" alt=\"jpg099\" width=\"300\" height=\"239\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5033\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg099-300x239.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg099-376x300.jpg 376w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg099.jpg 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg100.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg100-300x242.jpg\" alt=\"jpg100\" width=\"300\" height=\"242\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5034\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg100-300x242.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg100-371x300.jpg 371w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/jpg100.jpg 721w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Beine noch gut gab ich etwas Gas um bei der Windlotterie die sub 3 nicht zu gef&#228;hrden. <\/p>\n<p>W&#228;hrend ich den letzten Kilometer in Richtung Friedrich-Ebert-Anlage hoch lief beutelte mich der Wind regelrecht hin und her, aber es war mit 3:54\/km der schnellste Kilometer des Rennens. Zur Belohnung empfingen mich am Messeturm bei km 42 meine ASICS-Frontrunner-Kollegen mit lautem Jubel und der La Ola-Welle. Was f&#252;r ein Empfang. Die letzten 200 Meter genoss ich in vollen Z&#252;gen und lief locker in 2:58:57 h &#252;ber den roten Teppich in die Festhalle. Und das mit 200 Wochenkilometern in den Beinen\u2026<\/p>\n<p>Im Zielbereich begr&#252;&#223;te mich Dietmar Bier. ASICS Chef Matthias Kohls reichte mir ein ASICS Handtuch. <\/p>\n<p>Es war mein <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/?page_id=619\">achtzehnter Marathon<\/a>, bis auf das Deb&#252;t alle im Zeitbereich unter drei Stunden. Das Ganze auch noch als abschlie&#223;ender langer Trainingslauf f&#252;r die in zwei Wochen stattfindende 50-km-DM.  <\/p>\n<p>Danke an Julia f&#252;r die Bilder und nat&#252;rlich an alle anderen f&#252;r die Unterst&#252;tzung vor Ort und an der Strecke. <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht29\"><\/a><strong>Hamburg Marathon am 21.04.2013<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: &#252;berwiegend flacher asphaltierter Rundkurs durch Hamburg<br \/>\nWetter: 7\u00b0, sonnig, kalter Ostwind<br \/>\nTeilnehmer: 11.446 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Kurz bevor der Wecker am Marathonmorgen klingelt weckt mich meine Blase. Leider sollte dies nicht das letzte Mal an diesem Tag sein. Doch dazu sp&#228;ter mehr. In unserem Hotel haben wir einen Wasserkocher im Zimmer und ich mache mir einen gr&#252;nen Tee und esse das obligatorische Honigbr&#246;tchen. Hinterher gibt es noch wie immer vor einem Marathon eine Portion Ultra-Sports Starter. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Kion4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Kion4-300x204.jpg\" alt=\"\" title=\"Marathon-Team KION Group\" width=\"300\" height=\"204\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4555\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Kion4-300x204.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Kion4-439x300.jpg 439w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Kion4.jpg 701w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Viertel vor Acht gehe ich mit meiner Frau Andrea zum M&#246;venpick Hotel, wo wir noch einen Fototermin mit der Marathongruppe meines Arbeitgebers haben.<br \/>\nEs ist ganz sch&#246;n frisch, aber der Himmel ist klar und die Sonne w&#228;rmt bereits. Um nicht zu frieren trabe ich ganz locker. <\/p>\n<p>Nachdem uns ein Profifotograf von allen Seiten mehrfach abgelichtet hat, w&#252;nschen wir uns gegenseitig alles Gute bevor wir Richtung Start aufbrechen.  <\/p>\n<p>Gemeinsam mit Andrea k&#228;mpfe ich mich durch die Menschenmenge zum Startblock A, wo wir uns um 8:30 Uhr mit Christian und Simone verabredet haben. Er ist ein Bekannter aus dem letzten Trainingslager und hat in etwa die gleiche Zielzeit. Unsere Frauen wollen uns gemeinsam mit dem Ortskundigen Siggi Klinke an der Strecke unterst&#252;tzen. <\/p>\n<p>Es bleibt noch eine knappe halbe Stunde bis zum Start und zusammen mit Christian suche ich erfolgreich nach einem Dixi ohne die obligatorische lange Warteschlange. V&#246;llig komplikationslos komme ich danach in meinen Block, direkt hinter der Elite. Wie immer habe ich einen halben Liter Ultra-Sports Buffer dabei, den ich kurz vorm Start trinke. <\/p>\n<p>Nachdem die Rollis gestartet sind, d&#252;rfen wir sogar noch etwas aufr&#252;cken und ich begr&#252;&#223;e <a href=\"http:\/\/cadizrunner85.wordpress.com\/\">Manuel Ruhland<\/a> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tobias_Sauter\">Tobias Sauter<\/a>, der heute als Pacemaker f&#252;r die schnellste Hamburger L&#228;uferin agiert. Mittlerweile stehe ich in der vierten Reihe und warte auf das Startsignal, das hier in Hamburg traditionell durch \u201eanglasen\u201c gegeben wird. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon0143.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon0143-300x200.jpg\" alt=\"\" title=\"marathon0143\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-4556\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon0143-300x200.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon0143-449x300.jpg 449w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon0143.jpg 568w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Gemeinsam z&#228;hlen wir den Countdown von 10 runter und schon geht es los. Beim passieren der Startmatte dr&#252;cke ich den Garmin und werde auf den ersten Metern scharenweise von L&#228;ufern &#252;berholt. Links und rechts der Strecke stehen zahlreiche Zuschauer und feuern uns an. Der erste Kilometer passt mit 3:56 min perfekt mit meinem geplanten Marathon-Renntempo. Von hinten ist mittlerweile Christian aufgelaufen, der im Startblock B gestartet war. Der zweite Kilometer in 3:44 min war viel zu schnell, allerdings geht es anfangs auf der Reeperbahn auch leicht bergab. Daf&#252;r steigt es nun bis km 5 leicht bergan. Mit 19:41 min liege ich gut im Fahrplan und auch meine erste Flasche mit Ultra-Buffer habe ich problemlos an der Eigenversorgung greifen k&#246;nnen. <\/p>\n<p>Nach km 6 sind wir am westlichsten Punkt der Strecke angekommen. Von hier geht es auf der Elbchaussee nach St.Pauli &#8211; gegen den Ostwind &#8211; in Richtung Fischmarkt. Wahnsinn was hier bereits f&#252;r Menschenmassen unseren Weg s&#228;umen und die Teilnehmer frenetisch anfeuern. Die ersten 10 km liegen hinter mir. An einer Ampel sehe ich Peter Greif, der mit der Kamera an der Strecke ist, aber mich nicht sieht. Als ich ihm seinen Namen zurufe macht er im vorbeilaufen ein Bild von mir. Mit 39:15 min liege ich 5 sec vor meiner geplanten Marschroute. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/DSC_0109.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/DSC_0109-300x198.jpg\" alt=\"\" title=\"DSC_0109\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4557\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/DSC_0109-300x198.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/DSC_0109-452x300.jpg 452w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/DSC_0109.jpg 912w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Genau am km 14 steht Thomas Clauss, den ich von weitem schon sehe. Er kontrolliert meine Zeit und ich zeige ihm mit dem Daumen nach oben, dass ich mich gut f&#252;hle. Kurz bevor es in den Wallringtunnel geht &#252;berholt mich Christian und l&#228;uft mit hohem Tempo an mir vorbei. Dies ist mir eindeutig zu schnell und ich lasse ihn laufen. Bei km 15 verpasse ich meine Trinkflasche, was mich aber nicht weiter beunruhigt. Mit 58:41 min liege ich 19 sec vor meinem Fahrplan und f&#252;hle mich relativ locker. Ab hier will ich mein MRT von 3:56\/km auf 3:49\/km erh&#246;hen. Da die Strecke doch etwas wellig ist, ist dies jedoch nicht so einfach. Einer 3:57\/km folgt eine 3:44\/km.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Walltortunnel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Walltortunnel-300x258.jpg\" alt=\"\" title=\"Walltortunnel\" width=\"300\" height=\"258\" class=\"alignright size-medium wp-image-4559\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Walltortunnel-300x258.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Walltortunnel-347x300.jpg 347w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Walltortunnel.jpg 806w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am Tunnelausgang kurz vor km 16, steht wie vereinbart Siggi, dem ich meine Armlinge zuwerfe, die ich kurz vorher abgestreift hatte. Einige Meter weiter feuern mich Andrea und Simone an. Christian ist schon ein ganzes St&#252;ck vor mir. Wir laufen um die Binnenalster, um dann am Ufer der Au&#223;enalster der Strecke in n&#246;rdliche Richtung zu folgen. Es wird immer w&#228;rmer und ich versuche m&#246;glichst den Sonnenstrahlen auszuweichen und den vorhandenen Schatten zu nutzen. Siggi gibt mir kurz vor km 18 noch ein Ultra-Sport Gel mit auf den Weg. Davon habe ich drei dabei wobei ich das erste bereits nach km 10 eingenommen habe.<\/p>\n<p>Kurz vor km 20 ziehe ich mir das zweite Gel rein und sp&#252;le mit Buffer nach, diesmal habe ich die Flasche am Tisch der Eigenverpflegung gefunden. Mit 1:18:11 h bin ich noch gut in meinem Zeitkorridor, allerdings dr&#252;ckt meine Blase. Den Halbmarathon passiere ich in 1:22:21 h.<br \/>\nNach der langen Geraden auf der Sierichstra&#223;e geht es nun auf dem S&#252;dring wieder Ostw&#228;rts gegen den Wind um den Stadtpark. An der Strecke feuert mich Karsten aus Kiel an. Ein ganz netter Zeitgenosse der mit mir im Februar im Trainingslager in Conil war. Eigentlich wollte er heute seinen ersten Marathon laufen, ist aber anscheinend verletzt, schade.   <\/p>\n<p>Die 25 km Marke ist passiert, es geht wieder leicht hoch. Keine besonderen Vorkommnisse, bis auf meine Blase, die sich nun immer deutlicher meldet. So etwas ist mir bisher noch nie passiert. Ich versuche es zu verdr&#228;ngen. Mittlerweile laufe ich nur noch auf der &#220;berholspur und sammele Teilnehmer um Teilnehmer ein. Laut Marschtabelle liege ich gut im Plan. Das MRT liegt ab 25 km wieder bei 3:53\/km aber eigentlich soll man ab hier so schnell laufen wie es noch irgendwie geht. Und es geht gut, wenn nur nicht die volle Blase w&#228;re. <\/p>\n<p>An dem Tisch der n&#228;chsten Eigenverpflegung vor km 30 nehme ich meine Flasche. Ich wei&#223;, dass ich trinken muss um gut durchzukommen. Vorher das dritte Gel. Km 30 passiere ich in 1:56:50 h, gerade einmal 1 sec vor dem geplanten Renntempo. Perfektes Timing. Hier habe ich dann auch fast den n&#246;rdlichsten Punkt der Strecke erreicht. <\/p>\n<p>Kurz vor km 32 ist es dann soweit. Vor mir eines der Dixih&#228;uschen, die an jedem Kilometer an der Strecke platziert wurden. Als ich wenige Meter davor bin, geht die T&#252;r auf und ein L&#228;ufer kommt heraus. Ich biege intuitiv von der Strecke ab, schnappe die T&#252;r und schaue kurz auf die Uhr w&#228;hrend ich meine Blase entleere. Hose hoch und wieder raus auf die Piste. Der nachfolgende Kilometer sollte mit 4:17 min der langsamste des Rennens werden. Im Nachhinein gesehen hat mich die Aktion mit abbremsen und anlaufen sicher eine halbe Minute gekostet. <\/p>\n<p>Daf&#252;r l&#228;uft es nach der Erleichterung gleich wieder deutlich entspannter. Leider liege ich jetzt hinter meinem Zeitplan. Zahlreiche Zuschauer stehen am Streckenrand. Einige rufen meinen Namen der auf der Startnummer steht, aber l&#228;ngst habe ich es aufgegeben mich danach umzudrehen.<br \/>\nSo langsam f&#228;ngt der Marathon so richtig an. Kampf ist angesagt. In 2:16:37 h passiere ich km 35. Kurz zuvor habe ich mir das letzte Gel reingedr&#252;ckt und auch schon der zweite Ultra-Sport Gel Chip ist im Einsatz. Leider habe ich meine letzte deponierte Flasche nicht gefunden und greife mir einen Wasserbecher zum nachsp&#252;len. Die Helfer an der Strecke machen einen perfekten Job.<\/p>\n<p>Dann komme ich an den Klosterstern, den ich bisher nur von den Marathon-TV-&#220;bertragungen kannte. Was hier abgeht ist der absolute Wahnsinn, eine Stimmung wie auf den Alpenetappen der Tour de France. Aufgeputscht durch die Menge &#252;berhole ich einen L&#228;ufer und eine L&#228;uferin und muss daf&#252;r auf dem n&#228;chsten Kilometer in 4:01 min etwas Tribut zollen. <\/p>\n<p>Nun beginnen auch die Beine zu schmerzen. Noch knapp 5 km, ich versuche wieder etwas zu mobilisieren was mir in 3:53\/km auch gelingt. Irgendwo kurz vor km 40 steht Tobias Sauter und feuert mich an. Pl&#246;tzlich kommt von hinten der erste L&#228;ufer der mich &#252;berholt. Ich h&#228;nge mich sofort bei ihm rein und erh&#246;he nochmals das Tempo. Nach meinem Garmin laufe ich die letzten beiden Kilometer in 3:43 min und 3:48 min.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon1248.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon1248-300x200.jpg\" alt=\"\" title=\"marathon1248\" width=\"300\" height=\"200\" class=\"alignright size-medium wp-image-4558\" srcset=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon1248-300x200.jpg 300w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon1248-449x300.jpg 449w, http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/marathon1248.jpg 568w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Endlich kommt das Ziel mit dem roten Teppich. Die Lautsprecheranlage t&#246;nt. Ich fixiere nur die gro&#223;e Digitalanzeige der Uhr, die gnadenlos herunterl&#228;uft und passiere die Ziellinie. Dabei dr&#252;cke ich meinen Garmin, der mir eine glatte 2:45:00 h anzeigt. Im Zielbereich setzte ich mich erst einmal einige Minuten in einen Rollstuhl der am Rande steht und muss dabei mehrere Sanit&#228;ter beruhigen, die sich um mich bem&#252;hen wollen. Mit mir ist alles in Ordnung. Vereinzelt kommen L&#228;ufer ins Ziel und klatschen sich gegenseitig ab. Die meisten sind happy und zufrieden &#252;ber ihr Ergebnis. <\/p>\n<p>Langsam stehe ich auf und begl&#252;ckw&#252;nsche noch die L&#228;uferin die ich auf den letzten Kilometern &#252;berholen konnte. Eine nette Frau gibt mir einen Becher mit Wasser. Es f&#228;llt mir auf, dass es noch ziemlich leer ist. Ein Vorteil wenn man im vorderen Feld ins Ziel l&#228;uft. Auf dem Weg zur Zielverpflegung rufen mich meine Fans Andrea, Simone und Siggi die &#252;ber der Absperrung schauen. Ich nehme meine Flasche mit Ultra-Sport Refresher entgegen, um sofort die wichtige Regenerationsphase einzuleiten. Schweren Schrittes gehe ich durch die Messehallen zum Ausgang wobei ich mich noch etwas an der reichlichen Zielverpflegung bediene. Was freue ich mich auf die Badewanne aber vorher trabe ich ganz langsam zu unserem ca. 1 km entfernt liegenden Hotel.   <\/p>\n<p>In der Ergebnisliste tauche ich dann sp&#228;ter auf Platz 75, von 9006 m&#228;nnlichen Teilnehmern mit 2:45:03 h netto auf. In der Altersklasse liege ich damit auf dem 4. Platz mit 19 sec R&#252;ckstand auf Platz 3 und 32 sec auf den zweiten Platz. Damit habe ich mein Erstziel von 2:44:15 h knapp verfehlt. Aber das ist in dem Moment egal. Ich bin zufrieden und gl&#252;cklich im Ziel zu sein. Meine alte Bestzeit von 2011 konnte ich um 1 Minute und 33 Sekunden verbessern. Alleine das z&#228;hlt! <\/p>\n<p>Es war ein fast perfektes Rennen bei meinem bisher sch&#246;nsten Marthon, ein richtig tolles Erlebnis der Hamburg-Marathon 2013!<\/p>\n<p><em>Bilder mit freundlicher Genehmigung von Felix Roth.<br \/>\n<\/em><br \/>\n*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht28\"><\/a><strong>Frankfurt Marathon am 28.10.2012<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs durch Frankfurt<br \/>\nWetter: 3\u00b0, sonnig, kalter Nordostwind<br \/>\nTeilnehmer: 11.864 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Es bedurfte im Vorfeld schon reiflicher &#220;berlegung, ob ich einen Start in Frankfurt &#252;berhaupt wagen sollte, zumal der letzte Marathon gerade einmal 9 Wochen zur&#252;ck lag. Alle befragten Fachleute rieten mir eigentlich ab, aber nachdem ich nach der erforderlichen Regeneration, den ersten langen Lauf recht zufriedenstellend absolvieren konnte entschied ich mich doch auf den letzten Dr&#252;cker f&#252;r die Teilnahme. <\/p>\n<p>Die Vorbereitung verlief recht wechselhaft. Es ist einfach zu schwierig die antrainierte Form f&#252;r die Senioren-EM, &#252;ber so einen langen Zeitraum aufrecht zu halten. Der Testwettkampf drei Wochen vor dem Marathon verlief recht erfolgreich. Allerdings merkte ich die nachfolgenden Wochen schon deutlich, dass es in Frankfurt schwer werden w&#252;rde. Trotz allem setzte ich mir hohe Ziele und wollte auf eine sub 2:45 h anlaufen. Wenn dies nicht m&#246;glich war, sollte als Zweitziel die Verbesserung der pers&#246;nlichen Bestzeit von 2:46:37 h fallen und als letzter Motivationsanker stand die &#8222;Jahresbestzeit&#8220; von 2:49:51 h auf dem Programm.<\/p>\n<p>F&#252;nfzehn Minuten vor dem Start kletterte ich &#252;ber die Absperrung in den bereits berstend gef&#252;llten ASICS-Block. Den &#252;bergezogenen Plastiksack konnte ich gleich entsorgen, denn eingekeilt in die Menschenmasse war von der K&#228;lte fast nichts zu sp&#252;ren. Irgendwie gelang es mir meinen linken Arm &#252;ber den Kopf zu heben, damit mein Garmin das Satelliten-Signal empfangen konnte. Endlich ert&#246;nte dann der Startschuss und die Masse setzte sich in Richtung Startlinie in Bewegung, wobei immer noch ein paar Teilnehmer &#252;ber die Absperrgitter kletterten. Obwohl ich mich ziemlich weit vorne eingereiht hatte, dauerte es fast eine halbe Minute bis ich die Startlinie &#252;berquerte.<\/p>\n<p>Der erste Kilometer war ein Slalomlauf, es ist einfach unglaublich welche Menschen sich da vorne rein stellen. Mit 4:01 min lag ich zwar 4 sec hinter meinem anf&#228;nglicher Marschtabelle, aber dies war noch lange nicht besorgniserregend. Dagegen machte mir die K&#228;lte wesentlich mehr zu schaffen. Obwohl ich mit einem <a href=\"http:\/\/www.asics.de\/til\/Produkte\/til-im-top-men\/\">Laufshirt mit &#196;rmel<\/a>, dazu passender <a href=\"http:\/\/www.asics.de\/til\/Produkte\/til-sprinter-men\/\">Sprinter<\/a>, <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/22825_490777214286461_1744085774_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/22825_490777214286461_1744085774_n-225x300.jpg\" alt=\"\" title=\"22825_490777214286461_1744085774_n\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-4119\"><\/a> Armschoner, Kompressionstr&#252;mpfen, M&#252;tze und Handschuhen lediglich um die Knie etwas nackte Haut zeigte, fror ich im Schatten der Hochh&#228;user erb&#228;rmlich. Der eiskalte Nordostwind dr&#252;ckte die Temperaturen um einige Grad und der K&#246;rper war nach den letzten &#8222;warmen&#8220; Wochen einfach noch nicht darauf eingestellt. Am meisten bereitete mir anfangs das einatmen der kalten Luft Probleme. Au&#223;erdem rutsche mir ein zuvor eingestecktes Gel hinten aus der Hose und ich nahm es in die Hand um es kurz darauf <a href=\"http:\/\/www.netzathleten.de\/profile\/Profil.jsp?kennung=-9131582888179868066\">Patrick<\/a> zu zuwerfen, der gemeinsam mit <a href=\"http:\/\/www.pure-run.de\/ueber_mich\/Steckbrief.html\">Carsten<\/a> an der Strecke stand und mich anfeuerte.     <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/304389_490777300953119_92469581_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/304389_490777300953119_92469581_n-225x300.jpg\" alt=\"\" title=\"304389_490777300953119_92469581_n\" width=\"225\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4120\"><\/a>Die ersten 5 Kilometer passierte ich in 19:37 min fast im gew&#252;nschten Soll. Kurz nach km 6 erwartete mich bereits wieder Frontrunner-Kollege Patrick, der mich mit einem Fl&#228;schchen Ultra Buffer versorgte. Er hatte das Wochenende bei mir &#252;bernachtet und daf&#252;r dankenswerterweise meine Verpflegung im Innenstadtbereich &#252;bernommen. Etwas weiter kam von hinten Frontrunner-Kollege <a href=\"http:\/\/www.janerikkruse.de\/about-1\/\">Jan Erik<\/a> aufgelaufen. Wir hatten im Vorfeld miteinander gesprochen und er hatte sich die gleiche Zielzeit vorgenommen. Nach wenigen hundert Metern war mir sein Tempo doch etwas zu flott und ich schickte ihn alleine weiter auf die Reise. <\/p>\n<p>An der 10 km Matte lag ich mit 39:22 min knappe 8 sec vor meinen Vorgaben. Es rollte mittlerweile ganz gut. Kurz vor km 12 erwartete mich Patrick wie geplant mit der Verpflegung. Allerdings war die &#220;bergabe hier etwas ungl&#252;cklich in einer 90 Grad-Kurve, sodass ich ein paar Meter nach au&#223;en von der Ideallinie weglaufen musste.   <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289031klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289031klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4121\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289032klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289032klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4122\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289033klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289033klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4123\"><\/a>Nach dem &#252;berqueren der Alten Br&#252;cke ging es in Sachsenhausen zuerst ein St&#252;ck am Main entlang und dann links weg Richtung S&#252;dosten. Hier irgendwo fotografierte mich Tanja, die sich zusammen mit ihrem Freund Stefan erstmals ein Rennen von mir \u201elive\u201c anschauten. Bevor es auf die lange Gerade der Kennedyallee ging passierte ich km 15 in 58:59 min und war damit genau 16 sec schneller als geplant.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289034klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289034klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4124\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289035klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289035klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4125\"><\/a><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289036klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289036klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4126\"><\/a> <\/p>\n<p>Von hier an hie&#223; es nun das Tempo zu erh&#246;hen und die Kilometerabschnitte um 7 sec auf 3:50\/km anzuziehen.  Irgendwie gelang dies nicht richtig aber durch meinen kleinen Zeitpuffer lag ich immer noch im Soll. Eigentlich hatte ich kurz nach km 16 mit meinem zweiten Supporter <a href=\"http:\/\/felixhohm.wordpress.com\/about\/\">Felix<\/a> gerechnet, der mich auf dem Fahrrad begleiten wollte. Erst dachte ich er h&#228;tte mich verpasst, aber dann kam er doch mit der Verpflegung und welcher Service, der Buffer war sogar noch etwas angew&#228;rmt. <\/p>\n<p>Mit km 20 in 1:18:26 h und Halbmarathon in 1:22:44 h war noch alles m&#246;glich, allerdings sp&#252;rte ich schon meine Oberschenkelmuskulatur. Kurz darauf gab mir Felix mit dem Buffer das erste Gel. Aber die Splits wurden langsamer, km 23 erstmals mit 4:02 min &#252;ber 4 min. Den n&#228;chsten Abschnitt &#252;ber die Schwanheimer Br&#252;cke machte ich Druck und lief 3:54\/km aber irgendwie sp&#252;rte ich hier schon, dass es hintenraus hart werden w&#252;rde.  <\/p>\n<p>Durch Frankfurt-H&#246;chst und Nied passierte ich auf der langen Mainzer Landstra&#223;e km 30 in 1:58:21 h. Auch die Anfeuerungsrufe von Felix halfen nun nicht mehr. Das Erstziel war hier bereits utopisch, aber die Bestzeit immer noch m&#246;glich. Hier zeigte sich wieder einmal wie wichtig es ist sich im Vorfeld solche Anker zu setzen. Kurz vor km 33 stieg <a href=\"http:\/\/www.tsg-ausdauersport.de\/unserteam\/elemente_htm\/Uhl_Roger.htm\">Roger Uhl<\/a> vor mir aus dem Rennen, obwohl ich ihn noch aufmunterte weiterzulaufen. Dies kam bei mir nicht in Frage, solange ich gesund bin laufe ich ins Ziel. <\/p>\n<p>2:18:49 h zeigte die Uhr bei km 35, noch 7 km und gleich ging es wieder in die Innenstadt. Zuerst erwartete mich Patrick, der mich ein St&#252;ck begleitete und versuchte mich zu puschen. Aber die Muskulatur wollte nicht mehr so richtig. Die Oberschenkel brannten und ich bekam die Beine nicht mehr richtig hoch. Kurz nach km 36 stand &#8211; wie immer in Frankfurt &#8211; <a href=\"http:\/\/www.main-netz.de\/nachrichten\/city-lauf\/city-lauf-berichte\/art13072,1192464\">G&#252;nter Guderley<\/a> und bot mir Cola an, welches ich aber ablehnte, da ich noch ein Gel in der Hand hatte.<\/p>\n<p>Die letzte Schleife durch die Innenstadt schien endlos zu werden und bei km 40 passierte mich dann Christian Roth, der sein Marathon-Deb&#252;t gab. Auch <a href=\"http:\/\/www.laufreport.de\/portraits\/personen\/amborn\/amborn.htm\">Uli Amborn<\/a> lief hier an mir vorbei und ich hatte keine Chance mitzugehen. Keine Ahnung wie der Uli das macht: Deutscher AK Meister &#252;ber 100 km, Hessischer AK Meister im Halbmarathon und dann noch Marathon und dies alles in einem Zeitraum von 4 Wochen! Da kann man nur den Hut vor ziehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/PA289108klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/PA289108klein-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"OLYMPUS DIGITAL CAMERA\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4127\"><\/a>Kilometer 40 passiere ich in 2:40:14 h und bis ins Ziel brauche ich dann noch weitere 9:25 min. Kurz bevor es um den Messeturm ging standen die versammelten <a href=\"http:\/\/www.asics.de\/running\/Wissen\/asics-frontrunner\/\">ASICS Frontrunner<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.carsten-eich.de\/\">Carsten Eich<\/a> an der Spitze und feuerten mich nochmals frenetisch an. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich mein Drittziel erreichen w&#252;rde und ich genoss die letzten Meter auf dem roten Teppich in der Festhalle.<\/p>\n<p>Was bleibt sind zwei Marathonl&#228;ufe im Zeitraum von 9 Wochen unter 2:50 h, wobei es bei dem ersten deutlich zu warm und beim zweiten deutlich zu kalt war. Es war ein Experiment das ich in dieser Form wahrscheinlich nicht wiederholen werde. So eine Vorbereitung wie auf Frankfurt habe ich bisher noch nicht gemacht. Irgendwie hat die Motivation gefehlt, mit der ich bisher an die Sache gegangen bin. Aber trotzdem bin ich mit meinem Ergebnis hochzufrieden. Mehr war an diesem Tag, bei diesen Bedingungen f&#252;r mich einfach nicht m&#246;glich. Ich habe alles gegeben und das Beste aus der ganzen Sache gemacht. Die Regeneration habe ich mir jetzt doppelt verdient und im Fr&#252;hjahr GREIFe ich dann wieder an. Denn ich bin nach wie vor der festen &#220;berzeugung, dass ich &#8211; trotz fortschreitendem Alter &#8211; mein Potential &#252;ber die 42,195 km noch nicht voll ausgesch&#246;pft habe.<\/p>\n<p>Nochmals vielen Dank an alle f&#252;r die Unterst&#252;tzung und Anfeuerung an der Strecke und Gl&#252;ckwunsch an alle erfolgreichen Finisher!   <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht27\"><\/a><strong>10. City-Halbmarathon in Aschaffenburg am 07.10.2012<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: wellige Rundstrecke, durchgehend Asphalt<br \/>\nWetter: 10\u00b0, bew&#246;lkt, b&#246;iger Westwind<br \/>\nTeilnehmer: 772 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Nach zwei Jahren Abstinenz nahm ich am 07.10. wieder einmal am Aschaffenburger City-Halbmarathon teil. Meine Bestzeit auf dem anspruchsvollen Stadtkurs stand bei 1:19:55 h, gelaufen im Jahr 2009 und das Ziel lautete diese wenn m&#246;glich zu verbessern. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/121007-093452.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/121007-093452-300x194.jpg\" alt=\"\" title=\"121007-093452\" width=\"300\" height=\"194\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4061\"><\/a>Nach durchregneter Nacht, kam p&#252;nktlich zum Start sogar die Sonne heraus und trocknete die Stra&#223;en. Bis auf einen etwas b&#246;igen Wind herrschten so fast ideale Bedingungen. Um mein Vorhaben erfolgreich durchzusetzen hatte ich mich ganz vorne eingereiht. Mit dem Startschuss, der p&#252;nktlich um 10:30 Uhr erfolgte, lief ich z&#252;gig los um dem Startgedr&#228;nge m&#246;glichst aus dem Weg zu gehen. Die ersten hundert Meter befand ich mich noch hinter den sp&#228;teren drei Erstplatzierten, nahm dann aber deutlich heraus, da die Strecke leicht ansteigend war. <\/p>\n<p>So langsam bildete sich eine kleine Gruppe und gemeinsam liefen wir auf die sechsmal zu laufende wellige Runde durch die Aschaffenburger Innenstadt. Es rollte richtig gut, zumindest anfangs, denn bereits ab der zweiten Runde begannen die zahlreichen &#220;berrundungen die sicherlich die eine oder andere Sekunde kosteten. <\/p>\n<p>Kilometer 10 passierte wir in 37:25 min aber irgendwann verlor ich in der vierten Runde den Anschluss und musste mich ab da alleine durch die Mengen schlagen. Kilometer 15 ging ich in 55:20 min durch aber es lief z&#228;her, die anspruchsvolle Runde forderte ihren Tribut und K&#228;mpfen war angesagt. Die vielen aufmunternden Zurufe der zahlreichen Zuschauer halfen &#252;ber eine kleine Schw&#228;chephase hinweg. Es gelang mir sogar noch die Zeit hoch zurechnen wobei ich erkannte, dass vielleicht noch eine Bestzeit im Bereich des M&#246;glichen lag. Aber letztendlich schrammte ich in 1:18:38 h mit 48 Sekunden doch recht deutlich daran vorbei. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/SNV80109klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/SNV80109klein-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"SAMSUNG DIGITAL CAMERA\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-4062\"><\/a> <\/p>\n<p>Trotz allem bin ich mit dem Ergebnis hochzufrieden. Immerhin konnte ich meine Zeit auf dieser Strecke um &#252;ber 1 \u00bd  Minuten verbessern. Im Gesamtklassement reichte dies zum 11. Platz und dem Sieg in der Altersklasse. Noch mal Danke an alle Fans f&#252;rs anfeuern, ihr wart Spitze! <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht26\"><\/a><strong>Senioren-EM Marathon in Zittau am 25.08.2012<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: anspruchsvoller 10km-Rundkurs mit insgesamt 200 Hm, Asphalt, teilweise Kopfsteinpflaster<br \/>\nWetter: 22\u00b0, bew&#246;lkt, starker S&#252;dwestwind<br \/>\nTeilnehmer: 215 im Ziel<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Start1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/Start1-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Start\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4013\"><\/a>Meine Ziele f&#252;r den Marathon im Rahmen der Senioren-EM in Zittau waren wie im kurz vorher ver&#246;ffentlichten <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/ME_20120823.pdf\">Zeitungsartikel<\/a> klar definiert:<br \/>\nEin TOP 10 Platz in der Altersklasse und m&#246;glichst einer der drei schnellsten Deutschen in der M50 zu sein.<br \/>\nDenn nur dann war eine Medaille im Bereich des M&#246;glichen.  <\/p>\n<p>Beides konnte ich in Hradek souver&#228;n umsetzen. In einem von Anfang an spannenden Rennen ging es nur um die Platzierungen. <a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/1Runde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/1Runde-300x224.jpg\" alt=\"\" title=\"1Runde\" width=\"300\" height=\"224\" class=\"alignright size-medium wp-image-4014\"><\/a>Die Bedingungen waren zu Beginn in Ordnung, wenn nur nicht der starke Wind gewesen w&#228;re. Dass diese Strecke nicht einfach zu laufen war wusste ich, aber ich ging volles Risiko. Immer in der N&#228;he meiner AK-Konkurrenten war der Anfang viel zu schnell. Die erste Runde lief ich Seite an Seite mit dem M50er Andreas S&#246;ffker in 38:12 min bei km 10 &#252;ber die Start- und Ziellinie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/2Runde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2Runde-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"2Runde\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4015\"><\/a><br \/>\nKurz darauf holten wir Thomas Schneider, den bis dahin schnellsten deutschen M50er ein. Gemeinsam mit dem unglaublich starken Martin Wahl der sp&#228;ter die M60 in 2:47 h gewinnen konnte liefen wir als deutsches Quartett die zweite Runde. Dabei machte jeder abwechselnd die Pace, besonders auf dem R&#252;ckweg von Zittau nach Hradek, wo es teilweise etliche H&#246;henmeter und starken Gegenwind aus S&#252;dwest gab. Kilometer 20 passierten wir nach 1:18:06 h.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/3Runde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/3Runde-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"3Runde\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-4016\"><\/a>Auf der dritten Runde musste ich an der Getr&#228;nkestation bei km 26 abrei&#223;en lassen. Meine Gruppe lief mir da davon, w&#228;hrend ich mit dem aufrei&#223;en eines Gels zu viel Zeit verlor. Ab da lief ich alleine, rollte aber das Feld kontinuierlich von hinten auf. Obwohl auch meine Spilts deutlich langsamer waren, konnte ich Position um Position gut machen. Von hinten kam nichts und vorne zahlten viele &#8211; bei mittlerweile sonnigen 25 Grad &#8211; f&#252;r ihr zu schnelles Anfangstempo. Kilometer 30 passierte ich 20 m hinter meinen AK-Kameraden in 1:58 h.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/4Runde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/4Runde-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"4Runde\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4017\"><\/a>Auf der letzten Runde k&#228;mpfte ich ab km 34 mit leichten Wadenkr&#228;mpfen, aber mittlerweile hatte ich meine beiden deutschen AK-Konkurrenten &#252;berholt und war National an erster Stelle. Dies befl&#252;gelte, obwohl die Kr&#228;mpfe in immer k&#252;rzeren Abst&#228;nden kamen und mir teilweise richtig die Beine weg zogen. Kurz vor km 40 konnte ich noch einen britischen M50er holen, sah aber kurz vor Ende der letzten Runde in den vielen 90\u00b0 Kurven nur wenige Meter hinter mir Thomas, der langsam n&#228;her kam. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Zieleinlauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/Zieleinlauf-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Zieleinlauf\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-4018\"><\/a>Nach dem vierten &#252;berqueren der Startziellinie, musste man nochmal f&#252;r 1,1 km auf die Strecke, um einen Kreisel und zur&#252;ck zum Ziel. In dem Kreisel &#252;berholte mich ein j&#252;ngerer t&#252;rkischer L&#228;ufer und ich h&#228;ngte mich in seinen Windschatten. Er schaute nach hinten und lief pl&#246;tzlich Schlangenlinie um mich los zu werden. Die Strecke war hier leicht ansteigend und von vorne kam starker Wind. Ich versuchte mich nicht absch&#252;tteln zu lassen und lief nur kurz nach ihm mit 2:49:51 h &#252;bergl&#252;cklich ins Ziel.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Mannschaft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/Mannschaft-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Mannschaft\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4019\"><\/a> Als schnellster Deutscher M50 belegte ich den 4. AK Platz in Europa! Gemeinsam mit Thomas und Andreas reichte dies ganz souver&#228;n zum Mannschaftssieg in der AK M50 vor Spanien und Tschechien.<\/p>\n<p>Wie schwer dieser Marathon war sieht man an den vielen DNF`s in der <a href=\"http:\/\/www.fidalservizi.it\/risultati\/evacs2012\/DayZM21.htm\">Ergebnisliste<\/a> in der ich auf dem 19. Gesamtplatz gef&#252;hrt werde. Besonderen Gl&#252;ckwunsch auch an den souver&#228;nen Gesamtsieger Mike Poch, den ich vor 2 Jahren im <a href=\"http:\/\/www.greif.de\/reise-4.html\">Greif-Trainingslager in Conil<\/a> kennengelernt hatte. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/Siegerehrung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/Siegerehrung-300x225.jpg\" alt=\"\" title=\"Siegerehrung\" width=\"300\" height=\"225\" class=\"alignright size-medium wp-image-4020\"><\/a>Es dauerte zwar sehr lange bis dann endlich die offizielle Ergebnisliste herauskam und die Siegerehrung begann, aber es war ein sehr ergreifender Moment, als wir aufgerufen wurden und die Nationalhymne f&#252;r uns gespielt wurde. Schade, dass Andreas nicht mehr dabei sein konnte.<\/p>\n<p>Und hier das Video mit der Siegerehrung:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/lwedRztEU-8\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe> <\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht25\"><\/a><strong>3. Saaletal-Marathon in Ramsthal am 31.03.2012<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: anspruchsvoller Rundkurs mit 506 Hm, Asphalt, Schotterwege teilweise Singletrails<br \/>\nWetter: 8\u00b0, bew&#246;lkt, starker Nordwestwind<br \/>\nTeilnehmer: 138 im Ziel<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Die ganze Woche hatte ich intensiv versucht meine etwas l&#228;dierten Waden vom &#8222;Schnellen Zehner&#8220; locker zu kriegen. An dieser Stelle nochmal DANKE an <a href=\"http:\/\/felixhohm.wordpress.com\/\">Felix<\/a>, der mich dabei tatkr&#228;ftig unterst&#252;tzte. <\/p>\n<p align=\"justify\">Am Samstag um 10 Uhr war es dann endlich soweit. Entgegen der eigentlichen Wettervorhersage blieb es zum Gl&#252;ck am Wettkampftag trocken. Die Temperaturen waren eigentlich ideal, aber leider wehte ein recht kr&#228;ftiger Wind und die Teilnehmer hatten mit teilweise recht b&#246;igen Abschnitten zu k&#228;mpfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/0-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"0\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3496\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/1-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"1\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3493\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"2\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3494\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/3-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"3\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3495\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem ich vom Moderator im Vorfeld als Mitfavorit um den Gesamtsieg angek&#252;ndigt worden war, erfolgte der Start gemeinsame mit den 10 km und dem Halbmarathon. Vorne ging mit dem deutschen Topl&#228;ufer Manuel St&#246;ckert gleich die Post ab. Er absolvierte die 10 km in tollen 31:11 min auf einer sehr anspruchsvollen Strecke!<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich versuchte mein Tempo zu finden was nicht einfach war,  da es die ersten 4 km gleich bergauf  ging. Obwohl ich auf die Startnummern achtete wu&#223;te ich zu dem Zeitpunkt nicht wo ich mich im Marathon-Teilnehmerfeld befand.  Circa  50 m vor mir fuhr ein Begleitfahrrad und ich vermutete dort den f&#252;hrenden L&#228;ufer. Jedoch pendelte der Radfahrer hin und her und als ich dann endlich auf ihn aufgelaufen war, fragte ich nach der Marathonspitze. Er schaute nur auf meine blaue Startnummer und sagte, so wie es ausschaut bist du das.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mittlerweile waren die 10 km L&#228;ufer links abgebogen und ich suchte mir ein paar Pacemaker aus dem Halbmarathonfeld heraus um mich weitestgehend im Windschatten mitziehen zu lassen. Jedoch war kein vern&#252;nftiger Rhythmus zu finden. Sobald es bergab ging gaben die Jungs richtig Gas. Das war mir auf den teilweise recht schmalen Singletrails zu schnell und gef&#228;hrlich. Au&#223;erdem sp&#252;rte ich  schon meine Wadenmuskulatur. Kurz vor km 15 kam von hinten Sebastiano Ilardi, dem ich bis zur Weiche der Halbmarathonl&#228;ufer bei km 17 folgte. <\/p>\n<p align=\"justify\">Hier &#252;berquerten wir die Saale und es ging zur Abwechslung wieder bergauf. Ab nun wurde es einsam. Mein Radbegleiter teilte mir mit, dass ca. 200 m hinter mir drei Verfolger laufen w&#252;rden. Ich nahm etwas heraus um sie auflaufen zu lassen, damit ich nicht alleine arbeiten musste. Aber entweder wollten oder konnten sie nicht. Nachdem ich die Steigung endlich oben war ging es vorbei an der Ruine Aura einen steilen, holprig  gepflasterten Weg in Serpentinen nach unten. Am Ende dieses Weges war mit km 21 Halbzeit und von hinten kam mit Sebastian Apfelbacher endlich ein L&#228;ufer, der ziemlich schnell bergab gelaufen sein musste. <\/p>\n<p align=\"justify\">Ich h&#228;ngte mich bei ihm hinten rein und lies ihn zuerst das Tempo machen. Vor uns fuhr jetzt sogar ein Smart als F&#252;hrungsfahrzeug. Wir wechselten ein paar Worte und beschlossen uns in der Tempoarbeit gegenseitig  abzuwechseln. Er kannte die Strecke vom letzten Jahr und sagte mir, dass uns noch ein knackiger Anstieg erwartete. <\/p>\n<p align=\"justify\">Mittlerweile hatte ich doch zu einem Gro&#223;teil die F&#252;hrungsarbeit &#252;bernommen und wir liefen auf einer Kreisstra&#223;e und kreuzten die Autobahn A7. In der Annahme diese Stra&#223;e sei gesperrt, schnitten wir nat&#252;rlich die Kurven, das F&#252;hrungsfahrzeug vor uns fuhr auf der linken Seite und von hinten kamen Autos! Zu Tode erschrocken wandte ich mich an unseren Radbegleiter, der aber beruhigte uns und sagte alles kein Problem, die fahren schon langsam. <\/p>\n<p align=\"justify\">Kurz vor km 29 kamen wir nach Langendorf und liefen am dortigen Sportgel&#228;nde vorbei, wo ich im Februar noch bei den Unterfr&#228;nkischen Crossmeisterschaften am Start war. Mein Begleiter hatte etwas abrei&#223;en lassen und ich forcierte das Tempo. Dabei kreuzten wir die B287 in einem Tunnel wobei einige Treppenstufen zu bew&#228;ltigen waren. Es gab hier keinen einzigen flachen Kilometer, st&#228;ndig ging es auf und ab und meine Beine schmerzten immer mehr. Trotzdem war ich guter Dinge und hoffte das Rennen zu Ende bringen zu k&#246;nnen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Bis km 33 war ich wieder alleine an der Spitze. Dann kamen zwei L&#228;ufer von hinten und ein neues Spiel begann. Ich reihte mich ein und ging das Tempo mit. Bei km 36 an einer Getr&#228;nkestation startete der Vorjahressieger J&#252;rgen Zei&#223;ner eine Attacke und setzte sich etwas ab. W&#228;hrend ich mich noch mit einem Gel verpflegte wurde die L&#252;cke immer gr&#246;&#223;er. Aber es gelang mir zu kontern und wieder aufzulaufen, w&#228;hrend Ralf Giese der andere L&#228;ufer etwas zur&#252;ckfiel. Die letzten Kilometer ging es nur noch bergauf, aber zum Gl&#252;ck hatten wir den Wind jetzt im R&#252;cken.<\/p>\n<p align=\"justify\">Bei Kilometer 39 war die letzte Verpflegungsstelle und ich griff mir meine Flasche. Kurz darauf &#252;berholte uns Stephan Gunzelmann, der sp&#228;tere Sieger. Sein Tempo war dabei so hoch, dass wir &#8211; beide am Limit laufend &#8211; keine Chance hatten irgendwie mitzugehen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Das Ziel r&#252;ckte immer n&#228;her und mir war klar, dass ich gegen den J&#252;ngeren und deutlich Schnelleren keine Chance im Endspurt haben w&#252;rde. Daher setzte ich alles auf eine Karte und mobilisierte die letzten Kr&#228;fte. Langsam konnte ich h&#246;ren wie die Schritte meines Verfolgers leiser wurden, aber die Anforderungsrufe seiner Fans dagegen immer lauter. Letztendlich schaffte ich es und konnte den Vorsprung bis zur bis Finishline halten, die ich in 2:59:05 h als Gesamtzweiter &#252;berquerte. J&#252;rgen wurde noch von Ralf &#252;berlaufen, der in einem starken Finish noch Platz 3 belegte. Sebastian, der Probleme bekommen hatte kam hinter Sven L&#246;schengruber auf Platz 6 ins Ziel. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/4-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"4\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3497\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/5-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"5\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3498\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/6-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"6\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3499\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/7-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"7\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3500\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Nach dem Zieleinlauf wurde ich sogar noch zu einem kurzen Interview zu den Moderatoren gerufen. Da der Sieger f&#252;r die LAC Quelle F&#252;rth startete und daher aus Mittelfranken kam, konnte ich damit den Titel des Unterfr&#228;nkischen Marathonmeister 2012 erringen. Ein sch&#246;ner Erfolg, den ich mir aber hart erk&#228;mpfen musste.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/8-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"8\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3501\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/9-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"9\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3502\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/10-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"10\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3503\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/11-150x150.jpg\" alt=\"\" title=\"11\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-3504\"><\/a><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht24\"><\/a><strong>10. Frankfurter Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt am 11.03.2012<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flache Rundstrecke, durchgehend Asphalt<br \/>\nWetter: 10\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Nordwestwind<br \/>\nTeilnehmer: 4072 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Eine Woche nach dem Trainingslager war es ein gewagter Versuch, der auch in die falsche Richtung h&#228;tte losgehen k&#246;nnen. Dummerweise kam Mitte der Woche zus&#228;tzlich noch ein leichter Infekt hinzu. Nach 13 st&#252;ndigem Schlaf (!!) von Freitag auf Samstag und nachdem ich den ganzen Samstag zuhause auf der Couch mit Salbei und Erk&#228;ltungstee verbracht hatte, f&#252;hlte ich mich dann soweit fit um am Sonntagmorgen beim Halbmarathon in Frankfurt anzutreten.<\/p>\n<p>Kurz entschlossen startete ich im Feld der Elite, da ich hier doch den ein oder anderen vermutete, der mein Tempo laufen w&#252;rde. Vorne ging\u2019s gleich richtig ab und ich h&#228;ngte mich einfach hinten rein. Das erste Kilometerschild passierte ich in 3:35 min. Allerdings piepste der Auto-Lap meiner Garmin wesentlich sp&#228;ter. Da das Tempo nicht langsamer wurde lies ich die gro&#223;e Gruppe ziehen und lief alleine. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012HMFrankfurtHalbmarathon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012HMFrankfurtHalbmarathon-213x300.jpg\" alt=\"\" title=\"2012HMFrankfurtHalbmarathon\" width=\"213\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3448\" align=\"right\"><\/a>Kurz darauf kam von hinten ein L&#228;ufer, w&#228;hrend vorne einer aus der Gruppe fiel und wir nun zu dritt waren. Aber dieses Tempo war mir zu langsam. Ich &#252;bernahm die Initiative und lief nach vorne. Der Abstand zu der Gruppe vor mir wurde ganz langsam kleiner. Alleine lief ich gegen den hier teilweise doch heftig zu sp&#252;renden Wind am Main entlang. Kurz nach der Getr&#228;nkestation, passierte ich km 10 in 36:51 min und es ging wieder in s&#252;dlicher Richtung durch Sachsenhausen. <\/p>\n<p>Die Gruppe vor mir zog sich auseinander und kurz nach der zweiten Getr&#228;nkestation hatte ich Kontakt. Ich lief mein Tempo weiter und konnte <a href=\"http:\/\/www.lothar-leder.de\/\">Lothar Leder<\/a> und einen weiteren L&#228;ufer passieren. Dabei war ich jedoch nur auf meinen AK-Kollegen <a href=\"http:\/\/www.leichtathletikweb.de\/news\/archiv.php?artikel_id=828\">Uwe Bernd<\/a> weiter vorne fixiert. <\/p>\n<p>Leider herrschte auf dem Wendepunktst&#252;ck der Isenburger Schneise wieder Gegenwind und Lothar k&#228;mpfte sich an mich heran und h&#228;ngte sich hinten rein. Nach der Wende kamen viele motivierende Anfeuerungsrufe von vorbei laufenden Bekannten und ich forcierte, aber mein Verfolger lies sich nicht abh&#228;ngen. Im Gegenteil startete er eine Attacke, die ich aber problemlos mitgehen konnte. So wechselten wir uns eigentlich ganz gut ab und kamen auch ganz langsam an die kleine Gruppe vor uns ran. Allerdings fehlten immer ein paar Meter. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012HMFrankfurtZieleinlauf2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2012HMFrankfurtZieleinlauf2-201x300.jpg\" alt=\"\" title=\"2012HMFrankfurtZieleinlauf2\" width=\"201\" height=\"300\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3434\" align=\"left\"><\/a>Mittlerweile liefen wir bereits um das Stadion. Wir hatten noch zwei L&#228;ufer eingesammelt und nun musste ich meine Position verteidigen und versuchte gleichzeitig den vor mir laufenden Uwe einzuholen, es ging um den AK-Sieg. <\/p>\n<p>In einem fulminanten Schlusskilometer lief ich mit 3:22 min in Stadion ein und sprintete ins Ziel. Leider hatte es nicht mehr zum gereicht, denn Uwe passierte 3 sec vor mir die Ziellinie. <\/p>\n<p>Daf&#252;r konnte ich meine Bestzeit aus dem Jahr 2010 immerhin um 5 sec auf nun 1:17:50 h steigern und habe das sichere Gef&#252;hl, dass da noch mehr m&#246;glich ist.<\/p>\n<p>Herzlichen Gl&#252;ckwunsch auch an Wolfgang R&#252;hlemann, der die AK M55 in 1:21:20 h gewinnen konnte. Ihn und R&#252;diger Birkner- beide vom MTV Seesen &#8211; die beide von Peter Greif betreut werden, traf ich kurz vor dem Start und wir konnten uns kurz unterhalten.<\/p>\n<p><strong>Danke an <a href=\"http:\/\/www.asics.de\/\">ASICS<\/a> f&#252;r die neue Laufbekleidung und an Reinhold Daab von <a href=\"http:\/\/www.laufsportfotos.de\/\">www.laufsportfotos.de<\/a> f&#252;r das tolle Foto!<\/strong><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht23\"><\/a><strong>Offenbacher Mainuferlauf in Offenbach am 16.10.2011<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flache Wendepunktstrecke, durchgehend Asphalt<br \/>\nWetter: 3\u00b0, sonnig, kalter Nordostwind<br \/>\nTeilnehmer: 731 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Im Vorjahr war es noch eine Standortbestimmung aus der Vorbereitung zur 50km-DM. Dieses Jahr wollte ich &#8211; zwei Wochen nach dem 3-L&#228;nder-Marathon &#8211; die gute Form aus der MA-Vorbereitung auf die Piste bringen. Dabei h&#228;tte mir ein kleiner Infekt fast einen Strich durch die Rechnung gemacht.<\/p>\n<p>Trotz laufender Nase und leicht kratzendem Hals, fiel der entscheidende Tempo-Test am Donnerstag zufriedenstellend aus und ich meldete mich auf den letzten Dr&#252;cker online an. Am Tag darauf verk&#252;ndetet der Veranstalter, dass aufgrund der unerwartet hohen Zahl der Voranmeldungen keine Nachmeldungen am Veranstaltungstag mehr angenommen werden.<\/p>\n<p>Seltsamerweise gab es dann am WK-Morgen doch noch welche. Aber dies sollte nicht die einzige Panne im Vorfeld sein. Denn eine halbe Stunde vor dem Start, ging in der gut gef&#252;llten Turnhalle pl&#246;tzlich der Sicherheitsalarm an und alle mussten diese verlassen. Der Start wurde kurzfristig um 5 Minuten verschoben und es blieb daf&#252;r etwas mehr Zeit uns bei den eisigen Temperaturen ein(warm)zulaufen.<\/p>\n<p>Zusammen mit Mario Kritscher stellte ich mich von vorne in die erste Reihe und kurz nachdem ein einzelner Rollifahrer gestartet war ging die Post ab. Vorne liefen ein paar los wie bei einem Sprint, aber die waren bald eingesammelt und das Feld formierte sich. Nach dem ersten Kilometer in 3:41 min ging Mario nach vorne und ich lief seitlich daneben, bevor ich mich hinter ihm einreihte. Irgendwie kam es mir zu schnell vor und ich rief ihm dies auch am Kilometer 2 zu. Er nahm etwas heraus und wir folgten einer Dreiergruppe die &#8211; wenige Meter vor uns -in etwa unserem Tempo lief.<\/p>\n<p>Der vierte Kilometer ging in 3:38 min weg. Ich f&#252;hlte mich zu diesem Zeitpunkt richtig warm gelaufen und ging nach vorne um Mario die F&#252;hrungsarbeit abzunehmen. Beim &#252;berholen merkte ich aber schon, dass er ziemlich schwer atmete. Der Abstand wurde gleich gr&#246;&#223;er und obwohl ich ihm zu rief er solle dran bleiben, entfernte sich das Ger&#228;usch seiner Schritte. Ab diesem Augenblick sollte es ein einsames Rennen f&#252;r mich werden.<\/p>\n<p>Von vorne wurde ein L&#228;ufer durchgereicht und konnte auch meinem Tempo nicht folgen, w&#228;hrend ich mich an der Gruppe vor mir orientierte, die aber den Vorsprung kontinuierlich ausbaute. In der Sonne war es jetzt richtig sch&#246;n am Main entlang zu laufen und meine Splits pendelten sich auf einem gleichm&#228;&#223;igen Niveau ein. Kilometer 10 passierte ich nach 36:53 min und kurz darauf kam auch schon die Wende.<\/p>\n<p>Nun ging es Mainaufw&#228;rts, wobei man die Verfolger sch&#246;n beobachten konnte. In einer Gruppe mit Ingo Saatweber kam die schnellste Frau und kurz dahinter sah ich auch Mario, der zu diesem Zeitpunkt schon 45 Sekunden hinter mir lag.<\/p>\n<p>Das entgegenkommende Feld wurde immer dichter und ich verlor die vor mir Laufenden aus den Augen. Dabei musste ich aufpassen, um auf dem schmalen Radweg nicht mit den Entgegenkommenden zu kollidieren. Aber die Disziplin war trotz des gro&#223;en Teilnehmerfeldes hervorragend, man wurde angefeuert und motiviert.<\/p>\n<p>Pl&#246;tzlich sah ich vorne wieder einen L&#228;ufer, der aus der Gruppe heraus gefallen war und hatte ein neues motivierendes Ziel vor Augen. Es waren noch 7 Kilometer zu laufen und der Abstand verringerte sich nur langsam. Aber ich wusste, dass ich mich ihm n&#228;herte. An der einzigen kurzen Steigung blickte er in einer Doppelkurve kurz zur&#252;ck und sah mich. Auch ich warf einen Blick nach hinten und sah einen einzelnen Verfolger, der aber den Abstand zu mir seit der Wende nicht verk&#252;rzen konnte. Auf diesem Abschnitt lief ich mit 3:46 min den langsamsten Split des Rennens.<\/p>\n<p>Mein Vordermann kam immer n&#228;her und vor ihm war schon <a href=\"http:\/\/www.timo-grub.de\/vita\/vita.php\">Timo Grub<\/a> zu erkennen, der auch immer langsamer wurde. Zwei Kilometer vor dem Ziel war ich dann an dem so lange vor mir Laufenden dran. Erst lief ich kurz hinter ihm her um dann gleich vorbei zu gehen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich vielleicht sogar noch in die N&#228;he meiner Bestzeit kommen k&#246;nnte. Aber jetzt zog sich die Strecke pl&#246;tzlich, obwohl ich den letzten Kilometer in 3:37 min gelaufen war. <a href=\"http:\/\/www.laufbilder.info\/mediacenter\/albums\/album.html?id=47\">Reinhold<\/a> stand auf der Piste und schoss seine Fotos, w&#228;hrend ich alles mobilisierte.<\/p>\n<p>Kurz bevor das Ziel endlich ins Blickfeld kam stand ein Streckenposten und rief mir zu <em>&#8222;nur noch 200 m&#8220;<\/em>. Mit allem was noch ging sprintete ich Richtung Ziellinie, w&#228;hrend die Zieluhr erbarmungslos auf die 1:18 umsprang. Mit 1:18:05 stoppte ich ab und war im ersten Moment etwas entt&#228;uscht, da ich nur ganz knapp an meiner Bestzeit vom letzten Jahr, auf gleicher Strecke gescheitert war. Aber dies war nur von kurzer Dauer, bevor die Freude &#252;ber die Topzeit hervor kam. Schade, dass mein Partner Dirk vom Vorjahr nicht dabei war. Gemeinsam h&#228;tten wir uns sicher wieder zu einer neuen Bestzeit gepuscht, oder Dirk?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/HMOffenbach1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2930\" title=\"HMOffenbach1\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/HMOffenbach1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" align=\"left\"><\/a>Im Gesamtklassement belegte ich den 7 Platz und den souver&#228;nen Sieg in der ALtersklasse mit &#252;ber zwei Minuten Vorsprung. Mario bekam muskul&#228;re Probleme und blieb am Wendepunkt stehen um auf Klaus zu warten. Ihn f&#252;hrte er dann auf dem R&#252;ckweg zu einer neuen Bestzeit, wor&#252;ber sich Klaus nat&#252;rlich riesig freute.<a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/HMOffenbach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2931\" title=\"HMOffenbach\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/HMOffenbach-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" align=\"right\"><\/a><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht22\"><\/a><strong>Sparkassen-Marathon der 3-L&#228;nder am 02.10.2011 am Bodensee<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: &#252;berwiegend flache asphaltierte Strecke mit Schotterweg-Passagen<br \/>\nWetter: 23\u00b0, sonnig, teilweise bew&#246;lkt, leichter Wind<br \/>\nTeilnehmer: 1411 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>\u201eWie wird das Wetter am Sonntag?\u201c war sicher die am h&#228;ufigsten gestellte Frage im Vorfeld des 3-L&#228;nder-Marathon am Bodensee. Bei der Ankunft am Vortag sah es viel versprechend aus, denn je n&#228;her man an den Bodensee kam um so bew&#246;lkter wurde es. Dabei waren aufgrund der sommerlichen Temperaturen, nach sechsst&#252;ndiger Anreise auf den 400 Kilometern im Stop und Go-Verkehr, schon einige Schwei&#223;tropfen geflossen.<\/p>\n<p>In Lindau angekommen, kam dann sogar die Jacke zum Einsatz. Gleich darauf wurde es hektisch, denn die Abgabe der Eigenverpflegung war nicht wie auf der Website angek&#252;ndigt bis 20 Uhr, sondern nur bis 17 Uhr m&#246;glich. Dies bedeutete im Eilschritt zur Unterkunft und Ultra-Buffer anr&#252;hren um ihn noch rechtzeitig zu deponieren.<\/p>\n<p>Mittlerweile waren neben unserer M&#246;mlinger Lauftrefftruppe auch einige Bekannte aus dem Greif-Trainingslager vor Ort und es gab ein gro&#223;es Hallo. Entgegen der &#252;blichen Pizza, ging es zur Nudelparty in den Lindauer Hafen, auf ein dort ankerndes Schiff. So richtig satt wurde ich allerdings nicht und ich besorgte mir auf dem R&#252;ckweg zu meiner Unterkunft auf der Marathonmesse noch einen Riegel.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6056.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2887\" title=\"CIMG6056\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6056-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\"><\/a>Nach der &#252;blichen unruhigen Nacht, in fremder Umgebung und vor einem Marathon war ich schon relativ fr&#252;h wach und es blieb noch ausreichend Zeit bis zum Start um 11:11 Uhr. Von meiner Wohnung hatte ich nur wenige Minuten bis zum Start an der Lindauer Hafenpromenade.<\/p>\n<p>Der Zugang zum ersten Startblock war perfekt organisiert und lediglich f&#252;r die Elite- und Meisterschaftsl&#228;ufer reserviert. Langsam wurde es ernst und der Diskjockey heizte der wartenden Menge ein. P&#252;nktlich zum Start verzog sich der Nebel und die Sonne brach hervor, w&#228;hrend wir auf die Reise geschickt wurden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2888\" title=\"P1020001\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020001-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"right\"><\/a>Ich hatte mich kurz hinter der Startlinie rechts au&#223;en positioniert, da es schon nach wenigen Metern in eine Rechtskurve ging. Wie &#252;blich wurde ich von unz&#228;hligen Teilnehmern &#252;berholt, da zeitgleich mit uns die Viertel- und Halbmarathonl&#228;ufer starteten. Nach der Rechts- folgte unmittelbar eine Linkskurve und dann ging es in einem Halbbogen zur Br&#252;cke wo sich bereits das erste Kilometerschild befand. Mit 3:42 min\/km hatte ich mich doch etwas mitrei&#223;en lassen und kontrollierte mein Tempo. Durch einen Kreisel ging es quer &#252;ber den Gr&#252;nstreifen zwischen den Fahrbahnen der Br&#252;cke, gleich hinein in den n&#228;chsten Kreisel. Hier bogen wir links auf einen schattigen Radweg, der von zahlreichen Zuschauern ges&#228;umt war, die uns frenetisch anfeuerten.<\/p>\n<p>Der zweite Kilometer war mit 3:49 min immer noch zu schnell. Auf den weiteren Kilometern hatte ich mein Tempo ganz gut gefunden und passierte die Zeitmatte bei km 5 in 19:17 min. Um mich herum war es immer noch relativ unruhig. Die ersten L&#228;ufer die zu schnell angegangen waren fielen zur&#252;ck, w&#228;hrend von hinten immer noch Schnellere nach vorne liefen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011-10-02_Marathon_19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2889\" title=\"2011-10-02_Marathon_19\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/2011-10-02_Marathon_19-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\"><\/a>Wir passierten die Grenze zu &#214;sterreich und liefen nun direkt am Seeufer in der prallen Sonne. Weiter im S&#252;den war das Bergpanorama zu erkennen und ich versuchte so weit wie m&#246;glich im sp&#228;rlichen Schatten der einzelnen B&#228;ume zu bleiben. Die Aufnahme der Eigenverpflegung war trotz deutlicher Kennzeichnung nicht einfach und kostete Zeit. Aber ich wusste, dass ich bei diesen Bedingungen nur mit optimaler Verpflegung gut durchkommen w&#252;rde. Deshalb zwang ich mich dazu meine Flasche zu leeren. In 38:58 min passierte ich km 10 und weiter ging es an der Seepromenade entlang.<\/p>\n<p>Am Bregenzer Stadion vorbei folgte die Strecke nun auf Schotterwegen dem Ufer des Bodensees. Zum Gl&#252;ck war es hier wieder einigerma&#223;en schattig. Lediglich einige kleinen Br&#252;ckenrampen st&#246;rten den Laufrhythmus empfindlich. Willi Wahl vom BLV begleitete uns ein St&#252;ck mit dem Fahrrad und fragte einen Teilnehmern nach seinen Zwischenzeiten, dabei motivierte er uns mit seinem Kommentar: \u201eOberfranken, Mittelfranken und Unterfranken dicht beisammen weiter so, super!\u201c Im vorbeifahren gab er mir noch einen aufmunternden Klaps.<\/p>\n<p>Nur wenige hundert Meter weiter h&#246;rte ich jemanden von hinten meinen Namen rufen. Kurz darauf schlo&#223; Alex auf und stellte sich kurz vor, da wir uns bisher nur virtuell &#252;ber Facebook kannten. Er lief den Halben, aber anscheinend war ich ihm etwas zu schnell unterwegs. Er w&#252;nschte mir noch viel Gl&#252;ck, bevor er zur&#252;ckfiel.<\/p>\n<p>Mittlerweile hatte ich einen idealen Laufpartner gefunden und wir arbeiteten gut zusammen. Wir wechselten uns perfekt in der F&#252;hrungsarbeit ab und passierten so einige L&#228;ufer. Gemeinsam &#252;berquerten wir die Br&#252;cke der Bregenzer Ach. Vor uns lief eine Frau, die von einem Radfahrer begleitet wurde. In einem scharfen Rechtsknick trennten wir uns von den Halbmarathonis, die links abbogen. Nun wurde es deutlich ruhiger auf der Piste. Wir liefen auf die Frau auf, die bereits vollkommen na&#223;geschwitzt deutlich am Limit lief. Dabei passierten wir erst km 15 und von der dort vorgesehenen Eigenverpflegung war weit und breit nichts zu sehen. Sie konnte unserem Tempo nicht folgen und fiel zur&#252;ck, w&#228;hrend wir in eine Stichstra&#223;e hineinliefen.<\/p>\n<p>Hier sah ich erstmals Toni, der den Wendepunkt bereits passiert hatte. Wir waren in der Marathon-Vorbereitung zwei Wochen zusammen im Trainingslager und kannten uns daher recht gut. Dabei stellten wir &#252;berraschender weise neben dem gleichen Alter, noch einige weitere Gemeinsamkeiten fest. L&#228;uferisch in etwa gleich stark, war er mit Risiko angegangen und entsprechend angespannt sah er zu diesem Zeitpunkt, ca. 200 m vor mir laufend auch aus. F&#252;r mich eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich ihn einholen w&#252;rde, da ich noch relativ locker unterwegs war.<\/p>\n<p>Kurz nach km 17 kam endlich die ersehnte Verpflegungsstelle. Bis ich meine Flasche gefunden und geleert hatte, war mein Begleiter schon um einiges weiter. Langsam sah ich vorne das wei&#223;e Singlet von Toni n&#228;her kommen. In einem leichten Anstieg ging es kurz vor km 20 hoch, zur Br&#252;cke &#252;ber den Rhein, der hier in den Bodensee flie&#223;t. Toni wehrte sich tapfer, aber vergebens. Bei km 23 konnte ich ihn passieren und ermunterte ihn dran zu bleiben. Das tat er auch und beim n&#228;chsten Verpflegungspunkt, als ich meine Flasche suchte, lief er an mir vorbei. Geduldig trank ich meinen Ultra-Buffer und lief wieder an ihn heran, um im zuerst etwas zu folgen w&#228;hrend ein weitere L&#228;ufer aufschlo&#223;.<\/p>\n<p>Gemeinsam passierten wir die Grenze zur Schweiz, wo wir stimmungsvoll von trommelnden Eidgenossen empfangen wurden. Nach einer Rechtskurve boten uns einige Schweizer Frauen in Originaltracht, Trockenfr&#252;chte an. Nat&#252;rlich blieb uns keine Zeit daf&#252;r. So langsam wurde es anstrengend. Etwas weiter standen in einer Kurve eine gro&#223;e Gruppe Cheerleader und machten m&#228;chtig Stimmung. Zusammen mit meinem neuen Partner setzte ich mich endg&#252;ltig von Toni ab und wir rannten in Richtung Industriegebiet Sankt Margrethen.<\/p>\n<p>In einer kleinen Schleife ging es hoch auf einen Damm und wir verlie&#223;en die Schweiz. Die Splits wurden jetzt deutlich langsamer, da wir hier neben der Sonne auch noch mit Gegenwind zu k&#228;mpfen hatten. Wir waren auf einen weiteren Vordermann aufgelaufen und bildeten nun zu dritt eine kleine Zweckgemeinschaft. Vergeblich versuchte ich zu forcieren, es ging einfach nicht obwohl ich schon den zweiten Gel-Chip in den Wangentaschen hatte.<\/p>\n<p>Kurz vor km 32 &#252;berquerten wir wieder den Rhein. Die langsameren Teilnehmer, die sich erst bei km 20 befanden, kamen uns entgegen und feuerten uns an. An der letzten Versorgungsstation hatte ich meine Flasche aufgenommen an die ich ein Ultra-Cola-Gel befestigt hatte. Kurz vor der n&#228;chsten Wasserstelle nahm ich es ein und sp&#252;lte mit zwei Wasserbechern nach. Es mobilisierte mich etwas und ich konnte mich sogar von meinem letzten Begleiter l&#246;sen, der anscheinend etwas Schwierigkeiten hatte.<\/p>\n<p>Allerdings hielt die Wirkung nicht lange an. Die Splits lagen nun alle knapp &#252;ber 4 min\/km. Jetzt hie&#223; es k&#228;mpfen um mein Erstziel, einen Podestplatz in der M50 nicht zu verlieren. Allerdings kam von hinten nichts. Lediglich mein letzter Begleiter &#8211; der deutlich j&#252;nger &#8211; auch in der Wertung um die Bayerischen Marathon-Meisterschaften lief, wie seine blauwei&#223;e Startnummer verriet. Vor mir tauchte urpl&#246;tzlich Klaus, ein weiterer Greif-Marathoni auf, der deutliche Probleme hatte. Er blieb sogar kurz an der Getr&#228;nkestation stehen, bevor er weiter lief. Bei km 37 konnte ich ihn &#252;berholen und er feuerte mich noch an durchzuziehen. Sein Knie machte ihm Probleme.<\/p>\n<p>Langsam rechnete ich die Zeiten hoch und es war klar, dass es sehr eng f&#252;r eine Bestzeit werden w&#252;rde. Die Oberschenkel schmerzten und speziell der Adduktorenbereich bereitete mir Probleme. Zus&#228;tzlich k&#252;ndigten sich leichte Kr&#228;mpfe in der rechten Wade an und ich musste aufpassen wie ich meine F&#252;&#223;e belastete. Nach der &#220;berquerung der Bregenzer Ach kamen wieder die fiesen Br&#252;ckenrampen, wo mir ein erster ernsthafter Wadenkrampf fast das rechte Bein wegzog. Den km 40 konnte ich noch in 3:58 laufen, dann setzte mein Begleiter zum &#252;berholen an und rief mir dabei in seinem Regensburger Dialekt zu, dass wir es gleich geschafft h&#228;tten. Ich versuchte mich an ihn zu h&#228;ngen, was aber nicht gelang, da er doch m&#228;chtig forcierte. In einem gro&#223;en Bogen ging es ums Stadion und dann endlich hinein auf die Bahn, wo die letzten 200 m zu absolvieren waren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6108.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2890\" title=\"CIMG6108\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6108-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"left\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6111.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2891\" title=\"CIMG6111\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/CIMG6111-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" align=\"right\"><\/a>Die Stimmung im Bregenzer Stadion war grandios und der Zieleinlauf einmalig, als ich in 2:47:10 h die Ziellinie passierte. Die Entt&#228;uschung &#252;ber die Zeit hielt sich in Grenzen, da aufgrund der Bedingungen einfach nicht mehr drin war. Gerade einmal 33 sec fehlten zu meiner Bestzeit, aber ich hatte mir nichts vorzuwerfen. Ich hatte alles gegeben was m&#246;glich war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2892\" title=\"P1020015\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020015-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P10200172.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2893\" title=\"P1020017\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P10200172-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2894\" title=\"P1020027\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020027-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020029.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2896\" title=\"P1020029\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020029-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020052.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2897\" title=\"P1020052\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020052-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020053.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2898\" title=\"P1020053\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/wp-content\/uploads\/P1020053-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a><\/p>\n<p>In der Ergebnisliste fand ich mich dann auf dem 34. Gesamtplatz und dem 3. Rang in der Altersklasse wieder. Vor mir lag in der M50 mit Winfried Huber ein Ausnahmeathlet, der bereits in Hamburg den Deutschen Meistertitel in der M50 geholt hatte sowie ein Schweizer Teilnehmer. Der &#246;sterreichische Staatsmeister der M50 lag bereits 2 \u00bd Minuten hinter mir.<\/p>\n<p>In der Wertung der Bayerischen Meisterschaften bedeutete dies den 14. Gesamt- und 2. AK-Platz sowie den Mannschaftssieg in der M50\/55 zusammen mit den Vereinskameraden vom LAZ-Obernburg-Miltenberg. Gl&#252;ckwunsch an Karl-Josef Brand, der sich mit 3:02:00 h den Meistertitel in der M55 holte und auch an Herbert Breunig der in 3:17:04 h unseren Mannschaftssieg sicherte.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht21\"><\/a><strong>16. HVB Citylauf am 20.05.2011 in Aschaffenburg<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Streckenl&#228;nge: 7,9 km<br \/>\nBeschaffenheit: 5 Runden Asphalt durch die Innenstadt<br \/>\nProfil: wellig mit vielen Kurven<br \/>\nWetter: 25\u00b0, trocken, bew&#246;lkt, schw&#252;l<br \/>\nTeilnehmer: 2106<\/em><\/p>\n<p>Das Rennen am Freitagabend geh&#246;rt einfach zu den Jahres-Highlights eines jeden L&#228;ufers hier in der Region. Bereits im Vorfeld von der Lokalpresse als Mitfavorit der AK M50 angek&#252;ndigt, startete ich f&#252;r unser Firmenteam. Dies erh&#246;hte den Erwartungsdruck, da Linde als gr&#246;&#223;ter Arbeitgeber der Region, auch noch einer der Hauptsponsoren des HVB-Citylaufs war. Also war im Vorfeld vollste Konzentration und optimale Vorbereitung Pflicht.<br \/>\nLeider war ich jedoch nach dem Lauftreff am Mittwoch so leichtsinnig, frisch geduscht &#8211; bei empfindlicher werdenden Temperaturen &#8211; den obligatorischen D&#228;mmerschoppen im Freien sitzend abzuhalten. Das Ergebnis war am Donnerstagmorgen ein deutliches Halskratzen und ein aufbl&#252;hender Herpes im Lippenbereich. Nach Feierabend trabte ich drei lockere Kilometer und f&#252;hlte mich dabei richtig besch&#8230;en.<\/p>\n<p>Am Wettkampfmorgen blieb der Wecker stumm, denn ausgiebiges Ausschlafen war angesagt. Nach einem Fr&#252;hst&#252;ck in aller Ruhe fuhr ich relativ sp&#228;t zur Arbeit. Um unn&#246;tige Fahrkilometer einzusparen ging es gegen 19 Uhr vom Arbeitsplatz direkt in die Aschaffenburger Innenstadt, zur Abholung der Startunterlagen.<\/p>\n<p>Der C-Lauf war zu diesem Zeitpunkt bereits gestartet und der Schlo&#223;platz &#252;berf&#252;llt von den Finishern des Einsteigerlaufs. Es war fast kein Durchkommen in Richtung Start m&#246;glich. Au&#223;erdem traf man hier Gott und die Welt und ich musste mehrfach anhalten um alte Bekannte zu begr&#252;&#223;en.<br \/>\nLetztendlich schaffte ich es doch noch zur Startnummern-Ausgabe und holte auf dem R&#252;ckweg zum Auto gleich mein Finishershirt. Dabei hatte ich noch ein nettes Gespr&#228;ch mit Veronika Ullrich, die in der Vorwoche bei der Berglauf-DM auf dem Weg hinauf zum Kandel wegen Magenbeschwerden aussteigen musste, wie sie mir erz&#228;hlte.<\/p>\n<p>Am Auto angekommen wurde es schon Zeit. Ich zog mich um, deponierte meinen Rucksack in einem Stadtbus, der als Kleiderabgabe diente und begann mich locker einzulaufen. So viele bekannte L&#228;ufer wie hier trifft man nirgendwo bei einer lokalen Laufveranstaltung. Selbst Andreas Heilmann war aus Boston angereist um bei der Vergabe der Pl&#228;tze in der Unterfrankenwertung mitzuk&#228;mpfen. Zusammen mit den LuT\u2019lern joggte ich durch den Park Sch&#246;ntal um mich dabei nach dem Befinden von Roland Krefter, meinem sch&#228;rfsten AK-Konkurrenten zu erkundigen. Die Runde wurde mir dann aber doch zu gro&#223;, so dass ich im Windschatten von vier Kenianern wieder Richtung Startbereich lief. Sie waren noch in der ersten Aufw&#228;rmphase, im Trainingsanzug und ich konnte ihnen locker im 5-er Schnitt folgen. Zur&#252;ck in der Wei&#223;enburger Stra&#223;e traf ich Tobias Hegmann und meine Vereinskameraden Mario Kritscher und Walter Zengel sowie einen meiner sch&#228;rfsten Kritiker Mario Stenger, der in diesem Jahr l&#228;uferisch noch gar nicht in Erscheinung getreten war. Es blieb f&#252;r jeden noch Zeitf&#252;r einen kurzen Smalltalk.<\/p>\n<p>Dann war es auch schon fast soweit. Erstmals wurden die Elitefrauen drei Minuten vor dem Start des A-Laufes ins Rennen geschickt. Nach ein paar kurzen Steigerungsl&#228;ufen, reihte ich mich ins Feld ein und erblickte in der ersten Reihe den polnischen AK-M50 Spitzenl&#228;ufer der anscheinend kurzfristig nachgemeldet hatte. Nun w&#252;rde der Kampf um den Podestplatz noch schwieriger werden.<\/p>\n<p>Als die ersten Elitefrauen am Herstallturm auftauchten, schickte uns G&#252;nter Guderley ins Rennen. Sofort versuchte ich das Tempo zu kontrollieren in dem ich Roland &#8211; der seitlich versetzt hinter mir lief &#8211; nicht aus den Augen lies. Den Landing hinunter war er dann neben mir und gemeinsam liefen wir die erste Steigung durch die Sandgasse &#252;ber den Ro&#223;markt hoch.<br \/>\nKilometer 1 in 3:31 min, im Vorjahr war ich hier noch etliche Sekunden schneller unterwegs. Auf der Friedrichstra&#223;e wurde die Piste wieder flach und wir liefen erstmals am Moderator G&#252;nter vorbei, w&#228;hrend die Spitze schon auf der Luitpoldstra&#223;e Richtung Schlo&#223; unterwegs war. Kurz vorm Landgericht kam der 180 Grad Wendepunkt, wo man aus vollem Tempo abbremsen muss um danach erneut anzutreten, da hier die Stra&#223;e fast unmerklich aber doch leicht ansteigt. In die Luitpoldstra&#223;e einbiegend hat man bereits die erste Runde absolviert. Hier wird man getragen von den vielen Zuschauern die den Stra&#223;enrand s&#228;umen und die L&#228;ufer frenetisch nach vorne peitschen. Ein gef&#228;hrlicher Abschnitt, da man hier aufgrund der Anfeuerung gerne &#252;berzieht. Zum Gl&#252;ck kann man sich davon auf dem kurzen Bergabst&#252;ck des Landings wieder etwas erholen, bis es schon wieder in der Fu&#223;g&#228;ngerzone die Sandgasse bergauf geht.<br \/>\nHier kam in der zweiten Runde Sebastiano Ilardi, ein weiterer Favorit auf den M50 AK-Sieg von hinten und begr&#252;&#223;te seinen ehemaligen Vereinskameraden Roland, der an meiner Seite lief. Gemeinsam sollten wir nun als Trio im Kampf um den AK-Sieg bis kurz vor dem Ziel das Rennen bestreiten.<\/p>\n<p>Nach der zweiten Runde lies ich die beiden vorne laufen und versuchte einfach nur dran zu bleiben, was auch ganz gut gelang. Dabei sammelten wir einige j&#252;ngere Teilnehmer ein, w&#228;hrend von hinten fast nichts kam. In der vierten und vorletzten Runde, kurz vor der scharfen Kurve zum Ro&#223;markt &#252;berholte uns der Radbegleiter des F&#252;hrenden. Es war jedoch nicht der schnellste Mann, sondern die schnellste Frau die uns \u2013 drei Minuten vorher gestartet &#8211; passierte. Durch meine beiden Vorl&#228;ufer ging ein Ruck und sie setzten hinter ihr her, w&#228;hrend ich zu k&#228;mpfen hatte um dran zu bleiben. Aber ich konnte mich wieder fangen und die kleine L&#252;cke schlie&#223;en.<\/p>\n<p>Als wir dann zum vorletzten Mal am Landgericht wendeten sahen wir die ersten m&#228;nnlichen Kenianer auf der Gegenbahn heranfliegen. Wir orientierten uns in der Luitpoldstra&#223;e sogleich auf die linke Stra&#223;enseite, w&#228;hrend die afrikanischen Spitzenl&#228;ufer in einem wahnsinnigen Tempo rechts in Richtung Ziel auf dem Aschaffenburger Schlo&#223;platz sprinteten. In der Zielkurve hob der F&#252;hrende bereits den Arm im Gef&#252;hl des sicheren Sieges.<\/p>\n<p>Damit hatte ich eines meiner gesteckten Ziele fast erreicht. Es lautete m&#246;glichst nicht von den Kenianern &#252;berrundet zu werden. Im Vorjahr waren sie &#8211; allerdings bei deutlich besseren Wetterbedingungen &#8211; fast 40 Sekunden schneller unterwegs und stellten mich entsprechend einige hundert Meter vorher bereits in der Friedrichstra&#223;e.<\/p>\n<p>Unser kleines Gr&#252;ppchen lief zum letzten Mal die Sandgasse hoch und so langsam stellte sich die Frage wer und wann die erste Attacke gestartet werden w&#252;rde, und wo war eigentlich unser polnischer AK-Gegner? Den Atemger&#228;uschen nach waren wir alle am Limit. Durch die vielen Anfeuerungsrufe meiner Fans, die auf der ganzen Strecke verteilt waren und meinen Namen riefen &#8211; Herzlichen Dank an dieser Stelle \u2013 wussten meine Konkurrenten, dass ich noch dran war.<\/p>\n<p>Kurz nach dem letzten Wendepunkt in der Friedrichstra&#223;e griff Roland an. Er beschleunigte und forcierte das Tempo deutlich, da er sich nicht auf einen Zielsprint einlassen wollte. Sebastiano konnte, oder wollte nicht mitgehen. Auch mir waren die K&#246;rner fast ausgegangen. Aber bis zur Kurve in die Luitpoldstra&#223;e hatte ich mich an Sebastiano herangek&#228;mpft und konnte ihn auf der Au&#223;enbahn &#252;berholen. Kurz vor uns lief zu diesem Zeitpunkt Maximilian Weber, an dem ich auch noch au&#223;en vorbei ging. Sebastiano spielte seine ganze Routine aus und konterte sofort, wobei er auf der Kurven-Innenbahn den k&#252;rzeren Weg hatte. Nur noch wenige hundert Meter bis zum Ziel sp&#252;rte ich pl&#246;tzlich, dass mich diese Aktion etwas &#252;berfordert hatte. Ein regelrechter Brechreiz bremste mich aus und ich musste das Tempo herausnehmen um mich ins Ziel zu retten.<br \/>\nKurz vor der Ziellinie passierte mich noch ein L&#228;ufer der TSG Kleinostheim, aber dies war mir in diesem Moment egal. Entt&#228;uscht w&#228;hnte ich mich auf dem undankbaren vierten AK-Platz und mit 28:24 min war ich zudem noch 14 sec langsamer als im Vorjahr. Ich begl&#252;ckw&#252;nschte meine beiden Mitstreiter die 7 und 5 sec vor mir ins Ziel kamen und auch noch die anderen L&#228;ufer die bereits im Ziel waren oder gerade gefinisht hatten und trabte langsam Richtung Kleiderabgabe.<\/p>\n<p>Die letzten Teilnehmer waren noch auf der Strecke, als mich G&#252;nter Guderley nach dem Ausgang unseres AK-Kampfes fragte. Er konnte von seinem Standpunkt aus den Zieleinlauf nicht verfolgen. Daf&#252;r versicherte er mir, dass der Pole hinter uns war und ich den Sprung aufs Podest geschaffte hatte. Nach dem Duschen bekam ich mit der Ergebnisliste auch noch die schriftliche Best&#228;tigung. Gesamtplatz 47 und der 3. Rang in der AK M50 sowie Platz 1 in unserer Firmenwertung. Damit war der Abend gerettet und ich konnte die Siegerehrung im vollbesetztem Zelt genie&#223;en, wobei auch der einsetzende Regen nichts &#228;nderte.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht20\"><\/a><strong>HM-DM in Griesheim am 17.04.2011<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierte Pendelkurs von 2,5 km<br \/>\nWetter: 17\u00b0, leicht bedeckt, teilweise sonnig, Nordostwind<br \/>\nTeilnehmer: 548 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Gestern wu&#223;te ich noch gar nicht ob ich heute &#252;berhaupt bei der HM-DM w&#252;rde starten k&#246;nnen. Irgendwie f&#252;hlte ich mich wie ger&#228;dert. Trotz 12 Stunden Schlaf kam ich &#252;berhaupt nicht in die G&#228;nge. Um 15 Uhr ging es zum Lauftreff, aber anstelle der obligatorischen 7-er Runde vor einem Wettkampf, lief ich nur 3 km.<\/p>\n<p>Abends gab es dann noch hei&#223;e Zitrone mit Vitamin C und Magnesium und nach einer einigerma&#223;en ruhigen Nacht fuhr ich mit <a href=\"http:\/\/felixhohm.wordpress.com\/\">Felix<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.laz-obernburg.de\/Joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=266&amp;Itemid=71\">Herbert<\/a> nach Griesheim.<\/p>\n<p>Das Rennen selbst lief irgendwie komisch. Die ersten beiden Kilometer in 3:30 min waren trotz chaotischem Start zu schnell. Allerdings ging es anfangs auch leicht bergab. Die n&#228;chsten Kilometer habe ich dann &#8211; eigentlich v&#246;llig untypisch &#8211; &#252;berhaupt nicht mehr kontrolliert. An Kilometer 5 rief uns ein Zuschauer noch 18:15 min zu. Mein Garmin piepste da bereits schon wieder einige Meter vor den offiziellen Markierungen.<\/p>\n<p>Die Strecke befand sich auf einer Stra&#223;e die jeweils ca. 2,5 km in einer Richtung zu belaufen war. Dadurch waren acht 180 Grad Wenden zu laufen, dass ist sowieso nicht meine St&#228;rke. In Richtung Griesheim fiel die Strecke etwas, in die andere Richtung hatte man nicht nur mit einer leichten Steigung, sondern auch mit Gegenwind zu k&#228;mpfen. Teilweise lief man hier auch in der Sonne, weil der Himmel kurz nach dem Start aufriss und die Temperaturen entsprechend anstiegen.<\/p>\n<p>Eigentlich konnte ich meine Position in einem dichten Feld gut behaupten und lief &#252;berwiegend nach vorne. Aber es war nicht mein Tag. Trotzdem bin ich mit den erreichten 1:18:51 h zufrieden. Immerhin, meine zweitschnellste je gelaufene Halbmarathonzeit. Der 14. Platz in der Altersklasse ist allerdings unbefriedigend. Da hatte ich mir im Vorfeld doch mehr ausgerechnet. Dazu h&#228;tte ich aber an meine Bestzeit laufen m&#252;ssen und dies war an diesem Tag definitiv nicht m&#246;glich.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht19\"><\/a><strong>Bayerische Meisterschaft 10 km Stra&#223;e in Burgebrach am 03.04.2011<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierte Rundkurs von 1,666 km in einem Industriegebiet<br \/>\nWetter: 25\u00b0, sonnig, leichter Wind<br \/>\nTeilnehmer: 254 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Eine Woche nach dem \u201eSchnellen-Zehner\u201c stand mit den Bayerischen Meisterschaften &#252;ber 10 km Stra&#223;e in Burgebrach bereits der n&#228;chste Wettkampf an. Im Vorfeld hatte ich mir viel ausgerechnet, als ich dann allerdings das Teilnehmerfeld meiner Altersklasse n&#228;her anschaute, war klar, dass es schwer werden w&#252;rde einen Platz unter den ersten F&#252;nf zu belegen.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Wettkampftag kam dann auch noch ein pl&#246;tzlicher Wetterumschwung hinzu, der mir bereits am Samstag Kopfschmerzen bereitete. Aber es hatten alle mit den &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; gleichen Bedingungen zu k&#228;mpfen. Kann mich nicht erinnern je bei einem Lauf eine derart hohe Ausstiegsquote gesehen zu haben.<\/p>\n<p>Ich stand rechtzeitig an der Startlinie, wurde aber von zahlreichen Teilnehmern die sich weiter vorne platziert hatten zur&#252;ckgeschoben. So eingekeilt war ich noch nie bei einem Wettkampf. Die ersten hundert Meter waren die reinste Katastrophe. Erst kam man nicht weg, dann hie&#223; es Slalom laufen. Der Garmin piepste nach dem ersten Kilometer mit 3:35 min, obwohl es leicht bergan ging. Kilometer zwei war dann mit 3:24 min noch schneller, allerdings hatte ich da schon erste Schluckbeschwerden und einen ausgetrockneten Hals. Bei der Strecke handelte es sich um einen Rundkurs von 1,666 m der sechsmal zu durchlaufen war.<\/p>\n<p>Zum Gl&#252;ck war auf der H&#228;lfte der Runde eine Wasserstation und es gab auch Schw&#228;mme. Dies nutze ich auf jeder weiteren Runde. F&#252;r mich eher ungewohnt, lief ich zusammen mit einigen schnellen Frauen. Die H&#228;lfte der Strecke passierten wir in 17:56 min und dann musste auch ich den warmen Temperaturen auf dem sechsten Kilometer Tribut zollen. Meine bisherige Begleitung lief nach vorne, konnte sich aber nicht richtig absetzten.<\/p>\n<p>In ihrer N&#228;he ein L&#228;ufer meiner Altersklasse, die man an der R&#252;ckennummer gut erkennen konnte. Langsam erholte ich mich etwas von meiner Schw&#228;chephase und konnte nach vorne aufschlie&#223;en, dabei folgte ich einer weiteren Topl&#228;uferin die nach ihren Atemger&#228;uschen deutlich am Limit lief.<\/p>\n<p>Auf der vorletzten Runde passierten wir meine erste Begleiterin, der ich noch kurz meinen Schwamm reichte und die sich auch artig daf&#252;r bedankte. Eingangs der letzten Runde &#252;berholte ich dann Manfred D. den AK M60 Spitzenl&#228;ufer aus Bad Br&#252;ckenau. Jetzt war ich direkt hinter meinem AK-Kollegen aus Coburg, den ich bis kurz vor dem Rennen nur virtuell kannte.<\/p>\n<p>Neben dem gleichen Geburtsjahr haben wir zuf&#228;lligerweise auch den gleichen Trainer und begr&#252;&#223;ten uns kurz vor dem Rennen. Er gratulierte mir bei der Gelegenheit noch zu meinem Kandel-Marathonergebnis. Allerdings l&#228;uft er in einer anderen Liga. Mit 2:40:52 h erzielt in Mainz, war er im letzten Jahr auf dem 4 Platz der deutschen AK-M50 Rangliste.<\/p>\n<p>Ich folgte ihm einige Meter und f&#252;hlte mich dann stark genug um vorbei zu gehen. Er h&#228;ngte sich jedoch hinten rein und attackierte einen Kilometer vor dem Ziel. Sofort ging ich mit und wir legten einen regelrechten Zwischensprint auf den Asphalt, wobei er den K&#252;rzeren zog. Allerdings hatte mich diese Einlage auch die letzten K&#246;rner gekostet und ich sehnte das Ziel herbei. Immer mit einem leichten Blick nach hinten ging es auf die letzten hundert Meter wo ich von einer Frau und zwei Hauptklassel&#228;ufern &#252;berspurtet wurde. Mit 36:39 min bog ich dann in den Zielkanal ein und erholte mich im Gegensatz zu manch anderem Finisher doch relativ schnell wieder von der harten Belastung.<\/p>\n<p>Im Endresultat bedeutete dies den 69(!!!) Gesamtplatz hinter 5 Frauen und 12 AK-L&#228;ufern. Der Rest lief in der Hauptklasse, wo der Sieg mit 30:51 min wegging. In der AK M50 schaffte ich mein Hauptziel einen Platz auf dem Podest &#8211; zwar nur auf Rang 3 &#8211; aber immerhin.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht18\"><\/a><strong>36. Bienwald-Marathon in Kandel am 13.03.2011<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: absolut flache asphaltierte Strecke &#252;berwiegend durch den windgesch&#252;tzen Bienwald<br \/>\nWetter: 9\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Regen, fast kein Wind<br \/>\nTeilnehmer: 575 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Nachdem der Kandel-Marathon im Vorjahr so gut lief, hatte ich mich auch 2011 f&#252;r diesen Fr&#252;hjahrstermin entschieden. Dies bedeutete eine relativ kurze Winterregeneration, da die 50km-DM in Bottrop am 07.11. relativ sp&#228;t lag. Zum Gl&#252;ck kam ich ohne Krankheiten und Verletzungen gut durch den harten Winter und konnte bereits im Dezember mit hohen Umf&#228;ngen die Grundlagen f&#252;r die direkte Marathonvorbereitung legen. Trotzdem barg der Start in Kandel ein gewisses Risiko, da er nur eine Woche nach dem geplanten Greif-Trainingslager in Andalusien lag.<br \/>\nIm Nachhinein gesehen war die Regenerationszeit sicherlich etwas zu kurz, da ich mich bis zwei Tage vor dem Start noch nicht richtig erholt gef&#252;hlt hatte. Obwohl in der zweiten Woche des Trainingslagers die Einheiten reduziert wurden, kamen zu der Belastung die Reisestrapazen und die Temperaturumstellung sowie noch ein kleiner gesundheitlicher Infekt.<\/p>\n<p>Wie im letzten Jahr, reiste ich auch heuer am Vortag an. Allerdings war ich dieses Mal ganz alleine, ohne Vereinskollegen und Bekannte in Kandel. Nach dem abholen der Startunterlagen, brachte ich das Gep&#228;ck in das gebuchte Zimmer in Minfeld. Dabei fuhr ich zuf&#228;lligerweise mit dem Auto die ersten vier Kilometer auf der original Marathonstrecke.<\/p>\n<p>Das letzte Carboloading bestand dann &#8211; wie immer &#8211; aus einer leckeren Pizza. Nach einer etwas unruhigen Nacht im fremden Bett, wachte ich fr&#252;hzeitig vor dem Weckerklingeln auf. Das Fr&#252;hst&#252;ck bestand aus dem obligatorischen Honigbr&#246;tchen, einer Tasse Tee und einer Portion Ultra Starter. Anschlie&#223;end mixte ich die Eigenverpflegung, bestehend aus Ultra Buffer mit AddOn Amino und f&#252;llte ihn in die vorgesehenen Trinkflaschen. Dann ging es auch schon los ins nahe gelegene Bienwaldstadion wo ich einen guten Parkplatz ganz in der N&#228;he der Startlinie bekam.<\/p>\n<p>In der Nacht hatte es etwas geregnet denn die Stra&#223;en waren nass. Ich deponierte meine Eigenverpflegung an der daf&#252;r vorgesehenen Abgabe und setzte mich ins Auto, um bis zum Start noch etwas zu entspannen. Es fing an leicht zu regnen. Als es Zeit wurde, zog ich mich um und lief mich etwas ein. Bisher hatte ich noch kein bekanntes Gesicht entdeckt. Erst auf dem Weg zum Start sprach mich ein L&#228;ufer an, mit dem ich letztes Jahr auf den letzten Kilometern unterwegs war. Leider hatte er sich dieses Mal &#8211; wegen Trainingsr&#252;ckstand aus gesundheitlichen Gr&#252;nden &#8211; ein anderes Zeitziel gesteckt. Wir h&#228;tten sicher ein gutes Gespann abgegeben, da er auch nach Peters Pl&#228;nen trainiert. Er w&#252;nschte mir noch viel Erfolg f&#252;r den Lauf.<\/p>\n<p>Relativ sp&#228;t ging ich dann von vorne in den Startblock und stand unmittelbar in der zweiten Reihe. Kurz darauf gab der rheinland-pf&#228;lzische Ministerpr&#228;sident Kurt Beck den Startschuss.<br \/>\nWie immer liefen zahlreiche L&#228;ufer in Scharen links und rechts an mir vorbei. Unbeeindruckt davon versuchte ich mein Tempo zu finden. Mein Erstziel hatte ich auf eine sub 2:45 h gesetzt. Dies bedeutete nach der Greifschen Marathon-Taktik 3:57\/km f&#252;r die ersten 15 km. Ab da 3:50\/km bis km 30 um dann die restlichen 12,2 km in 3:54\/km durch zubringen.<\/p>\n<p>Der erste Kilometer war mit 3:57 min eine glatte Punktlandung. Von hinten kamen immer noch schnellere L&#228;ufer. In einem Pulk von M&#228;nnern umgeben waren sogar schon zwei Frauen, mit Nicole Leder, dabei. Ihren Ehegatten Lothar sah ich kurz vorher an der Startlinie, aber er hatte sich nach dem Start gleich nach vorne orientiert und lief dieses Jahr nur den Halbmarathon.<\/p>\n<p>Irgendwie lies ich mich von der Gruppe mitrei&#223;en und mit 3:51 min war der zweite Kilometer deutlich zu schnell. Also lies ich sie ziehen und der Garmin, den ich auf Auto-Lap gestellt hatte, piepste genau an der 3 km-Markierung mit 4:01 min auf der Anzeige. Die ersten f&#252;nf Kilometer waren mit 19:39 min knapp 9 Sekunden zu schnell.<\/p>\n<p>Die Getr&#228;nkeaufnahme klappte bestens und es ging aus Minfeld heraus &#252;bers freie Feld. Vor mir hatte sich eine L&#228;ufergruppe abgesetzt und es gab ein gr&#246;&#223;eres Loch. Seitlich standen einige Windr&#228;der die sich aber nicht bewegten, da es fast windstill war. Langsam fiel ein junger L&#228;ufer aus der Gruppe vor mir und ich passierte ihn schon wenige Augenblicke sp&#228;ter. Er war vollkommen am Limit und hatte sich wahrscheinlich total &#252;bersch&#228;tzt.<br \/>\nKurz nach dem erstmaligen einbiegen in den Bienwald begann f&#252;r mich schon das &#220;berholen. Meine Splits pendelten zwar etwas, aber es war alles im Soll. Die zweiten 5 Kilometer gingen mit 19:40 min weg, Kilometer 10 passierte ich nach 39:24 min. Zw&#246;lf Sekunden zu schnell, war aber nicht dramatisch, es lief einfach.<\/p>\n<p>Mittlerweile war ich in einer kleinen Gruppe unterwegs, die sich aber am Halbmarathon Wendepunkt um km 13 alle verabschiedeten. Ab hier sollte es ein einsames Rennen f&#252;r mich werden. Anfangs h&#246;rte ich zwar noch Schritte, aber der Atemrhythmus dazu klang schon sehr angestrengt. Also nur eine Frage der Zeit, den ich hatte unbewusst schon etwas angezogen und die letzten 5 km mit 19:33 min absolviert. Allerdings piepste der Garmin bereits einige Meter vor den offiziellen km-Markierungen. Km 15 passierte ich in 59:04 min und hatte damit ein Zeitpuffer von 20 Sekunden.<\/p>\n<p>Hier begann nun der Tempowechsel und es hie&#223; forcieren. Der Kilometerschnitt sollte laut Plan um 7 Sekunden gesteigert werden. Dies gelang mit nachfolgenden 3:46\/km und 3:47\/km Splits relativ locker, w&#228;hrend mein unmittelbarer Verfolger pl&#246;tzlich nicht mehr zu h&#246;ren war. Weit vorne war ein einzelner L&#228;ufer zu sehen, der aber mit gro&#223;em Abstand vor mir her lief. Vor der kleinen Ortschaft Schaidt ging es scharf rechts in ein Industriegebiet. Hier stand wie jedes Jahr eine \u201eGuggemusik-Kapelle\u201c und machte m&#228;chtig Radau. Direkt in der Kurve kam mir auch schon der F&#252;hrende entgegen. Er hatte bereits einen gro&#223;en Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Durch den Wendepunkt konnte man sch&#246;n durchz&#228;hlen und ich fand mich auf Platz 21 wieder. Der 5 km Abschnitt ging in 19:13 min weg, km 20 passierte ich in 1:18:32 h. Die Anzeige des Garmin wurde im Abstand zu den offiziellen Markierungen immer gr&#246;&#223;er.<\/p>\n<p>Kurz vor &#220;berquerung der Zeitmatte bei der Streckenh&#228;lfte konnte ich den vor mir Laufenden endlich &#252;berholen. Die offizielle Halbmarathonzeit betrug 1:22:50 h. Damit war ich auf die Sekunde im Zeitplan. Als der &#220;berholte sich hinten reinh&#228;ngen wollte forcierte ich etwas und lief km 22 in 3:46 min. Vorne tauchte schon das n&#228;chste Opfer in Schlagdistanz auf. So langsam machte die Sache richtig Spa&#223;, die Beine waren gut. Wir liefen nun durch den dichten Bienwald, zum Wendepunkt in s&#252;d&#246;stlicher Richtung. Am Trikot erkannte ich, dass mein n&#228;chstes Opfer ein Vereinskollege des zuletzt &#220;berholten war. Im vorbeilaufen rief ich ihm noch zu, dass sein Vereinskamerad gleich kommen w&#252;rde. Anscheinend hatte er irgendwelche Oberschenkelprobleme, den er wurde immer langsamer. Den Abschnitt von km 20 &#8211; 25 absolvierte ich in 19:11 min, immer noch voll im Soll.<\/p>\n<p>Die F&#252;hrenden waren mittlerweile schon wieder vorbei und vor mir lief eine gr&#246;&#223;ere Gruppe, die sich jedoch langsam aufl&#246;ste. Ich rollte das Feld von hinten auf und konnte bis zur Wende &#252;berholen. Erstaunt sah ich danach im nun entgegenkommenden Feld die erste Frau, die gar nicht so weit hinter mir lag. Ich orientierte mich nur nach vorne. Nach meiner Rechnung lag ich mittlerweile auf Platz 17, was mir ein entgegenkommender Radfahrer auch best&#228;tigte. Vorne fielen immer mehr aus der Gruppe und wurden zur leichten Beute. Allerdings wurde ich mit 19:19 min f&#252;r den 5 km-Abschnitt etwas langsamer, lag aber immer noch gut im geplanten Zeitfenster.<\/p>\n<p>Kurz bevor es wieder rechts weg auf die Bundesstra&#223;e ging konnte ich auf die beiden zuletzt Verbliebenen der Gruppe auflaufen. W&#228;hrend ich sie passierte, w&#252;nschte mir der eine noch viel Spa&#223;. Bis km 35 hatte ich einen 5-er Split von 19:28 min und es wurde langsam hart. Die Oberschenkel schmerzten, k&#228;mpfen war nun angesagt.<\/p>\n<p>Die zwei zuletzt &#252;berholten L&#228;ufer lie&#223;en sich nicht absch&#252;tteln und waren wieder an mir dran. Wir bildeten eine kleine Zweckgemeinschaft. Sie wurden von zwei Radfahrern betreut, die ihre Getr&#228;nke transportierten und sich sogar anboten die Verpackung des Gel-Chips &#8211; von denen ich mittlerweile den zweiten konsumierte &#8211; zu entsorgen.<br \/>\nGemeinsam &#252;berholten wir noch einen Teilnehmer und in einiger Entfernung vor uns tauchte das gelbe Trikot von Thomas Dehaut &#8211; einem 50 km Spitzenl&#228;ufer &#8211; auf, der betr&#228;chtlich wackelte. Von weitem sahen wir, dass er an der Verpflegungstelle kurz vor km 36 sogar stehen blieb. Dabei blickte er sich nach hinten zu uns um und lief weiter.<br \/>\nLeider bekam ich kurz darauf bei der Getr&#228;nkeaufnahme erstmals Probleme. Eigentlich bin ich ja kein Freund von Gels, aber ich hatte noch eine Probepackung &#252;brig. Diese hatte ich im Vorfeld mit Tesa an die Trinkflasche geklebt. Aufgrund schlechter Erfahrungen, nahm ich nun die Trinkflasche und gleichzeitig einen Becher Wasser zum sp&#252;len. Da man aber nur zwei H&#228;nde hat, bekommt man in so einem Fall Probleme das Gel aufzurei&#223;en. Also nahm ich die Z&#228;hne dazu und dr&#252;ckte mir einen Teil der klebrigen Masse dabei &#252;ber die linke Hand. Irgendwie schaffte ich es dann doch noch das restliche Gel mit dem Wasser und dem Buffer aus der Trinkflasche runter zu sp&#252;len, aber meine beiden Begleiter waren mittlerweile hundert Meter vor mir. Mit 4:08\/km hatte ich hier auch meinen langsamsten Split. Langsam k&#228;mpfte ich mich wieder heran und als es in einer scharfen Linkskurve wieder Richtung Kandel ging war ich wieder dran. Dabei merkte ich, dass einer meiner Begleiter deutlich schw&#228;chelte w&#228;hrend der andere sicher noch schneller h&#228;tte laufen k&#246;nnen. Aber er versuchte den anderen zu motivieren und zu ziehen. Wir liefen aus dem Wald und erstmals sp&#252;rte ich ein leichtes verkrampfen meiner linken Wade. Die Oberschenkel schmerzten immer st&#228;rker und w&#228;hrend km 38 noch in 3:59 min ging, zeigte der Garmin f&#252;r den n&#228;chsten km 4:03 min. Zu allem Ungl&#252;ck verpasste ich die letzte Verpflegungstadion auf der Strecke. Die Radbegleiter meiner Mitl&#228;ufer reichten ihnen Cola. Ich sah den einen fragend an und er reichte mir freundlicherweise die Flasche bevor er sie weg warf. Der kurze Schluck mobilisierte und ich konnte km 40 wieder in 3:59 min laufen. Dabei konnte ich mich etwas absetzten. Allerdings musste ich h&#246;llisch aufpassen wie ich den linken Fu&#223; belastete, da die Krampfneigung in der Wade in immer k&#252;rzeren Abst&#228;nden kam. Der letzte 5 km-Split war mit 20:12 min deutlich langsamer.<\/p>\n<p>Von hinten h&#246;rte ich immer noch die motivierenden Zurufe des einen. Es ging nun in die letzte scharfe Rechtskurve. Den km 41 hatte ich am Vortag noch fotografiert und mir gew&#252;nscht ihn in 2:40 passieren zu k&#246;nnen. Beim passieren der Markierung zeigte die Uhr jedoch bereits deutlich &#252;ber 2:41 und mir war klar, dass das Erstziel durch war. Trotzdem k&#228;mpfte ich um jeden Meter. Wie im Vorjahr stand Gerhard an der Strecke und feuerte mich auf dem letzten Kilometer euphorisch an. Thomas Dehaut hatte seine ganze Routine ausgespielt und sich noch um zwei Pl&#228;tze nach vorne arbeiten k&#246;nnen. Am Zaun parallel zum Bienwaldstadion laufend wurde ich von dem einen ehemaligen Begleiter locker &#252;berholt. Er sprintete jetzt ohne R&#252;cksicht auf seinen Kollegen Richtung Ziel. Kurz vor dem abbiegen ins Stadionrund zuckte die linke Wade nochmals kr&#228;ftig, aber es reichte noch bis zur Ziellinie, die ich gl&#252;cklich in neuer pers&#246;nlicher Bestzeit von 2:46:37 h &#252;berqueren konnte.<\/p>\n<p>In der Gesamtwertung bedeutete dies den 12. Platz, der dann aber zwei Tage sp&#228;ter auf Platz 11 korrigiert wurde. Gleichzeitig konnte ich damit die Altersklasse M50 gewinnen. Ein besonderes Ereignis war dann noch die Siegerehrung, die von dem bekannten Laufmoderator Artur Schmidt vorgenommen wurde. Bekannt f&#252;r sein Insiderwissen stellte er mich &#252;berraschenderweise bei der Siegerehrung der Altersklasse sogar als Deutschen Meister der Altersklasse M50 im Jahr 2010 vor. Nur schade, dass sich die Halle schon betr&#228;chtlich geleert hatte weil sich das Ganze doch ziemlich in die L&#228;nge zog.<\/p>\n<p>Laut offizieller Ergebnisliste lief ich die beiden H&#228;lften in 1:22:50 h und 1:23:46 h. Damit hatte ich mir das Rennen nicht schlecht eingeteilt.<br \/>\nMit diesem Erfolg gelang es meine pers&#246;nliche Bestzeit, aus dem Vorjahr, an gleicher Stelle, um fast zwei Minuten zu unterbieten. Gleichzeitig &#252;bernahm ich &#8211; im noch jungen Laufjahr 2011 &#8211; die Spitzenposition in der aktuellen Leistungsbilanz des bayerischen Untermains. Au&#223;erdem verbesserte ich damit die schnellste gelaufene Marathonzeit eines 51-j&#228;hrigen, in dieser seit 2001 gef&#252;hrten Statistik um &#252;ber 10 Minuten und erzielte zus&#228;tzlich die aktuelle deutsche Jahresbestzeit meiner Altersklasse!<\/p>\n<p>Auch wenn ich mein Erstziel verfehlt habe, konnte ich stolz und gl&#252;cklich nach einem langen Tag die Heimreise antreten.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht17\"><\/a><strong>34. Halbmarathon M&#246;rfelden am 13.02.2011<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher, leicht welliger Rundkurs &#252;ber 10,5 km, zweimal zu absolvieren, &#252;berwiegend Naturwege bis auf den Start-\/Zielberich und einmal Durchlauf auf der Tartanbahn im M&#246;rfelder Waldstadion<br \/>\nWetter: 6\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Wind aus S&#252;dwest<br \/>\nTeilnehmer: 448 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Die Form scheint zu stimmen, dass best&#228;tigte sich zumindest beim obligatorischen Testwettkampf im Rahmen der Marathonvorbereitung. Bereits zum vierten Mal stand ich am Start des Halbmarathons in M&#246;rfelden. Allerdings war diese Veranstaltung bei meinen bisherigen Teilnahmen noch nie so stark besetzt gewesen.<\/p>\n<p>Der Startschuss erfolgte p&#252;nktlich und vorne ging gleich die Post ab. Ich hatte mir vorgenommen offensiv zu laufen und ging mit. Trotz einiger rutschigen Matschpassagen, ging der erste Kilometer in 3:30 min weg. Auch auf dem zweiten Kilometer war es teilweise rutschig, aber mit 3:36 min war ich noch immer gut dabei. Mittlerweile bildete ich mit Mario M. und einem weiteren L&#228;ufer eine kleine Dreiergruppe. Nur wenige Meter vor uns lief ein rotes Trikot mit meiner Altersklasse darin. Ich versuchte an ihn heran zu laufen, was aber nicht gelang. Mittlerweile piepste der Garmin bei Kilometer drei in 3:29 min. Weiter ging es in 3:34\/km und 3:36\/km allerdings schon etwas vor den offiziellen Kilometer-Markierungen.<br \/>\nMit 17:45 min stellte ich damit so nebenbei eine neue 5 km Bestzeit auf. Bis zum Wendepunkt &#8211; zwischen Kilometer f&#252;nf und sechs &#8211; konnte ich an Mario dran bleiben, dann musste ich abrei&#223;en lassen, obwohl Kilometer sechs auch in 3:31 min wegging. Der Abstand wurde zusehends gr&#246;&#223;er, zumal es hier auch ganz leicht bergan ging.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/Bilder\/2011Moerfelden.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/edgar-morschhaeuser.de\/Bilder\/2011Moerfeldenklein.jpg\" alt=\"\"><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.laufsportfotos.de\/\">Bildquelle: www.laufsportfotos.de<\/a><\/p>\n<p>Ich versuchte einen vern&#252;nftigen Rhythmus zu finden. Kilometer zehn passierte ich nach Garmin in 36:12 min und hatte damit schon wieder eine neue Bestzeit aufgestellt. Allerdings kostete das matschige Teilst&#252;ck bis zum Stadion einiges an zus&#228;tzlichen K&#246;rnern und ich war froh als ich auf der Tartanbahn wieder vern&#252;nftig laufen konnte. Mario und sein Begleiter waren ca. 100 m vor mir.<br \/>\nNach der Stadionrunde, ging es wieder zum Tor hinaus und neben den Matschpassagen musste man hier auch auf die entgegenkommenden Teilnehmer achten. Mein Splits pendelten sich auf 3:50\/km ein und wurden zusehends langsamer.<br \/>\nMario hatte das rote Trikot mittlerweile passiert und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es auch nicht mehr viel schneller als ich unterwegs war. Das Problem war nur der gro&#223;e Abstand zwischen uns und mein Zustand, denn ich konnte nicht mehr zusetzen, da ich ziemlich platt war.<br \/>\nMittlerweile passten die Kilometerabst&#228;nde des Garmin mit den Markierungen wieder &#252;berein und mit 55:50 min passierte ich den 15-ten Kilometer. An der Wende sah ich, dass sich von hinten drei Verfolger n&#228;herten und ich hatte auf dem nachfolgenden Kilometer mit 4:04 min meinen totalen Tiefpunkt<br \/>\nJetzt kam die bittere Strafe f&#252;r das zu schnelle Anfangstempo. Ich wurde von zwei L&#228;ufern passiert und hatte keine Chance ihr Tempo mit zu gehen. Mein Oberk&#246;rper verkrampfte, es kamen noch Stiche hinzu und ich versuchte mich irgendwie locker zu machen. Insgeheim dachte ich sogar an einen Ausstieg. Aber erneute Schritte von hinten mobilisierten mich wieder etwas. Obwohl ich nicht lange dagegen halten konnte, gelang es mir zumindest dem L&#228;ufer etwas zu folgen. Dann kam zum letzten Mal die Matschpassage und der Zielsprecher war zu h&#246;ren.<br \/>\nMit 1:19:40 h lief ich in den Zielkanal ein. In der Ergebnisliste bedeutete dies den 17 Gesamtplatz und den undankbaren 2. Rang in der Altersklasse.<\/p>\n<p>Damit hatte ich zwar mein Ziel die sub 1:20 erreicht, &#228;rgerte mich aber, da mit einer vern&#252;nftigeren Renneinteilung sicher deutlich mehr drin gewesen w&#228;re. Auf der anderen Seite bin ich mir sicher, dass in diesem Jahr bestimmt noch die ein oder andere Bestzeit fallen wird. Vorausgesetzt die Gesundheit spielt mit&#8230;<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht16\"><\/a><strong>38. Herbstwaldlauf mit 50km-DM in Bottrop am 07.11.2010<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht welliger Rundkurs &#252;ber 25 km, zweimal zu absolvieren, &#252;berwiegend Naturwege<br \/>\nWetter: 7\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Wind aus S&#252;dwest<br \/>\nTeilnehmer: 278 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Endlich war es soweit, am Ende einer langen erfolgreichen Saison stand mit der 50km-DM in Bottrop der Jahresh&#246;hepunkt an. Ein Deb&#252;t auf einer neuen Streckenl&#228;nge, die ich mir zu meinem 50. Geburtstag herausgesucht hatte. Als Sahneh&#228;ubchen oben auf, fand der Wettkampf im Rahmen einer offiziellen Deutschen Meisterschaft statt.<\/p>\n<p>Fast w&#228;re der pers&#246;nlich gesteckte Zeitplan f&#252;r den Herbstwaldlauf in Bottrop etwas durcheinander geraten. Da wir bereits am Vortag angereist waren, fuhren wir am Sonntag in aller Fr&#252;he zu <a href=\"http:\/\/runaway76.wordpress.com\/blog\/\">Tobis<\/a> Hotel, um ihn von dort mit zum Start zu nehmen. Unsere Begleiter Andrea, Simone und Ida planten erst sp&#228;ter nachzukommen. Um unsere Eigenverpflegung abzugeben, mussten wir bis sp&#228;testens um 8 Uhr vor Ort sein. Mit einem Navi in einer fremden Umgebung eigentlich kein Problem, wenn man neben der Stra&#223;e auch noch die entsprechende Hausnummer hat. Die hatten wir aber leider nicht und so lotste uns das Navi, wie zahlreiche andere Ortsfremde Teilnehmer auch, in eine Sackgasse ans andere Ende der betreffenden Stra&#223;e. Als wir dies erkannten wurde es hektisch, denn uns blieben nur noch wenige Minuten. Zum Gl&#252;ck erreichten wir auf den letzten Dr&#252;cker das <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bergwerk_Prosper-Haniel\">Bergwerk Prosper-Haniel<\/a> nahe Bottrop, von wo aus der Lauf gestartet wurde.<\/p>\n<p>Wie sich dann herausstellte war die ganze Hektik umsonst, da man es hier nicht so genau mit der Abgabezeit nahm. Wir hatten noch reichlich Zeit und schauten uns etwas um. Dabei bewunderten wir die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kaue\">Kaue<\/a> des Bergwerks, die uns als Umkleider&#228;ume zur Verf&#252;gung standen. Mittlerweile herrschte reger Betrieb und wir setzten uns noch etwas ins Auto zum relaxen, bevor wir uns umzogen und zum Start trabten. Dort trafen wir auf Ines, die eine Woche zuvor noch den Frankfurt-Marathon gelaufen war. Nach einem kurzen Smalltalk, und gegenseitigen guten W&#252;nschen ging es auch schon los.<\/p>\n<p>Da ich aus der zweiten Reihe startete konnte ich die vor mir Laufenden gut kontrollieren und z&#228;hlte schon mal durch. Bis zum ersten Kilometer schoben sich noch einige vorbei und ich lag auf der 12 Gesamtposition. Mit 4:01\/km war ich um einige Sekunden zu schnell unterwegs. Da das Tempo aber noch einigerma&#223;en im Fahrplan lag machte ich mir dar&#252;ber keine Gedanken. Es ging hoch auf eine schmale Br&#252;cke die &#252;ber eine Stra&#223;e f&#252;hrte. Hier wurden bereits die ersten H&#246;henmeter bew&#228;ltigt. Der Untergrund wechselte st&#228;ndig und durch die vielen nassen Bl&#228;tter und Steine war er auch nicht gerade ideal zum schnellen Laufen.<\/p>\n<p>So langsam sortierte sich das Feld und der Abstand nach vorne wurde zunehmend gr&#246;&#223;er. An einer Bundesstra&#223;e ging es rechts weg, wieder ein kurzes St&#252;ck auf Asphalt, bevor wir die Stra&#223;e &#252;berquerten und endg&#252;ltig auf Naturwegen in ein gro&#223;es Waldgebiet kamen. Mittlerweile hatte ich einen Begleiter gefunden, der in etwa mein Tempo lief. Auf meine neugierige Frage nach der Altersklasse, wurde er gespr&#228;chig und erz&#228;hlte, dass er in der M45 startet. Bei einer Marathonbestzeit von 2:48 absolvierte er seinen ersten 50-er mit einer angepeilten Zielzeit von 3:40 h. So genau wollte ich es eigentlich gar nicht wissen, und entgegnete ihm lediglich, dass er daf&#252;r wohl etwas zu schnell unterwegs sei.<\/p>\n<p>Mittlerweile waren wir in einer Linkskurve auf die zweimal zu laufende gro&#223;e Schleife eingebogen. Hier war die erste Verpflegungsstation, an dem ich meine Flasche aufnahm. Eigentlich hatte ich gar kein Bed&#252;rfnis zu trinken. Aber was soll\u2018s, nach dem Motto <em>&#8222;lieber zu fr&#252;h als zu sp&#228;t&#8220;<\/em> trank ich meinen Ultra-Buffer. Mein Partner wurde immer redseliger und ich lies mich hinter ihn zur&#252;ckfallen damit ich meine Ruhe hatte. Nachdem mein Garmin anfangs mit den ersten km-Markierungen &#252;bereingestimmt hatte, piepste er mittlerweile bereits einige Meter vor den km-Schildern. Km 5 passierten wir in 20:30 min, die Pace passte ganz gut und ich f&#252;hlte mich bei relativ niedrigen Pulswerten pudelwohl.<\/p>\n<p>Kurz nach km 6 kam ein Abzweig nach rechts und es ging eine ganze Weile gerade aus, bis zu einer kurzen Wendepunktstrecke. Die vor uns Laufenden waren nicht mehr zu sehen und hinter uns kam ein ganzer Pulk L&#228;ufer. Mittlerweile hatte ich die Initiative &#252;bernommen und bog nach rechts ab. Mit 3:56\/km und 4:00\/km zog ich etwas an und pl&#246;tzlich war mein Laufpartner weg. Km 10 passierte ich nach dem Garmin in 40:54 min. Nach einem scharfen Rechtsknick kam eine lange Gerade, die am Ende &#252;ber die Felder f&#252;hrte. Hier machte sich der kalte Wind bemerkbar. Seltsamerweise wechselten auch die km-Splits st&#228;ndig, da es kaum merklich immer wieder leicht bergauf oder bergab ging. Irgendwo hatte ich gelesen die Strecke h&#228;tte 150 Hm &#252;ber die 50 km Distanz. Durch die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kirchheller_Heide\">Kirchheller Heide<\/a> ging es am Ufer um den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidhofsee\">Heidhofsee<\/a>, bis die Strecke an einer spitzen Kehre wieder vom See in den Wald f&#252;hrte.<\/p>\n<p>Die Aufnahme der Eigenverpflegung am dritten Versorgungspunkt klappte reibungslos. Km 15 zeigt der Garmin 1:01:14 h, alles im Soll. Die beiden vor mir Laufenden kamen immer n&#228;her und fast erschrocken registrierte ich, dass ich km 17 in 3:46 min gelaufen war. Sofort nahm ich etwas Tempo heraus. Kontrolliert lief ich an einem L&#228;ufer vorbei, w&#228;hrend der andere eine Pinkelpause einlegt und dabei gleich mit &#252;berholt wurde. Damit befand ich mich auf Gesamtpositon 8 wieder. Doch die Freude w&#228;hrte nur kurz, denn bei km 18 passierte mir etwas, was ich in meinen bisherigen Wettk&#228;mpfen noch nicht erlebt hatte. Meine Blase meldete sich so stark, dass ich am Ufer des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heidesee_%28Bottrop%29\">Kirchheller Heidesees<\/a> eine ungewollte Pause einlegen musste. Die beiden kurz zuvor &#220;berholten zogen wieder an mir vorbei. Mit 4:28\/km hatte ich damit meinen bisher langsamsten Split. Km 20 passiere ich in 1:21:46 h immer noch im Soll.<\/p>\n<p>Hier liefen wir dann ins Feld der sp&#228;ter gestarteten 10 km Teilnehmer auf der sowieso schon recht schmalen Strecke. Im Slalomlauf pfl&#252;gte ich mich als Ultra-L&#228;ufer durch die langsameren 10 km-Teilnehmer. Dabei wurde die f&#252;nfte Verpflegungsstation passiert, welche auch gleichzeitig die Erste war. Von hier ging es von der gro&#223;en Schleife wieder Richtung Zeche, in den Start-\/Zielbereich. Mittlerweile rumorte es gewaltig in meinem Darm, was mich kurz darauf zwang den zweiten unfreiwilligen Boxenstopp einzulegen. Mit 4:40\/km sollte dieser km 23 der langsamste des ganzen Rennens sein. Beim weiterlaufen wurde es total undurchsichtig da ich im dichten Feld des 10-ers den &#220;berblick verloren hatte und nicht wusste in wie weit sich die Gesamtreihenfolge des Ultralaufes ver&#228;ndert hatte.<\/p>\n<p>Der F&#252;hrende kam mir bereits mit einem wahnsinnigen Speed entgegen. Kurz darauf ging es wieder &#252;ber die Br&#252;cke, wo mir am h&#246;chsten Punkt Tobi begegnete. Wir klatschten uns im Vorbeilaufen ab und feuerten uns gegenseitig an. Er lag also auf Position 2 und sah noch relativ locker aus. Wieder unten angekommen, kam der Dritte, der schon wesentlich grimmiger schaute. Vor mir tauchte jetzt auch wieder das rote Trikot des aktuellen <a href=\"http:\/\/www.laufreport.de\/portraits\/personen\/strosny\/strosny.htm\">Deutschen Meisters<\/a> im 24 Stundenlauf auf, den ich bereits zweimal &#252;berholt hatte. Wir liefen Richtung Wende und wurden dabei von zahlreichen Zuschauern angefeuert und vom Streckensprecher begr&#252;&#223;t. Hier herrschte durch den Zieleinlauf des 10-ers eine richtig gute Stimmung. Mit 1:43:22 h passiere ich mit 13 sec R&#252;ckstand auf Gesamtplatz 8 die Streckenh&#228;lfte.<\/p>\n<p>Nun wurde es teilweise gef&#228;hrlich, weil man gegen den Strom der entgegenkommenden Teilnehmer lief. Bei den Menschenstr&#246;men war es gleichzeitig unm&#246;glich die nachfolgenden Ultral&#228;ufer zu erkennen. Wieder die Br&#252;cke hoch bis zur Verpflegungsstation 7 konnte ich mich zum dritten Mal an dem vor mir Laufenden vorbei arbeiten.<\/p>\n<p>W&#228;hrend ich die letzten drei km in einem 4:01-er Schnitt lief, bekam ich kurz nach der Verpflegung erstmals Probleme. Dies lag an dem Gel, welches ich mir an meine Trinkflasche geklebt hatte. Da ich relativ unerfahren mit dem Zeug bin hatte ich mir die komplette Ladung in den Mund gedr&#252;ckt. Bis ich dann meine Flasche auf hatte und nachsp&#252;len wollte bekam ich schon fast keine Luft mehr, so dass ich mich verschluckte und den ganzen Inhalt wieder ausspucken musste. Dabei verkrampfte mein Zwerchfell und ich bekam Angst, dass ich Seitenstechen bekommen w&#252;rde. Durch tiefes gleichm&#228;&#223;iges atmen bekam ich die Probleme wieder in den Griff und konnte mich von meinem Mitkonkurrenten langsam absetzen.<\/p>\n<p>Auf Gesamtposition 8 liegend passierte ich in 2:03:23 h km 30. An dem kurzen Wendest&#252;ck, dann der Schock. Im Abstand von wenigen hundert Metern folgte mir eine Gruppe, die alle noch recht gut aussahen. Meine n&#228;chsten Splits gingen jetzt mit 4:10-4:12-4:16-4:15-4:19 deutlich nach unten und ich h&#246;rte schon Schritte hinter mir. Ein L&#228;ufer war aus der Verfolgergruppe gelaufen und setzte zum &#252;berholen an. Sofort h&#228;ngte ich mich hinten rein und nahm sein Tempo auf. Die km-Abschnitte wurden wieder deutlich schneller, bei km 35 hatte ich dann 2:24:35 h auf dem Garmin. Mein Vordermann machte gnadenlos Tempo und ich versuchte dranzubleiben um nur nicht abrei&#223;en zu lassen. Den km 40 passierten wir in 2:45:22 h und die Marathondistanz nach 2:55:30 h.<\/p>\n<p>Vorne tauchte ein L&#228;ufer auf der deutlich wackelte und dem wir uns schnell n&#228;hern konnten. Meine Adukktoren machten sich immer st&#228;rker bemerkbar. Zu allem &#220;bel begann auch der rechte Fu&#223; am Spann zu schmerzen. Anscheinend hatte ich den Laufschuh irgendwie zu fest geschn&#252;rt. Am Kirchheller Heidesee schluckten wir dann den L&#228;ufer vor uns, der zuletzt immer langsamer wurde. Mittlerweile hatte ich auch schon den dritten Gel-Chip intus und konnte keinen Buffer mehr sehen. Meine rechte Hand war von den Gels ganz klebrig.<\/p>\n<p>Am letzten Versorgungsstand kurz vor km 47 bei der Getr&#228;nkeaufnahme lief mir mein Tempomacher dann davon. Er hatte seinen n&#228;chsten Konkurrenten fixiert. Mir kamen die letzten Ultral&#228;ufer entgegen, die sich auf ihre zweite Runde begaben. Noch 3 Kilometer, die Splits gingen runter auf 4:20\/km. Der Tempomacher vor mir setzte zum &#252;berholen an und sein Opfer versuchte dranzubleiben, umsonst.<\/p>\n<p>Insgeheim spekulierte ich ob es m&#246;glich w&#228;re, ihn auch noch bis zum Ziel zu erreichen. Mit uns liefen jetzt wieder einige langsame L&#228;ufer, anscheinend der Schwanz des 25-km Laufes. Ich kam n&#228;her heran. Aber leider drehte sich mein neuer Vordermann kurz nach der Br&#252;cke um und sah mich. Er mobilisierte seine letzten Reserven und ich im 4:20-er Tempo hinterher. Zu mehr waren die m&#252;den Beine nicht mehr in der Lage. Jetzt wurde es richtig hart, aber die Zeche kam immer n&#228;her und der Zielsprecher war schon zu h&#246;ren. Die ersten Zuschauer standen am Stra&#223;enrand und ich gab nochmals alles.<\/p>\n<p>Mein Garmin piepste und zeigte den Kilometer 50 in 4:15 min an. Ich musste jedoch noch scharf rechts herum und sah endlich das Ziel vor mir. Pl&#246;tzlich bekam ich sogar die Beine wieder hoch und riss schon einige Meter vor dem Zieleinlauf jubelnd die H&#228;nde hoch. Der Sprecher begr&#252;&#223;te mich als neuen Deutschen Meister in der Altersklasse M50, auf Gesamtplatz 8 einlaufend.<\/p>\n<p>Ich war &#252;bergl&#252;cklich, den Plastiksack den man mir reichte lehnte ich ab. Die Medaille nahm ich dankend an. Im Zielauslauf bedanke mich bei meinem Tempomacher, der sich wiederum bei mir bedankte, weil er alleine sicher nicht so schnell gelaufen w&#228;re. Gl&#252;ckliche Gesichter, wohin man schaute. Tobi, der als Gesamtzweiter in toller neuer Bestzeit finishte, kam hinzu und gratulierte als Erster zum AK-Titel.<\/p>\n<p>Die Emotionen die mich bereits im Zieleinlauf &#252;berkamen lie&#223;en alle M&#252;digkeit und die Muskelschmerzen vergessen. Ich hatte es geschafft, ich war <strong>&#8222;DEUTSCHER MEISTER&#8220;!<\/strong> Au&#223;enstehende k&#246;nnen solche Gef&#252;hle sicher nicht nachempfinden, wenn man sein Ziel &#8211; auf das man so lange hingearbeitet und in welches man so viel investiert hat &#8211; endlich erreicht.<\/p>\n<p>Getoppt wurde das ganze noch durch den Einlauf von <a href=\"http:\/\/lut-aschaffenburg.de\/lutaschaffenburg\/athletenportraets\/ineswunderlich.php\">Ines<\/a> in 3:59:01 h auf Gesamtplatz 4 und dem AK-Sieg. Sp&#228;ter sehen wir in der Ergebnisliste, dass Deborah Deckert mit dem 2. Platz in ihrer Altersklasse ebenfalls den Sprung aufs Podest geschafft hat. Herzlichen Gl&#252;ckwunsch!<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht15\"><\/a><strong>Offenbacher Mainuferlauf in Offenbach am 17.10.2010<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flache Wendepunktstrecke, bis auf wenige Meter durchgehend Asphalt<br \/>\nWetter: 7\u00b0, bew&#246;lkt, kalter Nordwind<br \/>\nTeilnehmer: 605 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Es sollte eine Standortbestimmung f&#252;r die 50-km DM in Bottrop sein. Aber dass es so gut laufen w&#252;rde, hatte ich in den k&#252;hnsten Tr&#228;umen nicht erwartet.<\/p>\n<p>Da der Start in Offenbach um 9 Uhr ziemlich fr&#252;h war, fuhr ich nach einer kurzen Nacht zusammen mit Felix bereits um 7 Uhr in M&#246;mlingen los. Kurz vor 8 Uhr waren wir dann vor Ort bekamen noch einen guten Parkplatz und mussten auch nicht so lange in der Schlange vor der einzigen Toilette f&#252;r knapp 1000 vorangemeldete Teilnehmer stehen. Nach zwei Kilometern lockerem Einlaufen zusammen mit Mario und Walter, die mittlerweile auch eingetroffen waren, ging es dann auch schon los.<\/p>\n<p>Obwohl wir ziemlich vorne standen wurden Mario und ich von zahlreichen L&#228;ufern auf den ersten Metern &#252;berholt. Vom Gef&#252;hl her dachte ich, dass wir viel zu schnell w&#228;ren, aber dann passierten wir den ersten Kilometer in 3:42 min. Passte eigentlich ganz gut, da ich im Vorfeld aufgrund der aktuellen Form eine 1:18 f&#252;r m&#246;glich erachtete. Der n&#228;chste Kilometer, auf dem wir schon einige unserer Mitl&#228;ufer passiert hatten sollte dann mit 3:45\/km der langsamste des ganzen Rennens sein.<\/p>\n<p>Ich rief Mario die Km-Splits immer zu, da der Akku seines Garmin am Ende war. Wir waren eigentlich nur auf der &#220;berholspur und liefen bis auf Platz 9 nach vorne. Da ich mich gut f&#252;hlte &#252;bernahm ich die Tempoarbeit und schloss mich keiner Gruppe an. Mario setzte sich kurz nach km 5 hinter mich, da der Wind teilweise doch recht heftig von vorne kam. Kurz nach km 6 passierte ich eine Dreiergruppe mit Frank W. der mir zurief, dass er schon auf mich gewartet h&#228;tte. Nach einem kurzen Handshake ging es weiter nach vorne.<\/p>\n<p>Kilometer 10 passierte ich nach 37:12 min die Gruppe hinter mir hatte mittlerweile wieder aufgeschlossen. Kurz vorm Wendepunkt bei 10,5 km &#252;berholte mich Dirk. Frank war unmittelbar hinter mir, Mario dagegen schon einige Meter zur&#252;ck.<\/p>\n<p>Dirk machte jetzt m&#228;chtig Druck und wir liefen km 12 in 3:35 min. Frank musste abrei&#223;en lassen, w&#228;hrend uns das Feld entgegen lief. Einem vor uns laufenden L&#228;ufer kamen wir langsam immer n&#228;her und konnten ihn passieren. Jetzt lagen wir auf Position 5 und 6 und ich versuchte kurzzeitig etwas die F&#252;hrungsarbeit zu &#252;bernehmen. Dirk war jedoch deutlich st&#228;rker und ich h&#228;ngte mich wieder hinten rein.<\/p>\n<p>Kilometer 15 passierten wir in 55:30 und nach zwei weiteren Kilometern in jeweils 3:37 min war die 1:17-er Zeit immer realistischer. Wie ein Uhrwerk spulten wir nun die Kilometer im 3:40-er Schnitt herunter und das Ziel kam immer n&#228;her. An der letzten Verpflegungsstadion wollte ich erstmals nach einem Wasserbecher greifen, aber es misslang. Also schob ich mir einen Gelchip in die Wangentaschen und hoffte, dass er mich etwas mobilisieren w&#252;rde.<\/p>\n<p>Als ich Dirk aufforderte zu gehen schrie er mich an ich solle dran bleiben. Er puschte mich immer weiter und gemeinsam liefen wir den letzten Kilometer nach meinem Garmin noch in 3:33 min. Als ich die Zieluhr sah riss ich schon die H&#228;nde nach oben und gemeinsam &#252;berquerten wir gl&#252;cklich die Ziellinie in 1:17:55 h.<\/p>\n<p>Damit erreichten wir beide den 5. Gesamtplatz und ich konnte meine Altersklasse gewinnen. Ein phantastisches Rennen, auf topfebener Strecke mit einem genialen Tempomacher.<\/p>\n<p>Mario finishte in 1:19:31 h und verpasste seine Bestzeit nur um 2 sec. Walter konnte seine Bestzeit, vom Aschaffenburger Halbmarathon um fast 2 min auf nun 1:22:58 h toppen. Zusammen erreichten wir damit den Sieg in der Mannschaftswertung vor so renommierten Vereinen wie den Skils, Spiridon-Frankfurt und dem SSC Hanau-Rodenbach.<\/p>\n<p>Auch Felix war mit seinem Ergebnis zufrieden. Er verbesserte seine Bestzeit in seinem zweiten 10-er auf nun 35:27 min und belegte damit den 10. Gesamtplatz und den 3. Platz in der Altersklasse.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht14\"><\/a><strong>Sparkassen-Halbmarathon in Elsenfeld am 12.09.2010<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: leicht profilierte Strecke 1\/3 Schotterwege, 2\/3 Asphalt,<br \/>\nWetter: 18\u00b0, sonnig, leichter Ostwind<br \/>\nTeilnehmer: 234 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Knapp eine Woche nach dem harten Trainingslager in Wolfshagen waren die Beine noch nicht richtig locker. Zu allem &#220;berflu&#223; musste ich in der Nacht zum Freitag auch noch mehrfach wegen starker Wadenkr&#228;mpfe aus dem Bett springen. Hatte ich mir die letzten Wochen vielleicht doch zuviel zugemutet? Der geplante Halbmarathon am Sonntag, den 12.09. in Elsenfeld w&#252;rde es zeigen.<\/p>\n<p>Nach dem &#252;blichen Wettkampffr&#252;hst&#252;ck, war ich bereits kurz vor dem Start des 10-km Laufes vor Ort um meine Vereinskollegen anzufeuern. W&#228;hrend des 10-km-Laufes fand dann auch noch der Sch&#252;lerlauf &#252;ber 1500 m, leider mit sehr geringer Beteiligung statt.<\/p>\n<p>F&#252;r den Halbmarathon waren neben meinem Vereinskameraden <a href=\"http:\/\/www.tv-moemlingen.de\/abteilungen\/leichtathletik\/lauftreff\/Bestzeiten\/Mario.html\">Mario<\/a> noch einige starke L&#228;ufer gemeldet. Aufgrund des sch&#246;nen Wetters gab es auch noch zahlreiche Nachmeldungen und es schien ein interessantes Rennen zu werden. Nach dem Zieleinlauf des Zehners, zog ich mich um und zusammen mit Mario liefen wir uns etwas ein. Dann war es auch schon soweit und der Start erfolgte.<\/p>\n<p>Ich hatte mich bewu&#223;t in die zweite Startreihe gestellt, da ich mich anfangs etwas zur&#252;cknehmen wollte um mein Tempo zu laufen. Dies gelang mit 3:42 min f&#252;r den ersten Kilometer eigentlich auch recht gut. Die Spitzengruppe war da schon einige Meter vor Mario und mir. Der zweite Kilometer war dann mit 3:47 min etwas zu langsam und Mario verabschiedete sich und lief nach vorne. Das war mir zu diesem Zeitpunkt aber egal, da seine geplante Zielzeit deutlich unter meiner lag. Das einzige Problem welches ich nun hatte war, dass ich alleine lief. Noch dazu auf schlechtem Untergrund, da der Waldweg aufgrund von Bauarbeiten erst neu geschottert war. Nachdem auch der dritte km in 3:47 min weg ging, entschloss ich mich zur sechsk&#246;pfigen Spitzengruppe aufzuschlie&#223;en. Ich nahm den Schwung gleich mit und setzte mich an einer kurzen Steigung &#252;ber die Waldlichtung an die Spitze um das Tempo etwas zu forcieren, was auch ganz gut gelang. Einer meiner Begleiter musste schon abrei&#223;en lassen. Nach diesem kurzen Antesten &#252;berlie&#223; ich den anderen die Tempoarbeit, wobei ich dem erkl&#228;rten Favoriten und gleichzeitig <a href=\"http:\/\/www.ingbert-reinke.de\">J&#252;ngsten<\/a> unserer F&#252;hrungsgruppe aufforderte nicht so passiv zu laufen sondern was f&#252;r die F&#252;hrungsarbeit zu tun.<\/p>\n<p>Kurz vor Erlenbach kamen wir aus dem Wald und liefen nun auf Asphalt Richtung Waldfriedhof die einzige nennenswerte Steigung hoch. Oben angekommen setzte sich Ingbert, wieder auf Schotterwegen, mit einer kurzen Attacke von uns ab. Wir lie&#223;en ihn zun&#228;chst laufen um dann das leichte Gef&#228;lle zu nutzen um wieder aufzuschlie&#223;en. Mit 3:26 min konnte ich hier f&#252;r km 7 den schnellsten Abschnitt verzeichnen. Aus der urspr&#252;nglichen 5-er Gruppe waren wir hier nur noch zu dritt in der Verfolgung, kamen aber nicht n&#228;her an den F&#252;hrenden heran. Zum Gl&#252;ck liefen wir ab km 9, nach der Schleife durch den Erlenbacher Forst, endlich auf dem asphaltierten Teil der Strecke. Hier passierten wir auch die einzigen Zuschauer auf dem Kurs, die uns mit Beifall unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>Auf dem Radweg ging es nun Richtung Eschau immer leicht bergauf. Laut offizieller Ausschreibung soll die Strecke ja 235 H&#246;henmeter haben. Dies machte sich auch in den km-splits deutlich bemerkbar. Kilometer 10 passierten wir in 37:40 min und ich h&#228;ngte mich nun hinten rein um so lange wie m&#246;glich dran zu bleiben. Bis ich merkte, dass es meinen beiden Begleitern anscheinend auch nicht viel besser ging. Also wechselten wir uns in der gegenseitigen F&#252;hrungsarbeit ab, zumal hier auch noch leichter Gegenwind aufkam und wir in der prallen Sonne laufen mussten.<\/p>\n<p>Endlich kam dann die Wende und es ging Richtung Ziel. Ingbert hatte ca. 50 m Vorsprung, sah aber im Vorbeilaufen noch gut aus und hier war mir klar das wir ihn nicht mehr einholen w&#252;rden. Nun wurden die Splits wieder schneller und die Anfeuerung der entgegenkommenden L&#228;ufer\/innen motivierte zus&#228;tzlich. Als Mario etwas schw&#228;chelte setzte ich mich nach km 16 von meinen beiden verbliebenen Begleitern mit einem kurzen Antritt etwas ab und konnte eine L&#252;cke rei&#223;en. Allerdings k&#228;mpfte sich Mario bis km 19 wieder heran und gemeinsam liefen wir Richtung Ziel.<\/p>\n<p>Der F&#252;hrende war weit weg und von hinten war nichts zu sehen. Da wir beide am Limit waren vereinbarten wir gemeinsam ins Ziel zu laufen. Kurz vor der Ziellinie nahmen wir uns an der Hand und finishten zeitgleich in 1:19:28,3 h, mit neuer pers&#246;nlicher Bestzeit und als jeweiliger Altersklassensieger auf dem 2.Gesamtplatz.<\/p>\n<p>Bei der Siegerehrung kam dann allerdings etwas Frust auf, da es nur f&#252;r den Gesamtsieger und den Altersklassensieg einen Preis gab. Dies und auch der unw&#252;rdige Ablauf, im Schnellverfahren auf der Treppe vor der Sporthalle, ist einer solchen Veranstaltung die als offizieller Lauftag vom Landkreis veranstaltet wird eigentlich nicht w&#252;rdig.<br \/>\nBei der anschlie&#223;enden Tombola wo zahlreiche Preise, bis hin zum Hauptpreis von 500 Euro, verlost wurden, hatten die Veranstalter dann ihre M&#252;he alles an die verbliebenen Teilnehmer zu bringen.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht13\"><\/a><strong>35. Bienwald-Marathon in Kandel am 14.03.2010<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: absolut flache asphaltierte Strecke &#252;berwiegend durch den windgesch&#252;tzen Bienwald<br \/>\nWetter: 5\u00b0, bew&#246;lkt, leichter Westwind<br \/>\nTeilnehmer: 617 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Entgegen den ung&#252;nstigen Wettervorhersagen der letzten Tage, waren die Bedingungen am Start des 35. Bienwald-Marathon in Kandel fast ideal. Lediglich Temperaturen um 5 Grad, sowie ein leichter, kalter Westwind machten die Kleiderwahl schwer. Da es jedoch nicht wie angek&#252;ndigt regnete, entschlo&#223; ich mich in kurz zu laufen und zog nur ein Halbarm Funktions-Unterhemd unter das Singlet. Nach dem Einreihen in den vorderen Startblock und kurzen Shakehands mit einigen bekannten Greif-Club Mitgliedern war es dann auch schon so weit.<\/p>\n<p>Da der Start von Halbmarathon und Marathon gemeinsam erfolgt, ging vorne sofort die Post ab. Ich versuchte <a href=\"http:\/\/www.tv-moemlingen.de\/abteilungen\/leichtathletik\/lauftreff\/Bestzeiten\/Mario.html\">Mario<\/a>, der neben mir lief zu z&#252;geln. Dies gelang auch recht erfolgreich und wir wurden scharenweise &#252;berholt.<br \/>\nDer erste Kilometer mit 4:11 min sollte f&#252;r mich der langsamste des ganzen Rennens sein. Die n&#228;chsten beiden Kilometer passten ganz gut und es schien als h&#228;tten wir das richtige Tempo gefunden. Dachten wir zumindest, aber mit 3:48 min, f&#252;r km 4 waren wir dann doch deutlich zu flott unterwegs.<br \/>\nMittlerweile piepste mein Garmin schon einige Meter vor den offiziellen Kilometerschildern. Am Ende zeigte er sogar 42,67 km f&#252;r die Gesamtdistanz an. Deshalb konzentrierte ich mich mehr auf die 5 km Abschnitte, wo von Helfern die Bruttozeiten durchgesagt wurden. Mit 20:06 min passierten wir um einige Sekunden zu schnell die 5-km Marke. Aus Mienfeld, einem kleinen Ort neben Kandel, kommend liefen wir auf asphaltierter Stra&#223;e &#252;ber die Felder und anschlie&#223;end erstmals in den Bienwald. An der n&#228;chsten Kurve, dem n&#228;hsten Punkt zum Start-\/Zielbereich, standen die meisten Zuschauer und feuerten uns an.<\/p>\n<p>Auf der anderen Stra&#223;enseite waren bereits die Kilometermarken f&#252;r den R&#252;ckweg zu sehen. Nach einer l&#228;ngeren Gerade kam eine der wenigen 90\u00b0 Kurven und die Strecke f&#252;hrte Richtung Westen auf eine Landstra&#223;e, die f&#252;r den Marathon komplett gesperrt war. An der Verpflegungsstelle, kurz nach km 10, konnte ich meine deponierte Trinkflasche nicht richtig greifen und sie fiel zu Boden. Ich bremste ab und lief zur&#252;ck um sie aufzuheben. Nach einigen Metern war ich aber wieder an meinem Vereinskameraden dran, der pl&#246;tzlich zu fluchen und zu schimpfen begann. Er hatte Probleme mit seinem Fu&#223;, mit dem er nicht mehr richtig abrollen konnte. Ich forderte ihn mehrfach auf positiv zu denken. Insgeheim rechnete ich schon damit, dass er am Halbmarathon Wendepunkt umdrehen w&#252;rde.<\/p>\n<p>Nachdem wir bisher eigentlich nur &#252;berholt hatten, kam nun von hinten der Radbegleiter f&#252;r die erste Frau. Als sie auf gleicher H&#246;he mit uns war, fragte ich ob sie den Marathon laufen w&#252;rde, was sie aber verneinte. Da sie ungef&#228;hr unser Tempo drauf hatte ging ich nach vorne um etwas zu forcieren und ihr Windschatten zu geben. Mittlerweile kamen uns auch schon die schnelleren Halbmarathonis entgegen. Seltsamerweise war darunter sogar eine Frau. Also hatte wohl der Radbegleiter unserer L&#228;uferin die falsche Dame erwischt. Als ich mich das n&#228;chste Mal kurz umdrehte war nur noch Mario hinter mir. Etwas weiter am Halbmarathon-Wendepunkt tauschten wir kurz die Blicke und liefen beide weiter, da ihn seine Probleme anscheinend nicht weiter behinderten.<\/p>\n<p>Ab jetzt wurde es einsam. Den km 15 passierten wir einige Sekunden unter der Vorgabe. Allerdings sollte die Pace, nach meiner geplanten Marschtabelle, jetzt von 4:02\/km auf 3:55\/km erh&#246;ht werden. Die 3:48 min f&#252;r den km 16 waren dann aber doch etwas zu flott. Mittlerweile hatten wir schon den ein oder anderen eingesammelt. Schon von weitem h&#246;rten wir die Guggemusiker, am Ortseingang von Schaidt. Sie machten ordentlich Radau und genau in der Rechtskurve, in Richtung des ersten Wendepunkts, kam uns der F&#252;hrende des Marathons mit gro&#223;em Vorsprung entgegen.<\/p>\n<p>Kurz nach der Wende tauchte auch schon Jan auf. Er feuerte mich an und rief mir gleichzeitig zu, dass sein neuer Garmin nichts mehr anzeigte. Wenig sp&#228;ter tauchte auch <a href=\"http:\/\/www.tv-moemlingen.de\/abteilungen\/leichtathletik\/lauftreff\/Bestzeiten\/WalterZ.html\">Walter<\/a> auf. Er hatte sich wegen Trainingsr&#252;ckstand erst kurzfristig nach dem Fr&#252;hst&#252;ck entschieden den Marathon zu laufen. Nun kamen uns immer gr&#246;&#223;er werdende L&#228;ufergruppen entgegen, ehe wir kurz vor der Streckenh&#228;lfte rechts abbogen. Die Halbmarathondistanz passierten wir exakt in 1:24:30 h und damit 12 Sekunden schneller als geplant.<\/p>\n<p>Vor uns waren jetzt zwei L&#228;ufer, denen wir kontinuierlich n&#228;her kamen. Bevor wir sie jedoch erreichten, legte der eine von ihnen pl&#246;tzlich eine Pinkelpause ein. Allerdings k&#228;mpfte er sich sofort wieder von hinten heran. Da er es jedoch nicht schaffte uns zu passieren, wurde aus unserem Duo f&#252;r die n&#228;chsten Kilometer ein Trio.<\/p>\n<p>Ab Kilometer 32 machten wir dann richtig Druck. Mario konnte nicht mehr folgen und lies erstmals etwas abrei&#223;en. Laut Garmin lief ich hier mit 3:48-3:45-3:54-3:48 bis km 35 meinen schnellsten Abschnitt. Allerdings konnte ich meinem Begleiter nicht mehr folgen, da ich ab der Verpflegungsstation eine kleine Schw&#228;chephase hatte. Er flog f&#246;rmlich Richtung Ziel und sollte mir bis dahin noch 1 \u00bd Minuten abnehmen! Wie ich im nachhinein erfahren habe trainiert er auch schon seit Jahren nach Peters Pl&#228;nen und konnte seine Bestzeit auch deutlich verbessern.<\/p>\n<p>Den km 36 konnte ich noch in 3:56 min laufen. Dann bekam ich eigentlich die einzige kleine Schw&#228;chephase des Rennens. Km 37 zeigte die Uhr 4:06 min und es waren noch 5 lange Kilometer bis zum Ziel. Zum Gl&#252;ck erholte ich mich jedoch und konnte bis km 41 sogar wieder im 4-er Schnitt laufen.<br \/>\nNun schmerzten zwar die Beine, aber der Stadionlautsprecher war schon zu h&#246;ren und ich mobilisierte noch mal alles. Vielleicht war ja sogar eine sub 2:48 m&#246;glich, Mein Erstziel von 2:48:44 war deutlich in Reichweite. Auf der Zielgeraden fixierte ich nur noch die Uhr und wusste, dass ich es schaffen w&#252;rde. Gl&#252;cklich jubelte ich bereits kurz vor dem Ziel, lief dabei aber voll durch um keine Sekunde zu verschenken. Mein Ergebnis lautet 2:48:34 h brutto und 2:48:32 h netto!<\/p>\n<p>Von Mario war noch nichts zu sehen. Ein Helfer wollte mir gleich einen Plastiksack &#252;berstreifen, aber ich schob ihn zur Seite. Nachdem er mich dann wegen der K&#228;lte doch dazu &#252;berredet hatte, half er mir hinein und ich merkte erstmals wie kalt und ausgek&#252;hlt ich war. Mittlerweile war Mario auf der Zielgeraden und ich feuerte ihn an. Auch er schaffte mit 2:49:47 h sein Traumziel. Allerdings war er ziemlich am Limit, wir klatschen uns gegenseitig ab und dann musste ich ihn erst etwas halten. Jedoch erholte er sich schnell wieder und zusammen gingen wir gl&#252;cklich und zufrieden ins Verpflegungszelt.<\/p>\n<p>Kurz darauf kam auch schon Jan, der wie immer mit breiten Lachen im Gesicht die Zielgerade in phantastischen 2:59:03 h &#252;berquerte. Dies bedeutete f&#252;r ihn den AK-Sieg in der M60. Aber er freute sich mehr &#252;ber meine Zeit, als &#252;ber sein Ergebnis. Leider konnte er nicht lange bleiben, da sein Zug bereits um 14 Uhr ging.<\/p>\n<p>Nach einer l&#228;ngeren warmen Dusche taute ich langsam wieder auf und k&#252;hlte meine m&#252;den Beine zum Abschlu&#223; nochmals mit eiskaltem Wasser. Dann ging es zur Siegerehrung, denn ich hatte neben dem 19. Rang in der Gesamtwertung die Altersklasse M50 souver&#228;n mit &#252;ber 4 Minuten Vorsprung gewonnen. Die Treppenstufen zur B&#252;hne waren im Gegenteil zu manch anderem AK-Sieger kein gro&#223;es Hindernis. Vielleicht weil ich wie auf Wolke sieben schwebte? Realistischer gesehen lag es wohl eher an der intensiven Vorbereitung. So ein Rennen hatte ich mir schon lange gew&#252;nscht und nun war ich endlich f&#252;r meine M&#252;hen belohnt worden!<\/p>\n<p>Mit dem erreichen meines Erstziels konnte ich mich an die Spitze der aktuellen Leistungsbilanz setzten. Gleichzeitig habe ich es erstmals in die Bilanz der AK-Bestleistungen geschafft. Das bedeutet &#8211; seit der Erstellung dieser Statistik im Jahre 2001 &#8211; einen neuen Altersklassenrekord, mit der schnellste Marathonzeit eines 50-j&#228;hrigen am Bayerischen Untermain.<\/p>\n<p><em>Danke an alle die an mich geglaubt, mitgefiebert, die Daumen gedr&#252;ckt und mich in irgend einer Art und Weise unterst&#252;tzt haben. Hier alle Namen zu nennen w&#252;rde wohl den Rahmen sprengen. Trotzdem ganz besonderen Dank an Jan Bujok, meinen Begleiter Mario, sowie an Walter und Stefan f&#252;r die Bilder. Danke an Kathrin, die schon kurz nach dem Zieleinlauf per SMS mein Ergebnis anfragte. Danke an Peter Greif, meinen Trainer, der als erster Gratulant Zuhause anrief, w&#228;hrend ich noch in Kandel bei der Siegerehrung war. Danke an alle Trainingspartner von Conil, insbesondere Daniela, Robert, Stephan, Heiko, Martin, Walter, Dirk und Rolf. Danke an alle Lauftreffler des TV-M&#246;mlingen und an meine Familie f&#252;r die R&#252;cksichtnahme w&#228;hrend der sicherlich nicht einfach zu organisierenden Vorbereitung. Besonderen Dank auch an G&#252;nter Guderley f&#252;r die W&#252;rdigung im Rahmen der \u201eDieter Baumann-Veranstaltung\u201c, im vollbesetzten Saal der Aschaffenburger Musikschule.<\/em><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht12\"><\/a><strong>Frankfurt Marathon am 25.10.2009<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs durch Frankfurt<br \/>\nWetter: 16\u00b0, sonnig<br \/>\nTeilnehmer: 9495 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Am Sonntagmorgen liege ich bereits 30 Minuten bevor der Wecker klingelt hellwach im Bett. Von drau&#223;en ist leise zu h&#246;ren wie der Regen vom Himmel f&#228;llt. Nach dem aufstehen fr&#252;hst&#252;cke ich wie immer vor einem Marathon ein helles Br&#246;tchen mit Honig, neuerdings belegt mit d&#252;nnen Ingwerscheiben. Dazu gibt es wie jeden Morgen eine Tasse gr&#252;nen Tee. Um kurz nach sieben fahre ich los. Erst zu Heinz, ein Vereinskollege, den ich mit nach Frankfurt nehme. Die Autobahn ist zu der fr&#252;hen Stunde noch fast leer und wir machen an der Rastst&#228;tte in Weiskirchen noch eine kurzen Stopp. Hier sind fast nur Marathonl&#228;ufer unterwegs. Auf der Weiterfahrt treffen wir einen weiteren Vereinskameraden auf dem Weg nach Frankfurt. Peter N. und Ehefrau, die sich mit ihrem Auto an uns dran h&#228;ngen. Direkt hinter dem Messegel&#228;nde finden wir einen g&#252;nstigenParkplatz und gemeinsam laufen wir &#252;ber die Theodor-Heuss-Allee, Richtung Messeturm.<\/p>\n<p>Es sind noch fast zwei Stunden Zeit bis zum Start. In der Marathonmall treffen wir Achim und Nicole zum verabredeten Zeitpunkt. Robert, vom Greif-Club mit dem ich den gleichenTreffpunkt ausgemacht hatte, steht mit einem weiteren Bekannten und Thommy, der auch in Frankfurt startet, direkt daneben. Ich verabschiede mich von meinen Vereinskameraden und w&#252;nsche ihnen noch viel Erfolg. Anschlie&#223;end zeige ich Robert mit seinen Begleitern, noch einen g&#252;nstigen Platz wo sie sich nach dem Wettkampf wieder finden k&#246;nnen.<br \/>\nDann gehe ich hoch in den ersten Stock um mich umzuziehen und meinen Kleiderbeutel zu deponieren. Dort treffe ich wieder einige Bekannte und es bleibt noch etwas Zeit f&#252;r einige kleine Scherze. Die meisten Gesichter in die man hier schaut sind angespannt und verkniffen. Viele wissen sicher nicht was in den n&#228;chsten Stunden auf sie zu kommt. Ich f&#252;hle mich vor meinem neunten Marathon dagegen richtig locker und entspannt.<br \/>\nMittlerweile wird es Zeit in den Startblock zu gehen. Der Regen hat l&#228;ngst aufgeh&#246;rt und der dichte Nebel &#252;ber den Hochh&#228;usern hat sich gelichtet. Sogar die Sonne ist kurzzeitig zu sehen. Vorne im ersten Startblock stehen sie schon dichtgedr&#228;ngt wie die &#214;lsardinen, obwohl nach fast zwanzig Minuten Zeit bis zum Startschuss bleiben. Langsam trinke ich meinen halben Liter Ultra-Buffer um dann nochmal f&#252;r eine kurze Pinkelpause &#252;ber die Absperrgitter in die Gr&#252;nanlage zu gehen. Wieder zur&#252;ck, bleiben immer noch ein paar Minuten bis endlich der Start erfolgt.<\/p>\n<p>Gleich von Anfang an orientiere ich mich an Mario vom TSG Kleinostheim, der nur wenige Meter vor mir l&#228;uft. Aber in dem Gedr&#228;nge am Start ist es schwer ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Der erste Kilometer ist Slalomlaufen angesagt . Aber dennoch passt er mit 4:01 min eigentlich ganz gut. Auch auf dem zweiten Kilometer muss man noch h&#246;llisch aufpassen, da es trotz der breiten Stra&#223;e besonders in den Kurven recht eng zu geht. Irgendwie habe ich auch keinen richtigen Grip mit meinem Lunartrainer. Aufgrund der nassen Stra&#223;enoberfl&#228;che rutsche ich bei jedem Schritt etwas weg. So langsam sortiert sich dann das Feld und gemeinsam mit Mario laufe ich nach km 5 mit 20:29 min &#252;ber die erste Matte. Eigentlich etwas zu langsam, aber ich wollte ja sowieso defensiv angehen.<\/p>\n<p>Meine erste Verpflegungsflasche, die ich vom Start weg in der Hand trug, war bereits geleert. Ich bin gespannt ob meine Helfer am Opernplatz auf mich warten und die geplante Verpflegung funtioniert. Es klappt wie abgesprochen reibungslos. Peter gibt mir die Flasche, Kathrin fotografiert w&#228;hrend Basti mich anfeuert. Auch Robert ist vor Ort und voll motiviert geht es weiter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SuhwsYxA_sI\/AAAAAAAADvk\/gmkgvm88Xog\/s576\/P1030719.JPG\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SuhwsYxA_sI\/AAAAAAAADvk\/gmkgvm88Xog\/s288\/P1030719.JPG\" alt=\"\" width=\"176\" height=\"233\" align=\"right\"><\/a><\/p>\n<p>Nach einer Schleife durch die Innenstadt kommen wir am Kilometer Acht wieder am Opernplatz vorbei. Auch die zweite Verpflegung klappt hier wie am Schn&#252;rchen. Jetzt geht es einen Kilometer Richtung Norden und dann in einem scharfen Knick zur&#252;ck zum Eschenheimer Turm. Die Durchgangszeit bei Kilometer Zehn passt genau zu meinem mittlerweile anvisierten Zweitziel. Ich wollte sowieso verhalten angehen und wenn m&#246;glich lieber hintenraus zulegen. Mario sieht es wohl genauso, denn wir laufen ohne Absprache wie die siamesischen Zwillinge durch die Stadt. Mir f&#228;llt auf, dass er ziemlich stark schwitzt, aber mir geht es auch nicht besser. Das h&#228;ngt sicher mit dem kleinen Wetterumschwung im Vergleich zur Vorwoche zusammen. So langsam kommt auch noch die Sonne heraus. Mittlerweile laufen wir &#252;ber die Alte Br&#252;cke, und &#252;berqueren erstmals den Main. In Sachsenhausen geht es am Mainufer entlang und kurz nach km 13 wartet Peter, diesmal mit zwei kleinen Fl&#228;schchen, die bis Kilometer 25 reichen sollen. Den Gel-Chip, den ich im Vorfeld an der einen Flasche befestigt hatte, schiebe ich mir gleich in die Backentaschen.<\/p>\n<p>Kurz darauf laufen wir auf der Kennnedyallee in Richtung S&#252;den und die Splits werden schneller. Wir sind jetzt st&#228;ndig am &#252;berholen. Unter anderem sammeln wir hier auch Siggi aus Pflaumheim ein. Er ist nach meiner Ansicht f&#252;r seine Verh&#228;ltnisse deutlich zu schnell unterwegs. In Goldstein bei Kilometer 20 zeigt die Uhr 1:21:23 h. Auf diesem Abschnitt habe ich dann ein seltsames Erlebnis. Ein &#252;berholter L&#228;ufer schiebt mich von hinten zur Seite. Er f&#252;hlt sich von mir behindert. Als ich ihm zeige, dass rechts jede Menge Platz ist, wo er an mir vorbeiziehen kann regt er sich auf. Er beleidigt mich verbal und l&#228;uft demonstrativ vor mich um abzubremsen. Dabei meint er so h&#228;tte ich es mit ihm gemacht. Ich bleibe cool, lasse mich nicht beirren und laufe einfach mein Tempo weiter, dem er nicht lange folgen kann.<\/p>\n<p>Die Streckenh&#228;lfte passieren wir in 1:25:50 h, Seite an Seite. Dort steht Marco S. mit dem Fahrrad am Streckenrand und feuert mich an. Die Schwanheimer Br&#252;cke bei Kilometer 23 bildet eigentlich die gr&#246;&#223;te Steigung des ansonsten fast flachen Kurses. Hier zeigt der Garmin mit 4:02 min erstmals wieder einen Split &#252;ber 4 min an. Allerdings stimmen die km-Abschnitte schon lange nicht mehr mit der offiziellen Beschilderung &#252;berein. Das ist mir aber zu diesem Zeitpunkt egal, da ich mich an den km-Splits des Garmin orientierte.<br \/>\nMittlerweile habe ich meine Verpflegung aufgebraucht und es geht schon Richtung Wende nach H&#246;chst. Dort wartet Erhard mit Nachschub. Er l&#228;uft ein St&#252;ck neben mir her und erkundigt sich nach meinem Befinden. \u201eAlles im gr&#252;nen Bereich\u201c lautet meine Antwort und er versichert mir das ich auch noch gut aussehe. Nach der Schleife durch H&#246;chst, der eigentlichen Wiege des Frankfurt-Marathons, geht es &#252;ber den Stadtteil Nied auf die lange gef&#252;rchtete Gerade der Mainzer Landstra&#223;e. Hier passiere ich zusammen mit Mario in 2:02:33 h den Kilometer 30. Wir rollen langsam aber sicher das Feld von hinten auf. Allerdings setzt uns die Sonne jetzt immer mehr zu. Als ich kurz darauf trinke gelingt es Mario ein kleine L&#252;cke herauszulaufen. Irgendwie h&#228;nge ich in einer kleinen Gruppe L&#228;ufer und scheue den Weg au&#223;en herum, w&#228;hrend er Meter um Meter gut macht. Als ich mich dann entscheide nach vorne zu laufen sehe ich mit 4:08 min auch den bisher langsamsten km-Split auf dem Garmin.<\/p>\n<p>Schon jetzt sp&#252;re ich bereits die Oberschenkelmuskulatur, besonders im Adduktorenbereich deutlich. Der Geist ist zwar noch willig, aber die Beine wollen nicht mehr so richtig wie der Kopf. Die Spilts gehen f&#252;r die nachfolgenden Kilometer mit 4:08 -4:13 &#8211; 4:12 immer weiter nach unten. Aber Mario kommt vor mir auch nicht richtig weg, er l&#228;uft immer in Sichtweite. Langsam k&#228;mpfe ich mich wieder an ihn heran.<br \/>\nEndlich kommen wir bei Kilometer 35 wieder in den Innenstadtbereich. Die letzte Verpflegung klappt wie am Schn&#252;rchen. Sofort versorge ich mich mit einem Gel-Chip und motiviert durch die zahlreichen Zuschauer an der Strecke gelingt es mir nochmals eine 3:53\/km zu absolvieren. Allerdings k&#228;mpfe ich jetzt schon mit leichten Kr&#228;mpfen in den Waden und muss h&#246;llisch aufpassen wie ich meine F&#252;&#223;e belaste. Mario ist jetzt wieder in Schlagweite und gemeinsam laufen wir &#252;ber die 40-km Matte. Allerdings geht es ihm anscheinend auch nicht besser als mir. Ich habe mein restliches Pulver fast verschossen und die ersten Gedanken ans aussteigen kommen hoch. Die Schmerzen in der Oberschenkelmuskulatur lassen keinen schnellen Schritt mehr zu und ich qu&#228;le mich durch die Zuschauermassen. Jetzt werde ich auch noch von einigen L&#228;ufern von hinten &#252;berholt. Endlich kommt die Kurve zur Friedrich-Ebert-Anlage und ich fixiere nur noch den Messeturm. Die Beine wollen fast nicht mehr, aber mit letzter Willensanstrengung schaffe ich es doch noch in 2:56:37 &#252;ber die Ziellinie.<\/p>\n<p>Die erste Herausforderung danach sind die wenigen Stufen von der Festhalle hinab in den anschlie&#223;enden Verpflegungsbereich. Meine Beine schmerzen h&#246;llisch. An so einen harten Marathon kann ich mich gar nicht erinnern. Zum Gl&#252;ck gibt es Rolltreppen hinauf zur Kleiderdepot und wieder hinab zum Duschbereich. Nach einer ausgiebigen, sch&#246;nen und vor allem warmen Dusche, warte ich noch fast eine Stunde im Stehen auf meinen Mitfahrer bevor es endlich nach Hause geht. Dabei begegnen mir zahlreiche Bekannte die kurz berichten und denen es zum Gro&#223;teil &#228;hnlich erging.<\/p>\n<p>Im Nachhinein betrachtet w&#228;re sicher einiges mehr drin gewesen, wenn nicht dieser Einbruch, verursacht durch die muskul&#228;ren Oberschenkelprobleme gewesen w&#228;re. Eine Ursache k&#246;nnte sicher der rutschige Stra&#223;enbelag auf den ersten Kilometern gewesen sein. Vielleicht lag es aber auch einfach an der diesmal ge&#228;nderten Vorbereitung und den daraus resultierenden fehlenden Kilometern. Zus&#228;tzlich fehlte mir noch der eine lange Lauf mit 12 Kilometer Endbeschleunigung, als ich wegen einer Erk&#228;ltung pausieren musste.<\/p>\n<p><em>Besonderen Dank an meine Streckenposten Kathrin, Basti, Peter und Erhard. Eure Versorgung war echt Spitze und daran hat es sicher nicht gelegen. Danke auch an alle anderen Bekannte und Unbekannte, die mich an der Strecke angefeuert und unterst&#252;tzt haben. Sowie an meine Familie f&#252;r die R&#252;cksichtnahme w&#228;hrend der Vorbereitung.<\/em><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<br \/>\n<a name=\"bericht11\"><\/a><strong>16. Intern. Marathon in Hanau\/Rodenbach am 18.04.2009<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs durch den Wald mit jeweils einer Runde auf der Bahn<br \/>\nWetter: 11\u00b0, bew&#246;lkt<br \/>\nTeilnehmer: 223 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Zum Gl&#252;ck hatte sich nach dem langen Winter der doch etwas &#252;berraschende Sommereinbruch wieder kurzzeitig verabschiedet. So herrschten beim Start zum 16. Internationalen Marathon, verbunden mit den 15. Deutschen Meisterschaften &#252;ber 50 km, in Hanau\/Rodenbach ideale Bedingungen. Dabei hatte es bis kurz vorher noch in Str&#246;men geregnet. Die offiziell vermessene, durchgehend flache Strecke ist bekannt f&#252;r schnelle Zeiten und bis auf eine Runde auf der Kunststoffbahn durchgehend asphaltiert.<br \/>\nBereits kurz vor dem Start rief der Organisator und Veranstalter Harry Arndt die Teilnehmer an die Startlinie. Nach einer freundlichen Begr&#252;&#223;ung wurden die Favoriten und Top-L&#228;ufer vorgestellt und nach vorne gebeten. Unmittelbar darauf ging es auch schon los.<\/p>\n<p>Zuerst wurden 350 m auf der Bahn gelaufen, bevor es &#252;ber ein kurzes matschiges St&#252;ck, aus dem Stadion auf die Rundstrecke ging. <a href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTEiRBYGI\/AAAAAAAAC9w\/YyzGmT_5Qpw\/s800\/P1020444.JPG\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTEiRBYGI\/AAAAAAAAC9w\/YyzGmT_5Qpw\/s128\/P1020444.JPG\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"96\" align=\"left\"><\/a>Auf dem ersten Kilometer musste man etwas aufpassen, da es doch einige Schlagl&#246;cher durch verschobene Betonabschnitte gab. Gleich zu Beginn bildete sich eine Gruppe der ich mich anschloss. Der erste Kilometer passte genau mit der Distanzanzeige des Garmin &#252;berein und war in 4:03 min absolviert. W&#228;hrend nun vorne doch einige davon liefen, blieb das Tempo der anderen konstant und der zweite Kilometer war mit 4:02 min fast perfekt. Mittlerweile hatte ich mich ans Ende der Gruppe gesetzt und lief einfach nur mit. Beim dritten Kilometer &#228;nderte ich aber meine Taktik, da dieser mit 3:53 min deutlich zu schnell war. Ich lies es abrei&#223;en und lief ab hier einsam durch den frisch ergr&#252;nten Wald. Die 5-er Gruppe vor mir vergr&#246;&#223;erte kontinuierlich den Vorsprung und von hinten kam nichts. Kurz nach dem vierten Kilometer den ich in 4:00 min absolvierte kam eine Spitzkehre. Ein neuralgischer Punkt wie sich sp&#228;ter noch herausstellen sollte, denn f&#252;r den f&#252;nften Kilometer ben&#246;tigte ich pl&#246;tzlich 4:09 min. Dabei war ich mir sicher relativ gleichm&#228;&#223;ig zu laufen. Mittlerweile stimmte die Distanzanzeige meines Garmin nicht mehr exakt mit den Kilometernschildern &#252;berein. Aber das irritierte mich nicht besonders. Am Kilometer 5 feuerte mich G&#252;nter G. an, mit 20:09 min war ich hier einen Tick zu schnell unterwegs.<br \/>\nVon hinten waren jetzt endlich Schritte zu h&#246;ren und ich hatte f&#252;r den n&#228;chsten Kilometer wieder einen Begleiter gefunden. Der machte aber deutlich Druck 3:56 min\/km war nicht mein Tempo. Also lies ich ihn ziehen und es folgte Kilometer 7 in 4:01 min. <a href=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTKGZyi9I\/AAAAAAAAC-o\/t1K0SAMFrxY\/s800\/P1020453.JPG\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lh6.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTKGZyi9I\/AAAAAAAAC-o\/t1K0SAMFrxY\/s128\/P1020453.JPG\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"96\" align=\"right\"><\/a> Auf diesem Streckenabschnitt kam nun ein Wendepunkt und man lief wieder im Gegenverkehr zur&#252;ck. Allerdings blieben alle Teilnehmer sehr diszipliniert auf der rechten Seite und es kam zu keinerlei Behinderungen. Inzwischen war der L&#228;ufer vor mir fast auf die Gruppe zu der ich auf den langen Geraden immer noch Sichtkontakt hatte, aufgelaufen. So langsam fing diese nun an zu zerbr&#246;seln. Wir kamen wieder aus dem Wald und liefen in das Stadion. Die Rundenuhr zeigte beim &#252;berqueren der 10 km-Marke 40:22 min, w&#228;hrend sich der Garmin bereits kurz vorher mit 40:08 min gemeldet hatte.<\/p>\n<p>Auf der Gegengeraden war eine Verpflegungsstadion aufgebaut und hier &#252;berholte ich dann den ersten L&#228;ufer der kurz vor mir zum trinken ausscherte. <a href=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTO-osv9I\/AAAAAAAAC-A\/HJQBMli4QZM\/s800\/P1020457.JPG\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lh3.ggpht.com\/_f4_bdRbzbC4\/SfNTO-osv9I\/AAAAAAAAC-A\/HJQBMli4QZM\/s128\/P1020457.JPG\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"96\" align=\"left\"><\/a> Aus dem Stadion ging es nun auf die zweite Runde. Ich hatte mich entschlossen nicht weiter zu forcieren, sondern mein Tempo m&#246;glichst lange beizubehalten. Der n&#228;chste aus der Gruppe vor mir fiel bereits etwas zur&#252;ck und ich sah ihn langsam aber sicher n&#228;her kommen. An der Spitzkehre und an dem Wendepunkt hatte ich wieder deutlich langsamere Spilts mit 4:08 min, ansonsten konnte ich den 4-er Schnitt gut halten.<\/p>\n<p>Nach 1:20:39 h &#252;berquerte ich die 20 km Marke im Stadion und die n&#228;chste &#220;berholung stand an. Die Halbmarathon-Markierung passierte ich exakt in 1:25:00. W&#228;hrend der dritten Runde k&#228;mpfte ich dann etwas mit aufkommenden Seitenstichen. Durch &#196;nderung der Atemtechnik bekam ich die Sache aber ganz gut in Griff. Kurz danach begann meine Bauchmuskulatur leicht zu verkrampfen. So langsam wurde ich unruhig, obwohl die Spilts bis auf die Abschnitte mit der Spitzkehre und dem Wendepunkt noch stimmten. Der erste Gel-Chip half und ich konnte auf einen L&#228;ufer auflaufen, mit dem ich schon die ersten beiden Kilometer zusammen war. Das Tempo und sein Laufschritt passte und wir wechselten uns gegenseitig in der F&#252;hrungsarbeit ab. An der Verpflegungsstelle kurz vor km 26 bot ich ihm noch meinen Wasserbecher an, aber er lehnte ab. Zusammen liefen wir in die Sackgasse, Richtung Wendepunkt. Dort beschleunigte er und ich hatte M&#252;he dran zu bleiben, k&#228;mpfte mich aber wieder dran. Dies gelang auch, aber ab km 29 lie&#223; ich ihn dann ziehen. Der km-Spilt passte immer noch und ich lag einigerma&#223;en in meinem Zeitfenster.<\/p>\n<p>Auf der dritten Stadionrunde schnappte ich mir dann meine Eigenverpflegung, aber irgendwie klappte das Trinken nicht richtig und alleine ging es in die finale Runde.<br \/>\nJetzt lie&#223;en die km-Spits doch deutlich nach. Die Beine wurden schwer und mein linker Oberschenkel wurde langsam fest. Auch das &#220;berrunden der langsameren Ultral&#228;ufer wurde jetzt schwieriger, da diese zum Teil in Gruppen die ganze Wegbreite einnahmen. An jedem Kilometer rechnete ich hoch und versuchte zu mobilisieren, vergebens. Das Erstziel war unerreichbar und auch die 2:52 war nicht mehr drin. Also blieb &#8222;nur&#8220; noch die neue Bestzeit. Den letzten Kilometer konnte ich noch in 4:09 min absolvieren und rannte immer mit dem Blick auf die Uhr in 2:54:03 ins Marathonziel.<\/p>\n<p>In der offiziellen Ergebnisliste wurde ich dann mit 2:54:05 auf Gesamtplatz 11 und dem 5. Rang in der AK M45 gef&#252;hrt. Damit konnte ich meine Bestzeit aus dem Jahr 2007 um 17 Sekunden steigern. Gleich nach dem Ziel, das mitten auf der Rundstrecke lag, befand sich eine Verpflegungsstadion. Hier setzte ich mich auf eine Bank und wurde von den beiden Damen mit Tee, Bananenst&#252;ckchen und Schokolade verw&#246;hnt. Ich war hier ganz alleine und kam mir vor wie ein Elitel&#228;ufer, so einen Service konnte ich bei meinen bisherigen Marathons noch nie genie&#223;en. Die anderen waren alle noch auf der Strecke um die 50 km voll zu machen. F&#252;r den R&#252;ckweg ins Stadion bekam ich noch eine Abk&#252;rzung gezeigt. Dort kam ich dann doch ziemlich ausgek&#252;hlt an und setzte mich gleich ins Auto um nach Hause in die hei&#223;e Badewanne zu kommen.<\/p>\n<p>Mit einigem zeitlichem Abstand und nach der Analyse &#252;ber die GPS-Daten habe ich mein Erstziel wahrscheinlich durch den Wechsel des Laufrhythmus an der Spitzkehre und dem Wendepunkt verfehlt. Allerdings war es dann ab Kilometer 30, alleine im Wald, auch sehr schwer sich zu motivieren. Vielleicht habe ich aber auch mit dieser Zeit, in deren Bereich ich in den letzten Wettk&#228;mpfen schon mehrfach lag, einfach meine pers&#246;nliche Leistungsgrenze f&#252;r die 42,2 km erreicht. Schlie&#223;lich wird man ja auch nicht j&#252;nger&#8230;<\/p>\n<p><em>Vielen Dank an Brigitte und Siggi f&#252;r die Bilder, an Dirk f&#252;r die perfekte Wasserversorgung und an G&#252;nter f&#252;r die aufmunterten Worte im Ziel. Danke auch an alle f&#252;r die Anfeuerung w&#228;hrend des Rennens, insbesondere an den unbekannten Jogger der mich mehrmals namentlich motiviert hatte. Da er hier sicher mit liest, w&#252;rde ich mich freuen wenn er sich pers&#246;nlich bei mir melden w&#252;rde, damit ich mich beim ihm bedanken kann.<\/em><\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht10\"><\/a><strong>Frankfurt Marathon am 28.10.2007<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs durch Frankfurt<br \/>\nWetter: 12\u00b0, bew&#246;lkt<br \/>\nTeilnehmer: 9164 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Ideale &#228;u&#223;ere Bedingungen, sowie eine optimale Vorbereitung versprachen neue Superlativen und so setzte ich mein Erstziel f&#252;r meinen 7. Marathon auf 2:48, ein 4-er Schnitt &#252;ber 42,2 km. Aufgrund einer Vorleistung von 1:20 f&#252;r den Halbmarathon schien dies realisierbar. Meine weiteren Motivationserhalter lauteten sub 2:55 und letztendlich zumindest eine Unterbietung der 2:56:36, meiner aktuellen Bestzeit vom Fr&#252;hjahr dieses Jahres.<\/p>\n<p>Nachdem ich rechtzeitig angereist war, kam kurz vorm Start doch nochmals etwas Hektik auf, da mein Garmin Probleme mit der Satellitenortung hatte. Erst kurz vor dem Startschuss war er endlich bereit und schon ging es auch los. Zusammen mit <a href=\"http:\/\/www.marathon-tagebuch.de\/\">Fabian<\/a> wollte ich die ersten 15 km in einem 4:03-er Schnitt angehen.<\/p>\n<p>Wie immer fehlte am Anfang vollkommen das Tempogef&#252;hl und der Blick zum Garmin verunsicherte mich noch mehr, da dieser nach wenigen Sekunden bereits 200 m anzeigte. Der erste Kilometer ging laut Laufcomputer in 3:38 min weg, bei der km-Markierung zeigt die Uhr jedoch 4:08 min. Was stimmte jetzt? Ich verlie&#223; mich auf die Messgenauigkeit des GPS-Systems und kontrollierte den Zweiten damit in 3:48 min w&#228;hrend das 2 km-Schild um die Ecke Bockenheimer Anlage noch nicht zu sehen war. Endlich an der Markierung angekommen zeigte die Uhr 7:58 min, also im Soll. Als ich Fabian der auch eine Garmin trug nach seinem km-Stand fragte und keine befriedigende Antwort bekam lief ich nur noch nach Gef&#252;hl.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt1.jpg\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"150\" align=\"left\"><\/a><\/p>\n<p>Die ersten 5 km waren dann mit 20:26 min etwas zu langsam, aber noch lange kein Grund zur Besorgnis. Ich zog etwas an und lies Fabian, mit dem ich zuvor Seite an Seite gelaufen war, hinter mir. Mit 40:29 min war ich bei km 10 fast punktgenau im Fahrplan und es rollte sch&#246;n locker weiter.<\/p>\n<p>Kurz nach &#252;berqueren der alten Br&#252;cke lief <a href=\"http:\/\/mannischerer.log.ag\/\">Manni<\/a> vom TSG Kleinostheim von hinten auf und gemeinsam bogen wir in die Kennedyallee. Nach kurzem Smalltalk beschlossen wir zusammen weiter zu laufen. In 1:00:49 passierten wir km 15 innerhalb des Zeitfensters.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt2.jpg\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt2.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"150\" align=\"right\"><\/a><\/p>\n<p>Nach Marschroute sollte ab jetzt das Tempo auf einen 3:56-er Schnitt erh&#246;ht werden was auch ganz gut gelang. So langsam sammelten wir schon die ersten L&#228;ufer ein und sprangen Gruppe um Gruppe nach vorne. In Goldstein an der 20 km-Markierung betrug mit 1:20:52 der R&#252;ckstand bereits 30 Sekunden, allerdings beunruhigte mich dies nicht sonderlich, da alles im gr&#252;nen Bereich war. Als wir die Matte zum Halbmarathon &#252;berliefen verabschiedete sich Manni mit den Worten <em>&#8222;lauf alleine weiter sonst geh ich hoch&#8220;<\/em> und w&#252;nschte noch viel Erfolg.<\/p>\n<p>&#220;ber die Schwanheimer Br&#252;cke ging es auf die andere Mainseite. Da ich den letzten km nach dem Garmin mit 4:08 min erstmals deutlich zu langsam gelaufen war, versuchte ich zu forcieren und der n&#228;chste km ging mit 3:50 min weg. Allerdings bekam ich durch die Tempoerh&#246;hung pl&#246;tzlich Probleme. Mein Zwerchfell verkrampfte und beidseitige Stiche unterhalb des Rippenbogens machten mir zu schaffen. Hatte nicht damit gerechnet so fr&#252;h das Bei&#223;holz herauszuholen und qu&#228;lte mich die n&#228;chsten Kilometer durch Frankfurt-H&#246;chst bis auf die Mainzer Landstra&#223;e. Dabei wurde ich auch vereinzelt von den ersten L&#228;ufern &#252;berholt.<br \/>\nBei km 30 hatte ich auf mein Erstziel bereits 2 min verloren. Nach einem ordentlichen Schluck Wasser an der Verpflegungsstelle lief es pl&#246;tzlich wieder, zwar nicht im geplanten Tempo, aber um die Motivation zu erhalten zumindest in Richtung sub 2:55, dem erkl&#228;rten Zweitziel.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurtkm35.jpg\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurtkm35.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"200\" align=\"left\"><\/a><\/p>\n<p>Unverhofft tauchte kurz darauf Manni wieder neben mir auf und ich versuchte an ihm dranzubleiben. Zusammen liefen wir Richtung Innenstadt und die zahlreichen Anfeuerungsrufe seiner Fans motivierten zus&#228;tzlich.<br \/>\nDen Platz der Republik mit km 35 passierten wir in 2:22:54 und kurz darauf versorgte uns G&#252;nter Guderley mit Cola und feuerte uns an. Am Taunustor vorbei ging es die Kaiserstra&#223;e hoch auf den erstmals ge&#228;nderten Streckenabschnitt.<br \/>\nAllerdings machte sich jetzt bei mir die linke Wade deutlicher bemerkbar, die bereits auf der Mainzer Landstra&#223;e leicht zum verkrampfen geneigt hatte. Zus&#228;tzlich gingen beide Oberschenkel zu und ich bekam die Beine nicht mehr richtig hoch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt3.jpg\" rel=\"lightbox\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.edgar-morschhaeuser.de\/bilder\/wk\/Frankfurt3.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"200\" align=\"right\"><\/a><\/p>\n<p>Also lies ich Manni ziehen, der mir bis km 40 auch fast eine Minute abnahm. Mittlerweile musste ich h&#246;llisch aufpassen, da mein linkes Bein sobald es keinen Bodenkontakt hatte im Wadenbereich anfing zu verkrampfen.<\/p>\n<p>Irgendwie musste ich die beiden letzten Kilometer &#252;berstehen damit der ganze Aufwand sich doch noch gelohnt hatte. Jetzt wurde ich auch reihenweise von hinten &#252;berholt. Als es dann endlich die vorletzte Kurve herum in die Friedrich-Ebert-Anlage ging fixierte ich nur noch den Messeturm. Kurz vorm abbiegen in die Festhalle warnte mich meine Wade nochmals deutlich den Laufrhythmus nicht zu erh&#246;hen. Der Blick galt nur noch der Uhr und ich hoffte, nicht aufgrund von Kr&#228;mpfen zum stehenbleiben gezwungen zu werden.<\/p>\n<p>Die letzten Meter in der Festhalle waren wahrlich kein Genuss, aber mit 2:54:22 hatte ich das Zweitziel sowie eine Verbesserung meiner Bestzeit um 2:14 min erreicht.<\/p>\n<p>Entt&#228;uscht bin ich von dem Garmin Forerunner, der laut Anzeige 43,34 km anzeigte. Ansonsten bin ich rundherum zufrieden und stolz mich trotz aller Probleme durchgebissen zu haben.<\/p>\n<p>Die einzelnen 5 km Abschnitte betrugen laut Ergebnisliste 20:26-20:03-20:20-20:03-20:03-20:52-21:07-22:00 und 9:28 min f&#252;r die letzten 2,2 km. Die Streckenh&#228;lfte legte ich in 1:25:11 zur&#252;ck.<\/p>\n<p><em>Danke an Paul, Manni und Herbert f&#252;r die Bilder<\/em><\/p>\n<p>*********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht9\"><\/a><strong>10. Stauseelauf am 24.08.2007 in Schotten<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flacher asphaltierter Rundkurs um den Nidda-Stausee<br \/>\nWetter: 27\u00b0, bew&#246;lkt, hohe Luftfeuchtigkeit<br \/>\nTeilnehmer: 216 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Nach langem &#252;berlegen entschloss ich mich Anfang der Woche doch zu dem Wettkampf &#252;ber 10 km in Schotten. Allerdings war mir schon da klar, dass eine neue Bestzeit in weiter Ferne lag. Es fehlte einfach an der Tempoh&#228;rte, aber um genau diese zu erreichen machte ein Start Sinn.<\/p>\n<p>Kurz nach dem abholen der Startnummer traf ich <a href=\"http:\/\/funrunner.wordpress.com\/\">Rainer<\/a> und es blieben ein paar Minuten Zeit f&#252;r ein Gespr&#228;ch.<br \/>\nAllerdings war ich dann schon etwas sp&#228;t dran mit dem Einlaufen, da ich geplant hatte die komplette Runde von knapp 5 km um den See zu laufen. Die Temperaturen waren trotz der sp&#228;ten Tageszeit noch relativ hoch und ich kam dabei schon ordentlich ins schwitzen. Rechtzeitig zum Start war ich jedoch zur&#252;ck und konnte mich in der Startaufstellung relativ weit vorne einreihen.<\/p>\n<p>Mit dem Startschuss ging auch gleich die Post ab. Leider hatte ich den Garmin Forerunner zulange am PC und dabei hatte sich die Batterie entladen. Zum Gl&#252;ck hatte ich noch meine Polar dabei und die zeigte mir am ersten km 3:37 min. Passte ganz gut und ich f&#252;hlte mich auch gut, aber nach km 2 kam der Schock. 3:52 min, eindeutig zu langsam, obwohl es da ein bisschen anstieg. Also Gas geben, aber au&#223;er einer 3:48 min war f&#252;r den n&#228;chsten km nicht drin.<br \/>\nVon hinten &#252;berholte mich ein L&#228;ufer und ich versuchte zu folgen. Es gelang auch ganz gut. In seinem Windschatten sammelten wir zwei vor uns Laufende ein und zogen gleich vorbei. Trotzdem ging der 4-te km nur in entt&#228;uschenden 3:46 min weg. Verbissen versuchte ich an meinem Vordermann dranzubleiben und wir passierten den 5 km in 3:48 min. Jetzt ging es durch den Zielbereich wo die meisten Zuschauer standen und durch die Anfeuerungen zog mein Pacemaker an und lief mir langsam aber sicher davon.<\/p>\n<p>Das brach mir das Genick, den nun begann auch noch das &#252;berrunden der langsameren Halbmarathonl&#228;ufer die teilweise in breiter Front nebeneinander liefen. Die Moral sank immer tiefer und nun bekam ich auch noch trotz des moderaten Tempos Seitenstechen. Die n&#228;chsten Kilometersplits von 3:50-4:00-4:01-4:00 dr&#252;cken das ganze Dilemma in Zahlen aus.<\/p>\n<p>Erst als ich hinter mir Schritte h&#246;rte, konnte ich auf dem letzten Kilometer noch etwas mobilisieren und lief nach dem finalen km in 3:47 min, mit der bescheidenen Endzeit von 38:33 min ins Ziel. &#220;berraschenderweise bedeute dies den Altersklassensieg und im Gesamtergebnis den 21.Platz.<br \/>\nLetztes Jahr lief ich hier an gleicher Stelle, allerdings bei besseren Wetterbedingungen mit 37:00 min noch Bestzeit.<\/p>\n<p>************************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht8\"><\/a><strong>Kreismeisterschaft 10.000 m Bahn am 18.04.2007 in Aschaffenburg\/Schweinheim<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: 400m Tartanbahn<br \/>\nWetter: 15\u00b0, bew&#246;lkt, kalter Wind<br \/>\nTeilnehmer: 27 gemischter Wettbewerb<\/em><\/p>\n<p>Am Mittwochabend fand in Aschaffenburg\/Schweinheim die Kreismeisterschaft &#252;ber 10.000 m auf der Bahn statt. Vom Termin her ideal, 18 Tage nach meinem Marathon. Eigentlich war ich im Vorfeld ziemlich sicher erstmals in einem WK eine 36-er Zeit laufen zu k&#246;nnen. Aber leider kommt es nicht immer so wie man denkt.<br \/>\nDas Rennen fing schon komisch an. Die ersten 200 m an dritter Position liegend legten wir in 41 sec zur&#252;ck. Die 400 m Durchgangszeit betrug 1:31 min. Fast 10 sec langsamer. Den ersten km stoppte ich dann in 3:45 min. Eigentlich zu langsam, aber immer noch blieb ich geduldig auf meiner Position. Mittlerweile hatte ein L&#228;ufer von hinten &#252;berholt und machte vorne etwas mehr Tempo. Dennoch war der 2-te km mit 3:44 min auch zu langsam. Jetzt wurde es mir zu bunt und ich ging nach vorne um das Tempo zu erh&#246;hen. Hinter mir h&#246;rte ich die Atemger&#228;usche und Schritte. Auf der Gegengeraden, wo der Wind von vorne kam ging ich raus auf die zweite Bahn. Mein Verfolger lief vorbei und drosselte vor mir das Tempo. Also &#252;berholte ich in der Kurve und blieb vorne. Die 5 km Durchgangszeit betrug 18:37 min. Mit meinen Verfolgern im Nacken und permanenten &#220;berrunden der langsameren L&#228;ufern ging das so bis kurz vor km 7, dann setzte sich der sp&#228;tere Sieger langsam ab. Mit 3:48 min war das auch mein langsamster Kilometer.<br \/>\nJetzt ging es nur noch um Platz 2, also versuchte ich kurz nach km 8 mit einem kurzen Antritt meinen Verfolger abzusch&#252;tteln. Durch zurufen von au&#223;en h&#246;rte ich das der Abstand auf 5 m angewachsen war. Dabei hatte ich mich aber etwas &#252;bernommen was ich kurz darauf bezahlen musste. Nachdem ich bis auf die letzte Runde alle Angriffe einigerma&#223;en abwehren konnte wurde ich &#252;berholt und konnte das h&#246;here Tempo nicht mehr mitgehen. So blieb am Ende mit 10 sec R&#252;ckstand der dritte Platz in, f&#252;r mich entt&#228;uschenden 37:21 min. Die Siegerzeit betrug 36:49 min, die Ergebnisse gibts <a href=\"http:\/\/www.lut-aschaffenburg.de\/sportfeste\/fjsp_2007.htm\">hier<\/a>.<br \/>\nAls Fazit bleibt: Bestzeit auf der Bahn um immerhin 5 sec verbessert und Kreismeister in meiner AK M45.<\/p>\n<p>*******************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht7\"><\/a><strong>15. Marathon &#8222;Rund um die Steinm&#252;hle&#8220; am 31.03.2007 in Marburg<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: 10 km Rundkurs auf asphaltierten Wegen<br \/>\nWetter: 13\u00b0, Sonnig, kalter Nordwind<br \/>\nTeilnehmer: 64 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Meine Planungen f&#252;r 2007 waren auf einen relativ fr&#252;hen Marathontermin ausgerichtet. Urspr&#252;nglich wollte ich eigentlich in Kandel laufen, wo ich 2004 meinen ersten Marathon bestritten hatte. Aufgrund der kurzfristigen Teilnahme am Greif-Trainingslager in Andalusien war dies jedoch terminlich nicht m&#246;glich.<br \/>\nAls Alternative bot sich der nicht allzu weit von meinem Wohnort entfernte Marathon &#8222;Rund um die Steinm&#252;hle&#8220; in Marburg an. Neben dem Marathon wird dort auch ein Ultra-Marathon &#252;ber 50 km sowie ein Halbmarathon angeboten. Es handelt sich laut Ausschreibung um einen flachen Rundkurs &#252;ber 10 km entlang der Lahn mit Start und Ziel im Landschulheim Steinm&#252;hle. Alle Strecken sind nach IAAF-Regeln vermessen und bestenlistenf&#228;hig.<\/p>\n<p>Trotz der bereits knapp 2000 Jahreskilometer in den Beinen, f&#252;hlte ich mich nach der harten Vorbereitung topfit. Der abschlie&#223;ende Supertest &#252;ber 15 km in neuer Bestzeit von 55:31 min war viel versprechend. Als Ziel hatte ich mir eine 2:48 vorgenommen, was durchaus im Bereich meiner Trainingswerte lag.<\/p>\n<p>Am Wettkampfmorgen wachte ich nach knapp zwei Wochen Tapering und Erholung bestens ausgeruht und vorbereitet auf. Selbst das Zwicken der Achillessehne und die R&#252;ckenschmerzen, die sich in den letzten Tagen bemerkbar gemacht hatten, waren wie weggeblasen.<\/p>\n<p>Mein Plan war, vorsichtig mit einem Schnitt von 4:03 min\/km anzugehen und dann ab km 15 das Tempo auf 3:56 min\/km zu steigern und wenn m&#246;glich bis ins Ziel zu halten.<\/p>\n<p>Die Stra&#223;en waren am fr&#252;hen Samstagmorgen wenig befahren, so dass ich zusammen mit meinen Laufkollegen Robert und Timo schon relativ fr&#252;h am Veranstaltungsort eintraf. Schon beim Aussteigen sp&#252;rten wir den unangenehm kalten Nordwind. Wir begaben uns zur Startnummernausgabe, wo wir ohne Wartezeit unsere Startgeb&#252;hr bezahlten und unsere Startnummer entgegennahmen.<\/p>\n<p>Probleme bekam ich dann bei der Abgabe meiner Trinkflaschen. Aufgrund der angebotenen Eigenverpflegung hatte ich mir Zuhause 12 Trinkfl&#228;schchen mit Ultra-Buffer gemixt um diese jeweils an den drei Verpflegungsstellen zu deponieren. Im Start- und Zielbereich war dies kein Problem, aber von Seiten des Veranstalters war niemand bereit die Eigenverpflegung an die entsprechenden Versorgungspunkte zu bringen. Im Gegenteil meinte man sarkastisch: <em>&#8222;Du kannst dich ja schon mal eine Runde warmlaufen und deine Getr&#228;nke dort deponieren, wir rechnen dir auch die 10 km auf die Marathondistanz an&#8220;<\/em>. Da ich sie nun schon einmal dabei hatte, stellte ich einen Teil der Getr&#228;nke auf den gekennzeichneten Eigenverpflegungstisch im Start- und Zielbereich.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Start trank ich dann noch einen halben Liter Ultra-Buffer, nahm zur Vorsorge eines der Trinkfl&#228;schchen in die Hand und begab mich in die erste Reihe zur Startaufstellung. Mittlerweile schien zwar die Sonne, aber es blies immer noch ein eiskalter Wind. Nach einer kurzen Einweisung in den Streckenverlauf erfolgt der Startschuss.<\/p>\n<p>Links und rechts sprinteten die L&#228;ufer an mir vorbei, als w&#252;rde es sich um einen Mittelstreckenlauf handeln. Zuerst ging es auf asphaltierten Radwegen Richtung Marburg. Am ersten Kilometer stoppte ich 4:14 min, eindeutig zu langsam. Deshalb beschleunigte ich etwas und &#252;berholte einige L&#228;ufer, darunter auch Robert und Timo die beide eine Sub-3 geplant hatten. Auf dem freien Feld waren wir schutzlos dem b&#246;igen Nordwind ausgesetzt und ich versuchte mich an einen HM-L&#228;ufer zu h&#228;ngen, der mein Tempo lief. Dies gelang mir auch bis kurz nach km 4, als wir zur Br&#252;cke &#252;ber die Lahn hoch liefen. Oben angekommen bog er falsch ab und merkte es erst auf mein Zurufen. Das war f&#252;r ihn nat&#252;rlich zu sp&#228;t, da ich nun schon gute 20 m vor ihm war. Ab jetzt begann mein einsames Rennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/254\/448659061_25dea0b0a2_m.jpg\" alt=\"Kurz vor km 7\" align=\"left\">Bei Kilometer 5 ging ich in 20:11 min durch und lag damit bis auf 4 Sekunden im Fahrplan. Mittlerweile hatte ich meine Trinkration zu mir genommen und f&#252;hlte mich nun auf der anderen Seite der Lahn, ohne Gegenwind pudelwohl. Dies machte sich auch in den Kilometersplits bemerkbar, die immer um einige Sekunden schneller als geplant waren. Am Wendepunkt kurz vor km 8 z&#228;hlte ich dann drei entgegenkommende L&#228;ufer mit dreistelliger Startnummer, die nicht allzu weit vor mir waren. In der Annahme, dass es sich um Marathonl&#228;ufer handelte w&#228;hnte ich mich auf dem vierten Platz.<\/p>\n<p>Weiter ging es &#252;ber eine kleine Kuppe und gleich darauf unter einer Autobahnbr&#252;cke hindurch. Mit einem scharfen Linksknick f&#252;hrte die Strecke jetzt parallel zur B3. Wieder kam ein Anstieg der hinauf auf eine Autobahnbr&#252;cke f&#252;hrte, die die Lahn &#252;berspannte. Nur durch einen Zaun von den vorbei rasenden Autos getrennt &#252;berquerten wir diese. Danach ging es wieder bergab bis kurz vor km 9.<\/p>\n<p>Stand da nicht irgendwas von einer flachen Strecke in der Ausschreibung? Hier bogen wir dann wieder rechts ab Richtung Landschulheim in den Start und Zielbereich der in einem gro&#223;en Bogen zu umlaufen war. Hier stoppte ich dann 40:03 f&#252;r die ersten 10 km ab. Von meiner Planung her eigentlich 27 Sekunden zu schnell.<\/p>\n<p>An der Eigenverpflegungsstelle nahm ich zwei Trinkfl&#228;schchen und weiter ging es auf die zweite Runde. Der Abstand zu dem vor mir laufenden Marathoni wurde zusehends kleiner und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ich ihn einholen w&#252;rde. An der n&#228;chsten Verpflegungsstelle kurz vor der Lahnbr&#252;cke sah ich wie er beim Trinken stehen blieb, aber danach sofort wieder das Tempo forcierte. Kilometer 15 passierte ich in 1:00:32 und war damit fast wieder in meinem Zeitfenster. Die ersten 5 km der Runde waren mit dem Gegenwind doch deutlich schwerer zu laufen. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/208\/448659073_dece06320b_m.jpg\" alt=\"Kurz vor km 19\" align=\"right\">An der zweiten Verpflegungsstadion blieb mein Vordermann wieder zum Trinken stehen und ich konnte direkt zu ihm auflaufen. Doch sein Tempo war mir zu langsam und ich ging gleich ohne gro&#223;e Gegenwehr an ihm vorbei. Mit 1:20:28 passierte ich das Ziel bei km 20 und war damit bis auf 3 Sekunden im Plan.<\/p>\n<p>Wieder nahm ich meine Verpflegung auf und es ging auf die dritte Runde. Nachdem ich meine erste Trinkration zu mir genommen hatte machte sich pl&#246;tzlich mein Magen bemerkbar. Aber da war nirgendwo ein Busch, nur freies Feld, also hie&#223; es Hintern zusammenkneifen und weiter. Lange ging das jedoch nicht gut und ich musste kurz nach km 23 hinter einer Feldscheune raus, um mich zu erleichtern. Dabei &#252;berholte mich ein Marathoni der die ganze Zeit in einigem Abstand hinter mir gelaufen war. Ich versuchte wieder in meinen Laufrhythmus zu kommen, was mir anhand der Kilometersplits auch einigerma&#223;en gelang. Der Abstand zu dem vor mir Laufenden blieb allerdings konstant gleich.<\/p>\n<p>Hinzu kamen jetzt permanent &#220;berrundungen, die einen jedoch nicht weiter behinderten. Die 25 km Durchgangszeit betrug 1:42:11, damit war mir klar dass mich mein Malheur knappe 2 min gekostet hatte. Aber das Schlimme war, ich konnte pl&#246;tzlich mein Tempo nicht mehr laufen, kaum ein km ging unter 4 min weg. Also nahm ich den ersten von drei Gelchips die ich vorsorglich mitgenommen hatte, zerbiss ihn und schob ihn in die Backentasche. Der dritte Zieldurchlauf bei km 30 war mit 2:02:40 deutlich zu langsam. Was war los? Ich nahm an der Verpflegungsstelle wieder meine zwei Fl&#228;schchen auf und &#246;ffnete eines sofort um zu trinken. Beim abstoppen von km 31 zeigte die Uhr eine 4:33 min\/km, eindeutig mein bisher langsamster Kilometer. Ich versuchte zwar zu forcieren, aber es lief einfach nicht mehr. War das der Mann mit dem Hammer?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/208\/448659077_a37cc0bdc7_m.jpg\" alt=\"Kurz nach km 38\" align=\"left\">Am km 35 stoppte ich eine 2:24:07 und der vor mir laufende Marathoni kam jetzt deutlich n&#228;her. Auf der langen Geraden nach km 36 konnte ich ihn &#252;berholen, er war total eingebrochen. Nach dem Wendepunkt bei km 38 sah ich pl&#246;tzlich Timo der nur noch kurz hinter mir war und deutlich schneller lief als ich. Jetzt hie&#223; es nur Z&#228;hne zusammenbei&#223;en und laufen. Auf dem Weg in den Zielbereich kamen mir zwei L&#228;ufer entgegen die nochmals auf die Strecke gingen. Das bedeutete zumindest Platz 3 und den galt es zu halten.<\/p>\n<p>Der vierte Zieldurchlauf bei km 40 in 2:46:39 war genau so entt&#228;uschend wie die drei zuvor. Obwohl hier im Gegensatz zur sonstigen Strecke wenigstens ein paar Leute standen, wurde man vollkommen ignoriert. Einzig Rainer, der mich vorm Start kurz angesprochen hatte und regelm&#228;&#223;ig meinem Blog verfolgt, feuerte mich an. Timo war schon wieder ein St&#252;ck n&#228;her gekommen und nur noch eine knappe Minute hinter mir. So ging es auf die letzte kleine Runde. Jetzt plagte mich auch pl&#246;tzlich noch Seitenstechen und ich sah meine Felle schon davon schwimmen. Ich spuckte den Gelchip den ich kurz zuvor genommen hatte aus, warf meine letzte Trinkflasche in den Stra&#223;engraben und wartete buchst&#228;blich darauf, dass Timo mich einholte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/236\/448659059_76944f5733_m.jpg\" alt=\"AK Sieger\" align=\"right\">Er kam aber nicht, obwohl ich f&#252;r km 41 fast 5 min brauchte. Ab km 42 ging es mir etwas besser, das Seitenstechen hatte nachgelassen und ich konnte das Ziel fest im Visier etwas schneller laufen. Mit sechs Sekunden Vorsprung und f&#252;r mich entt&#228;uschenden 2:56:36 wurde ich immerhin Gesamtzweiter. Robert erreichte den 5. Platz aber verfehlte mit 3:03:07 sein Ziel deutlich. Trotzdem erzielte jeder von uns eine neue Bestzeit und wir konnten unsere jeweiligen Altersklassen gewinnen.<\/p>\n<p>Im Nachhinein war mir klar, dass ich das Rennen wahrscheinlich durch zwei Faktoren vergeigt hatte. Zum einen waren es die Magenprobleme die mich in die B&#252;sche getrieben hatten. Danach habe ich wahrscheinlich im Kopf abgeschaltet und innerlich aufgeh&#246;rt weiterzulaufen. Der andere Punkt war das Mitnehmen der Trinkfl&#228;schchen. Denn noch nie hatte ich unmittelbar nach einem Marathonrennen solche Schmerzen in meinen Oberarmen. Wahrscheinlich konnte ich auch durch das permanente Zugreifen und Halten einfach nicht so &#246;konomisch laufen wie gewohnt.<\/p>\n<p><em>Bilder mit freundlicher Genehmigung von Heiko Krause<\/em><\/p>\n<p>***********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht6\"><\/a><strong>30. Halbmarathon am 11.02.2007 in M&#246;rfelden<\/strong><strong><\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: flache Wendepunktstrecke auf befestigten Waldwegen<br \/>\nWetter: 8\u00b0, Regen, zum Teil matschiger Untergrund<br \/>\nTeilnehmer: 495 im Ziel<\/em><\/p>\n<p>Starker Regen und st&#252;rmische Windb&#246;en waren zum Wettkampftag vom Wetterdienst prophezeit, und der erste Blick kurz nach dem fr&#252;hen Aufstehen best&#228;tigte dies. Nach dem obligatorischen kurzen Vorwettkampf-Fr&#252;hst&#252;ck machte ich mich dann rechtzeitig auf den Weg nach M&#246;rfelden. Die Stra&#223;en waren wie immer um diese fr&#252;he Uhrzeit, relativ leer und der Regen hatte mittlerweile aufgeh&#246;rt. Sollte es vielleicht doch trocken bleiben?<\/p>\n<p>In M&#246;rfelden angekommen war ich erstaunt &#252;ber die vielen L&#228;ufer die bereits eine Stunde vor Wettkampfbeginn vor Ort waren. Dank der guten Organisation und der Voranmeldung gab es jedoch keinerlei Wartezeiten bei der Startnummernausgabe. Zuf&#228;lligerweise holte Mario M. der Mainzer-Topmarathonl&#228;ufer zeitgleich nebenan seine Startnummer und es blieb Zeit f&#252;r eine kurze Begr&#252;&#223;ung. Bereits an der Kuchentheke traf ich Fabian R. der sein versp&#228;tetes Fr&#252;hst&#252;ck zu sich nahm und auf meinen fragenden Blick meinte, dass dies heute nur ein Trainingslauf f&#252;r ihn sei. Auf dem Weg zum Auto traf ich noch kurz Eckhard V. der letztes Jahr mit im Trainingslager in Andalusien war. Beim anbringen meiner Startnummer konnte ich noch etwas mit Fabian plaudern, der direkt neben mir parkte.<\/p>\n<p>Bei wolkenverhangenem Himmel, aber immer noch trocken, ging es los zum lockeren Einlaufen. Schon beim verlassen des Stadions bekam ich einen Vorgeschmack auf den Wettkampf. Der Boden war total aufgeweicht und schwammig. Der Weg beim Einbiegen in das Waldst&#252;ck war voller Morast und ich ahnte was da auf mich zukam. Am km 2 wendete ich und lief zur&#252;ck Richtung Start um mich f&#252;r den Wettkampf umzuziehen. Wieder im Stadion angekommen setzte leichter Regen ein der immer st&#228;rker wurde.<br \/>\nKurz vor dem Start fragte ich zur Orientierung noch Sebastian K. wie er heute angehen w&#252;rde. Nach ein paar lockeren Steigerungen ging ich an die Startlinie wo ich auch noch Jakob H. begr&#252;&#223;en konnte. Ich reihte mich hinter Mario ein und schon ging es los.<\/p>\n<p>In der Aufregung des Positionsgerangels verpa&#223;te ich die erste Kilometermarkierung. So langsam sortierte sich das Feld und ich stoppte beim zweiten Kilometer eine 7:21 ab. Eigentlich viel zu schnell, aber ich orientierte mich an Sebastian, der einige Meter vor mir lief und versuchte dran zu bleiben. Die vor uns laufende Gruppe mit Mario und Jakob entfernte sich langsam aber stetig. Die n&#228;chsten Kilometer gingen gleichm&#228;&#223;ig in 3:41-3:41-3:42 weg. Die Zwischenzeit bei km 5 betrug 18:25 min.<br \/>\nInzwischen konnte ich mich aus der Gruppe mit zwei bekannten L&#228;ufern aus der Untermainregion etwas absetzten und war zu Sebastian aufgelaufen. Am Wendepunkt zwischen km 5 und 6 kam uns die Spitze entgegen und erstaunt stellte ich fest, dass die gar nicht so weit weg war. Nach der Wende, die aufgrund des schlechten Untergrundes und des kleinen Radius viel Zeit kostete konnte man sch&#246;n die nachfolgenden L&#228;ufer, darunter auch den Weltklasse-Triathlet Lothar Leder beobachten.<br \/>\nWeiter ging es Richtung Stadion in 3:40-3:40-3:43-3:44-3:48 bei km 10 zeigte die Uhr eine glatte 37:00 was meiner aktuellen 10 km-Bestzeit entsprach. Dabei war der letzte km vom Untergrund her eigentlich der schwierigste was sich auch in dem Split ausdr&#252;ckte. Als ich ins Stadionrund einbog kamen mir Jakob und Mario entgegen, die gerade wieder das Stadion verlie&#223;en. Im Vorbeilaufen feuerte mich Mario noch an.<br \/>\nNach dem Start-\/Zielbereich war eine Verpflegungsstation aufgebaut und in der Kurve stand J&#246;rg P. der eifrig fotografierte.<br \/>\nImmer noch konnte ich einigerma&#223;en Anschlu&#223; an Sebastian halten, aber so langsam l&#246;ste er sich doch von mir. Ich versuchte mich wieder heranzuk&#228;mpfen, da ich wu&#223;te, dass es alleine schwer werden w&#252;rde. Die n&#228;chsten Kilometer wurden mit 3:47-3:49-3:46-3:41-3:57 schon langsamer, trotzdem lag ich mit 56:01 bei km 15 deutlich unter meiner bisherigen Bestzeit f&#252;r diese Distanz.<br \/>\nKurz vor passieren der Wende kam uns pl&#246;tzlich ein Auto entgegen ohne uns jedoch zu behindern. Um den Wendepunkt herum, sah ich nun schon Lothar Leder mit einigen L&#228;ufern im Schlepptau bedrohlich n&#228;her kommen. Ich versuchte nun alles zu mobilisieren, aber der Regen und der schlechte Untergrund forderten Ihren Tribut. Bis km 18 konnte ich mich noch wehren, dann tauchte Lothar Leder und ein Begleiter neben mir auf. Als ich erneut forcierte lie&#223;en Sie sich erst geschickt hinter mich fallen um dann doch zu zweit an mir vorbeizuziehen. Trotzdem war ich erstaunt &#252;ber Ihren Atemrhythmus, ein Trainingslauf war das sicher nicht. Zumal sie sich auch nicht gro&#223; absetzten konnten und der Abstand nicht sonderlich wuchs. Kurz darauf &#252;berholte ich Jakob, der mit Magenproblemen k&#228;mpfte.<br \/>\nJetzt hie&#223; es f&#252;r mich nur noch nach hinten absichern und irgendwie ins Ziel kommen, nach vorne ging nichts mehr. Beim Abbiegen ins Stadion konnte ich auf dem morastigen Untergrund gerade noch einen Sturz vermeiden und lief immer mit einem Blick zur Uhr Richtung Stadionrund. Mein Hauptziel eine sub 1:20 war wohl sicher, aber w&#252;rde es auch noch f&#252;r einen neue Bestzeit reichen?<br \/>\nAus der Bahnkurve heraus gelang es mir nochmals zu beschleunigen und ersch&#246;pft stoppte ich gl&#252;cklich eine 1:19:43 ab. Dies bedeutete eine Verbesserung der Bestzeit von immerhin 4 Sekunden bei miserabelen Bedingungen, gelaufen aus der vollen Marathonvorbereitung mit bereits 110 Wochenkilometern in den Beinen.<\/p>\n<p>Anschlie&#223;end ging ich entgegen meiner sonstigen Angewohnheit ohne auszulaufen, im immer noch str&#246;menden Regen gleich unter die Dusche. Dies war auch bitter n&#246;tig, da der Dreck teils bis hoch zum R&#252;cken gespritzt war.<br \/>\nBei Kaffee und Kuchen blieb dann noch etwas Zeit um ein paar nette Gespr&#228;che zu f&#252;hren bevor ich mich auf den Heimweg begab.<\/p>\n<p>************************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht5\"><\/a><strong>23. Winterlaufserie 3. Lauf am 27.11.2005 in Goldbach<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Streckenl&#228;nge: 10 km<br \/>\nBeschaffenheit: anspruchsvolle 10km Waldlaufstrecke mit H&#246;henunterschieden<br \/>\nWetter: 1\u00b0, trocken, Schnee und Eisbedeckter Untergrund<br \/>\nTeilnehmer: &#252;ber 700<\/em><\/p>\n<p>Insgeheim hatte ich heute schon mit einer Zeit unter 40 min gerechnet, aber es wurden nur 41:16. Die Form hatte eigentlich gestimmt, aber die Wetterbedingungen hatten mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.<br \/>\nSchon auf dem Weg vom Auto zur Anmeldung war der Weg spiegelglatt. Beim Warmlaufen pr&#228;gte ich mir die Schnee- und Eisfreien Stellen ein auf der ich sp&#228;ter laufen wollte, aber alles umsonst. Als der Startschuss fiel wurde ich ca. 3 m hinter der Startlinie stehend, links und rechts geradezu &#252;berrannt. Die ersten zweihundert Meter eierte ich regelrecht auf der Piste herum besonders auf der kurzen Bergabpassage vor dem &#220;berqueren der Stra&#223;e. Von da ab hatte ich nat&#252;rlich geloost. Auf dem rechten, einigerma&#223;en belaufbaren Pfad, bildete sich eine sch&#246;ne Schlange L&#228;ufer unter anderem auch sicher welche die hier mit ihren Pulswerten bereits ihren Maximalwert erreichten. Es blieb mir nichts anderes &#252;brig als die Steigung auf der &#220;berholspur durch Schnee und Eis zu laufen. Trotz dieses Malheurs, stoppte ich eine 3:55 am ersten Kilometer. An der Abzweigung der ersten Schleife hatte ich dann mein erstes Zwischenziel erreicht, von der Spitze des Feldes war noch nichts zu sehen.<br \/>\nAuf dem 2 km in 4:07 machte sich bereits ein Substanzverlust durch den schwierigen Untergrund bemerkbar. Sobald die Schlange der entgegenkommenden L&#228;ufer abriss forcierte ich das Tempo und hatte einen AK-Konkurrenten im Visier. Jetzt hie&#223; es nur noch dranbleiben, unter den beschissenen Verh&#228;ltnissen hatte schlie&#223;lich jeder zu leiden. Es bildete sich eine 4-er Gruppe mit st&#228;ndig wechselnder F&#252;hrung. Der n&#228;chste km in 4:02 war in Ordnung, aber kurz vor km 4 in 4:11 musste ich wieder etwas abrei&#223;en lassen, weil das Tempo &#252;ber den absch&#252;ssigen verschneiten Wurzelweg zu hoch war. Bis km 5 hatte ich mich jedoch wieder rangek&#228;mpft allerdings mit dem bisher langsamsten km-Splitt von 4:28, allerdings hat\u2019s der Abschnitt auch ganz sch&#246;n in sich. Nun gab es einige Meter eine kurze Gerade vorbei an dem Glattbacher Kreuzweg bevor die n&#228;chste Steigung anstand. Hier versuchte ich die Gruppe abzuh&#228;ngen und setzte zum &#252;berholen an. Allerdings musste ich dazu wieder auf den vereisten Schneebedeckten Teil des Weges. Ich kam vorbei, h&#246;rte jedoch meine Verfolger kurz hinter mir und konnte die Konterattacke nicht abwehren. Im selben Moment war Zwischenziel Nummer 2 gescheitert. Mit einem Wahnsinnsspeed kam Tobias von oben als F&#252;hrender angebraust. Mit einigem Abstand begegnete mir kurz vor der Abzweigung in die zweite Schleife als Zweiter der letztj&#228;hrige Seriengewinner.<br \/>\nBeim km 6 stand 4:23 auf der Uhr und die 4-er Gruppe hatte sich um einen dezimiert. Mit Sichtkontakt nach vorne tauchte pl&#246;tzlich mein pers&#246;nlicher Holger Meier auf. An der Wende am h&#246;chsten Punkt hatte auch er mich ersp&#228;ht und versuchte die 30 m Vorsprung zu halten. Wiederum vorbei an der unendlichen Schlange der entgegenkommenden L&#228;ufer ging\u2019s jetzt bis auf eine kleine Welle bergab. Kurz nach km 7 in 4:09 setzten wir zum &#252;berholen von Holger Meier an, mein AK-Konkurrent links, ich rechts vorbei. Auf der langen Bergabpassage lie&#223;en wir es dann richtig rollen, so dass bei km 8 eine 3:28 zu Buche stand. Allerdings setzten sich jetzt meine beiden Begleiter etwas von mir ab, weil ich Tempo herausnahm. Am tiefsten Punkt der Strecke einer 60\u00b0 Kehre mit einem brutalem &#220;bergang von bergab zu bergauf Steigung war Holger wieder bei mir und &#252;berholte. Ich konterte und munterte ihn mit den Worten &#8222;die 3 da vorne kriegen wir noch&#8220; auf worauf er abwinkte und meinte &#8222;lauf, ich bin platt&#8220;. Mir ging es allerdings nicht viel besser und ich schaffte den km 9 mit dem letzten harten Anstieg in 4:18.<br \/>\nDie beiden anderen aus meiner Gruppe waren ca. 50 m vor mir und ich sicherte nur noch nach hinten ab und war am Schluss zufrieden knapp 20 sec vor Holger Meier ins Ziel einzulaufen.<\/p>\n<p>***********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht4\"><\/a><strong>10. HVB Citylauf am 03.06.2005 in Aschaffenburg<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Streckenl&#228;nge: 7,9 km<br \/>\nBeschaffenheit: 5 Runden Asphalt durch die Innenstadt<br \/>\nProfil: wellig mit vielen Kurven<br \/>\nWetter: 25\u00b0, trocken, bew&#246;lkt, schw&#252;l<br \/>\nTeilnehmer: 1458<\/em><\/p>\n<p>Alles was in der Region und weit dar&#252;ber hinaus Rang und Namen hat ist hier heute vertreten. Die Veranstaltung ist trotz der Menschenmassen gewohnt gut organisiert. Um 20.10 Uhr ist der Start des B-Laufes f&#252;r ambitionierte L&#228;ufer\/-innen inklusive der weiblichen Elite und um 20.50 Uhr startet der A-Lauf die Leistungsklasse M&#228;nner sowie die m&#228;nnliche Elite.<br \/>\nDie Strecke ist wie bei Cityl&#228;ufen &#252;blich etwas verwinkelt in der Innenstadt, wobei f&#252;r die 7,9km knapp 5 Runden von je ca. 1600m gelaufen werden m&#252;ssen. Dies ist meine vierte Teilnahme an diesem Lauf, aber so viele Zuschauer standen noch nie an der Strecke.<br \/>\nSchon beim Einlaufen schmerzte meine linke l&#228;dierte Achillessehne. Selbst intensives Dehnen brachte keine Besserung. Zu allem Ungl&#252;ck hatte ich auch nur die leichten Brooks Racer dabei.<br \/>\nDer Startschuss ert&#246;nte p&#252;nktlich und sofort ging die Post ab. Im Gegensatz zu den \u201e&#252;blichen\u201c Wettk&#228;mpfen wo ich mich beim Start doch &#252;berwiegend im vorderen Feld aufhalte, befand ich mich hier im hinteren Drittel. Meine Taktik lautete ruhig angehen und schauen was meine unmittelbaren Konkurrenten machen, um dann im hintern Teil eventuell anzugreifen. Aber es kam wie immer alles anders.<br \/>\nDen ersten Kilometer stoppte ich in 3:42 und hatte schon einen total trockenen Mund und Atemprobleme. Die Temperaturen waren jetzt zwar wesentlich ertr&#228;glicher aber irgendwo in der N&#228;he zog jetzt ein Gewitter auf und es herrschten zum Teil sehr starke Windb&#246;en.<br \/>\nLangsam formierte sich eine Gruppe. Bei km2 zeigte die Uhr 3:31, durch die Gruppe hatte ich mich doch zu einem schnelleren Tempo hinrei&#223;en lassen. Bis jetzt war alles noch im gr&#252;nen Bereich. Auch der dritte Kilometer mit 3:38 passte ins Konzept. Doch dann machte ich einen verh&#228;ngnisvollen Fehler.<br \/>\nAls ein L&#228;ufer von hinten unsere Gruppe &#252;berholte h&#228;ngte ich mich an ihn und versuchte das Tempo mitzugehen. Das ganze passierte genau in dem Bereich in dem die meisten Zuschauer standen und die Ger&#228;uschkulisse nat&#252;rlich besonders hoch war. Nun kam der Anfang vom Ende. Ein Sprint &#252;ber 200m in einem Langstreckenrennen! Und dann &#8230; dann passierte es. Schleichend, aber unweigerlich wurden meine Beine schwer, ich bekam nur noch schlecht Luft aber auch mein Vordermann kam nicht weiter weg. An der n&#228;chsten Steigung h&#246;rte ich von hinten Schritte und die Gruppe ging an mir vorbei ohne dass ich reagieren konnte.<br \/>\nDer Rest war nur noch Krampf, ich sehnte regelrecht das Ziel herbei. Dabei wurde ich noch um einiges nach hinten durchgereicht.<br \/>\nUnd zu der Niederlage kamen die Unannehmlichkeiten, die &#220;berrundungen fingen an. Die Spitze des Feldes, ein Kenianer flog im 2:50 km-Schnitt an mir vorbei. Ich hatte einfach keine Lust mehr &#8211; warum nicht aussteigen? Macht ja keinen Sinn mehr. &#8222;Ein schlechter Wettkampf ist immer noch gutes Training&#8220; &#8211; aber das hier war auch kein gutes Training mehr. Ich gab auch l&#228;ngst nicht mehr alles, lief halt einfach nur noch. Die km-Zeiten wurden kontinuierlich schlechter. Nach 5 Runden und 30:16min war es endlich vorbei.<br \/>\nLangsam kann ich es nicht mehr begreifen, dass ich von meinen Trainingsleistungen total begeistert und hingerissen bin und bei den Wettk&#228;mpfen so entt&#228;usche. Die Achillessehne hat sich w&#228;hrend des Laufes &#252;berhaupt nicht bemerkbar gemacht und mich zumindest vom Gef&#252;hl her nicht behindert. Doch nach dem Wettkampf war ich nicht mehr in der Lage einen Kilometer locker auszulaufen so schmerzte mein Fu&#223;.<\/p>\n<p>***********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht3\"><\/a><strong>7. Nidda-Rundlauf am 21.5.2005 in Florstadt<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Streckenl&#228;nge: 10 km<br \/>\nBeschaffenheit: Asphalt u. Schotterwege<br \/>\nProfil: flach<br \/>\nWetter: 22\u00b0, trocken, bew&#246;lkt, schw&#252;l<br \/>\nTeilnehmer: 104<\/em><\/p>\n<p>Nach einer Woche erzwungener Laufpause durch eine Erk&#228;ltung, nahm ich beim Nidda-Rundlauf in Florstadt erstmals wieder an einem Wettkampf teil.<br \/>\nBis zur letzten Minute wusste ich noch nicht ob ich die 5 oder 10km laufen sollte. Spontan entschloss ich mich dann doch f&#252;r die l&#228;ngere Distanz. Ein 10km Wettkampf, von dem ich nicht so genau wusste, wie ich ihn angehen sollte.<br \/>\nEine Bestzeit war bedingt durch die gesundheitlichen Probleme in der Vorwoche sowieso von vorne herein ausgeschlossen. Nach ca. 5km lockerem Einlaufen zusammen mit Eberhard und Uwe war ich schon nass geschwitzt. Irgendwie war es richtig schw&#252;l und dr&#252;ckend, obwohl die Temperaturen mit ca. 22\u00b0 eigentlich gar nicht so hoch waren.<br \/>\nBeim Start positionierte ich mich neben Eberhard, der eine 36-er Zeit laufen wollte, au&#223;en links in die erste Reihe. Als der Startschuss fiel war ich nach ca. 20m an erster Stelle und schaute erstaunt neben mich wo denn die anderen alle blieben. An meiner F&#252;hrungsposition &#228;nderte sich auch auf den n&#228;chsten 100 Metern nichts. Anscheinend hatte ich bedingt durch die Laufpause zuviel Kraft in den Beinen, oder der Adrenalinsto&#223; war zu gro&#223;.<\/p>\n<p>Die ersten Meter f&#252;hrten in einer Schleife durch ein Wohngebiet, dann kamen wir wieder an Start und Ziel vorbei um auf eine viermal zu durchlaufende Runde einzubiegen. Jeder Kilometer war mit Schildern deutlich gekennzeichnet und auf jeder Runde bestand die M&#246;glichkeit Getr&#228;nke zu nehmen oder sich mit einem Wasserschwamm abzuk&#252;hlen.<\/p>\n<p>Bei km1 zeigte der Blick auf die Uhr 3:30, wie immer viel zu schnell. Mittlerweile hatten mich 4 L&#228;ufer &#252;berholt und Eberhard war neben mir. Also weiter was geht, vielleicht ist heute ja doch noch was drin. Mit diesem Gedanken versuchte ich das Tempo von Eberhard zu halten. Der zweite Kilometer war mit 3:46 jedoch schon deutlich langsamer, was jetzt wahrscheinlich auch an dem Untergrund lag. Die Strecke f&#252;hrte nun wunderbar an dem Flusslauf der Nidda entlang. Das Problem war jedoch, dass dieser Weg erst vor kurzem angelegt wurde. Frisch geschottert versank man hier zum Teil regelrecht im Untergrund.<\/p>\n<p>Ab dem zweiten Kilometer merkte ich dann das eine Woche Erk&#228;ltung doch ihren Tribut fordern und musste Eberhard ziehen lassen. Im Startzielbereich nach km3 feuerte mich Erwin noch an und rief mir zu das ich auf dem sechsten Platz sei, aber mir war zu diesem Zeitpunkt schon klar dass ich diesen nicht halten konnte. Kurz darauf wurde ich auch schon von einem weiteren L&#228;ufer &#252;berholt und hatte keine Chance das Tempo mit zugehen.<\/p>\n<p>Die Kilometerzeiten pendelten sich nun so bei 3:55 ein. Mitte der zweiten Runde k&#228;mpfte sich ein weiterer L&#228;ufer von hinten heran und versuchte zu &#252;berholen. Sofort h&#228;ngte ich mich in seinen Windschatten und blieb an ihm dran. Als ich merkte dass auch er Probleme mit diesem Tempo hatte ging ich an ihm vorbei und machte wieder die Tempoarbeit. So k&#228;mpften wir eine ganze Zeit miteinander bis ich doch nichts mehr zu zusetzten hatte und ihn ziehen lie&#223;.<\/p>\n<p>Von hinten war jetzt nichts mehr zu bef&#252;rchten und ich wollte eigentlich nur noch irgendwie ins Ziel kommen und die ganze Sache hinter mich bringen. Dies gelang mir dann auch noch mit einer ganz passablen Endzeit.<\/p>\n<p>In 38:51min ereichte ich den 9. Gesamtplatz und den 4. Rang in der Altersklassenwertung, wobei diese in 10-er Schritten gewertet wurde. In den ansonsten &#252;blichen 5-er Schritten w&#228;re dies der 1. Platz in der AK M45 gewesen.<br \/>\nIn der Mannschaftswertung bedeutete dies zusammen mit Eberhard in 37:58 und G&#252;nter in 39:34 den 1.Platz. Uwe war mit seinen erzielten 40:54 deutlich unzufrieden.<br \/>\nAls Fazit kann ich aufgrund der gesundheitlichen Probleme in der zur&#252;ckliegenden Woche mit dieser Leistung ganz zufrieden sein.<\/p>\n<p>***********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht2\"><\/a><strong>1. Stra&#223;enlauf am 6.5.2005 in Stockstadt<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Streckenl&#228;nge: 10 km<br \/>\nBeschaffenheit: Asphalt u. Waldwege<br \/>\nProfil: flach<br \/>\nWetter: trocken, windig, k&#252;hl<br \/>\nTeilnehmer:~100<\/em><br \/>\nErster 10000m Stra&#223;enlauf in Stockstadt \u2013 bisher hatte ich hier zu Anfang meiner \u201eL&#228;uferkarriere\u201c &#8211; zweimal an einem 5000m Lauf teilgenommen.<\/p>\n<p>Die Anfahrt gestaltete sich schon als kleines Problem. Bedingt durch die Sch&#252;lerl&#228;ufe hatte die Feuerwehr kurzerhand die Zufahrt zur Veranstaltung f&#252;r Pkws hermetisch abgesperrt. Endlich schaffte ich es doch &#252;ber einige Umwege und Herumirren durch ein leeres Wohnviertel in die N&#228;he der Halle zu kommen. Dabei hatte ich sogar das Gl&#252;ck und erwischte einen Parkplatz in unmittelbarer N&#228;he der Startlinie.<\/p>\n<p>Bedingt durch das schlechte Wetter &#8211; es regnete den ganzen Tag Hunde und Katzen &#8211; war ich mir eigentlich immer noch nicht so richtig sicher ob ich starten sollte oder nicht. Als Option w&#228;re immer noch der Halbmarathon am Sonntag 08.05. in Mainz m&#246;glich gewesen.<br \/>\nNachdem sich aber bei der Ankunft der Himmel bis auf ein paar Wolken gn&#228;dig zeigte beschloss ich doch zu starten.<br \/>\nAuf dem Weg zur Anmeldung, der wiederum zu einer Suche ausartete, begegnete ich einigen Bekannten. Endlich konnte ich meine Startnummer erwerben, die Sicherheitsnadeln waren leider schon ausgegangen.<br \/>\nHier besteht von Seiten der Organisatoren Handlungsbedarf. Ein paar Hinweisschilder und gen&#252;gend Sicherheitsnadeln w&#228;ren doch leicht zu organisieren. Ebenso das ordentliche Ausschildern der Anfahrt zum Wettkampfort. Au&#223;erdem finde ich 3 \u20ac Nachmeldegeb&#252;hr f&#252;r einen 10km-Lauf schon ein bisschen f&#252;r &#252;berzogen!<br \/>\nLeider blieb jetzt nicht mehr viel Zeit zum Warmlaufen. Einmal die Runde, die insgesamt f&#252;nfmal zu durchlaufen war und knapp 2km betrug. Die Streckenmarkierung und Beschilderung der einzelnen Kilometer entsch&#228;digte f&#252;r das Herumirren am Anfang. Im Gegensatz zur Streckenf&#252;hrung die &#252;berwiegend durch Spielstra&#223;en in verkehrsberuhigten Zonen f&#252;hrte. Total un&#252;bersichtlich, viele Kurven an parkenden Autos und Gartenz&#228;unen vorbei. Zwei kurze Passagen gingen &#252;ber Waldwege, mit gro&#223;en Pf&#252;tzen und der matschige Untergrund erinnerte fast an die Crossl&#228;ufe des Winters!<\/p>\n<p>Zur&#252;ck am Auto zog ich mich um und lief noch zwei, drei kurze Steigerungsl&#228;ufe zur Vorbereitung auf den Wettkampf. Dann der Start hinter der Halle auf offener Strasse, es war ganz sch&#246;n k&#252;hl, und der K&#246;rper eigentlich noch nicht richtig auf Betriebstemperatur. P&#252;nktlich um 19:30 Uhr sollte er erfolgen. Es gab noch eine kurze Einweisung, da es sich jedoch bei den Teilnehmern &#252;berwiegend um \u201ealte Hasen\u201c handelte gab es nicht viel zu erz&#228;hlen.<\/p>\n<p>Achtung, Peng, los. Da ich nur in der 3. Reihe stand, musste ich die Arme ganz sch&#246;n ausfahren und Slalomlaufen war angesagt. Das h&#246;rte erstmal gar nicht auf. Ich hatte meinen Holger Meier gerade noch im Blick. Erst nach etwa 200m legte sich das etwas, und es begannen sich die ersten Gr&#252;ppchen zu bilden. Dann kam eine kurze Steigerung, die mich in die gew&#252;nschte Position brachte, und der erste km war in 3:30 &#8211; wie immer &#8211; viel zu schnell.<\/p>\n<p>Sofort nahm ich etwas das Tempo heraus, nicht zu schnell, nicht zu langsam &#8211; ok. F&#252;hlte sich gut an. Und genug Kraft um Druck zu machen war auch da. Auch wenn das Tempo nat&#252;rlich auf Dauer schon anstrengend. Ich lie&#223; mich an das Ende der Gruppe fallen und beobachtete die Sache von hinten. Sofort wurde ich von weiteren L&#228;ufern &#252;berholt, denen aber deutlich anzumerken war das sie jetzt schon &#252;berzogen.<\/p>\n<p>Nach den Waldweg-Passagen konnte ich mir beim Anblick der vor mir laufenden vorstellen wie ich von hinten aussah. Der Dreck spritzte hoch bis &#252;ber die G&#252;rtellinie. Am schlimmsten war eine ca. 150\u00b0 Wende wo ausgerechnet eine riesige Pf&#252;tze war. Wenn man hier nicht aufpasste war ein Sturz vorprogrammiert. Diese st&#228;ndigen Wechsel bedingt durch die vielen Kurven machten ein gleichm&#228;&#223;iges Tempo unm&#246;glich.<\/p>\n<p>Der km2 passte mit 3:41. Mittlerweile wurde die Gruppe vor mir schon langsamer und ich begann zu &#252;berholen. Vorbei an zum Teil schwer atmeten L&#228;ufern absolvierte ich den km3 in 3:39 und setzte mich an die Spitze der Gruppe. Sofort reihten sich ein paar hinter mir ein und versuchten in meinem Windschatten zu folgen. Der km4 war mit 3:53 pl&#246;tzlich deutlich langsamer. Also legte ich etwas zu. Immer weiter zog ich mich an einen vor mir laufenden heran, konnte aber nie aufschlie&#223;en.<\/p>\n<p>Mit 3:44 auf km5 = 18:29 konnte ich das Tempo wieder erh&#246;hen. Aus der urspr&#252;nglichen Gruppe war mittlerweile ein Zweikampf geworden. Gemeinsam mit meinem Mitl&#228;ufer wechselten wir uns nun in der Tempoarbeit ab und nutzten den Windschatten bei dem zum Teil doch recht b&#246;igen Gegenwind.<\/p>\n<p>Doch trotz all dieser Bem&#252;hungen wurde das Tempo nicht viel schneller, km6 in 3:47, km7 in 3:43. Die L&#252;cke zu unserem Vordermann blieb konstant. Ab km7, begann das &#252;berrunden langsamerer L&#228;ufer, was durch den un&#252;bersichtliche Streckenverlauf zu einer weitern Erschwernis beitrug. Als ich Roland &#252;berrundete, munterte ich ihn mit einem Klaps auf, worauf er mich anfeuerte.<\/p>\n<p>Allerdings wurde es jetzt doch schwerer, das Tempo zu halten. Die Beine wollten zwar, aber irgendwie ging es nicht. Ich wollte auch nicht mehr so richtig: ich war froh, dass es gut lief und ich das Waterloo von W&#252;rzburg weglaufen konnte, aber f&#252;r Experimente und mehr fehlte mir irgendwie der Biss. Erstmal &#252;berhaupt ins Ziel kommen. Erstmal &#252;berhaupt das Tempo noch 2km stehen. Erstmal &#252;berhaupt wieder ne Zeit laufen, die okay ist.<\/p>\n<p>Es ging also einfach weiter, km8 in 3:50. Nun versuchte ich auf dem letzten Kilometer einen Angriff auf den ca. 30m vor mir laufenden. Der aber hatte bereits einen Vereinskollegen von sich im Visier und beschleunigte ebenfalls. Mit einer 3:45 auf km9 konnte ich jedoch meinen unmittelbaren Begleiter absch&#252;tteln.<\/p>\n<p>Wieso also noch beschleunigen? Mit einem guten letzten km in 3:30 w&#228;re das noch eine super Zeit geworden, aber ich kriegte die Knie auch nicht mehr richtig hoch f&#252;r einen Endspurt. Wahrscheinlich fehlte mir heute im Kopf der n&#246;tige Biss.<\/p>\n<p>Beim Einlaufen auf die Zielgerade Blick auf die Uhr, 36:47, das w&#252;rde nicht reichen. Trotzdem noch mal leicht angezogen, aber den Schlussspurt muss ich im Training wohl &#246;fter mal wieder &#252;ben. Im Ziel dann bei 37:19 abgestoppt, letzter km in 3:42.<\/p>\n<p>In der Ergebnisliste sieht das ganze folgenderma&#223;en aus: 10.Gesamtplatz, 3.AK M45. Da sieht man mal wieder wie stark die Altersklasse M45 besetzt ist!<\/p>\n<p>Ein bisschen &#228;rgerlich, dass vorne keine 36 steht, aber trotzdem heilfroh, dass ich jetzt wieder eine 10km-Zeit habe, die zu den anderen Zeiten passt. War auch h&#246;chste Zeit, Bestzeit um 52sec unterboten, und ich denke da ist diese Jahr noch einiges machbar!<\/p>\n<p>***********************************************************************************************<\/p>\n<p><a name=\"bericht1\"><\/a><strong>5. W&#252;rzburg-Marathon am 17.4.2005<\/strong> &#8211; <a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p><em>Beschaffenheit: Asphalt u. Kopfsteinpflaster<br \/>\nProfil: flach<br \/>\nWetter: trocken, bew&#246;lkt<br \/>\nTeilnehmer: 1188<\/em><\/p>\n<p>An meine Grenzen konnte ich heute nicht gehen, da mir meine Wadenmuskulatur einen Strich durch die Rechnung machte.<br \/>\nDabei lief alles genau so wie geplant. Der erste Kilometer war mit 3:41 wie immer viel zu schnell, aber vielleicht stimmte auch die Kilometerangabe nicht genau, weil beim zweiten die Uhr 4:06 bei geringf&#252;gig langsamerem Tempo anzeigte.<br \/>\nBei Kilometer 5 war ich mit 19:47 drei Sekunden zu schnell und f&#252;hlte mich super. Die Durchgangszeit bei 10km war mit 39:47 etwas zu langsam, jedoch bei km15 war mit 59:27 wieder alles im Soll.<br \/>\nBis hierher konnte ich den geplanten Schnitt von 3:58 f&#252;r die ersten 15km ohne Probleme relativ locker laufen. Dabei befand ich mich die ganze Zeit in einer 3-er Gruppe der lokalen M45 Elite.<br \/>\nF&#252;r die n&#228;chsten 10km wollte ich nun den Schnitt auf 3:51 erh&#246;hen, was mir auch gut gelang. Dabei l&#246;ste ich mich aus der Gruppe und rollte das Feld vor mir regelrecht auf. Nach 3:48 f&#252;r den km17 versp&#252;rte ich schon ziemlich starke Schmerzen in meiner Wadenmuskulatur. Hier bog man nun in die Altstadt von W&#252;rzburg ein. Kopfsteinpflaster, Stra&#223;enbahnschienen und nur noch enge Kurven. Vor mir war ein riesiges Loch von &#252;ber 200m, die Schmerzen in den Waden wurden immer schlimmer.<br \/>\nIch konnte das Tempo nicht mehr halten und lief die km18 in 4:00 und km19 in 3:59. Trotzdem gelang es mir bis zum W&#252;rzburger Dom die L&#252;cke zu schlie&#223;en und weitere L&#228;ufer zu &#252;berholen. Den km20 schaffte ich noch in 3:57, Gesamtzeit 1:19:05. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, wozu auch noch der schlechte Untergrund beitrug. Kurz vor km21 wurde ich von einem ins Ziel einbiegenden Halbmarathonl&#228;ufer den ich zuvor &#252;berholt hatte &#252;berspurtet. Nun begann das Ende meiner Leidensgeschichte. Kurz nach km21 wurde ich von einem der M45 Elitel&#228;ufer wieder eingefangen, und hatte keine Chance das Tempo mitzugehen, weil ich einfach die Beine nicht mehr hochbrachte. Das Tempo wurde merklich langsamer und der n&#228;chste k&#228;mpfte sich von hinten an mich ran. Den km22 konnte ich noch in 4:11 bew&#228;ltigen, aber dann war das Rennen f&#252;r mich gelaufen. Kurz vor km24 blieb ich das erste Mal stehen um meine Wadenmuskulatur zu dehnen. Nachdem ich versuchte weiterzulaufen wurde mir sofort klar, dass ich die restlichen 18km heute nicht mehr bew&#228;ltigen konnte. Auch die Anfeuerungsrufe von Rainer, Werner und Hermann von unserem Lauftreff die auf diesem Streckenabschnitt Dienst hatten, konnten mir nicht helfen.<br \/>\nSo joggte ich noch bis km27, kurz vor dem Start-\/Zielbereich, riss mir total entt&#228;uscht die Startnummer vom Trikot und ging aus dem Rennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6h-Lauf mit DM in M&#252;nster am 11.03.2017 Berlin50k 50km-DM in Berlin\/Pl&#228;ntnerwald am 05.03.2016 39. Deutsche Halbmarathonmeisterschaft in Husum am 12.04.2015 34. Int. 100km-Lauf mit 50km-DM in Gr&#252;nheide\/Kienbaum am 29.03.2014 41. 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