Verfasst am 30. Dezember 2009 um 17:50 Uhr von Edgar
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Leider hat es nicht geklappt mit der Verlängerung des Urlaubs auf Fuerteventura. So mussten wir nach einer kurzen Nacht auf Montag wohl oder übel wieder zurück ins kalte Deutschland.
Mein Abschlusslauf in Fuerte führte mich von unserem Hotel Ambar Beach nochmal bis zur Sportbahn in Jandia. Dort machte ich einen kleinen Abstecher ins Landesinnere, der mal wieder in einer Sackgasse endete. Zusammen kamen dabei nochmal 16 Kilometer.
Das Ganze ergibt dann für neun Tage Aufenthalt, 204 Gesamtkilometer, bei traumhaften Bedingungen. Das Hotel war super, Essen und Trinken nur zu empfehlen. Einzig das Wetter war nicht so gut für Sonnenanbeter, allerdings ideal zum Laufen. Trotz “all inclucive” konnte ich sogar ein Kilo abspecken und nähere mich immer mehr meinen idealen Gewicht. Es war sicherlich nicht mein letzter “Winterurlaub” dieser Art.
Verfasst am 26. Dezember 2009 um 22:24 Uhr von Edgar
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Ausgerechnet den heißesten Tag unseres bisherigen Fuerte-Urlaub musste ich mir für meinen langen Lauf heraussuchen. Das Thermometer an der Strandpromenade von Morro Jable zeigte 28 Grad als ich nach knapp 7 Kilometern vorbeijoggte. Zum Glück hatte ich zwei Getränkeflaschen dabei. Die eine deponierte ich dann – nach einem kräftigen Schluck – bei km 10 hinter dem kleinen Hafenstädtchen. Die andere nahm ich mit auf meinem weiteren Weg in Richtung Cofete. Die asphaltierte Straße endete genau am Friedhof, der ca. 3 km außerhalb von Morro Jable lag. Ab hier ging es über in eine festgefahrene Schotterpiste, auf der es durch zahlreiche Unebenheiten sehr unangenehm zu laufen war. Der Weg führte im wesentlichen in Schlangenlinien am Meer entlang. Wenigstens ab und zu kühlte ein laues Lüftchen, ansonsten schmolz ich in der prallen Sonne, ohne auch nur den winzigsten Schatten regelrecht vor mich hin.
Links und rechts nur eine kraterartige karge Mondlandschaft, mit beeindruckenden Bergen Richtung Landesinnere. Ab und zu brettere ein Geländewagen vorbei, ansonsten war ich mit mir alleine. Die traumhafte Küste, die hier unter Naturschutz steht lag auf der linken Seite. Kurz nachdem mir drei deutsche Mountainbiker entgegen kamen, hatte ich km 17,5 erreicht und wendete. Jetzt spulte ich die km-Splits deutlich schneller ab, da ich die ganze Zeit überwiegend bergauf gelaufen war. Meine Wasserration ging zur Neige und ich sehnte die Stelle herbei wo ich die andere Flasche unter einem Stein versteckt hatte. Als ich endlich dort war stoppte ich einen Moment um gierig zu trinken. Jetzt war es nicht mehr weit bis Morro Jable, wo ich dann im Schatten einer Palme eine kurze Rast einlegte.
Hier trank ich dann den Rest meiner Ration und machte mich auf die letzten 8 Kilometer. Die Sportbahn an Jandia vorbei lief es noch ganz gut, aber an deren Ende kaufte ich mir an einem Kiosk eine eiskalte Flasche Wasser und setzte mich erneut in den Schatten um sie zu leeren. Die restlichen vier Kilometer zogen sich dann teils bergauf noch etwas in die Länge und ich war froh nach 3 Stunden Laufzeit wieder im Hotel anzukommen. Weiß im Moment gar nicht wie viel Liter ich dort in mich geschüttet habe, aber der Wasserverlust bei den Temperaturen war schon enorm.
Verfasst am 26. Dezember 2009 um 11:27 Uhr von Edgar
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So hatte ich Weihnachten bisher auch noch nicht erlebt. Keine Hektik und kein Stress, angenehme 22 Grad und man brauchte sich in unserem 4 Sterne Hotel wirklich um nichts zu kümmern.
Da blieb am 24-ten sogar noch genügend Zeit für eine kleine Tempoeinheit. Nach lockeren 4 km Einlaufen stand ich an der Sportbahn, wie sie hier in Jandia genannt wird. Die 5 x 2000 m in 7:52 min mit jeweils 1000 m Trabpause liefen dann doch eher zäh. Der starke Gegenwind kostete doch einige Körner und nach den vielen Kilometern der letzten Wochen, waren die Beine auch nicht gerade locker. Mit dem Wind lief es jedoch problemlos, allerdings floss hier der Schweiß. Von einer älteren Frau durfte ich mir auch gleich mein erstes Weihnachtsgeschenk in Form eines Kompliments abholen. Sie meinte nämlich ich würde gut laufen, mit den anderen hätte sie richtig Mitleid, weil die sich so abquälten.
Gestern lief ich dann mit der Digicam Richtung Morro Jable. Dort angekommen suchte ich durch die kleinen Gassen des Hafenstädtchens den Weg nach Cofete. Nachdem ich ein paarmal in eine Sackgasse geraten war fand ich ihn auch und lief noch ein Stück in diese Richtung. Die Strecke schaut gar nicht so schlecht aus, zumindest ist sie nicht so hügelig und man läuft zuerst gegen den Wind.
Auf dem Rückweg machte ich noch Bekanntschaft mit einer Läuferin, die auf der 2,5 km langen Sportbahn in etwa mein Tempo lief. Wir unterhielten uns ganz nett, wobei die Sache ziemlich einseitig war. Sie entschuldigte sich dafür, da sie bei dem Tempo nicht so viel sprechen konnte. Bei 4:41/km mit dem Wind im Rücken, akzeptierte ich dies natürlich.
Für heute habe ich mich entschlossen den langen Lauf in Richtung Cofete zu unternehmen. Die ersten 10 km kenne ich ja jetzt schon und die nächsten sieben bis zum Wendepunkt lass ich mich einfach mal überraschen. Dank Tobi finde ich auch sicher wieder zurück ins Hotel ;-)
Im Moment herrscht fast Windstille und der Himmel ist strahlend blau. Hoffentlich wird es nicht zu heiß, denn für die nächsten Tage ist Sonne pur angesagt.
Verfasst am 24. Dezember 2009 um 11:59 Uhr von Edgar
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Die ersten Tage fragte ich mich schon wo Christoph mit seinen Roadrunnern hier in Esquinzo im Februar ein Lauf-Trainingslager veranstalten will. Hier geht’s doch fast nur bergauf und bergab und der Strand ist bis auf wenige Abschnitte auch nicht gerade ideal zum laufen geeignet.
Seit gestern, bin ich allerdings eines besseren belehrt worden. Denn ich fand die geradezu ideale Tempolaufstrecke. Die Strandpromenade von Jandia. Ein ca. 5 m breiter, rot asphaltierter flacher Weg, auf dem sogar 3 Bahnen mit der Laufrichtung eingezeichnet sind. Unmittelbar daneben eine Naturbahn, absolut flach, parallel zum Strand. Auf dem Weg sind alle 100 m Markierungen angebracht. Die Strecke ist 2,5 km lang, wenn man von Jandia aus dann links Richtung Strand läuft geht es rechts über einen kleinen Hügel noch weiter bis Morro Jable. Vorausgesetzt der stürmische Wind flaut irgendwann etwas ab und es ist nicht zu heiß, herrschen dort ideale Bedingungen für Tempoläufe. Hier habe ich auch unzählige Läufer getroffen. Ein paar junge Spanier liefen gegen den Wind, wobei sie geschickt den Windschatten nutzten, ähnlich wie beim Radfahren in der Gruppe.
Nach Morro Jable sind es auf der Straße genau 8 km von meinem Hotel aus, ein Kilometer weiter als am Strand entlang. Allerdings ist es ziemlich schwer durch die kleine Hafenstadt den weiteren Weg ins Landesinnere zur Villa Winter zu finden. Jeder schickte mich in eine andere Richtung und man erzählte mir von über 800 Höhenmetern auf unwegsamen Schotterpisten. Scheint keine gute Idee zu sein den langen Lauf dorthin zu machen. Auf dem Rückweg lief ich in einem kleinen Tal einen Kilometer ins Landesinnere. Es geht allerdings nur bergan und von weitem waren schon wieder die unüberwindbaren Berge zu sehen, über die kein passierbarer Weg führt.
Das Wetter meint es nach wie vor gut mit mir, im Gegensatz zu den vielen sonnenhungrigen Touristen. Bewölkte 22 Grad, ab und zu etwas Sprühregen, die Sonne kommt nicht hervor, ideale Laufbedingungen. Wenn nur nicht dieser stürmische Wind wäre…
“Frohe Weihnachten” an alle die hier mitlesen, oder “Feliz Navidad”, wie man hier sagt.
Verfasst am 23. Dezember 2009 um 13:02 Uhr von Edgar
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…oder so ähnlich könnte man den gestrigen intensiven Dauerlauf beschreiben. Während am Morgen der Himmel teilweise noch blau war und die Sonne die Temperaturen hochtrieb, zog es gegen Nachmittag doch merklich zu. Der Wind aus Südwest wurde wieder stärker. Wie ich mittlerweile erfahren habe, bedeutet dies auf Fuerteventura meistens dass schlechtes Wetter kommt.
Für meine gestrige Einheit war nach 3 Kilometern lockerem Einlaufen ein intensiver Dauerlauf über 18 km geplant. Dabei wollte ich auf der Straße Richtung Norden nach km 9 wenden. Allerdings kam ich gar nicht so weit. Bereits nach genau 4,5 km war Endstation. Hier befand sich ein großer Kreisel und die einzige Abfahrt führte direkt auf die Autobahn. Also wendete ich und lief zurück. Gegen den starken Wind war dies natürlich doppelt so schwer. Außerdem ging es hier wirklich permanent nur auf und ab. Mein schnellster Split lag bergab mit Rückenwind bei 3:52 min – wobei ich mich dabei schon zurücknehmen musste – der langsamste bei 4:56 min, bergauf bei starkem Gegenwind. Hier war teilweise auch schon kämpfen angesagt. Auf dem ersten Abschnitt mit Rückenwind kam teilweise noch die Sonne hervor und es trieb mir den Schweiß aus allen Poren. Dagegen war es auf dem Rückweg mit Gegenwind temperaturmäßig geradezu angenehm, da der Wind wunderbar kühlte.
Wieder am Ausgangspunkt angekommen wendete ich um die zweiten 9 km in Angriff zu nehmen. Am Ende kam dann ein 4:28-er Schnitt für die 18 km heraus. Angesichts der Bedingungen geht das der Jahreszeit entsprechend ganz in Ordnung.
Heute schaut es wettermäßig nicht so gut aus. Die Temperaturen liegen zwar deutlich über 20 Grad, aber es regnet ständig. Der Wind weht zwar weiter aus Südwest, aber es soll die nächsten Tage wieder schöner werden. Für Samstag ist der heißeste Tag der Woche angesagt, ausgerechnet da habe ich meinen langen Lauf geplant.
Bei dem heutigen regenerativen Lauf werde ich versuchen einen Weg, halbwegs auf der Straße nach Morro Jable zu finden. Vielleicht ist dort ja auch die flache Strandpromenade, wo angeblich alle hundert Meter markiert sein sollen, wie Christoph berichtete. Außerdem soll es von dort eine Schotterpiste ins Landesinnere nach Cofete und zur sagenumwobenen Villa Winter geben. Das müsste dann kilometermäßig ganz gut passen für den 33-er am Samstag.
Wie schauts denn daheim aus? Hoffe ihr seid angesichts des Wintereinbruchs nicht alle eingefroren. Oder bleibt vor lauter Weihnachtsbaum schmücken und Geschenke kaufen keine Zeit mehr für Kommentare??