Tempolauf

Mit 234 gelaufenen Kilometern gelang es mir letztendlich den neuen Wochenumfangsrekord deutlich anzuheben. Die Beine sind gut und nach einer professionellen Massage auch noch relativ locker.
Das zeigte sich am Montagnachmittag beim angesetzten Gummibandtraining. Ein Tempolauf über 15 km im Halbmarathonrenntempo. Dabei reduziert man sein Lauftempo um 25 Prozent über die nächsten 400 Meter, sobald man das HM-Tempo nicht mehr laufen kann. Nach dieser Erholungsphase versucht man das HM-Tempo wieder zu treffen. So eine Einheit kann sich ganz schön in die Länge ziehen.
Nach knapp 4 km Einlaufen starteten wir im strömenden Regen bei niedrigen Temperaturen und böigem Wind. Die Zusammenarbeit mit Thomas klappte auf der 2,5 km Pendelstrecke hervorragend. Wir wechselten uns in der Führungsarbeit ab und konnten einen konstanten Schnitt durchlaufen. Die letzten 600 m zog er allerdings einen langen Spurt an und lief 12 sec vor mir über die Ziellinie. Dennoch bin ich mit den gelaufenen 56:48 min für die 15 km hoch zufrieden. Wenn ich den 3:47-er Schnitt am übernächsten Sonntag beim Halbmarathon in Elsenfeld durchbringe, komme ich in die Nähe meiner aktuellen Bestzeit über diese Distanz.

Heute Morgen liefen wir erstmals eine andere Runde und kamen dabei auf 13 Kilometer. Der Großteil der Gruppe ist gerade bei strahlendem Sonnenschein nach Torfhaus aufgebrochen. Von dort laufen sie unter Peters Führung auf den Brocken. Da ich erst im Frühjahr dort oben war, habe ich mich entschlossen nicht mit zu fahren und dafür zwei ruhige Runden um die Innerste Talsperre zu laufen und dabei das schöne Wetter zu genießen.

Die erste Woche

Mit dem heutigen Sonntag endet die erste Woche des Greif-Trainingslagers in Wolfshagen. Dabei läuft alles auf einen neuen Wochen-Kilometer-Rekord hinaus. In bisher 12 Trainingseinheiten konnte ich 217 km absolvieren. Dass es hier härter als in Spanien und der Türkei werden würde, hatte Robert vorher schon angekündigt. Deshalb hatte ich mich auch anfangs etwas zurückgehalten.
Den 10-er Tempolauf am Montag, auf topfebener Strecke – allerdings bei teilweise starkem Gegenwind – lief ich in 39:16 min und damit um 25 sec langsamer als vorausgesagt. Am Dienstag ging es in extensiven 4:50/km um den Grane Stausee, 23 km mit über 300 Höhenmetern gespickt. Mittwochs dann 3 x 4000 m mit 2000 m Trabpause. Bei regnerischen Wetterbedingungen steigerten wir am Donnerstag mit der Gruppe 1 den Km-Schnitt auf 4:45/km für die anspruchsvolle Grane Runde. Die beliebte Staffel fand dann am Freitag im strömenden Regen auf der Tempolaufstrecke am Innerste Stausee statt. Mit meinen beiden Partnern Dagmar und Gabi erreichten wir bei den jeweils dreimal zu laufenden 2000 m den achtbaren 3. Platz. Ohne Verschnaufpause ging es dann gestern auf die lange Runde durch den Harz. Am Ende standen nach über 700 Hm 2:54:13 h für die knapp 37 Kilometer auf dem Garmin.
Nicht zu vergessen die morgendlichen Nüchternläufe, wobei sich die ganz Eisernen bereits um 7:20 Uhr treffen um lockere 4 km durch Wolfshagen zu traben. Anschließend folgt zusammen mit der restlichen Trainingsgruppe ein 15 minütiges Dehn- und Gymnastikprogramm bevor es im regenerativen Tempo auf die Morgenrunde geht.
Für heute Nachmittag steht dann erstmals ein regenerativer Lauf an. Ob es allerdings bei dem geplanten Tempo bleibt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall werde ich dabei meinen bisherigen Wochenumfangsrekord von 222 km, gelaufen im Frühjahr in Andalusien, deutlich einstellen.

Kilometer fressen

Mit knapp 500 km in den letzten drei Wochen ging es umfangsmäßig deutlich voran. Die Tempoeinheiten habe ich dagegen etwas zurückgestellt. Von einer einigermaßen vernünftigen Form bin ich deswegen im Moment auch noch meilenweit entfernt. Aber so soll es ja auch sein, am 07.11. gilt es, alles andere ist nebensächlich.

Morgen früh geht es dann für zwei Wochen ins Trainingslager in den Harz. Wir sind eine relativ kleine Gruppe, wird aber sicher wieder lustig. Der Trainingsplan mit 3 Tempoeinheiten (!!) und dem langen Lauf in der ersten Woche hat mich etwas überrascht. Aber als ich dann die Tage die ersten 2 Wochen meines Jokerplanes sah, fiel ich fast vom Hocker. Ab September geht es dann so richtig zur Sache, aus dem „Langen“ 35-er wird dann ein 45-er…

Es geht wieder los…

Kaum zu glauben wie schnell die Form in den Keller geht. Sprichwörtlich am eigenen Leib erfahren durfte ich dies bei den letzten Wettkämpfen im Rahmen des Wika-Staffel-Marathons und eine Woche später beim Kleinostheimer Ortskernlauf.
Zumindest schafften wir mit unserer Firmenmannschaft den 2.Platz in der Gesamtwertung und auch in Kleinostheim war trotz einer 38:00 min der Altersklassensieg gesichert. Eigentlich lief ich dort ja nur um die 5 Läufe im Rahmen des Main-Ausdauershop-Lauf-Cups voll zu machen und in die Endwertung zu kommen. Den AK-Sieg kann mir dort nach fünf ersten Plätzen und der Maximalpunktzahl in der M50 niemand mehr nehmen. Nebenbei führe ich dort sogar noch die Gesamtwertung an, aber dies ist sicherlich nur eine Frage der beiden letzten Wettkämpfe im Rahmen dieses Cups.

Meine Prioritäten im Herbst liegen woanders und um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen bedarf es enormer Anstrengung. Die letzte Woche lief mit 152 Wkm umfangsmäßig schon ganz gut und ich hoffe bis zum anstehenden Trainingslager in Wolfshagen einigermaßen in Form zu kommen. Ab sofort heißt das Motto: „Jeder Kilometer zählt!“